MIME-Version: 1.0 Content-Type: multipart/related; boundary="----=_NextPart_01CD9FD1.6C56EDF0" Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Webseite in einer Datei, die auch als Webarchivdatei bezeichnet wird. Wenn Sie diese Nachricht erhalten, unterstützt Ihr Browser oder Editor keine Webarchivdateien. Laden Sie einen Browser herunter, der Webarchivdateien unterstützt, wie zum Beispiel Windows® Internet Explorer®. ------=_NextPart_01CD9FD1.6C56EDF0 Content-Location: file:///C:/CE47BD13/Alles.htm Content-Transfer-Encoding: quoted-printable Content-Type: text/html; charset="us-ascii"

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T: Wunderberichte

A:

J: 1479

L: http://daten.digitale-sammlungen.de/0005/bsb00058205/images/index.html?fip= =3D193.174.98.30&id=3D00058205&seite=3D209

 

Item Hainrich schulthais ist der erste Burgermaister gewesen zu Kempten, und saß in dem Huß da yetz gätlingt sytzt der elter, und das i= st mit über C. und xx,jar, wann vormals was der Fleck Kempten mit allen sachen under ainen abbt und herren von Kempten. Der den saß uff Hylom= ont oder Burg halb, Ober es hett ain Landamman und Fleck Aman als zu ymmenstatt=

 

 

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T: Rhetorica und formulare

A: Alexandre Hugen

J: 1500

L: http://books.google.de/books?id=3Dfs0G0f4k-CIC&pg=3DPT124&dq=3DRote= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DUX7IT8_OA43Esgaw0Jj0Dg&ved=3D0CDo= QuwUwAA#v=3Donepage&q=3DRotenfels&f=3Dfalse

S: 57

X:

 Wir Hugo Graue zu Montfort / herr zu Rotenfels / Sigmund Graue zu Lupffen / herr zu Höwen / etc. / thund ku= nd mengklichem mit disem brieffe, als sich spänn und feinschafft / etwas = zeit bißher gehalten haben / zwischen N Schürlin an einem / und den ersamen weisen Burgermeister und Rate der Stat Nanderm teile / Haben wir zu gunst beider teilen / auff hebung solcher vehd / feindschafft und beschedig= ung an Beiden teilen gegen einander / auff heüt darum / den verfolg sun de= n. Also / das N Schürlin mit Ninacht tagen / den

 

 

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T: Formulare unnd Tutsch rethorica

A: Heinrich Geßler

L: http://books.google.de/books?id=3DfslRAAAAcAAJ&pg=3DPT135&lpg=3DPT1= 35&dq=3Drotenfels&source=3Dbl&ots=3DBT-HZ50pcJ&sig=3Db5EexU= GURry8CHtpZjbMaDt7TTU&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DrIMaUK2lN7T24QSeiYCgD= Q&ved=3D0CDwQuwUwAA#v=3Donepage&q=3Drotenfels&f=3Dfalse

J: 1507

S: 54

X:

Wir Hugo graff von montfort her zu rotenfels embiete den erbernn unß erner liebe besond amma un gericht zu der langenuarde unßern grüß Sich hat Jacob lienhart vo schletstat vo ainer vermeit ain urtail die zwüsche im un Werhern ploße von imenstad vo üch uß ga= nge sein sol für uns als die oberhad berüffe un geapbelliert auch uns solche appellacion in strumet überanwurt unnd wir die angenome als sich nach seiner ordnung geurt harumb empfilhe wyr üch mit disem unß = erm offenn brieff vestigklich gebietend das ir hin for in gemelter sach nicht richte handele thun noch ut ergan zelassen sonnder ob nt dar inn gehandelt = oder procidiert were das alles wollenn wir hie mit kraffelos u nicht unnd abgeth= unn achtenn unnd haltenn des wissenn auch zu verrichten und hiewider nit zethund ist unßer ernstlich meinug gebannin unß ernn schloß Roten= fels off denn funff unnd zwantzigsten tag des monats Augusti Anno C frina ains sequester damit die frucht ingesamelt werden zu beydertail oder parthien re= cht bis ußtrag und ende ins gehaders

 

Wir Hugo graff montfortt her zu Rotenfels embietern den

 

 

 

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T: Edel und unedel die sich gegen gemainen Bundt zu Schwaben verschrieben R= 30;

A:

J: 1522

L: http://books.google.d= e/books?id=3DR9NLAAAAcAAJ&pg=3DPT36&lpg=3DPT36&dq=3Dkempten+rot= enfels&source=3Dbl&ots=3DxpRZzek2CM&sig=3D0NtR0BqRVcTINfluspSnQ= Y3oR0U&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DUWY-UI_8LJDP4QTrz4HIDg&ved=3D0CE= MQuwUwAg#v=3Donepage&q=3Dkempten%20rotenfels&f=3Dfalse

 =

S:

 

X: XXV

 

Hawg Grauen zu Montfort vnd Rotenfels

 

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T: Vertrag zwischen dem löblichen Bu[n]dt zu Schwaben, und den zweyen hau= ffen …

L: http://books.google.de/books?id=3DfU1bAAAAQAAJ&pg=3DPT12&dq=3Dmontf= oit&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D__IMUI_qCI7itQbToKGDCQ&ved=3D0CEoQu= wUwAA#v=3Donepage&q=3Dmontfoit&f=3Dfalse

J: 1525

X:

Und wir Georg Trucheßesß / Freiherr zu Waltpurg / als obersten Veldthauptmann / Wilhelm Graf zu Fordteberg etc. un Frowin von Hutten / Rit= ter gemelter Pfundtßstende fußvolck un gereyssingen obersten / auch= die obengzeygten underhedinen / Hug Graf zu Montfort un Rottefels. Gwer Schella= g / un Johans krigelein / beide burger  / un des Rats zu Rauenspurg / als Burgermeyster un=

Rate daselbs verornete. Darzu vorbestimpter zweyer hauffen a schuß / Rat un volmechtig anweld / für uns  selbs auch gemelt ...

 

 

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T: Rethorica unnd Formularium Teutsch

A: Alexander Huge

J: 1528

L: http://books.google.de/books?id=3DKztLAAAAcAAJ&pg=3DPT142&dq=3Drott= enfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D8YwEUNjHFI3P4QTe7OW4CA&ved=3D0CG= gQuwUwBjgo#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

Ein weitter anlaß als ein feindschafft

 

angestelt / vn zu recht veranlaßt ist / schrifftlich zuhandeln vnd darauß manigerley zunemen etc.

 

Wir Hugo Graue zu Montfort ( herr zu Rottenfels / Sigmund Graue zu Lupffen / he= rr zu Höwe etc. thund kund mengklichem mit diesem briffe / als sich spenn= vn fendschafft / etwas zeit bißher gehalten haben / zwischen N Schü= rlin an einem / vn den ersamen weisen Burgermeister vnd Rate der Statt N anderem teile. Haben wir zu gunst beiden teilen / auffhebung socher recht / feindschafft vnd beschedigung an beiden teilen gegeneinander / auff heut das tum / dem verfolg funden. Also  / das N Schürlein mit N in acht tagen / den Schwaben / die jnen allergelegenst seyen / vermögen sollen / deßgleichen die des nan= ten Burgermeister vnd Rate zu N / die frommen vesten N vnnd N auch das sie

 

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T: Rethorica unnd Formularium Teutsch

A: Alexander Huge

J: 1532

L: http://books.google.de/books?id=3DyTpLAAAAcAAJ&pg=3DPT93&dq=3DRocen= fels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DDR8NUKP5H87DswbcspSWCQ&ved=3D0CDwQ= uwUwATge#v=3Donepage&q&f=3Dfalse

 

S: 57

 

X:

 

Ein weiter anlaß als ein feindtschafft

 

angestelt vnd zu recht veranlaßt ist / schrifftlich zuhandeln / vnd darauß manigerley zunemen / etc.

 

Wir Hugo Graue zu Montfort / herr zu Rotenfels / Sigmund Graue zu Lupfen / herr= zu Höwen / etc. thund kund menigklichem mit disem brieffe / als  sich spann vnd / feindtschafft / e= twas zeit bißher gehalten haben / zwischen N. Schürlin an einem / vn = den ersamen weisen Burgermeister vn Rate der stat Nanderm teil /  haben wir zu gunst beider teilen / auffhebung solcher vehd / feindtschafft / vnnd beschedigung an beide teilen gegen einander / auff heut datum / den verfolg sunden / Also / das N. Schürlein mit N in acht tage den nechstkünfftigen / zwen edelman / der geselschafft S.Georgen schilte in Schwaben / die inen aller gelegnest s= eyen / vermögen sollen / Deßgleichen die benanten Burgermeister vnd R= athe zu N. die fromen vesten N. vnd N. auch beid bitten sollen / des sie sich au= ch vermessen haben / dieselben darzu vermögen / das sie vier von beiden teilen also erwälet / auff einen namlichen tag / des sie sich vereinen mögen zwischen S.N.vn S.N. tag  nechstkünftig / zu N, in N.berberg zusamen sitzen / vn churen zu jnen eynen gemeinen / derselb alßdan sich diser spän beider seits gegen einander zuüerhorn / Also / das N. Schürlein zuerst kleger = / vn die obgenante antw

 

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T: Des heyligen Römischen Reichs Ordenungen, Sampt der Gülden Bull u= nnd aller …

A:

J: 1536

L: http://books.google.de/books?id=3DsdtLAAAAcAAJ&pg=3DPT97&lpg=3DPT97= &dq=3Dkempten+rotenfels&source=3Dbl&ots=3DFVWl4bRHtr&sig=3D= OjA1qDZTjKN2qrXvNdsucG4XSag&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DUWY-UI_8LJDP4QT= rz4HIDg&ved=3D0CEcQuwUwAw#v=3Donepage&q=3Dkempten%20rotenfels&f= =3Dfalse

 =

S:

 

Von den Graffen vnd Herrn wegen.

Von den Graffen vn Herr  wegen. Hu= go Graff zu Montfort vn Rotenfels von sein selbs vnd der nach geschribnen Graf= fen vnnd Herrn wegen. Eitel Fridrich Graffen zu Zolern / Römischer Keyserlicher Maiestat hoff weyster / des heyligen Reichs Erbchamerer. Wolff= gang Graff zu Fürstenberg / Römischer Keyserlicher Maiestat Hoffmeyste= r / Marschalck. Vlrich Graff zu Montfort vn Rotenfels. Christoff Graff zu Werdenberg. Ludwig Graff zu Otinge.Albrecht Graff zu Hohenloe. Philips Graf= f zu Kirchberg. Sigmund herr zu Brandtscheck. Christoff herr zu Limburg. Haino zu Maßfelt. Philips Graff zu Solms. Endtzars Graff zu  Frießland. Haug vn Jörg Graffen zu Montfort / herrn zu Bregnitz.

 

 

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T: DEs heyligen Roemischen Reichs Ordnungen: Die Gulden Bulla sampt aller R= 30;

A:

J: 1543

L: http://books.google.de/books?id=3D9S9MAAAAcAAJ&pg=3DPT602&dq=3Drore= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DC7gFUMntDpHKmAWLo9VD&ved=3D0CEEQu= wUwAA#v=3Donepage&q=3Drorenfels&f=3Dfalse

 =

So hat demnach die Key. Mai. gleicher gestalt auch geachtet, das solliche gmey= ne Reichs versamlung höchlich von nötten / Vnd das dieselbig zu fürderung diß löblichen Christelichen wercks / wol bedacht = were / vnnd deßhalben an jrer Key. Mai. statt / vnd in irem namen die Erwirdigen vn Hochgeboren Christoffen bischoffen zu Augspurg / vnsern andechtgen / vn Friderichen Pfaltzgrauen bey Rhein / Hertzogen in Beyern / vnsern lieben schwager vnd Fürsten / Auch wolgebornen ersamen / gelert= en / vnsere vn des Reichs lieben getrewen Friederichen Grauen zu Mondtfordt vnd Rotenfels / vn Johan von Mauls zu Messatzi / jrer Key. Mai. Rath vn Comissa= rien zu sollicher Reichs versamblung sonderlich verordner / mit dem beuelch / bey gemeyner Reichs versamblung sonderlich verordner / mit dem beuelch / beyten= vn zunermane / das sie nach vernöge obbertüts Speyrischen Reichs Abschiedts den Artickel der Continuation diser Christenliche Expedition vnuerzüglich / vnd für den grösten Hauptpuncten fürhand= en nemen

 

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T: Cosmographia: in welcher begriffen aller Völcker Herschafften, Stetten= und …

A: Sebastian Münste= r

J: 1544

L: http://books.google.de/books?id=3DG3JOAAAAcAAJ&pg=3DPR386&lpg=3DPR3= 86&dq=3Dliebnaw+summeraw&source=3Dbl&ots=3DbONS9VZdsT&sig= =3D4lJAD6NrY-xMlmP-5hCabGGLNG4&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DIsryT8ypNeSn= 4gTkg8H4CQ&ved=3D0CCUQ6AEwAA#v=3Donepage&q=3Dliebnaw%20summeraw&= ;f=3Dfalse

 =

S: 386

 

Von dem Algöw

 

Das Algöw ist ein gegne in Schwaben wirt ingeschlossen vo Orient mit dem L= ech / gegen mittnacht mit der Tonaw / gegen Occidet reicht es an bodensee / und gegen mittag streckt es sich gegen dem schnegebirg. Es ist ein ruch winterig land / hat aber schöne und starck leüt / weyb und man /  die können alle trefflich wol spinnen / und es ist den mannen nit spotöocj besundern iom den dörffern. Es hat auch vil viech / winterkorn / gersten un vil thanweld= / bech / vogel unnd fisch. Es heißt Algöw / solt aber billicher heißen Almangöw vo Almannia / oder wie etlich andere meynen / das Albgöw / vo den vile alpe die darin seind. Es haben die herren von Oesterich / der bischoff von Augspurg / der apt von kempten / die grauen von Montfort / den grössern theil daran / wie wol sunst auch vil edel leüt iren sitz darin haben / on die reichstett. Es ist ein grosse begangenschafft darin mit garn / viech / milch und holtz. Der gemein man ißt gar ruch und schwartz gersten oder haber brot. Es hat trefflich v= il thäler / die do genent werden nach den wässern die dar durch flie= ssen / als das Tretacher thal von dem wasser Tretach / Iracher thal von dem wass= er Irrach / Breitacher thal von der Breitach / das yler thal von der yler / et= c. Die yler ist ein gros wasser / unnd entspringt oberhalb einem dorff genant Oberdorff / auß einem berg / unnd rinnen darin die drey wässer Tretach / Irrach un Breitach ob de dorff lange Wang / ein halb meil von dem ursprung: Dis wasser fleüßt für kempten und Memmingen / unnd kompt bey dem galgenberg bey Ulm in die Thonaw. Item Buchenberg ein gene dr= ey meilen lang und ein halbe breit / stoßt an eine ort an yßne / h= at etlich dörffer unnd höff / ist des apts von kempten. Ich laß hie faren das Stauffer thal / das Hindenlenger thal / Thanheim/Misser thal / Weytnaw / die Wagestaif / die ghat vo ymenstat biß an das kainkine ein alp un gegne / hat vil bewwachß. Ite Teüffenbach ein schwebel bad zwo meyl hind ymestat stoßt an die Alpe un ist gut für das feber. Ite Zellerthal streckt sich gege kepten / und Röteberger thal streckt = sich biß ghen Saltzburg. Die stett in de Algöw werde also genent / ymenstat / kempten / ysne / Wangen / Lütkirch / Rauespurg / Memminge / Bibrach / Mindelheim / etc. Berg im Algöw / die Rucksteig / Tanheim im loch / der Grünten / die Gach / der Pyler / etc. Schlösser im Algöw / Roteberg / krazeck / Nesselwang / Lüchtenstein / Falckens= tein / alle des bischoffs von Augspurg / Item Rotenfels / Haugenfels / Bleichach= / Stoffen / Summeraw / Liebnaw / Zum Eglutz / der grauen von Montfort. Des ap= ts vo kempten schloß im Algöw seind / Wolckeberg / Liebenathan / Nüburg / Logo / Fischen / etc. Es haben darnach auch etlich freyherren= und edlen schlösser unnd flecken im Algöw / nemlich die Trüchses= sen von Walpurg / die Schelleberger / die Schönsteiner / die Werdesteiner / die Hochnecker / Langenecker / Rotensteiner / Freiberger.=

 

 

 

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T: Geschicht-Schreiber von dem Bischoffthum Wirtzburg: Namentlich I ..., Band = 2

A: Johann Müller,Lorenz Fries,Johann P. Reinhard,Kaspar Brusch,Nicolaus Serarius,Johannes Trithemius,Etienne Baluze,Johann Peter von Ludewig

 

J: 1544

L: http://books.google.de/books?id=3D0opDAAAAcAAJ&pg=3DPA1063&dq=3DImm= enstadt#v=3Donepage&q=3DImmenstadt&f=3Dfalse

 

S: 417

 

C.III. Wie Immenstadt an den Stifft Wirtzburg geben worden ist. =

 

Diesem Bischoff und seinem Stifft hat Grav Bernhard zu Francken übergeben Immenstadt, mit seinen zu und eingehörungen. Und nachdem es von Kayser Ludwigen, als König der Francken, zu lehen gieng, hat derselbige Kayser seine bewilligung darzu gethan, auch brieff darüber gegeben, im jahr 8= 40. Es ist aber folgender zeit dieser fleck wieder verwechselt worden.

 

S: 1063

 

Ilarus, die Iler (101)

Immenstadt an den Stifft Wirtzb. kommen (417)

 

 

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T: Abschied

A:

J: 1548

L: http://books.google.de/books?id=3DWOdLAAAAcAAJ&pg=3DPT75&dq=3Drotte= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DMoMEUMTVC8fE4gTgl5G3CA&ved=3D0CEQ= QuwUwADgU#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 

Der Eptissen zu Essen / Haug zu Montfort / vnd Rottenfels / Herr zu Tettnang vnd Argen / Johann von Vlatten / Probst zu Aich / Cronnenberg / vnnd Kerpen / Wilhelm Kuyschenburg / Johann Faltermeyer / vnd Karlen Harst / der Rechten Doctores.

 

 

 

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T: Abschied

A:

J: 1548

L: http://books.google.de/books?id=3DWOdLAAAAcAAJ&pg=3DPT75&dq=3Drotte= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DMoMEUMTVC8fE4gTgl5G3CA&ved=3D0CEQ= QuwUwADgU#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 

Der Eptissen zu Essen / Haug zu Montfort / vnd Rottenfels / Herr zu Tettnang vnd Argen / Johann von Vlatten / Probst zu Aich / Cronnenberg / vnnd Kerpen / Wilhelm Kuyschenburg / Johann Faltermeyer / vnd Karlen Harst / der Rechten Doctores.

 

 

 

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T: Abschied

A:

J: 1548

L: http://books.google.de/books?id=3DWOdLAAAAcAAJ&pg=3DPT75&dq=3Drotte= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DMoMEUMTVC8fE4gTgl5G3CA&ved=3D0CEQ= QuwUwADgU#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 

Der Eptissen zu Essen / Haug zu Montfort / vnd Rottenfels / Herr zu Tettnang vnd Argen / Johann von Vlatten / Probst zu Aich / Cronnenberg / vnnd Kerpen / Wilhelm Kuyschenburg / Johann Faltermeyer / vnd Karlen Harst / der Rechten Doctores.

 

 

 

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T: Abschiedt der Röm. Keys. Maiest. vnd gemeyner Stend vff dem Reichstag = zu …

A:

J: 1551

L: http://books.google.de/books?id=3DCt5LAAAAcAAJ&pg=3DPT69&dq=3Drotte= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D7nkEUI3INMj24QTbw5DyBw&ved=3D0CHc= QuwUwCA#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 =

Der Grauen vn Freiherrn des Schwebischen bezircks / Nemblich Johansen Grauen zu Lüpffen / Landtgrauen zu Stülingen etc. für sich selbst vnnd seiner Vettern wegen / Hugen Grauen zu Montfort vnd Rottenfels / Herrn zu Tettnang vnnd Argen etc.

 

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T: Decreta Caesareae Majestatis, ordinumque, imperii in comitiis Augustanis …

A:

J: 1551

L: http://books.google.de/books?id=3Du99CAAAAcAAJ&pg=3DPT53&dq=3Drotte= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DOZAEUIH9GKT64QSPw_HnCA&ved=3D0CEY= QuwUwATgy#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 =

Abbatissae Essendiensis, Fredericus Comes Furstenbergae Heyligenbergae & Werdenber= gae. Lantgrauij in Bare & c. & Hugo Comes in Montfort & Rottenfels, Dominus in Tettnangek & Arrigon. soannes Vlatenmeier, Carolus Harstius Doctor iuris, Guilhelmus Nienho ue dictus Ley Satrapa in Orfei.<= /span>

 

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T: Cammergerichtsordnung

A:

J: 1555

L: http://books.google.de/books?id=3DiLFLAAAAcAAJ&pg=3DRA1-PT46&dq=3Dr= ottenfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DY6DIT7OUFcvfsgac_5n0Dg&ved=3D= 0CGQQuwUwBw#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse<= /p>

 

S:

 

X:

 

Graffen vnnd Gerrn Pottschafften.

 

Vonwegen.

 

Friderichs Graffen zu Fürstenberg Heyligenberg vnd Werdenberg Landtgraffen in Bar= e / etc. Hügen Graffen zu Montfortt vnd Rottenfels / Herrn zu Tettnang vn Argen / etc. Wilhelmen Graffen zu Eberstein / Jos Niclasen Graffen zu Hohen Zollern des Heyligen Reichs Erb Cammerern zu Helffenstein vnnd Freiherrn zu Gundelfingen geprüdern / Wilhelmen Graffen zu  Sülz vnd Landtgraffen im Klec= kaw / Joachimen vnnd Eitell Friderichen Graffen zu Lüpffen / vnd Landtgraffe= n zu Stülingen / Froben Christoffen Graffen vnd Herrn zu Zymern / etc. Marg= rethen Abtissin des Stiffts Puchaw geporne Gräffin zu Montfort

 

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T: Abschiedt der Römischen Königlichen Maiestat, und gemeyner Stendt, auff dem …

A:

J: 1557

L: http://books.google.de/books?id=3DRpNCAAAAcAAJ&pg=3DPT69&dq=3Drotte= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3Dy30EUIbzEfDV4QSHrLmyCA&ved=3D0CGs= QuwUwCDgK#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 =

S:

 

X:

 

Der Schwäbischen Graffen vnd Herrn. Nemlich / Friderichen Graffen zu Fürstenberg / Werdenberg vnnd Heylingenberg / Landtgraffen in Bare / Haugen /  Graffen zu Montfort = vnd Rottenfels / Herrn zu Tettnang vnnd Argen / Niclas Graff zu hohen Zollern /= des heyligen Römischen Reichs Erb Camerrern. Vlrichen Graffen zu Helffenst= ein / Freiherrn zu Gundelfingen. Joachim vnd Eittel Fritz Geuettern Graffen zu Lupffen vnd Landtgraffen zu Stulungen. Wilhelmen Graffen zu Sültz vnnd Landtgraffen im Kleckaw / Frobin Christoff / Graffen vnd Herrn zu Zimern ..= .

 

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T: Der ... Teil der Bücher des Ehrnwirdigen Herrn Doctoris Martini Lutheri …

A: Martin Luther

J: 1557

L: http://books.google.de/books?id=3D10xJAAAAcAAJ&pg=3DRA3-PT297&dq=3D= rottenfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D7nkEUI3INMj24QTbw5DyBw&ved= =3D0CF8QuwUwBA#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 =

Handelung Lutheri des 1525 jars

 

Vnd wir Georg Truchsess / Freiherr zu Waltenburg / als Oberster Feltheobtmann / Wilhelm Graf zu Fürstenberg etc. vnd Dütten Ritter / gemelter Bundsstend Fusvolcks  vnd Keis= igen Obersten / auch die obangezeigten Vnterhediger / Hug Graf von Mondfort vnd Rottenfels / Gwer Schellang vnd Johan Krieglein / beide Bürger vnd des Rats zu Rauensburg / als Bürgermeister vnd Rete daselbs verordneten / = Dazu fur bestimpterzweier Hauffen Ausschus / Rete vnd volmechtig Anwelde / f&uum= l;r vns selbs auch gemelt Vnterthanen vnsere Witnerwandten vnd Principal / beke= nnen alle / alles / das in diesem Brieff vnd Vertrag begriffen / mit vnser aller= vnd besonder offtgemelter Vnterthanen der zweier Hauffen / willen / wissen / ge= hell vnd zu lassen gehandelt / endlich angenomen vnd beschlossen sind.

 

 

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T: Rhetorica unnd Formularium Teutsch

A: Alexander Huge

 

J: 1557

L: http://books.google.de/books?id=3D7khLAAAAcAAJ&pg=3DPT72&dq=3Drotte= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DG6LIT6rVJZD4sgbQ0PyGDw&ved=3D0CGY= QuwUwCDgK#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 

Von mitteln Grad Weltlichs Stands-Grauen

vnd Freiherren.

Dem wolgebornen herren / herren

 

Montfort zu Tetnang / vnd  herren zu Rottenfels.

Fürstenberg / Landegrauen in Bare / herrn zu Hausen in Ringgental.

