MIME-Version: 1.0 Content-Type: multipart/related; boundary="----=_NextPart_01CD95ED.D5AD3AE0" Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Webseite in einer Datei, die auch als Webarchivdatei bezeichnet wird. Wenn Sie diese Nachricht erhalten, unterstützt Ihr Browser oder Editor keine Webarchivdateien. Laden Sie einen Browser herunter, der Webarchivdateien unterstützt, wie zum Beispiel Windows® Internet Explorer®. ------=_NextPart_01CD95ED.D5AD3AE0 Content-Location: file:///C:/91363E47/ThomasRappEpilog.htm Content-Transfer-Encoding: quoted-printable Content-Type: text/html; charset="us-ascii"

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Katholische Schulzeit= ung

1871. Nr. 18.  3. Mai

 

 

Am 10. Februar h.J starb nach mehrjährigen Leiden in Betzigau, Pfarrdorf bei Kempten, der dortige Schulleh= rer, Meßner und Organist Thomas Rapp in einem Alter = von 45 Jahren und 2 Monaten.

 

Er erblickte das Lich= t der Welt am 21. Dezember 1825 zu Edenhausen, bei Krumbach in Schwaben, als der Sohn eines Söldner= s und Schweinhändlers. Der frühzeitige Tod seines Vaters und die beschränkten Vermögensverhältnisse standen dem Wunsche des talentvollen Knaben, zu studiren, hindernd im W= ege. Dafür durfte er fich zum Schulfache vorber= eiten, was ihm große Freude machte. Mit einer für sein Alter ungewöhnlichen Energie warf er sich nun auf die Erlernung der Musik und geigte bald im Keller, bald in der Scheune. wenn man ihn im Hause nimmer hören mochte. In den Jahren 1839-42 bereitete er sich bei Lehrer und Chorregent Math. Hohenegg in Krumbach zum Lehrfache vor. Seine letzte Ausbildung erhielt er im Schullehrerseminar= in Lauingen unter Inspektor Bü= schl und verließ dasfelbe am 1. September 1844= . Hier hatte er durch gefälliges und friedfertiges Benehmen gegen seine Mitzöglinge manchen Freund gewonnen, währen= d er anderseits durch vorziüiglichen Fleiß= ;, verbunden mit guter Fassungsgabe und einem treuen Gedächtnisse, reiche= Kenntiiiffe sich sammelte.

 

Seine erfte Verwendung im Schulfache fand er als Gehilfe in Mickha= usen, einem gräflich rechbergischen Markte in Sc= hwaben durch 5 Jahre; in den Jahren 1850 und 51 versah er die Schulstelle in Waltenhofen, bei Kempten, und im Schuljahre 1851|52 d= ie zu Wallenhausen, bei Roggenburg, als Verweser. An all' d= iesen Orten erwarb er sich durch vorzüglichen Fleiß in eigener Ausbild= ung, sehr gute und wirksame Lehrmethode wie bereitwillige Aushilfe im Kirchendienste, die volle Zufriedenheit seiner Vorgesetzten. Er bethätigte, wie ein Zeugni&= szlig; sagt, festen Willen, das ihm vorgesteckte Ziel zu erreichen, und wußte die Jugend durch liebevolle Behandlung an= sich zu ziehen, wie auch durch Ernft ohne Härte= sich deren Achtung zu erhalten.

 

Rapp besaß eine lebhafte Phantasie und beschäftigte sich in seinen Mußestunden a= us Vorliebe mit Musik und Poesie. Sein reiches Gemüt= h mit einem Anflug von Melancholie disponirte sei= nen regen strebsamen Geist vorzugsweife für folche Art literarifcher Befch&au= ml;ftigung, Im Iahre 1851 gab er nach = späterm eigenen Geständnisse „in jugendlich voreiliger Weise" Gedic= hte unter dem Titel "Blütenknospen“ in den Druck. in welchem zw= ar das religiöse Moment wie in den Sonetten, wohlthu= end vorherrscht, doch aber auch Einiges enthalten ist, was besser ungedruckt geblieben wäre. Von Seinem reichen melancholischen Gemüthe und seinem Vorgefühle eines kurzen Erdenlebens möge folgende Stro= phe aus der Elegie am Grabe seines Vaters, den er schon mit 12 Jahren verlor, <= span class=3DSpellE>Zeugniß geben: Gedichte pa= g. 228.