 

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T: Der ... Theyl. Aller des Heyligen Romischen Reichs Ordnungen, gehaltener …

A:

J: 1562

L: http://books.google.de/books?id=3DKi9MAAAAcAAJ&pg=3DPT644&dq=3DRoce= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DYwANUIWPNsnftAbdluH3CA&ved=3D0CDs= QuwUwATgK#v=3Donepage&q=3DRocenfels&f=3Dfalse

 =

S: 299

 

X:

 

Haugen Graffen zu Montfort vnd Rotenfels

 

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T: Deß heiligen Römischen Reichs, unnd desselben angehörigen Stände deß …

A:

J: 1563

L: http://books.google.de/books?id=3DAtJRAAAAcAAJ&pg=3DRA2-PT13&dq=3Dr= ottenfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D8YwEUNjHFI3P4QTe7OW4CA&ved=3D= 0CEsQuwUwATgo#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 =

S:

 

X:

 

Haug Grafe zu Montfort vnnd Rottenfels / Herr zu Tetnang vnnd Lanngenargen<= /o:p>

 

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T: Alle des heiligen Römischen Reichs Ordnungen gehaltene Reichßtäge ..., Band 1

A:

J: 1566

L: http://books.google.de/books?id=3D6i5MAAAAcAAJ&pg=3DPT588&dq=3DRoce= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D0_gMUOfIO8fltQa_jfjOCA&ved=3D0CG8= QuwUwCA#v=3Donepage&q=3DRocenfels&f=3Dfalse

 =

S: 278 links

 

X:

 

So hat dem allem nach die Key May für ein hohe grosse notturfft bedacht /= ein gemeinen Reichstag außschreiben zu lassen / wie dann wir auß ir= er Key Mai beuelhe  /sollichen ge= meinen Reichstag auff den obbestimpten vierzehnden tag Jannarij alher in vnser vnd= des heyligen Reichsstatt Speyer außgeschrieben / des gemüts / willen= vnd meinung / mit sampt den Wolgebornen vnd Ersamen / Gelerten vnsern vnd des heyligen Reichs  lieben getrew= en / Hugen Graffen zu Montfort vnd Rotenfels / vnd Johan von Naues zu Messant /K= ey May Räthen vnd Vicecantzler / als irer Key May. hierzu sonderlich verordenten Comissarien / an statt vnd in namen irer Key May vnd für v= ns selns neben vnd mit Churfürsten / Fürsten vnnd Stenden des heylig= en Reichs / alles daß zu handeln / zu rathschlagen / vnd zu schliessen /= das in diesem hochbeschwerlichen last / so gantzer Teutscher Nation vnd gemeiner Christenheit / des Türcken gewaltigen eintringens halben / obgelegen /= zu abstellung vnd verhütung solches kasts / vnd vnwiderbringlichen verder= bens immer erschließlich sein mag. Auch wie vnd welcher gestalt demselben Feindt ober die hieuor bewilligt beharlich fülff / mit mehrern vnd gewaltigem zuzug außtreglich entgegen gangen / vnd in andern mehr Pun= cten vnnd Artickelen / vermög des Regenspurgischen Reichs Abschiedts gehand= elt werden möge / wie dann dauon in gemeltem vnserm außschreiben die= ses Reichßtags auch meldung geschickt.

 

 

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T: Aller des heiligen Römischen Reichs Ordnungen, gehaltener Reichstä= ;ge ..., Band 1

A:

J: 1566

L: http://books.google.de/books?id=3DFC5MAAAAcAAJ&pg=3DPT720&dq=3Drott= enfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D7nkEUI3INMj24QTbw5DyBw&ved=3D0CG= oQuwUwBg#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 =

S:

 

X:

 

Des Landt Chomenthurs der Baley Elsaß vnd Burgundi / Matthias Raschs bey = der Rechten D vn Fürstenbergicher Cantzler. Von wegen der Eptißin / Barbaren vnnd Warulen Eptißin zu Nider vnd Ober Mönster zu Regenspurg / Amandus Wolff / vnnd Christoff Schwabach / bey der Rechten Lic= entiaten-Catharina Eptißin zu Essen / Johan von Flatten Probst zu Ach / etc. vn Gotthart Gropper D. Margreten Eptißin der freyen Stifft Buchhaw / Mathias Rasc= hs D. Fürstenbergischer Cantzler. Graffen vnnd Herrn persönlich. Günther Graff zu Schwarzenburg / Herr zu Arnstatt vnnd

Sundershausen / Johan Graff zu Montfort / Graff vn Herr zu Rotenfels / Herr zu Tettnang / Friedrich Graff zu Fürstenberg / Landtgraff in Bate / Albrecht Graffe = vnd Herr zu Manßfelt / sampt seinen Sönen / Graff Volrath vnd Graff Wolffen / Hans Georg / Graff zu Manßfelt / Edler Herr zu Neldrungen / Hans Jacob Freyherr zu Königseck vnd Aulendorff / vnd Johan von Hoenfe= ls Herr zu Reitzpoltzkorch vnd Kritzingen. Der Graffen Bottschfften / Von wege= n / der Graffen vnnd Herrn im Land zu Schwaben / Nemlich Johans vnnd Haugs Graf= fen zu Montfort vnd Rottenfels / Herren zu Tettnang vnd Argen / etc. gebrü= der / Johansen vnd Graffen zu Lupfen...

 

 

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T: Formular allerlei Schrifften, Instrumenten, und Brieffe, So in hohen …= ;

A:

J: 1566

L: http://books.google.de/books?id=3DcENLAAAAcAAJ&pg=3DPT30&dq=3Droren= fels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DC7gFUMntDpHKmAWLo9VD&ved=3D0CEUQuw= UwAQ#v=3Donepage&q=3Drorenfels&f=3Dfalse

 =

S:

 

X:

Titularbüch.

Nassaw. Dem wolgebornen herr / herrn N.Grauen zu Nassaw / Catzenelnbogen / Vianden = vnd Dietz / Herren zu Bredaw vnd Dillenberg / meinem gnedigen herrn.

Grauen zu Montfort / zu Tetnaw / Herrn zu Rotenfels / meinem gnedigen herrn. Wolgeborner gendiger herr. E.G.

 

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T: Loci communes

A: Noe Meurer

J: 1568

L: http://books.google.de/books?id=3DyxBMAAAAcAAJ&pg=3DPT649&dq=3Drote= nfel%C3%9F&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DgLsaUKOOJsje4QTWgIGAAg&ved= =3D0CHoQuwUwCQ#v=3Donepage&q=3Drotenfel%C3%9F&f=3Dfalse<= /span>

 

S:

 

X:

 

Von Cammergerichts

Namen der deputierten / so den Memorial Zettel / vnd

die Grauamina zu berahtschlagen.

 

Vnd sind also hierauff von gemeinen Ständen darzu deputirt vnd geordnet / = die sechß Churfüsten / vnd auß den Fürsten sechß / nemlich / von der Geistlichen wegen / der Bischoff zu Speyer / Bischoff zu Straßburg / vnd Bischoff zu Augspurg / Vnd von der Weltlichen wegen / Hertzog Albrecht in Beyern / etc. Hertzog Wilhelm zu Gülch / vnd zu Weingarten / auch sen Schwäbischen Graffen vnd Herrn / Hugo Graff zu Montfort vnd Rotenfelß / etc. vnd von der Frey vnd Reichßst&aum= l;tt wegen / Ach vnd Nürnberg

 

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T: Assertiones Physicae & Logicae

A: Paul Vizanus,Andreas Striedacher

 

J: 1569

L: http://books.google.de/books?id=3D8-w7AAAAcAAJ&pg=3DPA1&dq=3Drotten= fels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DG6LIT6rVJZD4sgbQ0PyGDw&ved=3D0CGEQ= uwUwBzgK#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 

S: 1

 =

X:

Generoso & Illustriu= iro ac Domino, D.

 Vdalrico Comiti in Montfort ac Rottenfels,

Domino in Tettlang,Vuasserburg, & Langenargen,

Patrono, ac Mecoenati suo singulari.

 =

 =

 =

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T: Abschiedt der Romischen Kayserlichen Maiestat vnd gemeiner Stande auff dem …

A:

J: 1571

L: http://books.google.de/books?id=3Ds7FLAAAAcAAJ&pg=3DPT59&lpg=3DPT59= &dq=3Drottenfelf&source=3Dbl&ots=3DmOd5GzmdpP&sig=3Db9UBL0s= cfiRdvsh_ZGBfTwZorUk&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3Dr-MEUJidKaza4QTk3_DrCA= &ved=3D0CEEQuwUwAQ#v=3Donepage&q=3Drottenfelf&f=3Dfalse

 =

S:

 

X:

 

Vlrichen Grauen zu Montfort / vnd Rottenfelß herrn zu Tetnamg/Argen vnd Wasserburg.

 

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T: Der Peurisch und protestierende Krieg, Das ist, Historischer, warhafftiger …

A: Petrus Gnodalius,Jakob Schlusser,Lambertus Hortensius

 

J: 1573

L: http://books.google.de/books?id=3Dv25OAAAAcAAJ&pg=3DRA1-PR12&dq=3Dr= ottenfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DlqjIT7vWC4bJsgbGpYiNDw&ved=3D= 0CEkQuwUwAzgU#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 

S: XII

 

X:

 

Haug Graue zu Montfort / vnd Rottenfels

 

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T: New Gro Formular und vollkommen Cantzley Buch

A: Johann Peter Zwengel

J: 1574

L: http://books.google.de/books?id=3DK1NLAAAAcAAJ&pg=3DPA25-IA1&dq=3Dr= otenfel%C3%9F&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DgLsaUKOOJsje4QTWgIGAAg&ve= d=3D0CG4QuwUwBw#v=3Donepage&q=3Drotenfel%C3%9F&f=3Dfalse=

 

S: 25

 

X:

 

Montfort

 

Dem Wolgeborn Herrn / Herrn Hugen / Grauen zu Montfort vnd Rotenfelß / He= rrn zu Tettmang vnd Arge / Meinem Gnedigen Herrn

 

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T: Peinlicher Proce

A: Abraham Saur

J: 1580

L: http://books.google.de/books?id=3DzGxFAAAAcAAJ&pg=3DPA65&lpg=3DPA65= &dq=3Drotenfel%C3%9F&source=3Dbl&ots=3D-ksE-yGzz0&sig=3DpVL= aGDz45fq_lMkaxDfdKVUGpkg&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DZ8UaUMbOMOqk4ASY84= DAAw&ved=3D0CGgQuwUwBg#v=3Donepage&q=3Drotenfel%C3%9F&f=3Dfalse=

 

S: 65

 

X:

Graffen zu Montfort. Dem Wohlgebornen Herrn / Herrn N. Graffen zu Montfort / zu Tet= nauw / Herrn zu Rotenfelß / meinem Gnedigen Herrn. Wolgeborner / Gnediger = Herr / E. G. etc.

 

 

 

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T: Penus notariorum: Formular- und volkomlich Notariatbuch

A: Abraham Saur

J: 1580

L: http://books.google.de/books?id=3DU91LAAAAcAAJ&pg=3DPA54&lpg=3DPA54= &dq=3Drotenfel%C3%9F&source=3Dbl&ots=3DcceSQ7EcW4&sig=3DbTB= 6GDDrv1yLwny2mQWG9p7EhzQ&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DgLsaUKOOJsje4QTWgI= GAAg&ved=3D0CHQQuwUwCA#v=3Donepage&q=3Drotenfel%C3%9F&f=3Dfalse=

 =

S: 54

 

X:

X:

Graffen zu Montfort. Dem Wohlgebornen Herrn / Herrn N. Graffen zu Montfort / zu Tet= nauw / Herrn zu Rotenfelß / meinem Gnedigen Herrn. Wolgeborner / Gnediger = Herr / E. G. etc.

 

 

 

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T: Abschiedt Der Ro. Kay. Mt. und gemainer Stande, auff dem Reichtag zu …= ;

A:

J: 1582

L: http://books.google.de/books?id=3DAK9LAAAAcAAJ&pg=3DPT76&dq=3Drotte= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DG6LIT6rVJZD4sgbQ0PyGDw&ved=3D0CFo= QuwUwBjgK#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 =

S:

 

im Jar 1582. auffgericht. 43

Marquardten / Bechtolden vnd Georgen / Freyherren zu Königseck vnd Aulendorff / als innhabern der Graueschafft Rottenfels vnd Herrschafft Stauffen / Josephus Feuchter / der Rechten Licentiat

 

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T: Neuwe Chorographia vnd Histori Teutscher Nation. Das ist: Warhaffte …=

A: Jakob Schopper,Lodovico Guicciardini

J: 1582

L: http://books.google.de/books?id=3DS6FQAAAAcAAJ&pg=3DPA755&dq=3Drott= enfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DMoMEUMTVC8fE4gTgl5G3CA&ved=3D0CF= AQuwUwAjgU#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 

S:

 

X: 755

 

49. Ottho Wolffskehl / von welchem jetzt geredt worden / Als seine Bürger Ochsenfurt belägerten / vnd in jr Gewalt bringen wolten / hat er sie m= it seinem Reisigen Zeug angriffen vnd geschlagen / Anno 1338. Hat die Fränckische Stätt am Meyn kaufft / Nemlich / Rottenfels / Gmund s= aint der beyliegenden Herrschafft / Item / die Statt Meinbernheim / vnd ein theil der Statt Kitzingen / vnd der Statt Heidingsfeld / vnd andere mehr. Anno 13= 41. den 21. Julii / war zu Würtzburg ein socher grosser Wolckenbruch / wel= che sie veste Steinin Bruck zerriß / die Stattmauwer niderworff / die Gärten / vnd Häuser vbel verderbet / vnd viel Viehs hinweg führt.

 

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T: Der ... Teil aller Bücher und Schrifften des thewren, seligen Mans ..., Band 3

A: Martin Luther

 =

J: 1588

L: http://books.google.de/books?id=3DQvQ9AAAAcAAJ&pg=3DRA4-PA75&dq=3Dr= ottenfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DG6LIT6rVJZD4sgbQ0PyGDw&ved=3D= 0CFQQuwUwBTgK#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 =

S: 75 (106)

 

X:

 

Zu wissen sey menniglich / Als die Unterthanen am Bodensee/auch im Algew/vber<= o:p>

 

vnd wider die gülden Bull der Römischen vnd Keiserlichen HispanifchenKöniglichettMaiestat/Churfürsien/Fürsien vnd and= erer Slende/des heiligen ZkeichsReformation vnd auffgesctzren Landfrieden / durch ein Conspiration eilt Bündnis zusamen geschworen/Vnd sich darauffvon j= ren Hmn/Iunckherm vnnd Hbern / abgeworffen / Hazu etlichen derselben jre Schlos/Mcken/Hsrffer/vnd Heuser gewaltiglich eingenomcn/zum «ilvcrbre= nt/ auch Etlichegeplündert/Ir diener auch andere die jren gedrungen inen zu schweren vnnd Huldungzuthun/Vnnd damit krieges Empörung un heiligen Rt= lch mveckt Habcn/Hadurch denn die Römi. Kei. vnd Hls. Kö. Mai. Ctmrfürstcn/Fürstmvnndandtte Stende des löblichen Bunds zu Schwaben/den vberzog»«« vnnd beschedlgten/ jres Bundsverwandten/gebürlichc Hnlft>schW vnnd schirm zu beweisen/ Auch thatlichc Gegenwehr fürzunenlen/ verursacht/ vnnd tooschleg/Brand vnd Nam/verherung 4and vnd bellte/daraus erwachsm/Hasder wolgeborneHen/Hen H&uu= ml;g Graue zu Montsort vnnd Rottenfels/HmWolffGremlich von Iüngingen Ritter/ Auch die fürsichtigen ersamm vnd weisen Bürgermeister vnd Rehte zu Rauenspurg /durch jr verorden« Rahtefteunde vnnd botschafften/Gwer Schellang vnd Johannes Krieglmg/ solch Todschleg/Brand/Nam/verherung iand v= nd ieute/abzustelttn/vnnd so viel möglich fördtt zunerhu«n/den wolgcbornen Henn/Hcrm Jörgen? Bruchs Mn^echmnju Waltburg/gemeller Bundsstende obersten Feldheubtman / sampt Graue Wilhelm von Fürstenberg/vnd Henn Frowein von Hütten/^ bersten vber die Fustne= cht vnnd Raisingen/Auch an der Churfürsten/Fürsten vnd Bundsstende/He= ubtleute vnnd,Reh« / bitlich vnd mit höchste»» vletß an= -' gesucht/jncn gütlicher vnterhandlung hierinnen zu bewilligen. Vnd nach bewilligter Micher Vnterredevon vnnslen nach der lenge anzuzeigen/vnd gemel= ter Knegsemvörung/zwischen Rom. Kei. vnd His. Kö.Mai. Churfürste= n/ Fürsten/auch ander Stende gemelts Bunds/vnd fürbeMp«llVntmhanen/gütlich hingelegt werden/in Massen wie hernach folget.

 

ZVm ersten/sollen die zween Haussen/vom Allgew vnd Bodensee/jre vertrage vnd Blnrdnwbrieff/so sie mit einander auffgencht/vndgegen einander übergeb= en hahen/gemeiner Versamlung vberantworten. «' ZVm andem / Sollen sie au= ch jre Pfiicht/so sie obberürter jrtr Bündnis vnd Vereinigung halben zusamen gethan haben/einander endlich vnnd gentzlich ledig zelen/Vnd keiner= den andern derhalben weiter anziehen. >. Z Vm dntten/Nach dem diese jre Empörung vnnd Auffrhur/auch enßies hung jren Doersien vnnd Hmschafftcn schuldige/ verpflichte gehorsame / wider Rö. Kei.Maie. vnnd des hclligen Reichs ^andfneden/die gülden Bullen/vnnd gemeine Recht/fürgenomen/Sollen die Bawerschaffl geloben vnd schweren/ derglei= chen Bündnis/Vertrag vnd Auffrhm/Hinfu« zu vermeiden.

 

 

 

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T: Adels-Spiegel: Historischer Ausführlicher Bericht Was Adel sey und ...=

 

A: Cyriacus Spangenberg

J: 1591

L: http://books.google.de/books?id=3D2X1DAAAAcAAJ&pg=3DRA3-PT429&dq=3D= Schlo%C3%9Fe+Rotenfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DIHrIT_OuFo7AswaisOGk= Dg&ved=3D0CEgQuwUwAQ#v=3Dsnippet&q=3Drotenfels&f=3Dfalse

 

S:

 

X:

 

Montfort / eine Graueschafft vnter Ferldkirch / gegen dem Rhein gelegen / möchte auff deutsch Starckenberg heissen.

Es sind ettliche dieser Grauen Bischoue zu Chur gewesen / vnd hat dieser Stamm auch zu allen zeiten weibliche Kriegshelden geben / deren eines Lilius Gira= ldus gedencket / Graff Simon geheissen / so Anno 1366. Sie haben sich sich auch Grauen zu Rotenfahn / Rotenfels / Lintzgow vnd Feldkirch geschrieben. Das es ein alt Geschlecht gewesen / ist auch aus dem wol abzunemen / das Hertzog B= run zu Sachsen / des grossen König Wedekind Bruder / eine Gräuin von Montfort vnd Rotenfahn (Susanna geheissen) zum Gemahel gehabt / vmbs Jhar 7= 70.

 

Lintzgow / Keyser Arnolph hat Graff Ulrichen von Lintzgow etliche Güter vnd herrligkeit im Rhyynthal vnd Rhetier Lande zu eigen gegeben. Diese Graffsch= fft haben auch die Grauen zu Montfort / Rotenfan vnd Rotenfels / Item / die von Bruchorn beherrschet.

 

Rotenfahn / dauon ist droben bey Montfort gedacht.

Rotenfels / waren auch der Montforter linien.

 

 

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T: Aller deß Heiligen Römischen Reichß gehaltener Reichsztaeg ..., Band 2

A:

J: 1594

L: http://books.google.de/books?id=3DoRlMAAAAcAAJ&pg=3DRA2-PT300&dq=3D= rottenfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D7nkEUI3INMj24QTbw5DyBw&ved= =3D0CGUQuwUwBQ#v=3Donepage&q=3Drottenfels&f=3Dfalse

 =

 =

Vlrichen Graffen zu Mondford / vnd Rottenfels

 

Marquardten / Bercholdten vnd Georgen / Freyherrn zu Königseck vn Aulendorff / als inhaber der Graffschafft Rottenfels vnd Herrschafft Stauffen / <= /span>

 

S: 12

Der Graffen vnd Freyherrn deß Schwänischen Zirks / Nemlich / Johans Graffen zu Lüpfen / etc. Von wegen sein vnd seiner Vettern / Hugen Gra= ffen zu Montfort vnd Rotternfels /

 

S: 33

Die Graffen vnd Freyherrn deß Schwäbischen bezircks / Nemlich...

Hugen Grafen zu Montfort vnd Rottenfels / Herrn zu Tettnang vnd Argen<= /span>

 

 

 

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T: Kurtze und eigentliche Beschreibung des zu Regensburg in diesem 94. Jar = 230;

A: Peter Fleischmann

J: 1594

L: http://books.google.de/books?id=3DvVY8AAAAcAAJ&pg=3DPT398&lpg=3DPT3= 98&dq=3Drotenfel%C3%9F&source=3Dbl&ots=3Dysd-LATv7-&sig=3Dr= 7v2z7VOIigxXFA1M_hp-8vx_3U&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DZ8UaUMbOMOqk4ASY= 84DAAw&ved=3D0CGIQuwUwBQ#v=3Donepage&q=3Drotenfel%C3%9F&f=3Dfal= se

 

Herr Marquardt / Freyherr zu Königsegg vnd Aulndorff / Herr der Graffschafft Rotenfelß / vnd Herrschafft Stauffen / Fürst: Bayrischer geheymer Rath / vnd obrister Hoffmarschalch/Persönlich

Herr Bertholdt / Freyherr zu Königseff vnd Aulndorff / Röm:Kay:May:Rat= h / Persönlich

 

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T: Chronica der Weitberuempten... Statt Augspurg... Von derselben altem …= ;

A:

J: 1595

L: http://books.google.de/books?id=3DTodPAAAAcAAJ&pg=3DRA3-PT4&lpg=3DR= A3-PT4&dq=3Drotenfel%C3%9F&source=3Dbl&ots=3Du4kDWuxB3n&sig= =3DX_0SjqC2HaLzBA3ygSAdNbhnRUY&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DZ8UaUMbOMOqk= 4ASY84DAAw&ved=3D0CE8QuwUwAg#v=3Donepage&q=3Drotenfel%C3%9F&f= =3Dfalse

 

S:

 

Dann als dazumal Egbert Marggraff zu Meissen (der im fünfften Jar darnach /= als er sich zum Keyser auffgeworffen / von Keyser Hainrichs Trabanten einen / in einer Mühlen nahe bey Braunschweig Eisenbüttel genannt /  ist erschlagen worden) auß geheíß deß Bapsts / zum Keyser (wider Keyser Hainrichen seinen Schwager der als von Gott hiezu versehen) von den Papisten in Sachsen erwehlet ward / da ist vnser Statt Augspurg eben am Fronleichnams Tage / im= Jar 1088. (etliche zehlen eins mehr / etliche drey weniger) von obengedachtem Welfsone / der sich in die Sache geschlagen / zum dritten mal verrätherlich vnnd mit Practicken / wiewol die Algöwer vnd Beyr d= arzu geholffen / drey gantze Tage lang / so vnmenschlich vnd erbärmlich geplündert worden : daß neben vielen ermordeten Innwohner vnd beraubung ihrer Güter / auch auß der Cantzley alle der Statt-Privilegien / Freyheiten / alle Prothocollen / mit allen Historien vnd gedenckwürdigen Sachen / deßgleichen allen Instrumenten / Regist= ern / vnd Schatz / durch die Feinde entfrembdet / die Statt so zuvorn genugsam verwüstet / auff den Ostermontag mit allen Mawren nider gerissen / zerschleppt vnd dem Boden gleich gemacht / vnnd  vnser Bischoff gefangen hinnen dieselbige nichts nutz gewesen / haben sie auff das Schloß Rotenfels = im obern Algöw / als an einem Orth / dahin man nicht wol kommen möge= n / geführet / da sie viel Jar lang nicht ohne geringen Nachtheil der Alte= n

vnd ihrer Nachkommen nicht allein vnerkandt / vnd  verborgen / sondern  auch gantz vnd gar als begraben ge= legen: Biß daß endlich der Rath zu Augspurg zu vnser Zeit solches erfa= hren / vnd von Wolffen dem Grauen zu Montfort / dieselbige zwar zu bekommen sich beflissen / aber doch nit erlangt hat / dann sie leyder gantz vnglückl= ich vnder Carolo 5. auff der Vestung Hugenfels / in einer Brunnst auffgeflogen.=

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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T: Chronica der weitberüempten keyserlichen freyen und deß H. Reichs Statt …

A: Marcus Welser,Achilles Pirmin Gasser,Engelbert Werlich,Wolfgang Hartmann

 

J: 1595

L: http://books.google.de/books?id=3Dq9JMAAAAcAAJ&pg=3DPT245&lpg=3DPT2= 45&dq=3Drotenfel%C3%9F&source=3Dbl&ots=3D0Qw7CFe5Mt&sig=3Dw= CSyN6C3uhh8GBpAdNGyE__BXrI&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DZ8UaUMbOMOqk4ASY= 84DAAw&ved=3D0CFYQuwUwAw#v=3Donepage&q=3Drotenfel%C3%9F&f=3Dfal= se

 

Friderich Graff zu Hohenzollern / der 57. Bischoff zu Augspurg.

Eben in diesem Jahr / da auff absterben Bischoff Johannsen deß andern / das gantze versamlete Thumbeapitul auff den 20. Tag Martii nun ein andern Bisch= off erwehlen solte / kamen auff dieselne Wahl auch mit viel Volcks vnnd grossem Gepränge etc. Beyfürsten vnnd Pfaötzgrauen am Rhein zu Augsp= urg zusamen : der hoffnung / vnnd anders nicht nieynend / dann daß ihr Br= uder vnd Vetter Johann / so zuvor Thumbprobst allhie ward / solte zu Bischoff erwehlet werden. Es fehlte ihnen aber / also daß durch befürderu= ng deß newerwehlten Römischen Königs Maximiliani / vnd Keyser Friderichen / Graff Friderich der dritte diß Namens zu Hohenzollern /= vnd Thumbdechant deß hohen Stiffts zu Straßburg / vn keiner au&szli= g; den Augspurgischen Thrimmcapitularen / zu einem Bischoff / an der zahl der = 57. wider gemelten Werber / am selbigen Tag angenommen wurde: welchem kurtz darnachh der Bischoffshuet auffgesetzt worden / vnnd er das Bisthumb 19, Jar lang mit grossem vmwillen der Beyrischen verwalten / vnd nicht allein mit freywilliger Handt wider an sich gebracht / was seines Vatters Bruder vnd s= eine Vorfahren / von demselben versetzt hatten / sondern auch seines vralten Geschlechts erbliche Schlösser vnnd Gründe / sonderlich Barlading= en vnnd Hechingen / nach seinem besten vermögen gebutzet / vnd häysc= her zugericht. Vnnd wiewol ers sonsten mit sich weidlich auffgehen liesse / gab= e er doch nichtsvergebens hinweg / sondern ward auff sein eigen Nutzen zimlich abgericht / also daß er sich durch einen geringen vnwillen / so au&sz= lig; den zimlichen filtzigen aufflagen / damit er hierger Bürger Vnderthanen vnd Bawren beschwerte (daß ich der seineigen geschweige) sich ereuget= / bald in einen schädlichen Krieg verwickelt hette / wo nicht Graff Hugo= von Montfort (welchen man wegen seines Sprichworts den Gucker genannt / vnd den= der Keyser auch erst zu einem Grauen in Rotenfelß gemacht hatte) solchem = mit sonderer fürsichtigkeit fürkommen were. Da er damm gemeiner hicig= er Statt anders nichts mehr zu leyd thun kundte / machte er abermals mit seinem Consistorio ein vnwiderrufflich Statut vnnd Verbott ( dann hiebevor dasselb= ige Decret vnder seinen Vorfahren auch in kräfften war) daß kein Bur= ger oder Burgerkinde allhie in dasselbige Thumbcapitul zu einem Thumbherrn / we= lche sie Canonicos nennen / nimmer mehr solte an- oder auffgenommen werden: vnd dorffte darüber das Capitul selber bey Maximiliano dem newen Römischen König / in sachen Herrn Bernhard Artzten / wider die St= att Augspurg / in einem schreiben fürgeben / daß solches nun vber die 300. Jar also bey ihn gehalten worden.

 

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T: Cosmographia

A: Johannes Rau

 

J: 1597

L: http://books.google.de/books?id=3D3HFOAAAAcAAJ&pg=3DPA627&dq=3Drote= nfelf&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DC6nIT8GLLMPptQaywcykDg&ved=3D0CEI= QuwUwAQ#v=3Donepage&q=3Drotenfelf&f=3Dfalse

 

S: 627

 

X:

 

 

Wertha]

Item es fleust ein vornem Wasser durch Obern Schwaben / heißt die Wertha /= so vorzeiten Vinda genennet / wie droben angezeigt / entspringt auch in den Al= pen / vnd fleust von Mittag gegen Mittnacht durch das Algow bey Kauffbewren vnd Angelberg hin / nicht weit ober Augspurg fällt ein ander Wasser drein / heist Sinckolt / fleust darnach an Augspurg hin / vnnd nicht fern vnter der Statt Augspurg fällt es in den Lech / daß Augspurg also zwischen beyden Wassern gelegen ist / den Lech hat sie gegen Orient / vnd die Wertha gegen Occident.

 

Item ein Wasser Mindel genannt / Item ein Wasser die Kamlach / ein Wasser die Gu= ntz / fellt bey der Statt Guntzburg in die Thonaw / Item ein Wasser die Rot / I= tem ein Wasser die Yller genannt / ist ein groß Fischreich Wasser / vnd entspringt vier Meil vber Kempten bey einem Dorff heist Oberndorff / vnd ko= mmen drein noch drey Wasser die Tretach / Irrach vnd Breitach / kompt endtlich b= ey dem Galberberg in die Thonaw.

 

Item ein Wasser die Arge genant / entspringt hinder Rotenfeld / läufft bey = Isne vnter Wangen hin / vnd fellt endtlich vber Langen Argen in den Bodensee / V= nd sonsten andere Wasser mehr / sind alle gute Fischreiche Wasser.<= /span>

 

S: 628

Thäler in ObernSchwaben]

So hats auch viel Berge vnd Thal sonderlich im Algow / das ObernSchwaben mit inverleibt ist / als das Trechtacher Thal / hat den Namen vom Wasser Tretac= h / Item das Irracher-Thal / vom Wasser Irrach / Item das Breitacher Thal vom Wasser Breitach / Item das Yller-Thal vom Wasser Iller also genannt / Item = das Stauffer Thal / Lyblacher Thal / Hindelänger-Thal / Misser Thal / Item Geller Thal.

Die Berge aber sonderlich im Algow ist der Ruckenstaig / Thanheim im Lach / der Grent / die Gach / der Pyler / vnd sonsten andere Berge vnd Thäler meh= r / sind nicht noth alle zu erzehlen.

 

Du hast gedacht de0 Algows / welches dem ObernSchwabenlandt mit inverleibt seyn soll / Lieber was ost doch das für ein Landschafft / wohero hat sie den Namen / vnd wohinnauß sit sie gelegen:

 

Vom Algow]

Das Algow hat den Namen / wie etliche wollen ( von den Alemannis, vnd solt derowegen billich Almangow heissen / vnd ist fast der gröste Theil in ObernSchwaben vber der Thonaw / denn es stösset an das SchneeGebirge g= egen Mittag / Gegen Morgen an den Lech / Gegen Abendt an den Bodensee / vnd gegen Mittnacht an die Thonaw.

 

Munsterus schreibt es sey ein rauh Winterisch Landt / habe aber schöne starcke L= euth / Weiber vnd Männer / vnd die können alle trefflich wol spinnen /= vn dasselbige sey den Männern nicht spöttlich / sonderlich auff den Dörffern. Es habe auch viel Korn / Gersten vnnd Thannenwälde / vi= el Viehes / Kühe vnd Rosse / etc. Er schreibet auch / daß der gemei= ne Mann rauh Brodt esse von Gersten vnd Haffern / sey sonst vmb vnd mit grossen vnd vielen Seen vnd Fischreichen Weyern erfüllet / dero etliche grosse Kräbse vnd wunder grosse Fische / als Hechte / Karpffen vnd andere geb= en.

 

Ersehle mir doch nun etliche vornemme Stätte ( so in OberSchwaben vnd Algow gelegen sind.

 

Lyndaw als Reichsstatt]

Ich will thun / wir wollen aber am Bodensee anfahen / Daselbsten am Bodensee / = ja im Bodensee ligt ein vornemme Reichsstatt / heist Lindaw / ist vmb vnd vmb = mit Wasser vmbgeben / wie ien Insel / vnd wann man hinein gehen wil / muß= man vber ein Brück gehen / die zweyhundert vnd neuntzig Schritt lang ist /= Sie ist ein luftig Statt / gat gesunden Lufft / gut Fischwasser / ein fruchtbar= en Boden / ziemlich schöne Gebäuw / wolfeile Zehrung / ist nicht all= ein von Natur deß Wassers halben fest vnd wehrlich / sondern auch mit lan= gen Pfälen in dem Wasser / wie mit einer

Ringmaur versehen / vnd zu aller Handthierung wol gelegen / Nach Nidergang der Sonnen hat sie ein grosses vnd weites Feldt ligen / welches in gemeinen Jahren hun= dert See Fuder Weins tragen. Diese weite ist durch die Ringmauren vnd Graben von= der Statt abgesondert / vnd gehen 2.Thor mit Fallbrücken darzu / wirdt von Alters die Isul oder Insul genennet / vnd wohnen mehrertheils Fischer vnd Schiffmacher daselbst.

 

Vberlingen]

Item ligt ein vorneme Reichsstatt fünff Meil von Lindaw vnter am Bodensee h= eist Vberlingen / hat in longitud. 25. grad. 43. min. in latitud. 47. grad. 43 m= in. ligt beynahe vnter dem 17. Parallelo. da der längste Tag ist 15 Stund 52.min. Diese Statt hat viel Weinwachs / vnd sonst gute Nahrung / ist etlic= her Hertzogen von Schwaben Sitz gewesen / ehe sie an das Reich kommen ist. Es i= st in dieser Statt ein merckliche Niderlage vnd Kornmarck / das man da kaufft = vnd führet vber See gen Costnetz vnd Lindaw / ins Torgow / Rheinthal / gen Velckirchen / in Churwalten hinauff / Es hat zu vnsern zeiten diese Statt e= in schöne vmbligende Landschafft an sich gebracht / vnd einen wolhabenden Spital.

 

Salmansweiler]

Nicht weit von dieser Statt ligt ein sehr reich Kloster / CistertzerOrden / Salmansweiler genant / welche anfänglich ein Hertzog auß Schwaben Almus oder Almann genannt / Anno Christi 750 gebauwert haben soll.

 

In diesem Kloster findet man solche grosse Fasse Weins / dergleichen in Teutschland nicht funden werden / soll eins 25. Schuh lang seyn / vnd 40. F= uder halten.

 

Buchhorn]

Item ligt zwischen Lindaw vnd Vberlingen fast in der mitten ein Reichsstatt am Bodensee / heist Buchhorn / ist zwar im Begriff nicht fast groß / aber doch ein wohlhabend Statt / hat auch ihre Dörffer / höffe vnd Gerichte / wie andere Stätte mehr / sie hat den Namen vom Buchwalde / = so vorzeiten biß an den Bodensee sich gezohen hat.

 

Rauensburg]

Item ligt noch ein Reichsstatt bey vier Meil von Vberlingen / vnd dritthalb Mei = von Buchorn heißt Rauensburg / ist zur Zeit Caroli Magni vnter der Regier= ung der Welffen gewesen / nicht weit von dieser Statt ligt ein alt Schlo´= / so vom Saturnino einem Schwäbischen Herrn erbauwet worden / man nennet je= tzo den Berg / da das Schloß ligt / S. Vitsberg / vnd haben die Hertzogen= von Schwaben vorzeiten daselbst Hoff gehalten / sonderlich Hertzog Hildebrandt/= der ein Vatter gewesen ist S.Hilgards deß Caroli Magni Gemahls.

 

S: 629

 

Es ligt auch nicht weit von dieser Statt ein alt Burckstall / im Haßloch genannt / daselbstenn soll Keyser Friderich / Barbarossa genannt / gebohren seyn.

 

Kempten]

Item ligt ein vornemme Statt erwann drey Meil von Rauensburg / heist Kempten / i= st gar ein alte Statt / vor Christi Geburt ist sie genennet worden Vemeta, dar= nach Tretica vnd Vertica, vnd zu letzt Campidona, auff Teutsch Kempten.

Es ist darbey gelegen gewesen ein alt Schloß auff einem Berglein / welch= es Berglein nunmehr in die Stattmauwr mit eingezogen ist / hat geheissen Hyllarmonth / darauff haben vor alten Jahren die Hertzogen von Schwaben gesessen / sit ein eigen Graffschafft gewesen / An der Stattmauwr hin zu Kempten fleust daß Fischreiche Wasser die Iller.

 

Es ligen nich sehr viel Stätten in diesem Reuier / sld die Reichstatt Memmingen / Item Mindelheim / Fassum / Ysone / Landsberg / Waldsee / Pfüllendorff / Wysshorn / Zussmarshusen / vnd ander viel mehr / findet micht noth alle zu erzehlen. Aber nich eine vornemme weitberhümpte Reichsstatt ligt in ObernSchwaben / etwann bey vier Meil von der Thonaw / h= eist Augusta Rhetiae, etliche nennen sie Augustuam Vindelicorum, auff Teutsch Augsourg / Wan du es begerest / wil ich dir von dieser Statt noch etwas sag= en...

 

 

 

 

 

 

 

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T: Bayrisch Stammen-Buch: Der erst (ander) Theil, Von den Abgestorbnen Fürsten …

A:

J: 1598

L: http://books.google.de/books?id=3DlCFDAAAAcAAJ&pg=3DPA168&dq=3Dalge= w&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DMmsEUPyxNMzU4QSjutT4Bw&ved=3D0CEcQuwU= wAg#v=3Donepage&q=3Dalgew&f=3Dfalse

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S: 168

 

X:

VVILHELM vnnd Alexander / dise bekamen Kinder / dauon die Marschalcken im Algew die seind.

 

Jetzgemelter Wilhelm war Ritter in der Margk / allda er dem Margkgrauen gedient / kam wi= der beim Bey fünffzig Jaren seines Altars / beheyrat sich mit Fraw Madlen / Albrechten von Rechperg vnd Fraw N. von Appermundt Tochter / welche zuuor e= im vom Stain versproche war gewesen / Diser Wilhelm war von Augspurg Diener / Hauptmann vnd Stadtvogt / Ihme war Rotenstain vnd Kalda zutheilt / het vier Söhn vnd ein Tochter / mit Namen Lis/ wurd Caspar von Laubenberg verheyrat. Die Söhn.

CHRISTOFF Bischoff zu Aichstett ein frommer Mann / hat nur vier Jar regiert / starb A= nno 1539.

VVILHELM starb in Denmarck.

IOACHIM sein Haußfraw N. von Laubenberg / het bey ihr ein einigen Sohn / Hanns Joachim / ward durch deß Abbts von Kempten Diener ersossen / wie man vermeint auß Beuelch der hohen Obrigkeit / dann diser Hanns Joachim /= als ein junger kecker vnnd frecher Mann / soll im Schmalkaldischen Krieg hin vnd wider vil Welscher auffgeriben / auch sonst vil seltzamer Händel vnd Reuterey getriben haben.

 

S: 169

 

VVOLFF Herr Wilhelms zu Rotenstain vierter Sohn / sein Haußfraw Margareth von Rott / etc. Er haust zu Kalda in Algew / zu zeiten zu Palsing nahend bey Wembding / alda den seinen im Schmalkaldichen krieg durch dz Welschvolck vnschuldigerweiß / ein grosser gewalt vnnd hochmüt bewiesen word= en / dessen Keyser Karl der fünft gar vbel zufrieden / dann er bey ihrer Ma= y: das Mahrschalckhampt viel Jar verwaldet / vnnd inn güten gnaden gewese= n. Er hat bey seiner Haußfrawen vier Söhn vnnd zwo Töchter ero= bert / so meines wissens noch alle im leben.

 

 

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T: Furstl. Anhaltische gehaimbe Cantzley, das ist: Begrundte anzaig ..., Band = 1

A: Jakob Keller

J: 1621

L: http://books.google.de/books?id=3DJ65KAAAAcAAJ&pg=3DPT144&dq=3Dimme= ftatt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DxwfjT-OaDMjrsgaczoTCBg&ved=3D0CD0= QuwUwAA#v=3Donepage&q=3Dimmeftatt&f=3Dfalse

 

S: 198

 

Es sey aber an deme / daß man darzu gelangen durch Immenstatt (welches m= it Oesterreichischem Landvolck besetzt) oder negst neben der Statt hin / vnnd durch starcke Clausen passieren müste...

 

 

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T: Vita et miracula S. M= agni, apostoli Almangaviae ... et primi Abbatis …

A: Martin Stempfle<= /o:p>

J: 1621

L: http://books.google.de/books?id=3DByc8AAAAcAAJ&pg=3DPA274&dq=3Dimme= nftat&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DSbvpT9mVGPTP4QTg182yDg&ved=3D0CEQ= QuwUwATgK#v=3Donepage&q=3Dimmenftat&f=3Dfalse

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S: 274=

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Anno 1609. die 6.Decembr= is, Michael Pflaudler de Blaichen, prope Immenstat, tumidissimo pedis pflegmate= ita grauatus erat, vt tibiale non potuerit extrahere, quare se ad B. Vdalricum deuouit. Voto foluto, in ipso Sacello paulatim tumor iste pedis in tantum resedit, vt tibiale (quod ante non poterat exuere) sua sponte ad talos deciderit. Hoc miraculum cum gaudio alijs retulit, & testibus, scriptiq; affirmauit.

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T: Der Unierten Protesti= renden Archif

A:

J: 1628

L: http://books.google.de/books?id=3DBkxOAAAAcAAJ&pg=3DPA515&dq=3Dsunt= hofcn&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3Dpf_OT7HWH4SytAav-YTuCg&ved=3D0CEo= QuwUwAg#v=3Donepage&q=3Dimmeftatt&f=3Dfalse

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S: 514

 

Immenstatt  /welches gleichsfals mit Oesterreichischem Landvolck besetzt / oder doch allernegst neben der Statt = hin / vn durch ebenmessig starcke Päß vnd Clausen durchkomen vnd üassieren müsste vnd also obige verhinderungen gleichfals im weg = hat.

 

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T: Itinerarium Germaniae novae antiquae: teutsches Reyssbuch durch Hoch- und …

A: Martin Zeiller

J: 1632

L: http://books.google.de/books?id=3Dh5hDAAAAcAAJ&pg=3DPA665&dq=3DImme= nstatt

 

S: 664/665

 

Diß sein nun also die jenige Stätte / so in den vorgehenden Raisen nicht einkommen sein / vnd die ich doch auch setzen / vnnd derselben kurtzlichen gedencken wollen.

Es seind aber vber die jenie /dern in diesem Buch gedacht werden / noch viel m= ehr in dem grossen Teutschlande / als da seinAngermünd...Immenstatt im Algöw / ...

 

St. Kempten / durch schön eben Land. 3. m. Diß ist ein ReichsStatt /= vnd zwar das Haupt im Algöw (so ein theil vom Schwabenland / das von den benachbarten Alpen Alpgovia, oder von den Alemannern Almangovia heissen sol= le:) Sie ligt an der Iler. Ist ein gar alte Statt / so 200. Jahr vor Christi Geb= urt schon ein Dorff solle gewest sein (wie man ohne grund fürgeben darff) = alda der Göttin Cisae, oder Isidis, Tempel gestanden / vnd da vor Jahren die Hertzogen in Schwaben Hoff gehalten haben. Georgius Bruschius sagt / da&szl= ig; sie anfangs von ihrem erbawer Saevo, oder Saeveno, einem Schwaben/Saeva oder Saevena seye genant worden: Vnd daß sie ausser Trier / Bardewick / vn= d Augspurg / die älteste Statt in Teutschland seye: habe mit der Zeit den Namen Vermetta, oder Hermetta bekommen / vnd seye zun zeiten Keysers Augusti von = den Römern zerstört worden : Nachmals habe Schwäbischer Für= st / Namens Esnerus, das Schloß Ilerberg erbawt / so jetzt zersört li= ge / vnd die Burghalden genent werde: Auff welches Fürsten zulassung / ande= re etliche Häuser auffgebawt / dardurvh die Statt auffkommen / vnnd von d= em darzu geschenckten Felde Campidonum seye genant worden. Nun deme seye wie i= hm wolle / so ist doch diß gewiß / daß vor Christi Geburt / vnd au= ch ein zimliche zeit  hernach / k= eine Schwaben hierumb gewohnt haben / wie er Bruschius, vnd Nicol. Reusnerus, in beschreibung dieser Statt / wollen. Ausser der Statt ligt das schöne / vnnd reiche Benedictiner Closter / dessen Abbt ein Fürst des Reichs is= t. Keyser Carls des Grossen Gemalin Hildegardis, Hertzog Hildebrandi auß Schwaben Tochter / hat solches Anno 777. gestiftet. Der Erste Abbt alda war Andegarius, oder Amelgarius, so des tapffern Rotands / Keyser Carls Schwest= er Sohns Sohne soll gewest sein. Sie die Keyserin Hildegard solle in diesem Closter begraben ligen: wiewohl man vorgibt / als solte siie in der Vorstat= t zu Metz in S. Arnolphi Kirchen / so in der belagerung / zun zeiten Keyser Caro= li V. drauff gangen / sein gelegt worden. So solle auch der Riß Sancimon, der die gröste stein zum Baw dieses Closters getragen / mitten in der Kirchen begraben ligen / wie abermals Bruschiius schreibet. Der Bapst hat d= en Ersten Abbt aller Bischofflichen jurisdiction befreyt / vn Ihme auch den Weltlichen gewalt gelassen : daher der Verß entstanden. Campidona sola judicat ense stola. Vnnd ist damalen die Hohe Schul von S.Gallen auff Kempt= en / hernach aber / wegen AUffruhr des gemeinen Volcks / auf Würtzburg / vnd entlich auff Erffurt gelegr worden. Es hat in gleichem Keyser Carolus Magnus ihn den Abbt zu einen Fürsten gemacht / vnnd  ihme die Gerechtigkeit zu Mün= tzen gegeben / wie abermals Bruschius meldet. Siehe aber was hiester ist die Sta= tt Kempten lange zeit gewesen. Wie sie sich aber davon erledigt / vnd das Schloß zerstört habe / davon besihe gedachten Bruschium. Keyser Fridericus IV. hat sie hernach herrlich befreyet: wiewol man sagt / da&szli= g; sie noch Järlich di Abbt zwey hundert Goldgulden gebe. Der Rath ist der Augspurgischen Consession zugethan. Es gibt da einen grossen Handel mit Lei= nwat / vnd sehr viel Weber. Der Vlmische Mönche / Felix Faber, hat Anno 148= 4. den 26.Januarii, als er auß dem gelobten Lande kommen / in dem gemelt= eten Closter / die erste Orgel von hültzernen Pfeiffen (musis ligneis canta= ns, wie er schreibet) gesehen: wie im andern theil seines Evagatorii manuscripti (welches wie gemelt in der Statt Vim Ninliothec auffbehalten wird) zulesen = ist.

 

 

 

 

 

 

 

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T: Gründliche Außführung der Reichsstadt Lindaw, die ohnverseh= ens abgelöste und …

A: Daniel Heider

J: 1643

L: http://books.google.de/books?id=3DN-ZEAAAAcAAJ&printsec=3Dfrontcover&am= p;hl=3Dde#v=3Donepage&q&f=3Dfalse

 

S: 238

Endlich / das Zunfftrecht der im Marcktrecht gesessner Landleut (welches Ertzkurfürstlicher Anwald in seiner Deduction auch recapitulirt) besag= end: Ist schon droben sub. punct.1.probat. 3 ex Litt. zzz vnd cccc. 2. vnd anderwerts bescheint / daß solche in di eRebleut-Zunfft gehört /= vnd derselbigen Bottmässig gewesen / darbey auch alles Widrige einstrewen = ad vivum resecirt worden.

 

Welchem nun Herr Ober-Oesterreichischer Anwald allhie anderst oder weiter zu begenen nicht weíß / dann daß er / per instantiam, exemplificand= o, einwirfft / wie daß zu Kempten / Immenstadt vnnd Mindelheim / auch Weberzunfften vnd Beschaw angestellt seyen / (quod crediturz) in welche Zünfften nicht nur Kemptische Burger / auch Königseffische vnd Mindelheimische Vnderthanen / sondern auch anderer benachbarter Fürsten vndStänden angegörige Weber / als Oesterreichische / Stifft Augsp= urgische / Stifft Kemptische vnd Fuggerische gehören: quod postremum non credit= ur. Wie dann ebenmässig absolute nicht waar / daß die Zunfftbare qualität der Weber / darauff sich die Stadt Lindaw anjetzo bezieht / praecise & convertibiliter auff dem jure deß Burgerrechts / so so= lche Zunfftmässige Personen bey der Stadt Lindaw ebenmässig haben) gewidmet seye: weil broben an seinem Ort erwiesen  / daß auch die jenige Vntert= hanen in dem Marcktrecht / so nicht Burger / ja die gar Außmänner oder Frembde gewesen ( wann sie in dem Marcktrecht Güter bawen wollen) die Rebleut-Zunfft annemen nnd derselben pariren müssen.=

Et sic vel tandem de hoc quinto puncto satis.

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S: 936

(dddddddd)

Vmb mehrer Erklärung willen / ist allhie zu addiren / daß die Stadt Feldkirch ( wie auch Arbon / Immenstadt / vnd der Marcktfleck Embs) von etl= ich hunder Jahren her / auff die Stadt Lindaw gefreyet ist / vnd derowegen gepfleget hat / die statuta vnd privilegia der Stadt Lindaw / durch authentische vidimus zu begehren / vnd sich deren gleichfalls zu gebrauchen; Dahero ist / ermeldter Stadt Feldkirch / alte / auff Pergamen geschriebene Satzungen / im Eingang also lauten /

 

 

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T:Topographia Sueviaedas ist Beschreibung der fürnemste Stätt und Plätz in= ...

A:Martin Zeiller

J:1643=

L:http://books.google.de= /books?id=3D7vNaAAAAQAAJ&pg=3DRA1-PA43&dq=3Djmenstatt&hl=3Dde&a= mp;sa=3DX&ei=3DwH3HT9K-D8_htQa36KHfDg&ved=3D0CFUQuwUwBjgK#v=3Donepa= ge&q=3Djmenstatt&f=3Dfalse

S:43

X:Ligt im Algöw / Alpgovia, von den benachbarten Alpen/oder Almangovia, von d= en Alemannern also genannt/welches Land von Morgen mit dem Lech / von Mittag m= it dem Schweizerisch und Tyrolischen Schnee-Gebürg eingeschlossen wird /g= egen Abend an den Bodensee reichet/vnnd von Mitternacht die Thonaw hat. Man hat = von Jmenstatt nicht weit zu der Jler/vnd vier Stund ohngefehr auff Kempten. Gehöret/ sampt dem stattlichen dabey gelegenem Schloß Rotenfelß/dem Herm Grafen von Königseck. Gs gibt Jährlich im Herbst einen stattlichen Vieh-sonderlich Pferd. Marckt allhie. Crufius in Annal.Suev. Vnd diesen Ort nennen auch andere

ein Städtlein: Aber/wie im Augusto Anno 1641 glaubwürdig von einem/de= me diese Gelegenheit wolbekant/berichtet worden/so ist es nur ein schöner grosser Marcktflecken/weil es aber schon alhie geschrieben gewesen/so haben= wir es nicht mehr außthun / sondern unter den Städten stethen lassen wollen.

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T:Topographia Sueviaedas ist Beschreibung der fürnemste Stätt und Plätz in= ...