 

Du Theurer, der von hinnen bist geschieden

Schlaf sanft in Deinem engen dunklen Haus;

O schlumm're süß im sel'gen Himmelsfrieden,<= /o:p>

Bald ist für mic= h des Lebens Traum auch aus!

 

Es war die Sturm- und Drangperiode im Leben des Dahingeschiedenen, die gerade mit den Jahren politischer und socialer G= ährung 1848 udn 1849 zusammenfiel. Um das Leben, Thun = und Treiben eines Volkschullehrers waren damals in Schwaben und Neuburg engere Schranken als sonst gezogen. Es konnte daher nicht fehlen, daß die Dichtkunst und etwas zu lebhafte Phantasie ihres Adepten zu einigen Conflicten mit den nächsten Vorgesetzten fü= hrte. Jedoch ließ die angeborne edle Gesinnung = den etwas Ueberschwenglichen nie in's Gemeine versinken, wie er auch Gesellschaften hauptsächlich um seine Lieblingskünste (Musik und Poesie) zu pflegen und Andere auf anständige Weise zu unterhalten besuchte. Dabei war er stets nuchtern und mäßig. Auch verlor er deßhalb keineswegs das Vertrauen seiner hohen Kreisbehörde, welcher er bereits als gediegener Schulmann bekannt war. Sein Eifer bei den Schullehrer-Conferenzen und = seine mit größtem Fleiße ausgearbeiteten trefflichen Eleborate fanden wiederholt bei der k.Regierung lobende Anerkennnng. In Wa= llenhaufen wünschte den Verstorbenen sein trefflicher Pfarrer und Local-Inspektor, Waibel (seligen Andenkens), ein wahrer Menschen- und Kinderfreund, wegen se= iner religiösen Gesinnung und ächt conservativen politischen Haltung, definitiv für= seine Schule zu behalten. Die milde Lage des Ortes und die kleine Schülerzah= l wäre Rapp's Gesundheits-Umständen gewiß nur zuträglich gewesen; denn bereits begannen letztere zu wanken; ein Blutschlag mit andauernden Congestionen bedroht= e sein Leben auf's Aeußerst= e. Jedoch Rapp wurde versetzt und zwar durch ein eigenes = Mißgeschick, während Eines Monats zweimal als Schulverweser nach Schwabegg bei Schwabmünchen und dann nach Oberbeuren= bei Kaufbeuren. In gerechter Würdigung der hiedurch erlittenen pekuniären Nachtheile ernannte ihn die hohe königliche Regierung mittelst Decret vom 14. Dezember 1852= zum definitiven Schullehrer in Dillishaufen, kö= ;niglichen Beziksamtes Buchloe.

(Fortsetzung folgt.)<= o:p>

 

 

Katholische Schulzeit= ung

1871. Nr. 19.  10. Mai

 

Pädagogische Gal= erie

XI (35.)

Thomas Rapp. (Fortset= zung.) Hier verehelichte sich Rapp mit Jungfrau Josepha Denzel, Schulleiterstochter von Anhofen bei Günzb= urg, und feierte seine Hochzeit am 7. Februar 1853 bei seinem Schwager Pfarrer Denzel in Stillau. Sein im Jahre 1869 ihm in die Ewigkeit vorausgegangener Bruder Pfarrer J. Ev. Rapp segnete das Brautpaar kirchlich ein. Bald wurde dem neuen Schullehrer in Dil= lishausen die volle Anerkennung seiner Vorgesetzten zu Theil, indem er die sehr herabgekommene Schule schnell emporbrachte. Für seine Lieblingsbeschäftigungen Dichten und Musizieren blieb ihm Zeit genug übrig und verfaßte er damals (1855) = eine Tragödie in 5 Akten "Euphrosina"= nach der bekannten Legende, welche in öffentlichen Blättern rühme= nde Anerkennung und einen zahlreichen Leserkreis fand. Nach allen Seiten hin ma= chte er in seiner gefälligen Weise Gelegenheitsgedichte und fehlte bei kein= er musikalischen Produktion als Arrangeur oder Dirigent, wobei er durch selten= es Violinspiel erzellirte. Seine Phantasien und Variationen auf diesem seinem Lieblingsinstrumente nach beliebigen Thematen waren höchst originell. Er besang dasse= lbe in einem schönen Gedichte, Sonettenkranz S. 5= 5. In Dillishausen verlebte Rapp 9 volle Jahre. Wohl waren = die sehr bescheidenen Schul- und Dienstverhältnisse dem strebsamen Kopfe n= icht in der Länge zusagend und wünschte er sich ein fruchtbares Feld für seine musikalische Begabung, auch die sich mehrende Familie lie&sz= lig; ein besseres Einkommen sehr wünschen, allein mehrere Versuche, in eine Stadt oder auf eine bessere Schulstelle zu kömmen= mißlangen dem vom Weltglück nicht sonderlich Begündtigten. Zudem wuchs seine= angeerbte Krankheitsanlage in Folge des Unterleibstyp= hus und zweier Entzündungen, wovon er in den letzten Jahren zu Dilligshausen befallen worden, sich immer schlimmer aus und sein noch übriges Leben bildet eine falst ununterbrochene Krankheitsgeschichte. Auch an sonstigen Mißgeschicken und bitteren Heimsuchungen fehlte es nicht, welche jedoch den tief religiösen Sinn = des Verewigten bewährten und zu größerer Reife brachten.