A:Martin Zeiller

J:1643=

L:http://books.google.de= /books?id=3D7vNaAAAAQAAJ&pg=3DRA1-PA43&dq=3Djmenstatt&hl=3Dde&a= mp;sa=3DX&ei=3DwH3HT9K-D8_htQa36KHfDg&ved=3D0CFUQuwUwBjgK#v=3Donepa= ge&q=3Djmenstatt&f=3Dfalse

S:43

X:

S:99

X:Ligt im Algöw / Alpgovia, von den benachbarten Alpen/oder Almangovia, von d= en Alemannern also genannt/welches Land von Morgen mit dem Lech / von Mittag m= it dem Schweizerisch und Tyrolischen Schnee-Gebürg eingeschlossen wird /g= egen Abend an den Bodensee reychet/vnd von Mitternacht die Thonaw hat. Man hat v= on Jmenstatt nicht weit zu der Jler/vnd 4 Stund ohngefehr auff Kempten. Gehöret/ samt dem stattlichen dabey gelegenem Schloß Rotenfelß/dem Herm Grafen von Königseck. Gs gibt Jährlich im Herbst einen stattlichen Vieh-sonderlich Pferdemarckt allhie. Crufius in An= nal.Suev. Vnd diesen Ort nennen auch andere

ein Stättlein: Aber/wie im Augusto Anno 1641 glaubwürdig von einem/de= me diese Gelegenheit wolbekant/berichtet worden/so ist es nur ein schöner grosser Marcktflecken. Es haben die Herren Graffen von KönigsEck/ (wel= ches ihr Stamm Haus nahendt Saulgau gelegen) stattliche Güter in diesem Lan= de/ und ist ihr Monatlicher Reichs Anschlag 44 fl. und zum Cammergericht jährlich/ wie ich in einer geschribenen Verzeichnuß gekesen/ insgesampt 35 Gulden / 4 Kr. 2. Heller: Wegen Rottenfelß aber / ist e= in absonderlicher Anschlag / der bey Motfort einkommet. Was das gedachte Algöw / so ein Strich / oder Gegend vom grossen Schwabenland ist/ dadu= rch die Iller laufft / anbelangt / so führen Theils desselben Namen von den Alemannen her von welchem der Autor deß Tractats / Romano Germanicus = S. Caesar. Majestatis & c. Splendor, & c. intitulirt. am 25 Blat / also schreibet: Alemani propiiè haud Germani, sed populi septenrtionales erant, qui erumpentes in Germaniam cum Suevis sese conjungebant, & labascente Romano Imperio Rhaetiam primam, & Sueviam, cum paucis conterminantbus Regionibus, inprimis Helvetiam Romanis eripiebar, dum Franc= ones Galliam invaderent: Daß nämlich die Alemasier eigentlich keine Teutschen / sondern Mitternächttische Völker gewesen / die in das Teutschland heraus gefallen / und mit den Schwaben sich vermenget / und / b= ey dem fallenden Röm. Reich / vorder Rhaetien / und Schwabenland / mit et= lich wenig Benachbarten / und insbesonderheit das Schweitzerland / den Röme= rn benommen / in deme die Francken in Gallien / oder jetziges Franckreich gefa= llen seyen.

 

 

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T: Consilia: Thomae Meckelbachi, Thomae Michaelis, Et ..., Band 1,Ausgabe 2

A: Caspar Klock,Christoph Ludwig Dietherr von Anwanden

J: 1649

L: http://books.google.de/books?id=3D9K1GAAAAcAAJ&pg=3DPA527&lpg=3DPA5= 27&dq=3DConsilia:+Thomae+Meckelbachi&source=3Dbl&ots=3Djr6eA6N0= SH&sig=3DIRs0a-Fcw7IUnbfAHi24D6VRJyg&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DEN= kPUIurHuv74QTIlIDoDA&ved=3D0CDcQuwUwAA#v=3Donepage&q=3Drottenfells&= amp;f=3Dfalse

 

S: 76

 

Unsern gnädigen Gruß zuvorn Hochgelehrte Liebe besondere / von der Röm. Keyserlichen Mayt. vnserm allergnädigsten Herrn / ist vns in streitiger Sachen deß Wohlgebohrnen vnsers lieben Herrn vnnd Freunds / Herrn Georgen Freyherrn zu Königsek vnd Aulendorff / Herrais der Graffschafft Rottenfells vnd Herrschafft Stauffen Röm.Keyserl. Mayt.Ra= ths / etc. wider desselben gesambte Vnderhane gedachter Graffschafft Rotenfells längsthin in Keyserl. commission allergnädigst auffgetragen vnd in gehorsambster Volnziehung derselben allbereit so weit verfahren vnd ürocedirt worden / daß wir / die Commissarij nach bey der Parthe= yen gethanem Rechtssatz mit allergnädigstem Wissen vor Allerhöchstged= achter Keyserl. Mayt. alle vnd jede einkpmmene Acta etlichen vnpartheyischen Rechtsgelehrten vnnd ihr Rechtlichs Gutbedüncken vnd Verfassung eines billichen Vrthels vor ohngefähr drey Jahren überschickt / hierüber auch von denselben außführliches Bedencken / wie v= nnd eas Gestalt in angeregter Sachen zu pronunciiren seyn möchte / schon v= or diesem eingelangt haben / als aber vor allerhöchstermelter Keyserl. Ma= yt. außgegangenem Rescripto zu schuldigster Folg wir die eingelifferte Ac= ta vnd das darüber gefärtigte consilium zu mehrer Sicherheit durch andere Rechtsgelehrten revidiren vnd examiniren lassen / seye bey solcher revision allerhand bedenckliche Vrsachen / warumb die per modum consilij vergriffene sententia in etlichen derselben Puncten zuändern vnnd zu verbessern seyn möchte / fürgefallen / so wir obangeregten Rechtsgelerten ui fermerm ojre, Machdencken / consultiren vnd berathschlagen vmbständlich widerumb berichtet vnd communicirt, dieweil aber dieselbe= von ihrer vorigen Meynung nicht weichen wollen / sondern dabey verharret vnd gleichwol zu letzt ihr Gutachten dahin geben / daß man die Güte zwischen beyden Partheyen wie vor / als nochmahln versuchen solte / so wil dahero bey so gestalten Dingen die grosse Notthurfft / ja die Wichtigkeit d= er Streittigkeiten höchlich vnd vnvmbgänglich erordern / daß w= ir das gantze Werck noch ferners durch fürtreffliche Rechtsgelehrten revidiren, examiniren, vnd berathschlagen lassen / damit wir vns einer billichen  / beständigen = / in jure & facto gegründeten vnd allenthalben verantwortlichen Vrthel entschliessen können: wann vns dann jhrsambt vnd sonderlich commendirt vnnd gerühmbt worden / vnd wir dahero vnser sonderbahres Vertrawen zu = euch gestellt.

Demnach ersuchen Wir Euch gnädiglich / ihr wollet Euch zubefürderung der lieben justitien der Sachen gegen gnugsame remuneration vnd Wiedergeltung gutwillig beladen / die Acta sambt erfasten Vrtel vnd darüber angestel= tem cinsilio, sonderliche aber über die jenige Puncten / in welchem die Consulenten vnd revisores mit ihren Meynungen nit zusammen tretten / alles emsigen vnd getrewen Fleisses / Euch ewerer berühmbten Geschicklichkeit nach revidiren vnd examiniren, der revisorum Bedencken üonderiren / vnd vns vber solches alles ewer Meynung vnd rechtliches Gutachten schrifftlich zukommen lassen / zu welchem End wir dann Euch den Hochgelehrten vnsern lie= ben getrewen Joannem Philippum Kabelium, & c. Vnsers deß Abts Cantzle= rn zu Euch abgeordnet / daß er Euch zuforderst die Acta zuzustellen / die Bedencken /  so bey angeregter ersten revision fürgefallen / vmbständlichen entdecken / alle nothwendige Information subministriren vnd sonsten in ewerer gamtzen Consultation, seinem Vermögen vnnd habendem Bericht nachbeyständig seyn solle.

Thuen vns also zu Euch aller fürderlichen Wilfahrung gnädig versehen / denen sambe vnd sonders wir mit allen Gnaden vnd gnädigem Willen beyge= than seyn vnd verblieben. Datum den 24. Martij Anno 1606.

 

Johan Adam Abt

Christoph Thumb von

Newburg T.D.Land-Commenthur.

 

 

 

 

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T:Chronicon parvum Sueviae oder kleines schwäbisches Zeitbuch

A:Martin Zeiller

J:1653=

L:http://books.google.de= /books?id=3DdZk-AAAAcAAJ&pg=3DPA552&dq=3DJmmenstatt&hl=3Dde&= ;sa=3DX&ei=3DvxkEUKXlFO_P4QS5zJmqCA&ved=3D0CFAQuwUwAQ#v=3Donepage&a= mp;q=3DJmmenstatt&f=3Dfalse

S:299

X:Imenstatt.

 

Ligt im Algöw / Alpgovia, von den benachbarten Alpen/oder Almangovia, von d= en Alemannern also genannt/welches Land von Morgen mit dem Lech / von Mittag m= it dem Schweizerisch und Tyrolischen Schnee-Gebürg eingeschlossen wird /g= egen Abend an den Bodensee reichet/vnnd von Mitternacht die Thonaw hat. Man hat = von Jmenstatt nicht weit zu der Jler/vnd vier Stund ohngefehr auff Kempten. Gehöret/ sampt dem stattlichen dabey gelegenem Schloß Rotenfelß/dem Herm Grafen von Königseck. Gs gibt Jährlich im Herbst einen stattlichen Vieh-sonderlich Pferd. Marckt allhie. Crufius in Annal.Suev. Vnd diesen Ort nennen auch andere

ein Städtlein: Aber/wie im Augusto Anno 1641 glaubwürdig von einem/de= me diese Gelegenheit wolbekant/berichtet worden/so ist es nur ein schöner grosser Marcktflecken/weil es aber schon alhie geschrieben gewesen/so haben= wir es nicht mehr außthun / sondern unter den Städten stethen lassen wollen.

S:552

X:Immenstatt/sihe von diesem schönen großen Marcktflecken/so im Algöw gelegen= /und einem Herren Grafen von Königseck gehörig ist/ den Text. Es haben= die Herren Grafen Königseck (welches ihr Stammhaus nahend Saulgen gelegen)= statliche Gütter in diesem Lande/ und ist ihr Monatlicher Reichs Anschlag 44. Gulden/ und zum Cammergericht Jährlich / wie ich in einer geschribenen Verzeichnis gelesen/ins gesamt 35. Gulden/4 Kr. 2 Heller: Wegen Rotenfels aber/ist ein absonderlicher Anschlag/ der bey Montfort einkommet. Was sas gedachte Algöw/ so ein Strich/oder Gegend vom grossen Schwabenland ist= / dadurch die Iller laufft / anbelangt / so führen Theils desselben Nahm= en von den Alemannen her; von welchen der Autor deß Tractats / Romano Germanicus S. Caesar. Majestatis, &c Splendor, &c. intitulirt, am 2= 5. Blat/also schreibet: Alemani proprie haut Germani, sed populi septentrional= es erant, qui erumpentes in Germaniam cum Suevis sese conjungebant, & labascente Romano Imperio Rhetiam primam, & Sueviam, cum paucis conterminantibus Regionibus, inprimis Helvetiam Romanis eripiebant, dum Francones Galliam invaderent: Daß namlich die Allemannen eigentlich k= eine Teutschen/ sondern Mitternächtliche Völker gewesen/ die in das Teutschland heraus gefallen / und mit den Schwaben sich vermengt / und / bey dem fallenden Römishcen Reich / vorder Rhaetien / und Schwabenland / m= it etlich wenig Benachtbarten / und insonderheit das Schweitzerland / den Römern benossten / in deme die Francken in Gallien / oder jetziges Franckreich gefallen seyen.

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T: Le monde, ou la descr= iption générale de ses quatre parties…

A: Pierre d' Avity<= /o:p>

J: 1660

L: http://books.google.de/books?id=3D9XD4u9mqsrMC&pg=3DPA776&dq=3Dymen= stat&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DonH9T5_EMYmI4gSV45H-Bg&ved=3D0CGAQ= uwUwBg#v=3Donepage&q=3Dymenstat&f=3Dfalse

 =

S: 776=

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Il contient les villes Imperiales de Kempten, Yssne, Wangen, Leutkirch, Rauenspurg, Memmingen, Bib= erac & Buchaw; celles de Waldsee & Wurtzach, aux Barons de Valdpurg, aue= c les chasteaux de Truchbug, Wolffeck & Zyl, & la ville d'Ymenstat, qui e= st aux Seigneurs de Kunigsecz L'Euesque d'Augsbourg y poste de les places de Rotenstain, Fluechenstain, Roetenberg, Krantzeck, Nesselwang & autres. = L'Abbé de kempten y tient Wolckenberg, Li= ebenthan, Nuburg, Logo, Fischen, Schwagelszberg & Wageck, Le Comte de Montfort y commande à Bleichach, Stauchen, Simmeraw & Liebnaw. Ceux de la maison de Werdenstain & Langeneck, y possedent Langeneck, Eberszbach &a= mp; Werdenstain; ceux Schellenberg, Hochneck;&= nbsp; Jes Comtes Fougres, la ville de Kirchperg, & les autres places q= uei 'ay nommèes au discours general de la Suaube;  les autres lieux sont subjecs &agr= ave; des Gentils-hommes, ou à quelques villes, ou bien à leuts citoyens ; comme Eglytz,  Scho= mburg, la Nouuelle Rauenspurg, Zum-Giessen, Schmaleck & autres.

 

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T:Tractatus de X circulis imperii Romano-germanici

A:Martin Zeiller

J:1660=

L:http://books.google.de= /books?id=3DflUAAAAAcAAJ&pg=3DPA972&dq=3Djmenstatt&hl=3Dde&= sa=3DX&ei=3DwH3HT9K-D8_htQa36KHfDg&ved=3D0CFoQuwUwBzgK#v=3Donepage&= amp;q=3Djmenstatt&f=3Dfalse

S:573

X:

Imenstatt / ein schöner großer Marcktfleck / nicht gar weit von dem herzli= chen Schloß Rotenfels / und der Iler / gelegen / und / samt Rotenfels / den Herren Grafen von Königs-Eck / gehörig; alda es Jährlich / im Herbst / einen  statlich Vieh: sonderlich aber Pferdmarckt gibt.

Es wird die Landschafft hierum / dardurch die Iler laufft / das Algäu / Algöw / Alpgovia, und Almangovia, genant / so / vom Morgen / mit  dem Lech / vin Mittag mit dem Schweizerisch: und Tyrolischen Schnee-Gebürg / eingeschlossen wird; ge= gen Abend an den Boden-See raichet / un dvon Mitternacht die Thonau hat. Ist ein Strich / oder Theil von dem großen Schwabenland / deßen Nahmen theils von den Alemannen herfüren / und einen Untercheid zwischen Ihne= n / und den Schwaben machen wollen; davon anderswo gesagt worden. Theils haltens für einerley Volck. Der Autor des Discurs von den Reichsvogteyen / in Apol. de An. 1655.p.167. dagt also: Gassar in Annal. August.f. 43 inquit: Sunt Alemanni percipua pars Suevorum, qui exactis temporibus, omnem euos alpestr= em joccupaverunt Tractum, quem bodie Curienses, Sedunenses, ac Basilienses Episcopatus, ultra Rhenum, comprebendunt. Henricus Bebelius, in spit. laud. Suevic. post pr. omnia privilegia Augia majoria Carolo Mejmg Successoribm (concessa), declarare, Alemanniam vocari, juxta Lacum Constantiensem, monastriumg Divitauginse, esse in Alemannia partibus, ut dicit Carolus III. Alemania Lemauno fluvio vocatur, & populi illic habitantes solmmodo Alemanni,ait Albertus Argentin in fragm. histor. f 84

S:972<= /p>

Imenstatt 573

 

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T: Itinerarii Germaniae Nov-an-tiquae compendium: das ist: Teutschlandes neu …

A: Martin Zeiller

L: http://books.google.de/books?id=3Db1YAAAAAcAAJ&pg=3DRA2-PA949&lpg= =3DRA2-PA949&dq=3Djmmenstatr&source=3Dbl&ots=3DSEm8d2TUYZ&s= ig=3Dlt0XUCa8KLdmEfbuJQqu14Y2VWQ&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DrWcZUPG4Ce= fj4QT4xICABQ&ved=3D0CFgQuwUwAw#v=3Donepage&q=3Djmmenstatr&f=3Df= alse

J: 1662

S: 949

X:

IV. Was Immenstat / dessen Orts auch in diser Raise gedacht / so im besagten Tractat / p. 573. aus üblem Bericht / ein Marcktfleck genant worden / anbelangt / so ist es eine Statt / die mit solchen Freyheiten / als die Sta= tt Lindau am BodenSee / und auch mit diser Freyheit / begabt seyn solle / das / auf zwey meils wegs herum / kein Wochenmarckt / als daselbst / darff angest= ellt werden; wie An. 1661. den 17. Febru. ich besser berichtet worden bin. Gehört Herrn Haugen Grafen von Königsegg / und Rotenfels / Freyhe= rrn zu Aulendorff / und Stauffen etc. so in dem herrlichen Schloß Rotenfe= ls / bey der gedachten Statt Immenstat gemeinlich residiret. Sihe ietzterwehnten Tractat / rir. 7. num. 34.p.505. Spenerus schreibt p-31- das Herr Georg / Freyherr zu Königseck / von Frauen Eunigund / Truchsessin von Waldenbu= rg / verlassen habe Herren Hugonem, (oder Haugen) Grafen zu Königseck; welc= her mit Frauen Maria Renata, Fürstens Johann Georgen zu Hohenzollern Tocht= er / erzeugt habe 1. Hugonem Fridericum, und 2. Leopoldum Henricum; deren Ahnen vilgedachter P. Bucelinus, in geneal.German, notitia fol.120. hat / aber ih= re Frau Mutter nur mit einem Nahmen Renaram, Gräfin von Zollern / nennet. Ihres Herrn Vattern / hochgedachts Herrn Haugen (der Anno 1660. als hochansehenlicher Keyserlicher Commissarius, von etlichen Reichs Stätt= en in Schwaben / und auch zu Ulm / den 30. Martii, alten Cal. die Huldigung angenommen) Ahnherr / war Herr Johann Jacob Freyherr von Königseck / d= er GroßAhnherr Johann / dessen Vater Herr Marquard / Freyherr von Königsegg / gewesen.

 

 

 

 

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T: Tractatus de X cirulis imperii Romano-germanici

A: Martin Zeiller

J: 1665

L: http://books.google.de/books?id=3DqlYAAAAAcAAJ&pg=3DPA509&lpg=3DPA5= 09&dq=3Djmenstadt&source=3Dbl&ots=3DVVz1qh3Ggj&sig=3D9PdcXY= KA1n-nyhnlcbVbRPagalo&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DqucEUMmgC6jZ4QTOg5G6C= Q&ved=3D0CEwQuwUwAA#v=3Donepage&q=3Djmenstadt&f=3Dfalse

 =

 =

S: 500 (496)

 

XXIX. Montfort / die Graffschafft / hat Monatlichen einfachen Anschlag 3. zu Ro&s= zlig; / und 20. zu Fuß / oder an Geld 116. fl. daran geben die Herrn Grafen= von Montfort / wegen Tetnang und Argen / 2. zu Roß / 11. zu Fuß / o= der 68. fl. Die von Königseck / wegen Rotenfels / so sie von denen von Montfort erkaufft / 1. 7. oder 40. fl. und die Herren Fugger / wegen Wasser= burg / so sie auch von ihnen bekommen / 2. zu Fuß / oder 8. fl. zu Unterhaltung deß Cammer-Gerichts gibt Montfort insgesamt / Jährl= ich / ordinariè 34. fl. cum augmento 56 fl. 42 kr. 3 heller. Herrn Graf Johann von Montfort / Praesident am Cammergericht / so Anno 1616. den 14 Aprilis / gestorben / hat ausser anderer Söhn / als Herman und Johann / gehabt Herrn Haugen / Grafen zu Montfort / welcher von seiner Gemahlin / Fr= auen Johanna Euphrosina / Herrn Heinrich Druchsessen / Grafens von Wolffseck / Tochter / bekommen 1. Herrn Johann / 2. Franciscum, Domherrn zu Costanz und Augspurg. 3. Antonium. Fr. MAria Elisabeth / so einem Grafen von Krichingen vermehlet worden. 5. Fr Mariam Francilcam, Gefürste Abbtissen zu Bucha= u; und andere Kinder mehr. S.D.Rittershus. in tab. genealog und unten Tetnang.=

 

 

S: 508 (504)

 

XXXIV. Die Herren Grafen von Königseck geben / wegen der Herrschafft Aulendor= ff / Monatlich / einfach / einen zu Roß / und 3. zu Fuß / und wegen = der Herrschafft Königs-Eckerberg 5 zu Fuß / thut an Gelt zusammen 44= fl. Was sie wegen der den Herrn Grafen von Montfort aber kaufften Herrschafft Rotenfels zu geben haben / das stehet oben bey Montfort / 29. Zu Unterhaltu= ng deß Cammergerichts / setzet D Johann Vest Jährlich ordinari&egra= ve; 16. fl. für Königs-Eckersberg 5. fl. cum augmento aber / für Königseck / und Aulendorff / 26. fl. 42. kr.5 heller / und für Königs-Eckersperg. 8.fl.21. kr. 5. heller. Es kommen aber die besagte Herren Grafen von Königseeg / und Rotenfels / Freyherren zu Aulendorff= / und Stauffen / etc. her / vom Herrn Johann / Freyherrn von Königseck /= so Anno 1544. gestorben / und von seinem Sohn / Herrn Johann Jacoben / Freyher= rn von Königsegg / und Aulendorff / Herrn zu Marstetten / Rotenfels / und Stauffen / welcher verlassen 1. Herrn Marquarden / Herrn Johann Wilhelms Va= tern / und 2. Herrn Georgen / Freyherrn von Königsegg / so von einem Meuchelmörder umbgebracht worden: und dessen Söhne / neben etlich= en Töchtern / seyn 1. Herr Hugo / Graff zu Königsegg; und 2. Johann = Georg. Vom Ersten kommen die Herren Leopold Heinrich / Ignatius / Eusebius / etc. Gemahlin. S.D.D.Rittershusium: und von der Herrn Hugo Friderichs / und Leop= old / Grafen von Königsegg / zu Imenstadt / und Rotenfels / Etc. Vor-Elter= n D. Gabr.Bucelin. ing.G.n.f.120. so sie von dem hochwolgemelten Herrn Grafen Hu= gone herführet.

 

 

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1676        &= nbsp;   Speculum Germaniae oder ein kurtzer geographischer Bericht von dem …         = " Wolfgang Albrecht Stromer von Reichenbach

"

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http://books.google.de/books?id=3DEkkAAAAAcAAJ&pg=3DPA639&d= q=3DImmenstadt+OR+Immcnstadt+OR+Immenftadt+OR+Immcnfstadt+OR+Immenstatt+OR+= Immcenstatt+OR+Immenftatt+OR+Immcenftatt+OR+Imenstadt+OR+Imcnstadt+OR+Imenf= tadt+OR+Imcnfstadt+OR+Imenstatt+OR+Imcenstatt+OR+Imenftatt+OR+Imcenftatt&am= p;hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D7rPIT9SjJIvktQb6tdjlDg&ved=3D0CGcQuwUwBg#= v=3Donepage&q=3DImmenstadt%20OR%20Immcnstadt%20OR%20Immenftadt%20OR%20I= mmcnfstadt%20OR%20Immenstatt%20OR%20Immcenstatt%20OR%20Immenftatt%20OR%20Im= mcenftatt%20OR%20Imenstadt%20OR%20Imcnstadt%20OR%20Imenftadt%20OR%20Imcnfst= adt%20OR%20Imenstatt%20OR%20Imcenstatt%20OR%20Imenftatt%20OR%20Imcenftatt&a= mp;f=3Dfalse

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[Seite 140]

Von den Städten seynd in Algäu Immenstadt / dem Herrn Grafen von KönigsEck gehörig / an der Ilm;...

[Seite 145]

Die Herren Grafen von Königsegg haben sehr schöne Güter im Schwäbischen Krey? / als da sind neben dem Stammhaus Königsegg / nahend Saulgen gelegen / Immenstadt / so nicht weit von der Iler liget / die Herrschafften Rotenfelß / (worinnen Stauffen / bey der Stadt Isny) und Aulendorff / etc.

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Irmgardis, uxor N. de Sa= in in Rotenfels

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X. Franciscus Fridericus= Comes in Königegg & Rotenfels

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T: Theatrum Pacis, Hoc E= st: Tractatuum Atque Instrumentorum ..., Band 1

A: Christoph Peller,Joha= nn Andreas Endter,P. H. D.,Johann Philipp (Mainz, Erzbischof)

J: 1684

S: 341

 

 

Reparitio

 

Montfort 9078

Königseck 6408

Rotenfels 5340

 

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T: Reichs-Abschied zu Regensburg, Anno 1654 auffgericht

S: 68<= /p>

L: http://books.google.de/books?id=3DynlKAAAAcAAJ&pg=3DPA68&lpg=3DPA68= &dq=3Drotenfels&source=3Dbl&ots=3D9PJ7GD_75U&sig=3DQbNmSFKq= moNuQAfmRjoA-XkiO4U&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DvaYSUNCaIMvWsgbSqYCoCw&= amp;ved=3D0CD0QuwUwATgK#v=3Donepage&q=3Drotenfels&f=3Dfalse

 =

X:

Johann Wilhelmen Graffen zu Königöeqk und Rotenfels

 

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T: Ernesti Gockelii ... = Electa iuris publici Romano-Germanici, in quibus …

A: Ernst Gockel

J: 1688

L: http://books.google.de/books?id=3DJd9KAAAAcAAJ&pg=3DPA284&dq=3Droth= enfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DInMEUJ7NJc2k4ASJyvC6CA&ved=3D0CH= IQuwUwCA#v=3Donepage&q=3Drothenfels&f=3Dfalse

 

S: 284 (94)

 

ERNEST.GOCK.DE CIRCULO

 

|||Roß.|Fuß|Geld|

 

26 | 40 | Königseck-Rothenfels |1|7|40

 

S: 360 (166)

 

Montfort.

Absens.

Königsegg-Rothenfels

Hr. Frantz Seyfrid Hoffmann / Rath und Ober-Ammtmann

 

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T: Gröste Denkwürdigkeiten der Welt Oder so genandte Relationes ..., Band 1

A: Eberhard Werner Happel

J: 1688

L: http://books.google.de/books?id=3Dp6c_AAAAcAAJ&pg=3DSA2-PA39&dq=3Dj= mmenstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D2__hT5n-II3Kswb78OFw&ved=3D0C= EgQuwUwAQ#v=3Donepage&q=3Djmmenstadt&f=3Dfalse

 

S: 2-39

 

Der seltzame Hauß-Götze.

 

Wir haben gesagt / daß man allerhand Pygmaeos finde / und gefunden habe / wobey ich Anlaß bekomme / von den setzamen Hauß-Zwergen / oder = so genannten Hauß.Männlein alhier etwas nachdenkliches anzufüg= en. Was demnach bey den Lateinern die Lares, Penates, und zum Theil auch die Ge= nii sind / das sind bey uns Deutschen die Stepgen / Larven / Kobolden / Gü= tgen und Haus-Götzen / davon man wunderliche Dinge höret. Gottfried Schultz saget in seiner continuirten Chronicke p. 638. In diesem 1646 Jahre= kam ein Maurmeister in Kempten / ward wol empfangen / wie sie einander speisete= n / und ein halb Brodt auff dem Tische lag / sahe der von Immenstadt das Brod e= ben an / der ander fragte warumb ? Er sagte / er solte das Brod auch da es auffgeschnitten were anschauen / da sahen sie alle beyde ein offen Gesichte darauff / offene Augen / lange schwartze Haar / den Kinn auff den Tisch set= zend dieses Gesicht verwandelte sich hernach in eines Löwen Haupt / hernach wider in voriges Menschen Gesicht / solche Veränderung wehrete eine ha= lbe Stunde / hernach war es wider recht Brod. Was mehrers hat hievon Hildebrand= vom Hexenwercke p. 310. also: Man sagt daß in Ißland diestbahre Gei= ster seyn / welche der Leute Knechte sind in ihren Häusern / tragen Holz und Wasser in die Küchen / und wenn in einem andern Lande was grosses gesc= hicht / es stirbet ein grosser Herr / es geschiehet ein grosse Schlacht / so wiss= ens dieselben Geister oder Teuffelichen / und verkündigen es den Leuten. In Deutschland hat man sie geheissen Gütichen / Wichtlichen / Erdmännrichen / Hellekeplein / und man hat sie gefunden / daß sie Schüsseln in der Küche gewaschen haben / sie haben die Pferde gewartet / und ist ein Wahn dabey gewesen / daß wo ein solch Güttichen sey / da sey viel Glück und Gedeyen.<= /p>

 

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Oesterreichischer Hercules, Nach vielfältig überwundener Helden-Arbeit dermahlen in= den Glücks-Sternen-Himmel versetzt: Nicht gedichtet, sondern wahr befunden= , An Dem... Röm. Keyser Leopoldo I. Welcher, nach ausgewichnen Lebens-Nachs= tellungen... Mit höchsten Freuden sihet... Seinen... Sohn Josephum, zum Röm. König krönen; Von einer Burgerschafft in Immenstatt... Ao. 1690. = Den 5. Martii in einem Schau-Spiel meist gesungen vorgestellt=

Leopold (Römisch-Deutsches Reich, Kaiser, I.)

1690 - 22 Seiten

 

 

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T: Abgestoßnes Königsegg, Das ist, Christliche Traur-Predig Vber den Tödtlichen …

A: Carolus (von Rottenburg),Leopold Wilhelm von Königsegg und Rothenfels<= o:p>

J: 1694

L: http://books.google.de/books?id=3DZnhFAAAAcAAJ&pg=3DPT11&dq=3Drothe= nfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DvXYEUPqqCNTP4QSwtPGhCA&ved=3D0CFw= QuwUwBTgK#v=3Donepage&q=3Drothenfels&f=3Dfalse

 

X:

 

 

Abgestoßnes Konigsegg/

Das ist

 

Christliche Trauur Predig

 

    Vber den Tödlichen Hintritt

Deß Weyland Hochgebornen Herrn / Herrn

LEOPOLDI

WILHELMI

Deß Heyl:Röm:Reichs Grafen

 

Von

 

Königsegg vnd Rottenfels /

 

Herrn zu Aullendorff vnd Stauffen/Ritttern deß Guldenen FlüsseS / Röm: Kayserl: Majestät Würcklich Gehaimen Raht / Kammerherrn= / deß Heyl: Röm: Reichs

Vice-Cantzler / etc.

 =

 =

Von P. F. CAROLO von Rottenburg am Necar / Capuciner

 =

Ordens / Prediger Verfasset vnd öffentlich gehalten in der Gräflichen

Pfarr-Kirchen zu Immenstadt / den 4. Martij 1694

 

Getruckt im Fürstlichen Stifft Kempten / Im Jayr 1694

 

 

 

Ecce, pono in Sion lapid= em fummum angularem, elctum, preriosum: & qui crediderit in eum, non confundetur. 1. Pet. 2. V. 6.<= /o:p>

 

Sihe/ich lege in Sion den obersten Eckstein/ausserwöhlt / vnd köstlich: vnd wer an jhn glaubt / der wird nit zuschanden werden.1 .Pet.2.

 

1.

 

Herliche grosse Häuser/stattliche Königliche Palläst/damit sie vil Ja= hr lang stehen/vnd nicht so leicht über dm Hauffen fallen / pflegt man gemeiniglich auff ein steiffes Fundament zusetzen: vnd über diß / wann das Gebaw auß dem Boden erhebt/mit ausserlesnen/vesten vnd sauber außgearbeiten Quaderstucken zubefestigen/vnd außzustaffieren. Daß also das hohe Alter oder dawrhaffte Bestand / vnd ausserlesne Zie= rde eines solchen Königlichen Hauses haubtsachlich in einem guten Fundament/vnd steiffen Ecksteinen bestehen thut; wie jener Sinnreich hat bedeuten wollen / da er an ein solches Eck geschriben: 0neri & Majestat= i: Dises Eck muß dises Königliche Hauß portieren vnd zieren.<= o:p>

 

Wann nun ein solches Eck bißweilen geschädiget / zerstossen oder zu B= oden gerissen wird/ist gleich die Frag: Wer hat dises gethan? Welcher ungeschick= te Bawr? Welcher muthwillige freche Gesell hat dises Herrliche Eck hinweg gestossen?

 

Also hat vor Zeiten der H. Job gefragt von Christo dem [Iob 38.v.6.] Sohn Gottes; der da ist die Grundveste/vnd der gewaltige Eckstein der Kirchen Gottes; 0n= eri & Majestati; wie die Göttliche Schrifft mehrmalen von jhme zeuget/daß er der Kirchen Gottes&nbs= p; seye Lapis fummus angularis, probatus, electus, pretiosus 3 vnd [Is.28.v.16] zwar lapis Offensionis & petra scandali: Ein Stein / an welchem alle gewaltige Sturm vnd Anläuff deß Höllijchen Geschwaders abgestossen vnd zunichten werden.

 

 

 

Diser allerherrlichste Eckstein ist von der unendlichen Göttlichen Liebe auß der Schoß deß Himmlischen Vatters gerissen/ und von d= em hohen Himmel auff den kothigen Erdboden herab [Lyranus.]gleichsam geworffen worden / also daß der H. Job voller Wunder gefragt: Quis demisit lapi= dem angularem ejus?

 

Hoch ansehenliche / in Christo außerwöhlte/wehrteste Zuhörer. Es= hat der Allmächtige GOtt under andem Wercken seiner unergründlichen Providentz und Allmacht auch ein ansehenlich-Königliches Hauß au= ff Erden erbawet und auffgericht; [Lipsius.] nemlich das Durchleuchtigste Ertz-Fürstliche Hauß Oesterreich; welches/ wie Justus Lipsius re= det / und der Augenschein weiset / Ad fummum fatigium genita, nur zu hohen Cron= en und Thronen außgesehen und gewidmet ist. Damit nun dises Allerdurchleuchtigste Ertzfürstliche Hauß vil hundert Jahr außdauren und wider alle Machiavellisch- und Teuflische Anläuff = unverwendt und vest stehen möchte/hat es die Göttliche Providentz auff ein steiffen Felßen / der da ist Christus JEsus in dem Hochheiligsten Sacrament deß Altars/ gegründet und gesetzt. Und über di&sz= lig; noch mit außerlesnesten Politen/und qualificiertesten Ecksteinen (ja = mit gantzen Durchl. Häußeren ich will sagen: mit den außerlesn= en / aller Edelst- und quaiificiertesten hohen MinistriS ) versehen und bevestig= et; 0neri & Majestari.

 

Zur Stewr und Zierde dann dises Erzfürstlichen / Königlichen Hau&szli= g;es von Oesterreich hatder Allmächtige GOtt under andern auch absonderlich gantz Capabel und würdig geachtet das Hochgräfliche / uralte Hauß KönigSegg (welches vor neunhundert Jahren/zu deß H. Caroli Magni Zeiten schon/auch ein Gräfliches Hauß ware;[Godefri= dus de Marsilia, Archicancellarius, Ludovici Pijin pantistipario Nobil. Sueviae= ] in deme Johannes/ Graf von Königsegg / neben Sophino einem Edlen Ritter v= on Bodman bey ermeltem H. Kayser Carolo Magno in Commissis gestanden/ als sein Mayestät sambt Dero H.Gemahlin Hildegarde/welche ein geborne Hertzogin auß Schwaben ware / in beyseyn Jhro Päbstlichm Heyligkeit Adrian= i 1. und viler Fürsten und Potentaten auß Europa / Asia / und Africa / das Fürstliche Stifft Kempten fundirt und auftgerichtet. Ja vor tausent Jahren schon ware Königsegg in Herrlichem Flor / und von dm Hertzogen = in Schwaben in grosser AEstima gehalten / in deme dessen Edle Ritter Grafen und Herren dazumahl schon / und nachgehends mehrmalen von grossen Fürsten = und Potentaten / absonderlich in disem noch lauffenden Sibenzehenhunderten Saec= ulo von Röm:

 

 

König und Kayseren zu Dero Hohen-Staats Ministem/als außerlesneste Säu= len und gewaltige Eggstein deß Allerdurchl: Ertzhaußes Oestemich/erkisen und erhebt worden; Als wann der Allmächtige GOtt mit jenen Prophetischen Worten/ auff das Hochgräfl. Hauß Königs= egg gezihlet hätte / sprechende:

 

Ecce, pono in Sion lapidem angularem, electum, pretiosum: & qui crediderit in eum, non confundetur:  Sihe / = ich lege

in Sion (an das Hauß Oesterreich) einen außerwöhlten köstlichen Eckstein (ein Königöegg ) und welcher ( von dem Ertzfürstl: Hauß Oesterreich ) auff Ihne trawen und bawen wird/ = der wird nit zuschanden werden. Daß also dises Hochgräflliche Hau&sz= lig; von Wort und Wercken billich ein Königs-Eck genambset und geprisen wir= d.

 

2. Aber ach! was sihe ich! dorten ligt ein überauß HerrlicheS KönigSegg auff dem Boden;nemblich der Weyland Hochgeborne Her: / Her: LEOPOLDUS WILHELMUS Reichsgraf von Königöegg und Rotenfelß / Herr zu Aullendorff und Stauffen; Ritter deß Guldene nFlüsses der Kayserl: Mayestät Würcklich Geheimbster Raht und Kammerherr / und Vice-Cantzler deß H.Römischen Reichs/ etc. ist in dem Vier und sechzigsten Jahr seines Alters / den fünfften Hornung dises jetztlauffenden 94sten Jahrs / Morgen zwischen 4. und 5. Uhr/ deß Tod= ts verblichen / und ab diser Welt/wie ein Herrlicher Eckstein von einem Königlichen Hauß / hinweg gerafft worden.

 

Quis demisit lapidem angularem? Ach wer hat dises Wolgestandene Königsegg zu Boden gerissen? Secht/ dorten stehet der Thäter / der kale Laur in sei= ner Tobten - Larven neben dem Hochgraflichen Schatten / den er entseelet hat/als wann er durch Göttliche Raach / wie ein Menschen - Mörder dahin verbannisiert wäre.

 

Du blinder Gesell / was hast gethan ? Hast du dann nit gesehen/daß di&sz= lig; ein ausserlesnes/ und dem Ertzsürstl: Hauß Oesterreich/von GOtt geordnetes Königs- Eck ist / Oneri & KMaiestari. Du Stum / warumb = Hast nit gefragt? man wurde dir schon gesagt haben / daß diser fürtreffliche/ dem Röm: Kayser/vnd gemeinen Weesen so nutz und notwendige hoche Minister würdig seye/ noch hundert Jahr zu leben; Du = bist halt ein Hirnloser Latrunculus, der auff den Schachbrett diser Welt Zwischen König und Bawren kein Underschid zumachen waist: Es solle dir gm seyn/ daß du (wie ich von dem H. Apostel Paulo berichtet wird) von

 

dem Allerhöchsten bist befelcht worden (deme wir sterbliche Menschen-Kinder allesambt willfährig gehorsamen sollen) sonsten solte es dir gewi&szli= g; dein dürre Bain gekostet haben.[Habr. 9v.27.]

 

O! was Schaden / was Schmertzen hat diser Königs-Eckisch Tödtliche F= all / dem Aller - Durchleuchtigsten Ertzhauß Oesterreich / dem Röm: Reich / seiner gantzen Hoch-Gräflichen Hochansehenllchen FAMILIAE, sei= ner lieben Underthanen/vnd allen Tugend-liebenden Hertzen nit causiert! Seytenm= alen diser/ in GOtt ruhende Herr Graf/sein hohes Minsterium, an welchem deß Durchleuchtigsten Ertzhauses Oesterreich / vnd deß gantzen Röm-. Reichs Wollfahrt guten Theils hanget/mit so rühmlicher Conduite und Fidelität verwaltet / daß sein Tödtliches Ableiben nicht anderst/als ein umbgeworffne gewaltige Saul/oder schwer tragend - und treff= lich wol gestandenes - abgestoßnes Eck von einem Maiestätischen Königlichen Pallast / mit empfindlichen Hertzlayd mag auffgenommen wer= den.

 

Dahero auch ich heutiges Tags lieber mit Timantis Pensel stillschweigend ein Iphigenischen / als mit Worten disen Königs-Eckischen Trawrfall entwer= ffen wolte. Weilen aber höcherer Befelch/und die ungemeine Preyßwürdige qualitäten/Trew und Würden unsers in GOtt ruhenden Herm Grafens / ein anders erforderen (damit selbe nit zugleich sam= bt dem Todten-Cörper so leicht zu Aschen und vergessen/sondern Dero Nachw= elt gebührend überbracht werden) als will ich nach Zulajstn derZeit kürtzlicW^ bedeuten/ was diser unser Gnädiger Herr Graf p, m. für ein gewaltiges Königs-Eck / das ist / was für ein außbündig - trewer Minister deß Kaysers/ und zuforderst se= ines Herren und Gottes er gewesen seye. attendite.

 

3. Als der heilige Seraphische Lehrer Bonaventura Anno 1274.das Zeitliche Leben mit dem Ewigen verwechßlet/betrawrten vil Geistlich -Weltliche Fürsten und Herrm / dises fürtrefflichen Manns frühzeitigen Todt; Absonderlich beklagten selben öffentlich Jhro Päbstliche Heiligkeit Gregorius x. sprechende: Magnam hodie iacturam in morte viri hui= us incurrit Ecclesia Dei. Ich glaubs / aber das glaube ich auch: Als nerwlich = Jhro Hochgräfliche Excellentz Herr LEOPOLD WILHELM/ Graf von Königsegg/unser gewester Gnädigster Herr und Graf/ durch Göttliche disposition die Band der Sterblichkeit von sich gelegt / vnd dessen Todt in den Ohren Verständiger und Weitsehender Geist: und Weltlicher Fürsten und Herrn erschallet/ daß sie

 

sie bey sich selbsten / oder auch vor andern bist oder dergleichen' wehemü= tige Wort werden geredt haben: Magnam hodie jacturam in morte viri huius incurrit Austriaca Domus, Imperium Romanum, Illust: Familia Kongsecciorum,&c. Wa= rumb dises?

 

[Ihro Hoch Gräfliche Excellentz Geburt / Jugend / Studia vnd promotiones]

Es ware diser Hochgeborne Reichs Graf/ Herr LEOPOLD WZLHELM auß dem Ural= tm Königsegqischen  Geschlecht/ohngefahr vor 63. Jahren erboren / sein Herr Vatter ware = der Weyland Hochgeborne Graf Hugo von Königsegg/der Röm: Kayserl: Majestät Reichs Hoffraht und Kammerherr: Sein Fraw Mutter ware Maria Renata ein Gefürstete Gräfin von Hohenzolleren. Welche Hochgräfliche Eltern / dann/weil sie gesehen / daß diser jhr Jun= ger Herr Sohn mit ausserleßnesten natürlichen qualitäten und Gn= aden begabt / mit der Zeit dem weit berühmbten Königseggischen Geschlecht/ein newe Zierd und splendorem ertheilen möchte; haben sie selben nicht allein in allen erforderlichen Christlichen Tugenden/und Adelichisten Sitten erzogen/sonder auch mit der Zeit hinauß in die Frembde geschickt/die/ Seiner Gräflichen Person wol anständige und nothwendige Freye Künsten und Wissenschaffen zuergreiffen. In welchen = er dann auch also zugenommen / daß Männiglich was ungemein, Prei&sz= lig; würdiges von disem Jungen Herrn von Königseqg gemuthmasset.<= /o:p>

 

Dahero als sein noch Junger zwar/aber hocherleuchter) tieffsinniger Verstand ungem= eine Prudentz bey Fürsten und Herren erschaltet / ist er frühzeitig zu hohen politischen Regiment, und Reichs - Geschäfften gezogen / und als= ein Außbündig - qualificiertes Königsegg an das Durchlauchtigste Ertzhauß Oesterreich appliciert und versetzt worden. In dem er erstli= ch Kammersherz bey Ferdinando IV.Röm: König p.m.und zwar so lieb und angenemb worden / daß Ihr Majestät der König mehrmal mit holdseeliger Freundlichkeit zusagen pflegte: DerKönigsegg ist mein Eck= .

 

Nachgehends als Jhro Majestät unser Äller-DurchleUchtigster Kayser LEOPOLDVS = nach Tödtlichen Hintritt seines Aller-Durchleuchtigsten Herm Vatters /de&sz= lig; Kaysers Ferdinandi III. Und auch seines Aller-Durchleuchtigsten Herrn Brude= rs Ferdinandi IV. deß Röm: Königs / zur RöM: Cron gelangt: Und dises unsers hochgedachten Herrn Grafens fürtreffliche Talenta ber= aits ruchtbar/und wie der wachsende Mond an dem Firmament je länger je mehr sich spühren lassen; seynd

 

 

Jhro Kayserl: Majestät auch je länger je höher mit disem ansehenlichen Königseqg übersich gefahren. Dann Erstlich thaten s= ie selben zu Dero Kammerherrn/ bald darauff zu Dero Kaiserlichen Gesandten an underschidliche Königliche / Chur - und Fürstliche Höff/alS Reichs Hoffraht/und dann auch als Reichs Hoffrahts Vice. Präsident erk= isen. Nach solchem wurde jhme auch deß Röm: Reichs Vice-Cancellariat conferiert: und endlich haben jhme Jhro Majestät zum Würcklich Geheimen Raht/ ja gar zum Conferenz - Raht ernennet und erhebt: und mit Dero allergnädigsten zarten Genügen befunden / daß Graf LEOPOLD nicht allein mit dem Namen/sonder auch in dem Werck warhafftig deß Kaysers LEOPOLDI Königs-eck seye: Ich will sagen: Ein Preißwürdiger recht Trewer Minister deß Kaysers / und deß gantzen Röm: Reichs. Daß also Jhro Majestät unser Aller-Durchleuchtigster Kayser LEOPOLDUS bey disen so gefährlichen Zei= ten / da daß Durchleuchtigste Ertzhauß Oesterreich von so vil gefährlichen Feinden angefochten worden / zu dessen Stewr und Beyhilff= gar recht/ und von GOtt gelaitet/ neben andern gethrewen hohen Ministern / auch disen tewren Herrn von Konigsegg zu Dero Geheimbsten Reichs-Affairen gezoge= n; Weilen der H. Geist selbsten bey Ecclesiastico rahtet:

 

[Lecl 6.v.6.]

Multi pacifici sint tibi,& Consiliarius sit tibi unus de mille: das ist / Ein= er auß tausent Ausserlesen; welcher nemblich mit allen fürtrefflich= en quailitäten und Gnaden eineS guten consiliari begabt und geziehret sey= e. '

 

4. Wie muß dann ein solcher hoher Minister und Consiliarius eines grossen Fürsten und Potentaten beschaffen / mit was für Gaben und talenten versehen seyn? Ecclelsiastici an dem 9ten Kapitel

[Eccli 9.v. 31 & c. 7 v. Gtaeca Cornel à Lap. hic v.22]

sagt der H.Geist: Cum sapientibus & prudentibus trcta und widerumb: cum viro sancto (oder pio, wie der Griechische Text lautet) Assiduus esto, quemcunque cognoveris observantem timorem Dei: cuius anima est secundum tuam animam, &= amp; c. das ist: qui habet tecum sympathiam (wie es Cornelius a Lapide außlegt) nemblich bei dir getrew ist.

 

Muß also nach der Lehr des H.Geists ein guter Consiliarius eines Fürsten o= der Potentaten fümrnemblich drey Conditiones oder qualitäten haben; A= ls nemblich daß er seye pius fidelis, und

prudens. Weiß und vttstandig muß eines hohen Fürsten Rahtgeber seyn: spricht der H. Geist / cum sapientibus & prudentbus tracta. Dann weilen grosse Fürsten und Potentaten allerhand hochwichtige verwürte Geschäfft haben/ welche nit gleich ein jeder Ovidius auß einander lesen kan: und an einem guten Raht sehr vil gelegen ist; so ist auch hoch nothwendig / daß ein solcher Potentat die aller gescheideste und witzigste Leuth zu Rähten habe, ln primis necesse est, spricht Olorius= , ut regis [Ofor l.7. de regis institut]

consiliarij sint maximo ingenio praediti, bonis artibus exculti, longo rerum usu periti, in histori= is versati, neque praesentia tantum sagaciter odorantes, sed & longè imposterum, quod utile futurum reip. sit, coniectura providentes.  Dergleichen außbündige hochverständige Subiecta aber findet man warhaff= tig nit gleich hinder jeder Spannischen Wand Dahero wann ein Fürst/Kö= nig oder Kayser dergleichen hat/ mag er sich in der Warheit glückseelig achten.

 

Ein solcher Hochverständiger/in Geschichten / Staad - und Rechts- Sachen ausgewetzter Herr ware unser Weyland Gnädiger Herr Graf LEOPOLD WILHELM/über dessen hohe Prudenz und durchrribnen Verstand sich Fürsten und Herrn mehrmal verwundert haben; in dem er in manchen hochwichtigen gefahrlichen Zufällen mit ausserlesnen Consiliis eylfert= ig verfaßt gewest / welche sonsten mancher mit vilem Nachgrüblen ka= um erspeculiert hätte. Weßwegen er dann auch nicht allein bey Jhro Kayserllchen Majestät/und anderen Fürsten und Herren deß deutschen Reiches/ sonder auch bey Außländischen Potentaten jederzeit in hoheraestima gehalten worden; massen dann der Weise Salomen sa= gt: Acceptus est regi Minister intelligens.

 

[Prov. 14. v. 35.]

[Hohe unversehrte Trew gegend m. Kayser / etc]

 

4. Es muß aber ein solcher hoher Minister neben der gemnelten prudenz au= ch das andere Stuck eines guten Consiliarii haben; nemblich daß er seye fidelis. Das ist das gröste Lob/ welches man einem solchem hohen Minis= tro geben kan / an dem hanget alles; Dann wann ein solcher etwas anders sucht in seinem hohen Ministerio/ als den Nutzen seines Fürsten / König od= er Kaysers; wann er sein aigen Interesse mehr/ als seines Fürsten und Her= rn vor Augen hat / Actum est fidelitate. Da wird er haimbliche Dick spihlen / = smirba1ia annemmen/falsche Räht geben / Gehaimbe Rahtschlüß offenbaren/das Reich oder Fürstenthumb / ja seinen Fürsten selbst= en in euserste Gefahr setzen.

 

O was gibt man von Teutschland auß! Man sagt es habe under andern zween Haubt-Flüß/nemblich den Rhein und die Thonau: Der Rhein / saat m= an führe Gold / und die Thonau

 

allerhand Kostbarkeiten: Und die bayde Haubt-Flüß haben schon manchen Mens= chen hinweg gerissen. Nemblich die Thonau (Dona, Munera, 8mirba!ia.) haben schon manchen Kayserlichen Minister / so lang das Hauß Oesterreich den Scep= ter führt/von seiner Trew und Ayd / von dem Kayserlichen Hoff und Huld / v= on dem Leben zum Todt gerissen; daß man schon offt hat sagen können= /wie es dorten bey dem H.Matthaeo heißt:Venerunt flumina ( die Thonau / od= er dona, munera, smirbalia ) & flaverunt venti ( der ambition / und Hochmu= th ) & facta est ruina domus illius (Ministri) magna.

 

Nicht also der Kayserliche hohe Minister von Königsegg; es hat jhme zwar ein Haubtfluß den Stoß gegeben / aber nicht der Rhein mit seinem Gold/sonder ein starcker Cathar: so jhme auff die Brust gefallen: Nicht die Thonau/oder dona und Smirbalia; welche er zweifels ohne häussig hä= ;tte haben können/ nicht allein mit Verletzung seiner hochgeschwornen Trew = und Ayd/ sonder auch mit zulässigen Fug und Recht / als ein danckbare recognition wegen gelaisten Mühe und Fleisses/etc.