Im Jahre 1861 durch <= span class=3DSpellE>Decr. v. 2. Okt. wurde endlich Rapp auf die Schul-, <= span class=3DSpellE>Meßner- und Organistenstel= le in Betzigau bei Kempten befördert, welche = ein Einkommen von 390 fl. 50 k= r. abwirft. Die Schule zählte damals durchschnittlich 100 Werktagschüler. Hier hatte die Thätigkeit und Energie des Verewigten ein fruchtbares Feld. Ein baufälliges, fast unbewohnbares Haus nahm die Familie auf; es wurden auf Betreiben des neuen Lehrers, wie später auch ein zweites Schullokal neu gebaut. Durch das rauhe, kalte Klima und die Ueberanstrengung in der Schule, die bald bis zu 120 -= 130 Kindern anwuchs und 8 Jahre unter seiner einzigen Leitung stand, verschlimm= erte sich seine Gesundheit bald sehr und schon im Jahre 1864 bildete sich in Fol= ge von Blutbrechen ein hartnäckiges chronisches Lungenleiden aus, welches seinem vielgeprüften Leben ein frühes Ziel setzte. Wenn man hiebei bedenkt, daß= sich in Folge jenes ersten Schlaganfalles und fortwährender Blutwallungen seit bereits 9-10 Jahren eine chronische Schwerhörigkeit dazu gesellte, wel= che mit den Jahren zunahm und wegen dadurch bedingter erhöhter Nervenanstrengung auch Brust und Lunge über Gebühr in Anspruch na= hm, so kann man sich von den schweren Prüfungen einige Vorstellung machen, welche der Verstorbene zu bestehen hatte, indem er sich in mit fast ängstlicher Gewissenhaftigkeit seine große Schule so weit gebrac= ht, daß sie nach dem Urtheile<= /span> kompetenter Richter zu den besten des Allgäus zählt. Vermöge= der ihm von Jugend auf eigenen Willenskraft war er <= span class=3DSpellE>unabläßig bestrebt, den Pflichten eines Le= hrers und Erziehers nachzukommen; daher suchte er sich durch Studium der besten didaktischen und pädagogischen  Werke und Umgang mit ausgezeichneten Lehrer eine allfertige Bildung = zu verschaffen. In allen ins Lerhfach einschlagend= en Zweigen des Wissens besaß er gründliche Kenntnisse, las die hervorragende Werke deutscher und auch französischer Klassiker, deren Sprache er durch Selbststudium sich angeeignet.

Er erwarb sich durch = sein ganzes Benehmen das Prädikat "eines sehr gebildeten Mannes" = und durch seine gewissenhafte Pflichterfüllung in jeder Beziehung die ungetheilte Achtung seiner Vorgesetzten wie der Pfarrgemeinde Betzigau.