 

Widerumb sagt man / es gebe bey Hoff sehr vil zuschlucken / wann einer nicht ein Straussen Magen habe / daß er könne Roßeysen verdäuen= / so komme er nicht fort. Dahero geschicht es offtermal / weil mancher kein Straussen Magen hat; die aemulation / mabition / sure Gesichter / harte Wor= t / und andere unannembliche Hoff-Stücklein nicht verkrochen kan / da&szli= g; er auß Raachgirrigkeit / seinen Widerpart zuvernichten / schädli= che Räht gibt / welche seiner auffrichten Trew gantz zuwider lauffen.

 

Aber nichts dergleichen hat man jemal von unserm Hochgedachten Königsegg mit Grund und Warheit sagen können: Er hat zwar in 43. Jahren bey dem Kayserlichen Hoff / zweifels ohne vil Unliebliches eingenommen / aber / wie= ein Strauß das Roßeysen / verschluckt / und als ein Trewer Königs-Egg an dem Durchleutigsten Ertzhaus Oesterreich standhafft biß in den Todt verharret; daß ihme also jene siben Straussen-Federn auff seinem Hochgräflichen Wappen-Schilt / zumZaichen Seiner/ gegen Ihro Majestät dem Kayser / und Römischen Reich gelaisten hohen Trew / und deßwegen außgestandenen manchen Strausses / mehr dann sibenmal gebühren.

 

LEOPOLDUS WILHELMUS von Königsegg / hat er mit Namen gehaissen / und aber warhaf= ftig in der That erzaigt / daß er nit nur ein Königsegg / oder de&szl= ig; Kaysers.Eck / sonder auch Ihro Maiestät deß Kaysers LEOPOÖD= I, Leopoldus seye: Das ist in einem Anagrammatismo : Pello duos, Nemblich mit meinem vo GOtt erleuten Verstand / prudenz / und ungesparten Fleiß und Trew verjage ich (oder hilffe verjagen) zween Hauptfeind von dem Durchleuchtigsten Ertzhauß Oesterreich / welchem selbe nach Cron und Thron streben.

 

Warte biß nicht ein rechte Sympathia deß Hochgräflichen LEOPOLDUS von Königsegg gegen dem Aller-Durchleuchtigsten LEOPOLD von Oesterreic= h ; Ware diß nicht ein Trewer Minister deß Kaysers und deß He= yl: Röm: Reichs?  Was kan man Lobwürdigers begehren? Ja: Quid debet fieri (Esth 6.4.6.) viro, quem r= ex honorare desiderat? sprach vor Zeiten jener Persische Monach Assuerus, als = er Mardochaeum, wegen gelaister hohen Trew gegen seiner Königlichen Perso= n / verdienter massen belohnen wolte; Homo quem rex honorare cupit, sprach der fürnembste Fürst bey dem Königlichen Hoff: Debet indui vesti= bus regijs, & imponi super equum, qui est de sella regis, & c. & primus de principibus regijs clamer & dicat : sic honorabitur, quemcunque voluerit rex honorare. festina, sprache der König / fac, ut locurus es, Mardoch= aeo.

 

Also glaube ich / hat es auch gehaissen bey Ihro Majestät (Von Ihro Kayserl= iche Majestät vontestierte Titw.) dem Röm: Kayser / als er wolte die / schon vor längsten empfundene Trew LEOPOLDJ von Königsegg vor der Welt scheinbarlich bewürdigen : Quid debet fieri viro, quem Imperator honorare desiderat propter magnam fidelitatem ? daß muß man thu= n: Debet indui vestibus regijs, & imponi super wquum, qui est de sella reg= is. Nemblich / er solle für einen Ritter deß aller fürnembsten Ritter-Ordens des Guldenen Flüsses erklärt / und mit dem Güldenen Flüsse geziehrt werden: Welches jener Herzog in Burgund / Philippus Bonus genannt / Anno (Heuter.I.4.Burgund Wilhelm Mennens.I.i. de Aurew yellere c.1.& 2. & alij.) Christi 1430. den 11. Jenner angeordnet; und nur den aller Edlesten Grandibus von Spanien / und aller getrewesten Freunden deß Aller-Durchleuchtigsten Ertzhauses Oesterrei= ch ertheilt wird; und auch disem unsern Preißwürdigen Herrn Grafen = p-m- verlihen ist worden /  zum Zai= chen / daß er einer aúß den aller getrewesten Freunden ermelten Ertzhauses Oesterreich gewesen seye: Sic honorabitur, quem cunque rex volue= rit honorare.

 

Seht nur / dort hanget (ach! ich hab es mit Freivden wollen weisen! dorten ligt zertrimmert) dises Güldene Flüsse / das Herzliche Ehren Zeichen, O ludibria mortis! O was spihlt der  Todt für ein Comoedi mit den Menschen -Kindern ! heut ist es ju= st 27.Jahr / daß diser unser gewester Gnädiger Herr Graf / die Regierung seiner Graff- und Herrschafften angetretten; secht wunder ! heut = an disem Tag / den 4ten Mertzen / macht er widerumb bey euch valete: Secht nur dorten ligt dises Herrliche Königsegg / diese gewaltige Saul sambt dem Guldenen Flüsse /  Schlüssel / und all seinen Zieraden auff dem Boden! Sic ludit in humanis divina potentia rebus ! Wann der Mensch schon lang gelebt / hochges= tigen / und vor der schöden Welt / wie die Sternen an dem Firnament / geschimmeret hat / so kombt endlich die Hand GOttes / nimbet den Sternen hi= nweg / löschet das Liecht auß: Da wirds Nacht / daß mit sambt d= em Entseelten / auch die hinderlassene liebe Freund erblinden wollen / da muß man Kertzen auffstecken; dort brinnen sie auff dem hoch meritiert= en / Gebührmässigen / Hertzbrechenden Castro Doloris, und leuchten / d= amit die / von haissen Zähren halb erblindte / Liebreiche Augen ihren so fürtrefflichen Herrn von Königsegg noch einmal / wenigst in seinem Trawr, Splendor, erblicken mögen.

(Ihr Hoch-Gräfliche Gnaden grosse Pictät und GOttsfurcht) 6. Aber gema= ch mit der Trawr / es ist noch etwas übbrig / das bleibt / und kombt unserem  / in GOtt entschlaffe= nen Herrn Grafen trefflich wol / und allen denen / so ihme nachfolgen: Nemblich= die dritte Condition oder qualität eines recht guten Consiliarij oder hohen Ministri bey Fürsten und Potentaten / das ist / Pietas. Dann wann ein Mensch für sich selbsten nicht Gottsförchtig / gerecht und Gewissenhafft ist / wie wird er einem andern darzu rathen und helffen? Hat = sich wol / sagt der Weise Ecclesiasticus zu den Fürsten und Herren / hü= ;tet euch vor sochen Leuthen: Cum viro irreligiose tracta de sanctitate: cum inj= usto de justitia; cum impio de pietate, & c. Er wird dir einen schönen = Rath geben: scilicet. Non attendas his in omni consilio.

Dann gleich wie solche passioniert und böß seynd im Hertzen / also können sie auch anderst nicht als passionierte böse schädlic= he Räth geben. Dahero will man einen guten Rath haben / so muß man selben bey Gottesförchtigen gerechten Leuthen suchen / spricht der H. Geist: Cum viro sancto (pio) afsiduus esto, quem cunque cognoveris observan= tem timorem Dei. Ein solcher ist der beste Cónsilier oder Fürstliche Rath; dann GOtt der HErr gibt den Segen darzu / spricht ermelter Weise Ecclesiasticus: Anima viri sancti (das ist / pij, timentis Deum) enuntiat aliquando vera (plus) quam septem circum spectores sedentes in excelso as speculandum.

Ach / du Herrliches Lob ! Ich bitte alle Gegenwärtige / die mich höre= n / und Abwesende / die es hören werden / sie wollen doch keine gefär= bte Brüllen auffsetzen; verdencke mich niemand / oder seye doch niemand di= sem unserm / nunmehr in GOtt ruhenden Herrn Grafen mißgünstig; wann = ich sage / daß er ein auffrechter / Getrewer und Gottesförchtiger Minister und Diener gewest seye / nicht allein gegen sienen Aller-Gnädigsten Kayser / sonder auch / und vil mehr gegen seinem GOtt= und Erschffer. Dann disen hohen Preiß mit Warheit zubelegen / brauche ich kein Latern / wie Diogenes, warhaffte Zeugen herfür zusuchen; seytenma= len Dero Augenschein / und die Werck selbsten / häuffig an dem Tag ligen ? Dise reden weit mehr als ich: Die Leuth reden / Edle und Gemeine: Die Arme reden: Die Ehrwürdige Geistlichkeit thut reden: Die Kirchen und Gotteshäuser reden: Maria die Mutter Gottes thut reden; und Zeugnu&szl= ig; geben / daß diser Herr neben seinen überhäufften hochwichti= gen Weltgeschäfften / GOtt und sein Gewissen jederzeit habe vor Augen geha= bt.

 

Dann / Erstlich ist bekannt ( hoch- und nidere Stands-Personen [Eyfer zu der Gerechtigkeit.] / geben ihme offentlich das Lob; wie ich selbsten vorlängsten schon mehrmal gehört habe ) daß er gewest seye = ein rechter lustitiarius oder Eyferer der Gerechtigkeit; es habe angetroffen / = wen es hab wollen, Grafen und Herrn / Reiche oder Arme. Ein Sach / und ein Tuge= nd / welche / wie Cicero bedeutet: Est splendor magnus, ex quo viri boni nominantur.[Cic.I.r.de Offic]

 

Zum Andern / Weilen ihne GOtt der Allmächtige zu einem

[Sirg und Liebe gegen seinen Underthanen] Herrn udn Regenten / über selbst a= igne Graff- und Herrschafften gesetzt / hat er seine Underthanen / nicht nach Haydnischer Welt-Art in virga ferra, sonder (wie einem Christlichen Gottesförchtigen Regenten gezimmet / und der H. Apostel Paulus lehret ) mit höchster Sorgfalt / Liebe und Sanfftmuth geregieret: Ja er hat sie nicht nur wie ein Herr seine Underthenen / sonder wie ein Vatter seine Kind= er geliebt; In deme er in die Herrlichen Fußstapffen seines Herrn Vatters p.m. gestanden / und die höchste Sorg getragen / damit selbe zuforders= t in Sachen Dero Seelen Hayl betreffend / statt samb underwisen wurden. Das Jahr hindurch hat diser gätige Herr von ermelten seinen Underthanen / f&uum= l;r sich nit mehr / als ein einzige Steur gefordert / in Ansehung / stäts mehrender schweren Kriegszeiten; Und wann etwelche zu Zeiten / auch dise Zuerlegen ihre Beschwärden in Underthänigkeit anbrachten / hat er ihnen das Gelt darzu vorgesteckt / damit sie also ohne ferneren Schaden ihr schuldige Pflicht abstatten / und er sein allgemeines Recht behaubten möchte.

 

In ihren Anligen / Feursbrunst und Kriegsnöthen hat er sie gantz Mitleydenlich erhört / getröst / und Sorg getragen / damit sie ni= cht über Gebühr betrangt wurden. Da hat es warhafftig gehaissen / wie Gebühr betrangt wurden. Da hat es warhafftig gehaissen / wie dorten bey Zacharia dem Propheten geschriben stehet: Qui vos tetigerit tangit pupillam oculi mei. Und weilen er selbsten wegen demelten Hohen Kayserl: und Reich-Geschäfften / nicht könnte stäts bey seinen lieben Underthanen seyn / hat sich diser fürsichtige Herr jederzeit beflissen= / nicht nur Getreive und Verständige / sonder auch Gottsförchtige /= und seinen Preißwürdigen Genio ähnliche Ministros und Beambte zusetzen; welche seine liebe Underthanen mit Gottesforcht und Beschaidenheit regieren thäten. Und obwohlen er deroselben trew und auffrechts Gewiss= en in satter Prob und Erkanntnuß hatte; mußte man ihme dannoch vast alle Wochen über alles / was in seinen Herrschfften fürgienge / fleissigen Bericht erstatten; damit er sehen möchte / ob seinen Underthanen in Abwesenheit seiner nicht zu vil / oder zu wenig geschehe. We= lche Underthanen einensolchen Grafen / Fürsten oder Herrn haben / die mögen sich wahrhafftig glückseelig achten.

Aber den Armen ist übel ergangen. Ich hoffe zwar (Weilen der Apfel gemeinig= lich nicht weit vom Baum fallt / und das Hoch-Gräfliche Königseggische Geschlecht / sambt dessen angebornen Mitseeligkeit / noch nit abgestorben / sonder annoch durch Göttliche Fürsehung Herrlich floriert / auch hoffentlich lang noch florieren wird) es werden die Hoch gräfliche Successores in die Preißwürdige Fußstapffen ihrer Voreltern stehen / und den Herrlichen Tugend-Glantz / mit welchen sie ihr Herr Vatter p.m. bestraalet / ferner erhalten. Dann es ware diser unser verstobner Herr Graf ein rechtes Asylum pauperum, denen er kein Allmosen versagt hat. =

 

Ich solte zwar jetzo rühmen und erzehlen / was vilfältige Allmosen wir arme Capuciner von disen Miltseeligsten Herrn Grafen empfangen haben; also daß wir dessen Hochfräflichen Leichnamb heutigen Tags / nicht nur als einen Patronen und qualifactorem in das Erdrich zu unsern Abgestorbnen Ordensgenossen ( wie Seine Hochgräfliche Excellentz bey Lebzeiten verl= angt und verordnet) biß zu allgemeinen Aufferstehung zwar verschliessen / = aber auß einem danckbaren Gemüth nimmermehr entlassen sollen.

Ich solte erzehlen / wie vilfältige grosse Allmosen er andere underschidli= chen Ordens-Personen und Clöstern / zu 2.3.4. 500. Gulden gegeben; weilen geschriben stehet: Eleemlsynasillius enarrabit omnis Ecclesia Sanctorum, Ich solte erzehlen / die Wochentliche schöne Ordinari-Allmosen / so er in seinen Herrschafften / und sonsten auch in die Spitäler verordnet / et= c. Aber alles an sein Orth gestellt / sage ich allein / daß dieser unser Gnädiger Herr Graf über erzehltes alles von dem Einkommen seines Vice-Reichs-Cancellariats / so lang er es verwaltet / allezeit den Zins / d= as ist ; den zwantzigsten Groschen hat den Armen gegeben. Wievil dises antress= e / können jene leicht erachten / welche solchen hohen Ambts-Beschaffenheit wissen.

 

7. Was soll ich aber von dem Lobwürdigen Eyfer sagen / mit welchem Seine Hochgräfliche Excellentz jederzeit gesucht hat die Ehr und Dienst-Gott= es zubefördern ? Ja solte ich nun die Pfarrherren / und andere Geistliche= / nicht allein auß seinen Herrschafften / sonder auch von Wienn / Passa= u / und andern Orthen beysamen haben / daß sie selbsten erzehlen möc= hten / wie Seine Excellentz da und dorten die Kirchen und Gottshäuser mit schonen Altären / und andern kostbaren Ornat und Kirchen-Zeug außgestaffiert : Wie sorgfältige Obsicht siegetragen / damit der Gottesdienst in seinen Herrschfften zunemme und fortgepflantzt werde; zu we= lchem Ende sie dann darauff getruckt / damit die Jugend fleissig instruiert / und= zum Dienst-GOttes mit der Zeit möchte gebrauchen werden.

Die Ehrwürdige Priesterschafft / hat diser hoch ansehnliche Herr / wie ein anderer Constantinus Magnus, in grösten Respect gehalten / und auch gewisse Verordnung gethan / daß sie von all den Seinigen / ihrer hohen würde gemäß / in aller Gebühr veneriert wurden. Wolte = Gott / daß sich vil Grafen und Edelleuth an ihme spieglen und lehrnen th&a= uml;ten / die Priester Gottes in höherer aestima zuhalten. <= /p>

 

Von seinen Andachten will ich weiter nichts reden; bekannt ist / daß dise= r / mit Reichs. Geschäfften überhäuffte Herr Graf ein trew-geschworner DIener MARIAE der Mutter GOttes gewesen. Alle Tag bettete = er neben andern seinen gewohnlichen Andachten / das gantze Officium oder Curs Unser Lieben Frawen; ohngeachter seiner vilfältigen schwere Geschäfften: Und wann er Kranckheit halber selbten nicht könnte / müßte man ihme selres bey dem Beth vorbetten. Und damit ich alles zusamen nemme / so hat diser mehr gedachte Preißwürdige Diener GOttes und Mariae / vor einem Jahr ein grosses gantz Guldenes Hertz (weil er sein aignes Hertz nicht könnte auß dem Leib geben) MARIAE der Jungfräwlichen Gebärerin GOttes und Muter der Gnaden zu EInsidlen= in Schweitzerland underthänigst praesentieren lassen / mit folgender Hertzrührender Supplication:

 

Sanctissima Virgo MARIA,= Mater admirabilis; accipe in donum praesens ex corde cor: & impetra a tuo dilectissimo Filio pro me & meis, ut procedamus in via aeternae salutis & c. Praesenta nos omnes Deo Patri, ut simus suae Divinae Majestatis creaturae in aeternam salutem per veram contritonem, & perceptionem Sacramentorum in ultima vitae hora. Sic ad Te, ô Mater Misericordiae, & Consolatrix afflictorum confidentissime recurrit Tuus devotissimus Cliens, Leopoldus Wilhelmus Comes in Königsegg. Viennae 12 April. Anno 1693.

 

Sollte diß nicht ein Gottsförchtiger frommer Christ seyn? ja freylich; diese dritte Condition eines recht futen Ministri oder Consiliarij, nemblich pietatem´, hat er auch gehabt; Ey / so hat er ja alle drey gehabt / u= nd ist ein Außbündig-guter Minister deß Kaysers / und de&szli= g; Heyl:Röm:Reichs gewesen; Dessen Tödtliches Ableiben dann billich betraurt wird; wann auch der Verlurst eines Treuen Ministers zubedauren ist; Warhafftig / Magnam hodie jacturam in morte viri hujus incutrit Austriaca Domus, Imperium Romanum, & Illustrissima FAMILIA Königsecciorum. <= o:p>

 

[Baron. An 879 & 886. Zanaras Curop.]

8. Was fangen wir an? Basilius vor Zeiten Kayser in Orient / liesse seinen Kayserlichen Printzen / Leo genannt / in den Kercker werffen / und wolte mit selbigen ein scharffe Execution vornemmen; weilen er verklagt worden / ab h= abe er / der Printz / seinem Herrn Vatter dem Kayser nach dem Leben gestellt. A= lles  ware bey dem Kayserlichen Hofff bestürtzet / und im Leid / wegen déß gefangenen Printzen;= so gar ein Papagey / der bey Hoff ware / schrye eines Schreyens: Heu Domine Le= o! Heu Domine Leo! Welches er so lang getriben / biß der Kayser bewegt /= den gefangenen Printzen eider auß dem Kercker / und zu Gnaden auffgenommen hat.

 

Also könnten zwar auch Ihro Kayserlichen Majestät / sambt Dero getreuen hohen Ministern und Räthen; auch mancher Reichs-Stand / nach dem abgeleibten Herrn Grafen LEOPOLD WJLHELM, ruffen und sagen: Heu Domine Leopolde! ubi es ? Es könnte zwar die hinderlassene Hochgräfliche Königseggische FAMILIA, vast durch ganz Europam / als zu Rom / Wienn /= in Dennenmarck / Cölln / Malta / Paderborn / und Schwaben / wo sie sich dermalen in hohen Päbstlichen / Kayserlichen / Königlichen / auch andern Chur- und Fürstlichen hohen Gesandschfften / Administraturen / = und Functionibus befinden / ruffen und sagen: Heu Domine Leopolde! Heu Domine Leopolde! ubi es? Ach ! Hoch Ehrendester Herr Vatter? Herr Vetter Leopolde!= wo ist er doch? Es könnten zwar auch die hinderlassne so Trewe.Hoff.und Ambts.Bediente / sambt denen lieben Underthanen / ruffen und sagen: Heu Dom= ine Leopolde etc. Ach! Gnädigster Herr Graf / wo ist er doch? Warumb thut = er sich vor seinen trewen Dienern und Underthanen so unerbittlich verbergen? W= as haben wir ihme Leds zugefügt? Oder warumb wagen sich Ewr Hochgräfliche Excellentz / ohne einzigen Diener / oder Gefährden hinauß auff ein so weit. und gefährliche Raiß ? Schawen sie nur / was Ledweesen / und Wehmuth Dero Abwesenheit bey allen Dero Trewen Liebhabern causiert und verurschet! Der gantze Hoff trauert ! Die Underthan= en trauren! Ja die Kirche so gar trauret / und ist gantz umb und umb in Schwar= tz beklaidet! Schaw er doch nur / Gnädiger Herr Graf / den schwartzen traurigen Auffzug / die traurige Gesichter / heimbliche Seufftzer / haisse Zäher / Hertzbrechende Todtenliedlein / etc. Alle dise angezindte Tors= chen / Fackeln und Liechter stehen in parato ( Ewr Hochgräfliche Excellentz auffzusuchen /  und auß = dem Buß-Kercker deß Königs Himmels und der Erden zuerretten / = wann sie villeichten darein solten gefallen seyn ! Aber sihe wol / das ist ein lähres Papagey-Geschwätz. Ad arma, viri.

 

[S.Bem. S. August. tom. = g.l.de diseipl. Christ.c.i. Eccli.i.v.14]

Weilen dann Ihro Hochgräfliche Gnaden bemelter massen ein fromb und Gottesförchtiger Herr gewesen / welcher mit allem Fleiß gesucht = hat / die Ehr- und Dienst-Gottes zubefördern; so

 

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können und müssen wir ja vernünfftiger Weiß praesumieren / und ein ohngezweiflete Hoffnung von seinem ewigen Hayl machen; In deme er sich nicht allein gantz freymütig / und mit Fremden in die Göttliche disposi= tion resigniert / mit grosser Andacht und Ausserbawung der Anwesenden zu dem let= sten Sterbstündlein beraitet / als er dessen wegen zufallender Leibs-Schwachheiten gewahr worden; und ohne Verzug / nachdem er sein Gewiss= en / durch ein Rewmütige General-Beicht / an dem Fest der Reinigung Mariae / gereiniget / mit den H. Sacramenten versehen lassen ; Sonder auch absonderl= ich / weilen er jhme selbst bey Lebzeiten einen Guldenen Schlüssel hat zuberaitet/mit welchem er jhme selbsten die Himmels- Porten/mit weit grösserer Gnad und Freyheit/ als die Kayserliche Zimmer eröffnen = kan: Nemblich das heilige Allmosen / welches er umb Gottes Willen häuffig h= at den Armen außgetheilt / ist clavis aurea, welcher die Himmels-Porten mächtig ist auffzuschliessen: Und die Ällmosen-Geber seynd

 

proceres de la lave d'ora da, Kammerherrn deß Königs Himmels und der Erde= n / mit dem Guldenen Schlüssel.

 

Aber alles aber hat diser unser Gottsförchtiger Herr Graf p. m. ein Großmächtige und miltreiche Patronin / MARIAM die Mutter der Gna= den und Barmhertzigkeit / welche jhre andächtige Diener niemal hat im Stich gelassen. Und wie solte das Jungfräwliche Mütterliche Hertz disen jhren so trewen Diener LEOPOLDUM verlassen / der sie von gantzem Hertzen un= d so zart geliebt/daß als er jhr sein Hertz noch lebend nicht könnte auß dem Leib geben / er sein auffrechte Lieb zu bezeugen/ Ihr ein gro= sses Guldenes Hertz nacher Einsidlen geschickt hat.[Eccli. 14.v.24] Was vermeint= jhr dann / daß die Jungfräwliche Mutter der schönen Lieb werde gethan haben / als sie disen jhren so zarten Liebhaber an dem gefährli= chen Paß der Ewigkeit hafften gesehen?

 

[Annales salemit Marcell.de Pisis.ho.6.de Euchar.Bayerl.Theatr.v.352.]

 

Sigismunda jene Fürstliche Princessin zu Salerno / hatte sich in einen Hoff- Junc= ker verliebt: Weßwegen jhr Herr Vatter / der Fürst Tancredo, dem Kavalier das Hertz auß dem Leib zu schneiden / und seiner Tochter in einer Guldenen Schalen zu zuschicken befohlen. Als Sigismunda daß noch warme und zitterende Hertz gesehen / hat sie selbes geküßt / an = jhr Hertz getruckt/ und mit Liebs-Zäher begossen geschryen: 0 cor aureum! = 0 cor aureu= m! quid tibi praestare possum in pignus amoris tui? Cor corde rependo.

 

Also glaub ich auch sicherlich / als die allerseeligste Jungfraw MARIA, nicht nur jenes Guldene Hertz zu Einsidlen gesehen und empfangen; sonder vil mehr / a= ls sie dises jhr liebes Hertz (LEOPOLDUM VVILHELMVM) mit Todts-Aengsten umbrin= gt/ aller zitterend gesehen / sie werde hinzu geloffen seyn / ihne mit jhren Jungfräwlichen Armen / oder Mütterlichen Schutz-Mantel umbfangen = / an jhr Jungfräwliches Hertz getruckt / und gesagt haben: 0 cor aureum! 0 = cor aureum! daß du mich bey Lebzeiten in mitten deiner Weltgeschäfft= en so inniglich geliebt/ und nimmer vergessen hast /quid tibi praestare possum= in pignus amoristui? O cor aureum! corcorde rependo: Nemblich wegen deiner hertzlichen Liebe gegen mir/übergib ich dir mein Hertz/JEsum mein Hertz allerliebsten Sohn / komme / den solst du mit Fremden geiessen ewiglich.

 

Also / sageich / können und müssen wir vernünftiger Weiß schliessen und hoffen. Jedoch weilen die Urtheil GOttes uns verborgen und unerforschlich / und wir gebrechliche Menschen mehrmal etwas noch abzubüssen mit uns in die andere Welt tragen; Wann villeichten / die Gottliebende Seel dises unsers abgeleibten Herm Grafens / in jener Welt noch etwas in dem Fegfewr abzubüssen hätte. Ad arma viri.

 

Die Athenienser hatten vor Zeiten im Brauch; wann einer von jhren nächsten Freunden mit Todt abgangen / stellten sie sich mit blossen gezuckten Schwer= ten umb den Leichnamb herumb: Dardurch zubezeugen / daß sie die Ehr jhres lieben Freunds auch nach dem Todt wider alle Feind verfechten wollen/etc. A= lso auch jhr/ meine liebe Christen/ ad arma: Ergreifft die Waffen/ und stellt e= uch da umb den Hochgräflichen Leichnamb under dem Castro Doloris herumb: V= erfechtet und verthädiget disen Ewren / deß Kaysers / GOttes / und Mariae = so lieben Freund mit aller Macht: Errettet jhne auß dem Peynlichen Fegfe= wr / wann er villeichten darein gerathen solte seyn. Die Waffen aber seynd die allerbesten / und keine andere / als das heilige Meß- Opffer und Gebe= tt; Dises ist mächtig / die Porten deß Himmels zueröffnen/die Göttliche Gerechtigkeit zu milteren/Gnad und Barmhertzigkeit zuerzwmge= n. Dahero laßt euch die Seel dises Ewres gewesten Gnädigsten Herm Grafen (welche ihr selbsten jetzo nichts mehr helffen kan) eyferig angelegen seyn.

 

Jhr Ehrwürdige GOtt gewidmete Priester gehet voran/ führet den Rayen / stellet euch da umb disen Hochgräftichen

 

Leichnamb / und machet ein andächtiges Placebo Domino. dem Allerhöchsten. U= nd jhr andere liebe Freund alle sambt / Reiche und Arme / lasset nit nach/ heut/morgen/ und über morgen/bey dem Allerhöchsten zubitten / und anzuhalten / mit dem Requiem aeternam dona ei Domine, & lux perpetua lu= ceat ei. Requiem aeternam dona ei Domine, & c. Requiem aeternam dona, & c.

 =

Treibet solche Hertzmütige Supplication oder intercession/so lang/ biß daß jhr das Göttliche Hertz erwaichen/erhört/und hören werdet / daß der gütig GOtt antworte / und sage: Ja:<= /span>

 

REQUIESCAT IN PACE.=

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EPITAPHIVM.

 =

SISTE,=

LEGE ET LUGE,

VIATOR,

ILLUSTRISSIMUM FAMA

COMITEM

LEOPOLDUM VVILHELMUM

à Königseck.

Quem

Nomine suo clarum

Omine & re charum

CAESAR=

Confirmavit suum,

 =

DEO,

Publico & Imperio

Fidum Ministrum.

Vivus<= /p>

Fuit fuae gloria stirpis= :

Mortuus

Famam reliquit immortale= m

Posteris

Fidelitatis & integritatis;

Subditis

Clementiae & Benigni= tatis

 =

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DEIPARAE

Ut esser totus,

Cor

Aureum obtulit totum

In Eremo B. V. MARIAE

Utque Deo

DEIPARAEQUE

Cor esset gratius,<= /o:p>

In Purisicatione Virgini= s

Obtulit purius.

Tandem

Ultimum Veneris diem

In

AEternum mutavit Sabbathum

Dum in eo

Quievit à laborib= us multis

Viennae

 =

Anno M.DC.LXXXXIV.

Die v. Febr.

Quo

Piè obijt & a= bijt

Ab Austria ad astra,

A Solo ad polum,

A CAESARE ad DEUM.<= /o:p>

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1694        &= nbsp;   Geographische, historische und genealogische Beschreibung der Zehen des H …

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http://books.google.de/books?id=3DTYBOAAAAcAAJ&pg=3DPA667&d= q=3Drorenfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DC7gFUMntDpHKmAWLo9VD&ved= =3D0CEsQuwUwAg#v=3Donepage&q=3Drorenfels&f=3Dfalse

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Immenstatt / (t) eine Stadt / nicht gar weit von dem herrlichen Schloß Rotenfels= / und der Iler / gelegen / und samt Rotenfels / den Herrn Grafen von Königs-Eck / gehörig; allda es jährlich / im Herbst / einen stattlich Vieh-sonderlich Pferd-Marckt / gibt.

(t Dieses ist eine Stadt / so mit solchen Freyheiten / als die Stadt Lindau am Boden-See / und auch mit dieser Freyheit begabt seyn solle / daß auf = 2. Meilwegs herum kein Wochenmarckt / als daselbst / darff angestellet werden. Herr Zeilerus in seinen neuverkürzten Teutschen Reisebüchlein cap= .31, pag. 949.) Es wird die Landschafft hierum / dadurch die Iler laufft / das Algäu / Algöw / Alpgovia, und Almangovia, genannt / so vom Morgen= mit dem Lech / von Mittag mit dem Schweitzerisch- und Thyrolischen Schnee-Gebürge eingeschlossen wird; gegen Abend an den Boden-See reich= et; und von Mitternacht die Donau hat.

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Circuli Suevici succincta descriptio

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http://books.google.de/b= ooks?id=3Dc14AAAAAcAAJ&pg=3DPA242&dq=3DImmenstadt+OR+Immcnstadt+OR+= Immenftadt+OR+Immcnfstadt+OR+Immenstatt+OR+Immcenstatt+OR+Immenftatt+OR+Imm= cenftatt+OR+Imenstadt+OR+Imcnstadt+OR+Imenftadt+OR+Imcnfstadt+OR+Imenstatt+= OR+Imcenstatt+OR+Imenftatt+OR+Imcenftatt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DyB= nYT7SHBM_5sgbTm4yIDw&ved=3D0CE0QuwUwAg#v=3Donepage&q=3DImmenstadt%2= 0OR%20Immcnstadt%20OR%20Immenftadt%20OR%20Immcnfstadt%20OR%20Immenstatt%20O= R%20Immcenstatt%20OR%20Immenftatt%20OR%20Immcenftatt%20OR%20Imenstadt%20OR%= 20Imcnstadt%20OR%20Imenftadt%20OR%20Imcnfstadt%20OR%20Imenstatt%20OR%20Imce= nstatt%20OR%20Imenftatt%20OR%20Imcenftatt&f=3Dfalse

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Kolophon. Explicit compe= ndium theoloyce veritatis per septem libros ab invicem distinctos etc. Deo gra-

cias. Amen. Anno ab inca= rnacione domini 1428. Quis Ul ponatur et ri addatur et cus associatur qui scripsit s= ic

vocatur. Finitus est lib= er theoloyce veritatis per me Ulricum Mollitorem eodem tempore adiutor in Stain … (?)

parrochia est sita in Al= goya prope Ymenstat tunc temporis rector ibidem Johannes Zornn nacionis de Kampi= dona

et Johannes fuit [korr. = zu erat] bacularius Viennensis.

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T:Consilia: In Quo SS. C= aes. Maiest. Archi-Episcoporum, Electorum, Archi-Ducum ...

A:Caspar Klock,Christoph Ludwig Dietherr von Anwanden,Thomas Merckelbach

L:http://books.google.de= /books?id=3Dw6dGAAAAcAAJ&pg=3DPA417&dq=3Djmmenstadt&hl=3Dde&= ;sa=3DX&ei=3DMwTiT6usI4nPsgbj6fxv&ved=3D0CEEQuwUwADgK#v=3Donepage&a= mp;q=3Djmmenstadt&f=3Dfalse

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S:417

T:In veranlaster streitiger Sachen zwischen dem Wohlgebohrnen Herrn Georg / Freyherrn zu Königseck und Aulendorff / Herrn der Grafschafft Rottenfe= ls / und Herrschafft Stauffen / Röm.Kais.Majest. etc. Rath / eins: So denn desselben sämtlichen Unterthanen der Stadt Immenstadt / und dreyzehen Pfarren der Grafschafft Rottenfells in Actis benannt / anderen Theils: ist vermög der Kaiserl.Maj unsres allergnädigsten Herrn ausgangener Commission / auch darauf erfolgtem Compromiss, auf beyderseits einkommende Klagen und Beschwerniß-Puncten / hinc inde gegebene Antworten / beschehene Kriegs-Besenigung / geführte Zeugniß / übergebene schrifftliche beweis und Urkunden / und endlich gethanen Beschluß / a= uch allem andern Vor- und Anbringen nach / zu Recht erkent / daß demeldete Unterthanen wegen der Ordinari-Landsteuer alle und jede ihre ligende Gü= ;ter / ausserhalb der Gemeinen / und aus solchen erkaufften Vieh-Weiden / und Auszügen / auf Masse und Art solche in Actis specificirte Oerter bis anhero unterschiedlich ausgetheilt und in Anschlag gezogen / auch hinfü= ;ro ohnverändert jedoch / wie zugleich auch alle und jede ihre fahrende Hab jederzeit nach gemeinen jedes Orts in Kauff- und Verkauffen durchgehendem / bräuchlichen billichem Werth/ bey ihrem Eid treulich und ohne Gefä= ;hrd anzumelden / und nach abgezogenen Schulden / mit welchen sie andern verhaft= et / je hundert Pfund werth mit funffzehen Schilling zu steuern.

Auch die Extraordinari-Türcken / oder andere gemeine Reichs-Anlagen / desse= lben Abschied und Ordnung gemäß / gegen die gebührende Quittung gehorsam und unverzüglich zu entrichten und zu bezahlen.

Denn die in ihrem Zehenden / vierzehen / zwanzig / vier und zwantzig / vier / se= chs / sieben / acht / neun und funffzigst / sechtzigst / ein / zwey / drey / vi= er / fünff / sieben / neun und sechtzigst / ein und drey und siebenzigsten unter dem Titul Klag- und Beschwerungs-Puncten / etc. einbrachten Satz-Arti= culn / specificirte Frohn-Dienste und Scharwerck / gegen Nieß- und Empfahu= ng / darneben im fünff / sechs / acht / neun und funffzigsten / sechzigst / zwey / vier und sechzigsten zwey / drey und siebenzigsten artculirten Mittags-Essen und Futter / gantzer und vierten Theils Hof- Leib Brods treu = und fleissig zu thun und leisten / auch weiters / da ihre Herrschfft erheischen= der Nothdurfft nach / je zu Zeiten und selten malen noch fernere leidliche Fron-Dienste ohn ihren scheibarlichen Schaden und Versäumniß an = sie gesinnen würden / denselben / jedoch gegen Reichung gebührlicher Atzung / wie auch des Holzmessens / sich nicht verweigern.

Ferners / die von Alters gewöhnliche Umgeld / nemlich jeder Wirth oder Gastgeb= er in der Pfarre Dieffennach und Seyfriedsberg fünff Schilling / es sey v= iel oder Wenig Wein ausgeschenckt / den die zu Immenstadt / auch andere in die siben Unter-Pfarren gehörige / die dreyzehende Maß Weins (jedoch= den Krancken und Kindbetterin ihre Nothdurfft selbst unvergeldt / einzulegen vorbehalten) zu bezahlen / deßgleichen die Haupt-Fälle ohne Abzug des Dritten Theils und Heeß-Gerechtigkeit / bey des wie hernach folge= t / zu entrichten / so denn mehrgemeldter ihrer Herrschafft in Bestellung des Land-Gerichts auch Blutbanns / und in allen / so der hohen und niederen Obrigkeit anhängig / wie gleichfalls in Ledigzehlung der leibeigenscha= fft und Einnehmung der Faßnachts-Hennen / oder des billichem Werths darfür / nicht weniger in Erstattung des zehnden Pfennigs Abzugs / ite= m / Aufrichtung der Tabernen und Wirtschafften keinen Eintrag zu thun / auch deroselben Recht und billichmässigen Statuten / Ordnung / Gebot und Ve= rboten unterthänig zu gehordamen / und im Fall sie künfftig deßweg= en beschwert zu werden vermeinen solten / des ordentlichen Wegs-Rechtens an gebührenden Orten / und desselbigen Austrags sich sättigen : hing= egen aber Rottirung / Tumults und Auflaufs gäntzlich / wie nicht weniger al= les Wedwercks (ausserhalb der schädlichen Thier) auch Fischens ausser den gemeinen Bächen / und Angelens im Auen-See / ohne Erlaubniß der Herrschafft zu erhalten.

Ebenmässig die zu Immenstadt ihres Herrn Mühlen / wenn ihnen allda ohne Schaden u= nd unverlängt um ein gleichmässiges geholffen werden mag / vor ander= n zu besuchen.

Endlich die sämtliche Unterthanen über ihre Conträcte ligende Gü= ;ter betreffend brieflich Urkunden um leidentliche Sigill und Schreib-Geld / auszurichten.

Gleicher massen ermeldter Freyherr von Königseck besagte seine Unterthanen wegen aller und jeder obangeregten Puncten / auch sonsten bey altem Herkommen und gesetzten Erklärungen ohne Eintrag ruhiglich verbleiben / darüber keines Weges zu beschweren / sondern zu schützen und handhaben.

Die gemeine Reichs-Anlagen / laut desselben Abschiede und Ordnungen / ihnen jedesmals zeitlich zu verkündigen.

Mit Frohn-Diensten und Scharwercken an ihrer / vorstehendem Wetter nach / ohnverzüglichen Feld-Arbeit / und sonst zu Zeiten / da solche ohn sonderbare derselben Gefahr un Nachteil / vernünftigem Ermessen nach / nicht geleistet werden könnte / über gleich erhebliche Nothdurfft auch durchgehend weiter und anderer / als oberklärter Gestalt und mit Entziehung gesetzter Atz keines Weges zu beschweren / den ohngewöhnlic= hen Gold / Zins / und die Erhöhung des alten Umgelds abzustellen / von led= igen Personen nicht über ein Pfund Heller / ouch von dem jenigen / so auf e= inen Kirchen-Altar fallen / keinen  Fall abzufordern / aber von der fallbaren verstorbenen fahrenden Hab / das beste Haupt oder ein leidentlich billichmässig Geld anzunehmen / aber die vom Stifft Augspurg und Higau Rotenburg eingetauschet / bey ihrer Fall-Freyheit= / und daß sie von hundert Pfund Pfennig allein fünff Schilling zu versteuern / Inhalt Tausch-Brieffs / verbleiben.

Den Unterthanen in gemein die Verkauffunf ihrer ligender und fahrender Güt= er / auch Einkäuffung des Mehlgetreids und anderer Nothdurfft / ohnverhinde= rt denen in Guntzeried / die Alb-Hellerts mit Weiden und Holtz ihrer Gelegenhe= it nach frey zu gebrauchen / auch den andern ihre Güter / so viel ohn sonderbare Schmählerung des Holtzes nd Forstlicher Obrigkeit geschehen= kan / zu reuten und zu verbessern gestatten / sich des angemasten Juris retract= us und Einwands ausserhalb gegen fremde Käuffer zu müssigen.

Deßgleichen den jenigen / so wegen angezogener Frevel / welche nicht notori und offenba= r / zu ordentlichem Rechten / sich erbieten / solches nicht verweigern; auch die Ledige / so noch unter vätterlichem Gewalt seyn / wegen / ihrer Excess nicht mit Geld büssen / sondern mit dem Thurn oder in andere Wege billichmässig zu straffen / oder sonst / ausserhalb in Käiserl. Rechten ausdrücklich zugelassenen Fällen / der Güter Confisc= ation zu erhalten.

Nicht weniger die Heiligen-Pfleger unverändert und der Rechnung beysitzen / = mehr die von Immenstadt mit Frohn-Diensten auch über alt Herkomen mit dem Zwerbau nicht zu beladen / bey ihrem Stadt-Gericht auch Rath und Gemeind-Sa= chen mit dem Ober-Amtmann / auch Beysetzung fremder Handwercks-Leuten / so kein Hof-Gesind / nicht zu beschweren ihnen ihre Zimmer-Hütten wieder einzuräumen / oder deßwegen / wie gleichfalls der Spital und Pilger-Haus verwendten Güter / auch verbauter gemeiner Wohne / Weid-Br= od und Bürger-Häuser / was und soviel an solchem allen noch nicht erstattet / billichen Dingen nach / zu vergleichen und zu befriedigen.

Ferner in Actis bebebbter Frey-Personen empfangene Ergeb-Briefe zu cassiren und ih= nen vorige Frey-Briefe zu restituiren / und darbey allerdings unturbirt verblei= ben zu lassen schuldig.

Letztlich die von mehrermeldtem Freyherrn geklagte Injurien / auch der Unterthanen an Steuer und anderen angegebner Ab- und Ubernahm / samt allen daher und von jedwederm Puncto rührende Praetensionen / Reservationen / Anhang / Förder- und Gegen-Förderung allerdings / gestalten Sachen nach / = von Amts wegen / und denn beyderseits angewandte und aufgeloffene Gerichts und andere Kosten / aus bewegenden Ursachen / respective aufzuheben und zu tödten und niderlegen / zu compensiren und zu vergleichen seyn.

Inmassen wir hiermit beyde Theil zu obgesetztem allem / auch die Unterthanen geklagt= er / wider Gebühr verüber Wort / Schrifften und Wercke bey ernstlicher unnachlässiger Straff sich hinfüro zu enthalten / und zu vollkome= nen/ beharrlichen / unterthänlichem Gehorsam / Reverenz und Ehrerbietung ge= gen ihre Herrschafft schuldig und verpflicht erkennen und erklären / auch solches aufheben / tödten / niderlegen / compensiren und vergleichen.<= o:p>

 

Ita ut supra Thomas Merckelbach, D.Judicii Imp. Camerae Advocatus, der jure sentiendum & pronunciandum esse censeo, salvo tamen cujuscunque rectiori judicio.

Secundum prascripta judi= candum esse ego Adam Schwindt, J.U.L. Cam. Imp. Advocatus, meliori judicio salvo, sentio.

Similiter mihi, Johanni = Jacobo Kölblein, D.Camer. Imper. Advocato & Procuratori, salvo aliorum judicio, videtur judi. candum.

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T: Dictionnaire universe= l, géographique et historique. Contenant la description …

A: Thomas Corneille=

J: 1708

L: http://books.google.de/books?id=3DjVOi-uNcSOcC&pg=3DPA78&dq=3Dymens= tat&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DonH9T5_EMYmI4gSV45H-Bg&ved=3D0CHEQu= wUwCQ#v=3Donepage&q=3Dymenstat&f=3Dfalse

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S: 78<= /p>

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X:

ALGOW, ou Algoew. Pays d'Alemagne dans la Suabe, en Latin Algea & Algovia. Ses confins sont au Levant la riviere de Lek; du Couchant, le Lac de Conatance; du Nord, le Dan= ube; & du Midy, les montagnes de Suabe, Il contient huit villes Imperiales fcavoir Kempten, Ysne, Wangen, Leutkirk, Ravenspourg, Memmingen, Bibrac, &a= mp; Buchau; celles de Waldsée & de Wurtzach, avec les chateaux de Truchbourg, de Wolffek & Zyl, & la ville d'Ymmenstat. L'Evêque d'Augsbourg y polsede les Places = de Rotenstein, de Fluechenstein, de Roetenberg, de Krantzeck, de Nesselwang, &= amp; autres. L'Abbé de Kempten y tient Wolckenberg, Liebenthun, Nuburg, L= ogo, Fischen, Swafelsberg, &  W= ageck. Le Comte de Montfort y commande a Bleicharch, a Stauchen, à Simmeraw &a= mp; à Libnaw. Ceux de la Maison de Werdenstein & de Langeneck ont Lanberg y ont Hochnetck; les Comtes Fouques, la ville de Kirchperg, & l= es autres lieux sont sujets à des Gentilshomme Eglitz, Schomburg, La nouvelle Ravenspurg, Zum-Giesse´n, Schmaleck, & autres. Le Marqui= sat de Burgaw est aussi comris dans ce Pays, où plusieurs rivieres donne= nt le mom à un parteil nombre de vallées; comme le Tretach, l'Irrach, l'Iller, le Mindel, & autres. L'Algow est une Contrèe froide & rude du côte des montagnes, & ne laisse pas de produ= ire en pins & sapins, & porte quantité de pommes, de poires, de cerises, de prunes, & autre fruits, avec plulieurs plantes, qui sont recherchées des Etrangers, On y voit un tresgrand nombre de chevaux,= de boefs & de vaches, à cause de l'abondance de ses pâturages. Ses forêts nourrissent grand & ses etangs / ses lacs, force truit= es, brochets, & autres poissons. Le menu peuple y cultive la terre en Eté & s'amuse l'Hiver à filer le lin. La toile que l'on en fair, se vend fort bien à Kempten, *Munster, Iry, 3

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T: Europäische Fama: welche den gegenwärtigen zustand der ..., Bände 73-84

A:

J: 1711

L: http://books.google.de/books?id=3DOBAoAAAAYAAJ&pg=3DPA712&dq=3Dk%C3= %B6nigseckische+Stadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DgBMNUIfkOMOWsgbqwfyCC= Q&ved=3D0CFkQuwUwBg#v=3Donepage&q=3Dk%C3%B6nigseckische%20Stadt&= ;f=3Dfalse

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S: 712

 

X:

 

geschge der Feuer an

Den 1. Augusti gesahe der Einzug zu Barcelona in folgender Ordnung.<= /span>

(1.) Ritte der Königliche Adjutant Keßler;

(2.) Drey Escadoren vom Kayserlichen Herbevillischen Regiment;

(3.) Die Meyländische Garde mit ihren Trompeten und Paucken;

(4.) Zwey Königliche Trompeter;

(5.) Ein Königlicher Sattel-Knecht;

(6.) Die Königl. Hand Pferde;

(7.) Abermalhs zwey Königl. Sattel-Knechte;

(8.) Sechs Königliche Tromüeter mit denn silbernen Paucken;

(9.) Die Königliche Edel-Knaben samt ihrem Hofmeister;

(10.) Die Cavaliere;

(11.) Die Stabel-Träger von der Kriegs-Stelle;

(12.) Die Stabel-Träger von der Deputation, nach welchen sich beym Thore der Stadt die Stabel-Träger und Vengueros der Stadt mit den andern vereinigten, und zu Fusse folgeten;

(13.) Die Deputation und Krieges-Stelle;

(14.) Die Grandes von Spanien;

(15.) Die Königl. Bediente zu Fuß, nemlich die Leib Laqvayen, Läu= ffer und Heyducken;

(16.) Vier Königl. Stabel-Träger;

(17.) Der Königl. Waffen-Träger;

(18.) Fürst Anthon von Liechtenstein, als Oberst-Stallmeister mit Königlichem Stabe;

(19.) Se.Majestät der König unter einem kostbahren Himmel, welcher von = der 5. Consesexos und einem Prohomine getragen wurde; Sodann der Consesex in Co= p, welcher den Polofreno mit 24. Prohominen trug; wobey der Stallmeister Lucka= wsky und der Bereiter Victori neben dem Königl. Pferde zu Fuß giengen= ;

(20.) Der Königliche Obrist-Cämmerer, Graf von Sinzendorff;<= /span>

(21.) Die Königl. Cammer-Herrn, welche damahls in Diensten stunden;

(22.) Jhre Majestät der Königinin einem kostbaren mit blauen Sammet ausgezierten Wagen, dem Marchese Rovrano gehörig, und mit einem Semmel-farbenen Zuge bespannet, darinnen die Gräfin von Oettingen, als Obrist-Hofmeisterin, undten an saß;

(23.) Der Obrist-Hofmeister Ihrer Majestät der Königin, mit allen Königlichen würcklichen Cammer-Herrn;

(24.) Sechs Königliche Trompeter mit dem Paucker: Sodann der General, Graf v= on Ulefeld, als Hauütmann über die Königliche Garde mit der sämtlichen Königl. Leib-Garde;

(25.) Zwölff Wagen mit 6. Pferden, in denen die Gräfin von Ulefeld, wie auch die Hoff-Damen zuletzt die ehemahlge Königseckische Zwergin, Jung= fer Catherle, sasen;

(26.) Der Königliche Wagen-Meister;

(27.) Das Marchese Conseruela Wagen;

(28.) Der Königliche grosse Leib-Wagen;

(29.) Ein altes Königl.rothes Schwimmerle;

(30.) Ein neues Königl.Schwimmerle;

(31.) Die Königliche rothsammetne Fourlon;

(32.) Der blausammetne schreckichte Fourlon des Marchese Seyoli;

(33.) Die Königl. Chaise auf 2. Rädern;

(34.) Die Königliche Senffte;

(35.) Zwölff Unter-Wagenmeister;

(36.) Drey Escadronen Kayserl.Reuterey viom Herbevillischen Regiment.<= /span>

 

 

 

 

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1716 Protocollum iudicia= le cum integris actis cameralibus in Sachen Herrn Carl ...

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http://books.google.de/b= ooks?id=3DxzdLAAAAcAAJ&pg=3DPA15-IA5&dq=3Dk%C3%B6nigsegg&hl=3Dd= e&sa=3DX&ei=3DZ2vXT4DAM9HntQbikrHGDw&ved=3D0CGEQuwUwBQ#v=3Donep= age&q=3Dk%C3%B6nigsegg&f=3Dfalse

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[Seite 15]

Im Namen der Allerheiligsten untheilbaren Dreyfaltigkeit/A?? Kund und wissentl= ich sey jedermänniglich / daß zwischen dem Hoch und Wohlgeborenen He= rrn/ Herrn Hugon, Graffen zu Königsegg und Rottenfelß / Herrn zu Aulendorff und Stauffen / Römisch-Kays. Majest.Rath und Cämmerern= / mit Vorwissen und gnädigster Ben?ligung der Durchl. Fürstin und Frauen / Frauen Claudiae, verwittb? Ertz-Hertzogin zu Oesterreich etc. auch= mit Zuthun und Unterhaltung der Hoch- und Wohlgeborenen Herrn/Herrn Jacob Hanni= bal / Graff zu Hohen-Embs / Gallara und Vadutz etc. und Herrn Johann Georg Graf= fen zu Königsegg und Rottenfelß / Röm. Kayserl. Majest. Rath und Cämmerer etc. auch weyl. der Fürtl. Durchl. Ertz-Herzogs Leopoldi= zu Oesterreich etc. nachgelassener Erben Vormundschafft Ober Oesterreichischen Regiments-Rath etc. an ainem: Und dem Hoch- und Wohlgebohrenen Fräulei= n / Fräulein Carolina Ludovica, Gräfin zu Sultz zu Sultz / Landgrafen= in Cleggau / des Heyl.Röm.Reichs Erb-Ho? Richter zu Rothweil / Herrn zu Mantalar und Mannzburg / ...