In diese Zeit fä= llt auch die Herausgabe seiner "Blumenlese aus der bayerischen Geschichte", 10 Cyklen von Gedichten, welc= he in Schwaben vielfach verbreitet ist. Das Werk blieb unvollendet, da es zu groß angelegt war und wegen Mangels an klassischer Durchbildung des Verfassers - nach eigenen Geständnisse - den gewünschten Anklang nicht finden konnte. Sein redliches Streben verdie= nt um so mehr Anerkennung, als er hierbei keinen materiellen Gewinn suchte, da= s Schriftchen vielmehr zum Besten des Unterstützungsvereines für dienstunfähige Schullehrer in Schwaben und Neuburg herausgab.  (Schluß folgt)

 

...=

An Unterstützung ausbezahlt:

50 fl.-kr. an Lehrerswittwe Frau Josepha Rapp in Betzigau in Schwaben;

 

 

Katholische Schulzeit= ung

1871. Nr. 20.  17. Mai

 

Thomas Rapp. (Schluß.) Was seine musikalischen Leistungen bet= rifft, so liegen für seine ungewöhnlichen Fertigkeit besonders im Violin- aber auch im Klavier- und Orgelspiel die rühmlichsten Zeugnisse vor. Mit ungemeiner Liebe förderte er auch= den Volksgesang in Schule und Kirche und trachtete in der Kirchenmusik hauptsächlich darnach, den hiebei Mitwirkenden, wie auch seinen Collegen - denen = er hierin als Autorität galt - Vorliebe und Geschmack für ächt kirchliche Composition= en beizubringen In seinem Nachlasse befinden sich mehrere kleinere Arrangements z.B. Variationen und Phantasieen für Violin etc., auch einige Kirchen= compositionen, Gradualien, Offertorien und ein Libera, das auch bei seinem eigenen Leichenbegängnisse zur Aufführung kam. Die Kirchenmusik in Betzigau brachte er zu großer Blüthe und konnte selbst als = Concertant auf der Violine in der benachbarten Stadt Kempten auftreten. Vorzüglich gerne wirkte er mit zu wohlthätigen Zwecken, so durch egens veranstaltete Conzerte zum Besten des Schullehrer- Wittwen- und Waisenvereins.

 

Wegen seiner zerrütteten Gesundheit und um die Ausbildung seiner 4 Kinder, die ihm = sehr am Herzen lag, besser sorgen zu können, machte Rapp wiederholt Versuche einen leichtern Posten in einem Markte oder mit einem Schulgehilfen zu bekommen. Allein es glückte ihm nicht; der bescheidene Mann, der, so lebendig er war in seiner Schule, auf der Orgel oder mit seiner Violine, do= ch befangen und schüchtern sich benahm der Welt gegenüber, der zu gewissenhaft war, als daß er sein körperliches Leiden gehörig betont und Quies= cierung nachgesucht hätte, konnte nirgends reüssiren= trotz der besten Zeugnisse, woran freilich zuletzt seine bekannt gewordene Schwerhörigkeit die meiste Schuld trug. Wohl wäre ihm ein minder anstrengender Posten mit einem Hilfslehrer zu gönnen gewesen und das Fehlschlagen all' seiner Hoffnungen entlockte seinen A= Ugen mehr als einmal bittere Thränen. - Im Wint= er 1869 erhielt endlich Rapp einen Hilfslehrer und brauchte im Frühjahre = 1870 die Badekur in Kreuth. Nur wenig gebessert kehr= te er Anfangs Juni zurück und wer den hochgewachsenen, früher blühend aussehenden Mann gebückt einherwanken sah, konnte über den Ausgang seiner Krankheit wohl nicht mehr im Zweif= el sein.

Der ganze letzte Wint= er war für den Verstorbenen eine Passionszeit. Mit schwerem Herzen und nur auf inständiges Bitten der Seinigen verstand er sich dazu für die Winterschule noch einen 2. Hilfslehrer zu erbitten und nur die Gesamtleitung der Schule für sich zu behhalten. Aber auc= h  da noch nahm er Antheil an Ertheilung des Unterrichts, soviel es seine Schwä= ;che gestattete und theilte seinen beiden Hilfslehre= rn freundlich und liebevoll aus dem Schatze seiner Kenntnisse und Erfahrung mi= t. Wohl dachte er sich sein Ende noch etwas ferner, aber als wahrer Christ, der eine rührende Andacht zum heilligen Joseph= und zur seligen Jungfrau Maria trug und noch im vorigen Herbste schon sehr schw= ach eine Wallfahrt zum Gnadenbilde von La Saletto i= n Hindelang im Allgäu machte, - bereitete er sich = durch Betrachtung und Gebet, wie durch öfteren E= mpfang der heilligen Sakramente auf seine letzte Stund= e vor. Längst mit Todesgedanken vertraur hatte er= sich schon Ein Jahr zuvor seine Grabstätte bei den unschuldigen Kindern ausersehen und selbst seine Grabschrift verfaßt<= /span>, denn er war ein Kinderfreund im vollen Sinne des Wortes. Sei Tod war daher = ein höchst erbaulicher. "Im Sterben,"= so heißt es in einem seiner Sonette (Blüthenkn= ospen pag. 37) lernet man die Welt verachten - doch l= eider! oft zu spät will man erst trachten - den Irrthum<= /span> dieses Lebens zu beweinen! - Er aber hatte seine Prüfungs- und Leidens= zeit wohl benützt, darum war für ihn "der Tod ein sanfter Schlumm= er, - ein Hingang nur zur Heimat ohen Kummer - mit = der nur er uns bleibend kann vereinen!" -

Zur Vervollständ= igung dieses Lebensbildes mogen noch einige Bemerkung= en seines letzten Lokalschulinspektors dienen. Er sagt von Rapp: "Alles <= span class=3DSpellE>Mißlingen seiner Pläne zur Verbesserung se= iner Lage konnte ihn nicht entmuthigen oder läs= sig machen in Erfüllung seiner Berufspflichten.

Vielmehr ließ i= hn seine rückhaltlose Hingabe an seinen Beruf als Lehrer und Erzieher ste= ts frohen Sinnes erscheinen; Mißkennung ertr= ug er mit wahrhaft christlicher Geduld. Mit größtem Fleiß und möglichster Gründlichkeit suchte er seinen Schülern den Unterricht beizubringen. Unthätig konnte R= app überhaupt nicht sein; selbst auf seinen Spaziergängen traf man ihn meistens lesend in pädagogischen oder zeitgemäßen Piecen, d= enn er nahm bis zu seinem Tode stets den regsten An= theil an allen Weltereignissen, namentlich aber an den Bedrängnissen der Kir= che, als deren treuer Sohn in Wort und That er sich = stets bewärte. Von glaubenssinniger Religiosität beseelt, wohnte er nicht nur selbst täglich dem Gottesdienste bei, son= dern unterstützte auch den Seelsorger im Religionsunterrichte und seinem wachsamen Auge entging kein ungeziemliches Betr= agen der Kinder in der Kirche. Rapp war ein sehr braver Gatte und Vater. Auf die Erziehung und Ausbildung seiner Kinder, besonders auch in der Musik, verwen= dete er alle Sorgfalt und seinen letzten Kreuzer und sein größter Sch= merz noch auf dem Sterbebette war, daß er dies= elbe nicht vollenden konnte." Zum Schlusse möge noch die vom Verewigten selbst verfasste Grabschrift folgen: (Geschrieben am 28. Dezember 1869.)

 

Nah' Euch unschuldsvo= llen Kleinen

Wollte ich bestattet = sein;

Neben Euren zarten, r= einen

Hüllen ruhe mein Gebein!

Wenn einst die Posaune tönet

Nehmt mich auf in Eur= en Kreis;

Hab' manch Kind ja dr= an gewöhnet

Gott zu singen Lob und Preis!

 

R.I.P.

 

 

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1856 Bayerische Schulzeitung: ein Wochenblatt für die Interessen der ..., Band 1<= /o:p>

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http:,,books.google.d= e,books?pg=3DPP4&dq=3Deditions:b7bLS51FP54C&ei=3DGRHOT8rAM8-RswbInJ= XlCg&id=3DRblBAAAAcAAJ&hl=3Dde#v=3Donepage&q=3Drapp&f=3Dfal= se

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[Seite 72]=

Im Verlage von A. Her= zog (L.Doll) in Augsburg ist erschienen und nur mehr in ei= ner kleinen Partie - auf die nahe Weihnachtszeit zu Festgeschenken geeignet - <= span class=3DSpellE>vorräthig:

"Euphrosine,"

Trauerspiel in 5 Akte= n

von Thomas Rapp (Lehr= er)

Preis 30 kr. netto

= ANgezeigtes Drama wurde in der B= eilage der Augsburger Volkszeitung vom 18. April l. Js. zu Festgeschenken "bestens" empfohlen, und sowohl die Diktion als sehr warm, sch&ou= ml;n und anziehend, als auch die Kraftquellen als "mit religiösem Aufschwunge und Begeisterung" geschrieben - bezeichnet.

Das Drama ist nach der Legende der "heil. = Euphrosine" verfaßt, und deßhalb nur zur "Lektüre&qu= ot; aber nicht für die "Bühne" bestimmt und geeignet. -

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