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CAPUT SECUNDUM.

 

Sonst waren der 4.Vierthel limites Anno 1531. auß beweglichen Ursachen und = zu Verhütung künfftiger Müh / Kosten und Mißverständnuß beschrieben und specificirt / wie folgt:

1. Das Hegöw biß zur Scheer / von der Scheer biß gen Buchau /= von dannen hinauf biß gen Margstetten und die Jler hinauf biß an das Gebürg / und von danen biß an den Boden-See den Rhein hinab an d= ie Schwartzach / von dannen hinauf biß gen Thonäschingen / und von dannen wieder an die Scheer. Sonst solle Hegöw / als ein Theil de&szli= g; obren Schwaben-Lands gleichsam so viel als Hewengöw / vom Schloß Hohen-Heüwen genannt / und 6. Meilen weit und breit unter dem Celler-S= ee zwischen dem Rhein und der Thonau begriffen seyn. Zeiler. Topograph. voc. Pfullendorff.

Unter diesem Ritter-Canton Hegöw / dessen Gesellschaft Dn. Datt. die Erste u= nd berühmteste zu seyn erachtet: d.tt./.2.6.3.11.17. war auch Algöw begiffen / welches vor Alters ein besonderes Viertel oder damahlen genannte besondere Parthey der Ritterschaft in Schwaben gemacht / gestalten derselben solchergestalt in der Verein. mit Constantz de 1409. so dann in der mit Hegöw und Thonau ereuerter Societät de 1413. separatim Erwehnung beschiehet. Welches Algöw Alpgovia von denen benachbarten Alpen / oder Almangovia von denen Alemannern / so eigentlich keine Teutschen / sondern Mitternächtliche Völker gewesen / und sich daselbst niedergelassen haben sollen / also genannt worden / und von Morgen mit dem Lech / von Mitt= ag mit dem Schweitzerisch- und Tyrolischen Schnee-Gebürg eingeschlossen wird / gegen Abend aber an den Boden-See reichet / und von Mitternacht die Thonau = hat. Zeiler. Topogr. voc. Immenstatt. Bemeldte Parthey Algöw aber hatte eine besondere Gesellschaft vom Fisch vermög der Verein. de 1484. gemacht; Obwohlen aber ihr Hauptmann Anfangs vor dem Hauptmann im Hegöw und an = der Thonau in besagten Vereinen gesetzt worden / so war aber im Context die Par= they im Hegöw und am Boden-See / so dann die Gesellschaft zum Falcken vorangesetzt / wie Anno 1409. und 1484. beschehen / ob schon in solcher Ver= ein. de 1484. eine alternativbefindlich / daß zwar Anfangs die Geselschafft zum Falcken und Fisch / nachgehends aber die Gesellschafft zum Fisch und Falcken und so fortan in contextu exprimirt worden / wozu der damahligen Hauptleuten Rang viel gethan haben wird / dann bey Algöw war Steffan v= on Gundelfingen / Freyherr Anno 1409. & 13. ihr Hauptmann und in Anno 1484. ihrer Gesellschaft zum Fisch König/ Ulrich Graf zu Montfort / Herr zu Tettnang/ hingegen bey Hegöw war An. 1409. Hanß von Tengen/Freyh= err/ und Anno 1484. aber ihrer Gesellschafft zum Falcken König / Peter von Howen / Freyherr:

 

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Vergleich vermöge dessen Graff Sigmund Wilhelm zu Königseck, seinem Herrn Bruder, Graf Alberto Eusebio zu Königseck, die an ihn gestammte Fidei-Commiss-GÜter im Heiligen Römischen Reich codiret, de Anno 1708.

 

Kundt und zu Wissen seye hiemitt jedermanniglichen absonderlich wo es von nöthen,demnach der Hochgebohme Herr Sigmond Wilhelm des Heyligen Römischen Reichs-Graff zu Königsegg und Rothenfelß, Herr zu Allendorff und Stauffen/Ihro Römisch-Kayserlichen Majestät erster Cämmerer, auch dero-selben geheimder Rath etc. in reiffe Erwegung

gezogen, waß gestalten dieselbe biß dato währender dero Ehe mit kei= nen Leibes-Erben mit allen nie begäbet gewesen, sondern daß auch hie= rzu nunmehro keine Hoffnung zu machen stehe, und da auch dieselben ohne verhoff= ten falß in den Wittiblichen Standt solten gesetzet werden, sie ad Secunda Vota zu schreitten nie gesonnen wären, dahingegen deroselben villgelie= bter Herr Bruder, der eben Hochgebohmen Herrn Albert Eusebi, Graff zu Königßegg etc. mit vielfältigen Erben, so wohl Mannß-= als Weiblichen Geschlechts schon biß dato von Gottge segnet,auch noch weiterhin gesegnet zu werden,die Hoffnung hette, all welche aber bey diesen ohne deme schweren Zeithen standtmäßig zu unterhalten, und auffzubringen demfelben harth fallen thäte; Alß habe jetzt hochgedachte Seine Excellenz Herr Graff Siegmund Wilhelm in Ansehung dieses, als auch mehrer anderen Ursachen zu aufrichtiger contestirung dero

Brüderlichen Affection, als auch zum besseren Aufnehmen und Fortkhommen dero Gräfflichen Familiae sich mit wohlbedachtem Muth und Wissen freywillig dahin resolviret und entschlössen, alle dero auf Sie im Reich gestammte Fidei- commiss-Güter und Henfchafft an jetzt hochernannten dero vielgeliebten Herr Bruder,

Albert Eusebi, Graffen zu Königßegg, alß seinen ohnedeme nächsten Fidei-Commiss anwarthenden Herm Brüdern an mehr besagten Herrn

Brüdern, dessenErben und Erbgenahmen/ auff ewig unterwerfen, zu resigniren cediren u= nd abzutretten, thuen also und in Krafft dieses in

optima Juris forma & omni meliori modo, für sich, dero Leibes-Erben und Erbgenahmen an mehr hochbesagten dero Herrn Brüdern ce diren, resignir= en und abtretten dero im Schwabischen Creys gelegene Fidei-Commiss-Graffschafft Rothenfelß und Herrschafft Stauffen mit allen hohen und niederen Juri= sdictionen, Regalien, Praeminenrien, Wild -Bahnen, Jagten, Fischereyen, Zinsen, Zöllen/ Steuern,Nutzen und Genuß, nichts hiervon ausgenommen,wie dieselbe von dero Herren Vorfahren auf ihn gekommen, von ihnen, auch ihme besessen, genossen oder genutzt hatte werden können oder sollen, gleich Sie dasi auch zu dem Ende dero Ober-Ambt Statt-Amman, Richter, Geschworne, Bürger und Unterthanen, ietzt besagter Graff und Herrschafft, alle dero Eyd und Pflichten,

 

mit welchen sie ietzt hochgedachter Seiner Excellenz dem Herrn Resignanten und cedenten bis dato zugethan gewesen allerdings loos zehlen und freysprechen = und sie dessen wegen von Ihm ab und an offtgedachten dero Herrn Brudern als Resignätarium & cellionarium, hiemitt verweisen thuen/ doch also u= nd mit dieser expressen Reservation und condition, daß non obstante hac resignatione & cessione nicht allein alle und jede Crayß-Recessen= und Actä Imperii under Nahmens Rubric (wie bis dato beschehen) auf dero Lebenlang continuiret und fortgesetzet werden sollen, sondern reserviren si= ch auch in allem und jeden mortis vel quali reis das im aggratiandi und zwahr dergestalten/daß ohne dero Vorwissen und Wissen nichts tödliches= vel quali gegen einige dergleichen Malefiz-Persohnen solle vorgenohmen werden können, worgegen

 

1 Bill hochbesagter Herr Albert Eusebi, Graff zu Königseck qua Resignata= rius & Cessionarius, für sich, seine Leibes-Erben und Erbgenahmen Crafft dieses sich am kräfftigsten verobligiret und verbindet an offt hochbesagten dero Herrn Bruders Liebden Herrn Grafen Sigmund zu Köntgs= eck Lebenslang jährlich ohne einyig Entgeld in Wien, oder wo es dem selben gelegen seyn wird, drey tausend fl. per modum debiti interesse ohngesä= umt von dem Steuer - Einnahmb auff 8anct Nicolai jedes Jahs abzuführen, gl= eich dieser Steüer-Einnahmb pro expressa Hypotheca dieser 3000. fl. hiemit conkiluirt und vorbehalten wird.

 

2 Verbindet und verpflichtet sich ebenfalß dickbenannter Herr cessionar= ius die Jhro Excellenz der verwittihten Frau Gräffin von=

Manderscheid Gerolstein gebohrener Gräffin von Königseck vin dato ahn lauffende Interesse mit allein zu continuiren, sondern auch dieselbe wegen dero verflossenen und rückständig zue befriedigen.

 

3. Wird derselbe imgleichen denen 3. Herren Graffen Gebrüdern, als da ist= der Hochgehohrne Herr Frantz Antoni, Maltheser Ritter, Herr Joseph Lothari, Kayserlicher General-Feld.Marschall-Lieutenant, Herr Carl, Kayserlicher Obrister, allen dreyen Graffen zue Königseck einem jeden jährlich für seine Appenage 1000 fl. zu entrichten haben, und dieweilen

 

4. Ihro Excellenz der Herr Resignans ahn Seine des Herrn Grafen Frantz Antoni Liebden annoch 12000 fl. ahn Appenage-Geldern, ahn die Hochgebohrne Frau Johanna, Gräffin von Manderscheid, gebohrner Gräffin von Königseck aber wegen Vätterlichen Testaments Spic.Secul. des T.R.Archivs 1.Theil. und Hindanfertigung 2. oder 3ooO.fl. schuldig,

und rückständig seind/ als wird Er auch alle solche derentwegen zue befriedigen haben, und nachdem

 

 5. Seine Excellenz der Herr Resigna= ns in seinen abgelegten Kayserlichen Gesandschafften wegen Schlechtes zuehalten d= er Kayserlichen Hof-Cammer in underschiedliche Schulden zu fallen / dem gemein= en Westen zum besten onverdienter Dingen gemüßiget worden/ zue=

dem Ende dann dieselbe währender dero Regierung ein Capitäl von 64. b= is 65000. fl. theilß mit Kapferlichen, theilß ohne dessen Consens = auff die besagte Fidei-commiss-Güther auffzunehmen gezwungen worden / als h= at sich auch der Gräfliche Herr Resignatarjus und cessionarius anheischig gemacht nicht allein fothanes Quantum derer 64 ad 65000. fl. sambt allen vor diesen als auch anderen Vor-Elterlichen Capitalien verflossenen Interesse, rückständige Deputate und Verpflegungen richtig abzustatten sonde= rn constituist sich auch derowegen und hiemit per expressum pro principali deb= itorecum omni causa & effectu.

 

6. Ist zwischen beyden Hochgräffchen Herren Gebrüdern verabredet und stipuliret worden, daß weil der Herr Frantz Seyfried Hofmann von Thüraw dermahliger Ober-Ambtmann zu Jmmenstadt von Jugend auff sehr ansehnliche Treue uns auffrichtige Dienste dem Graflichen Königseckisc= hen Hauß, und in specie in Education Jhro Excellenz des Herrn Cedentis in vielen Wegen bewiesen, auch noch hierinnen weithers schuldiger Massen continuiret, als soll Er Graff Albert gehalten sein, denselben nicht allein= so lang es Ihme gelegen seyn wird, in Diensten zu behalten, sondern auch schuldig s= ein, die biß anhero gehabte und verbesserte Besoldung und Verpflegung ohne eintzigen Abbruch demselben reiche zue lassen.

 

In unverhofften Fall nun aber viel offt benennter Herr Graff Albert Eusebi in einem oder dem andern vorbenannten Puncten und Conditionen einige Saumseeligkeiten vel omittendo vel committendo beweisen, und diesem stipulierter massen nit nachleben solte oder wolte, als soll ipso jure & facto diese resoective Transaction, Cession und Resignation annullieret, enerviert und Krafftlooß zerfallen & pro non facto gehalten werden und ihme Herrn Resignanten die Regierung ohne eintzige Contradition anwieder ahnzutreten erlaubt seyn. Zu mehrerer Bekräfftigung und Festhaltung de= ssen dann, haben nit allein die transigirende Herren Gebrüdere zwey gleichlautende Originalien hierüber mit eigenen Händen und dero Gräfflichen Pettschffe gefertiget, deren jeder dann eins hiervon zugestellt worden, sondern haben auch pro majori fide & authoritate Rei= sic & non aliter gestae, exclusionis doli laesionis ultra dimidium, und wie= das weither hiergeben militirendes Nahmen haben mag oder könte, die underschriebene Zeugen ersucht neben ihnen gegenwärtige Transaction mi= t zu gefertigen und zu underschreiben, doch Ihnen und den Ihrigen ohne Nachtheil= . So geschehen Tullin in Oesterreich den 18. Sept. 1708

(L.S.) Sigmund Wilhelm / Graff zu Königseck,

(L.S.) Johann Gottfried Gronfeld von Nevelstein, Zeug.

(L.S.) Albert, Graff zu Königseck.

(L.S. ) Johann Hermann Nokden, Zeug.

 

VI.

Extract aus Graff Hugens zu Königseck Testament, das Fidei-Commiss und die Disposition, wie es damit von Fällen zu Fällen zu halten betreffe= nd.

 

Ob gleichwohl Ich meinen Söhnen mit gleicher Vätterlicher Lieb und T= reu ohne Underscheid wohlgewogen, und dahero so viel Graff- und Herrschafften wünschen mögte, daß jedem ein sonderbahr Gedeyen und ihren Stand gemäß sich darvon erhalten und mit Ruhm und Reputation and= ern ihres Stands gleich erzeigen und erscheinen möchten. Demnach aber mein Graffschaft Rothenfels und Herrschaft Stauffen mit Brüderlichen Deputa= ten, Schwesterlichen Heürath-Güther zu gleichen Theilen unter meine Ki= nder vertheilet werden sollten, daß sie ihrem Stand gemäß sich darmit fortbringen könten, sondern nothwendiger Weis mit denselben absteigen, und in einem geringen verändern müssen, welches mir schmerzlich zu gedencken, Ihnen aber ganz schimpflich und verächtlich, zufleich der Familiae zum Undergang reichen würde, dessentwegen Ich ho= ffen will, es werden meine Söhne zu des Hauses Conversation fahin ahnselbst geneigt sein, und lieber sehen wollen, daß  einer allein mit Besitzung derer Güther mir in der Regierung nachfolge, alß daß sie mit dero Zertrennung den ohnfehlbaren Undergang ihres Gräflichen Stammen und Nahmens ererben wollen, sonderlich und beyvorab

 

 

 

 

 

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T:Le grand dictionnaire géographique et critique, Band 1

A:Antoine Augustin Bruze= n de La Martinière

J:1726=

L:http://books.google.de= /books?id=3DTBKPK5rm_14C&pg=3DPA583&dq=3DM.+Bruzen+imenstatt&hl= =3Dde&sa=3DX&ei=3Dz2bIT7zKHcjdtAafmPDvDg&ved=3D0CDgQ6AEwAA#v=3D= onepage&q&f=3Dfalse

S:583<= /p>

X:ARG, (l') Riviere d'Allemagne dans la Suaba. On la distingue d'abord en ARG SUPERIEURE, qui f= ort d'un Lac nommé Alpp-See, à l'Occident d'Imenstatt; & pass= e au Midi de Wangen; & en ARG INFERIEURE qui a deux fources au Nord d'Alpp Sée; l'une au village d'Etelsberg, l'autre au village de Missen...

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http://books.google.de/b= ooks?id=3DpKw-AAAAcAAJ&pg=3DPA42&dq=3Drotenfel%C3%9F&hl=3Dde&am= p;sa=3DX&ei=3DX8boT5WxHOTE4gSwiJCSAQ&ved=3D0CEkQuwUwAQ#v=3Donepage&= amp;q=3Drotenfel%C3%9F&f=3Dtrue

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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon, Band 3  (1726)  Seite 42

 

Jacob Christof Iselin

 

 

Königseck / ist eine vornehme Reichs-Gräfliche Familie in Teutschland, welche auf der Schwäbischen Grafen-banck sitz und stimme hat. Den anfang güh= ret man von einem Cunone der, welcher einer von der alten Guelphen hof-bedienten gewesen, und ohnfern dem Schwäbischen flecken Altdorff an 650 ein schloß erbauet, welches er nach seinem namen Chunonis-egg oder Königseck nennete. Dieser hinterließ 3 Söhne, deren die 2 älteste, Wintholdus 1 und Henricus, an 715 in Caroli Marelli schlacht wieder Reginfredum umkamen; der dritte aber, Marauardus I, kam in dem kriege um, welchen der Kayser Carolus M. wieder die Bayern führte. Dessen sohn war Johannes 1, der Erhardum 1 hinterließ, welcher um das jahr 801 le= bte. Nach diesem ist das stamm-register etwas ungewiß, indem man nur unterweilen etliche bemerckt findet, als Beatum und Seyfridum, welche um das jahr 930 lebten. Jacobus von Königseck hat an. 1019 dem thurnier zu Tr= ier beygewohnet; Wilhelmus dem zu Zürich an. 1165; Betus II, Ernesius und Johannes lebten um das jahr 1170, und scheinet daher, daß sie brü= ;der gewesen seyn. Dieses letztern söhne waren Bertholdus, Eberhardus und Rudolphus, Abt von Kempten, um das jahr 1208. Eberhardus hinterließ 3 söhne: der älteste, Fridericus, gieng um das jahr 1229 in Spanien, kam auch daselbst bey dem Könige Jacobo von Aragonien in soches ansehen daß er ihm eine Fürstin von Cardona zur gemahlin gab, aus welcher ehe Jacobus von Königseck entsprossen, welcher die vornehme Spanische familie de Seutellis oder Sentellis gestifftet hat, Der andere, Bertholdus, Herr von Königseck und Frauenhofen, war Kayserlicher Rath, und lebte um das Jahr 1250. Der dritte Adamus, wohnte an. 1235 dem thurnier zu Würtzburg bey. Bertholdi söhne waren Otto und Rupertus, Ritter, d= eren um das jahr 1278 meldung sesicht; Ulricus, welcher um das jahr 1300 gestorb= en; Bertholdus von Königseck, Herr von Aulendorf, welcher an des Hertzogs = von Schwaben hof lebte; Eberhardus II, welcher die Herrschafft Frauendorff dem kloster Weingarten schenckte, und Bernhardus, welcher an. 1296 dem thurnier= zu Schweinfurth beywohnte; Eberhardi II söhne waren Eberhardus III, welch= er an. 1396 lebte, Ulricus IV und Berthodus IV. Von Ulrico IV an, welcher das geschlecht fortsetzte, wird das stamm-register etwas richtiger. Der selbe hinterließ Jochanem, der an. 1296 dem thunier Schweinfurth beywohnte;  Henricum, Herrn von Appenweiler, und Ulricum II, welcher an. 1375 verstorben. Dessen söhne waren Bertholdus, der an. 1370 verstarb; Waltherus, Land-Vogt im Herzogthum Schwaben; Eberhartus IV, welcher einige posterität hinterlassen, so ab= er bald wieder ausgestorben; Anselmus und Ulricus IV. Dieses letztern söh= ne waren Ludolpfus, der an. 1418 verstorben, Benzo, der an. 1400 verstarb; Waltherus Marquardus, Hochmeister des Teutschen ordens in Preussen, der an. 1440 verstorben; Johannes IV, Kaysers Sigismundi Rath, und Ulricus V, welch= er das geschlecht fortgesetzt, und an. 1444 verstorben ist. Seine söhne w= aren Johannes V und Leutholdus, deren einer sich zu dem vetter in Preussen begeb= en, sich daselbst fest gesetzt, und die familie der Freyherren von Königse= ck gestiftet hat, und zeugte Marquardum III, der um das jahr 1500 starb, und n= ebst andern Johannem X hinterließ. Dessen söhne waren Johannes Marqua= rdus I, ein gelehrter Herr und Präsident bey dem cammer-gericht zu Ensishei= m, welcher aber an. 1553 ohne erben verstarb; und Johannes Jacobus, welcher an. 1567 verstarb und Ulricum, Domherrn zu Augspurg und Costantz, und Georgium = II, Freyherrn von Königseck und Rotenfelß, Herrn von Aulendorff und = Stauffen hinteließ, nebst Bertholdo VI, der aber keine kinder hatte, und Marquardo, welcher Chur-Bayrischer geheimer Rath und Gouverneur zu Ingostadt war, der an. 1626 verstarb. Diese haben an. 1588 ein erb-statut und fidei-commiss unter sich aufgerichtet, worinn sie einander versprochen, nic= hts von gütern zu veralieniren, und beständig bey der Catholischen religion zu bleiben, ingleichen verordnet, wie es mit ausstattung der perso= hnen weiblichen geschlechts, auch nach gäntzlichem absterben des männl= ichen stamms, in ihrer familie gehalten, und daß dieses statutum von jeder manns-persohn aus diesem geschlecht, so bald sie das 18 jahr zurück gelegt, beschworen werden solle, worüber sie denn auch an. 1589 von dem Kayser Rudolpho II die confirmation erhalten. Marquardi sohn war Johannes Wilhelmus I, welcher aber nur eine eintzige tochter, Mariam Annam Eusebiam, hinterließ, so an Graf Johannem von Montfort vermählt wurde; Georgius II aber hinterließ Johannem Jacobum und Bertholdum, bayde Canonicos; Hugonem und Johannem Georgium, welche 2 besondere linien gestiff= tet haben. Hugo, Graf von Königseck, (mit welchem praedicat und dessen dependenten er, seine agnaten und ihre descendenten von dem Kayser Ferdinad= o II beehret worden,) Herr in Rotenfelß, war an 2595 geboren, wurde Kayser= licher cammer-Herr und Rath, und stfftete die Rotenfelische linie, von dem hernach. Seine söhne waren Franciscus, Johannes Eusebius und Leopoldus Wilhelmu= s, wovon dieser, weil die andern beyde geistliches stands waren, das geschlecht allein fortsetzte, Er war Graf zu Königseck und Rotenfelß, Herr = zu Aulendorf und Stauffen, würcklichr Kayserlicher geheimer Rath, Reichs-Vice-Cantzler udn Ritter des göldenen vliesses, wurde in verschiedenen gesandschfften gebraucht, erhielt an. 1675 von dem Kayser Leopoldo die würde eines Kayserl. Hof-Pfaltz-Grafen udn zugleich mit selbiger sehr herrliche freyheiten für sich und seine decendenten udn starb den 15. febr. an. 1694. Seine erste gemahlin war Maria Polirena, Joha= nnis Wilhelmi, Herrn von Scherffenberg, tochter, mit welcher er 9 kinder gezeuge= t, und als sie den 9. sept. 1683 gestorben, hat er sich in folgendem jahr an Eleonoram Franciscam, Alexii II, Grafen von S.Martin, Marquis von Parcella tochter, des Grafen Dessema wittib, vermählet. Die kinder erster ehe s= ind nebst 3 töchtern, 6 söhne, als 1) Hugo Franciscus, geboren den 7. may 1= 660, Kaysers Leopoldi, Josephi und Caroli VI geheimer Rath, Bischoff zu Leitmeri= tz und Kayserlicher Plenipotentiarius am Nieder-Rhein zu Cölln, auch bey = dem hohen Stifft daselbst Decanus. 2) Sigismundus Wilhelmus, war geboren den 26. febr. 1663, Kayserlicher geheimer Rath, obrister Reichs-Hof-Rath und Cämmerer, gieng an. 1691 als Kayserlicher extraordinair Envoyé = nach Dänemarck, kam an. 1697 wieder zurück und starb nach dem jahr 1700 ohne kinder von Josephina, Philippi Adami Grafen von Solms, tochter. Dieser, weil er keine erben hatte, überließ seinem bruder Alberto Eusebi= o, vermittelst eines darüber getroffenen vergleichs, an. 1708 die Königseckischen fidei-commiss-güter. 3) Albertus Eusebius, war anfänglich Domherr zu Cölln und Paderborn, bekam hernach von Caro= lo Ferdinando, Grafen von Manderscheid, Geroldstein, die Grafschafft Roussy im Herzogthum Luxemburg und die Herrschafft Cronenburg geschenckt, ist geboren= den 4. jan. 1669, und hat sich den 31. oct. 1694 mit Clara Philippina, Salentini Ernesti, Grafen von Manterscheid Blackenheim, tochter, vermählet, und verschiedene kinder mit ihr gezeuget. 4) Frantz Anton, geboren den 16. may 1672, ward Maltheser-Ritter und Capitain von den galeeren in Maltha. 5) Josephus Carolus, Graf zu Königseck, geb. den 17 may 1673, war erstlich bey dem Pabst Cameriere secreto participante, hernach Domherr zu Salzburg u= nd Passau, verließ aber diesen geistlichen stand, und begab sich in Kayserliche kriegs-dienste, wurde Cammerherr, Hof-Kriegs-Rath und an. 1709,= als Kayserlicher General-Feld-Marschall-Lieutenant, Gouvaneur zu Mantua. Er war hernach Kayserlicher bevollmächtigter bey den barierre-tractaten in den Niederlanden, und an. 1715 den 28 aug ernennte ihn der Kayser zu seinem Botschaffter an den Französischen hof, woselbst er verschiedene jahr verblieben. An. 1716 im mertz vermählte er sich mit des Grafen de la Moterie eines vornehmen geschlechts in den Niederlanden tochter, ward nachm= als Gouverneur in Siebenbürgen, und umliegenden orten, und zu ende des 1725 jahrs trate er nach geschlossenem frieden zwischen dem Kayser und Spanien, = die ansehnliche Gesandschafft nach Madrid an. 6) Carolus, so den 22 may 1675 geboren, ist Kayserlicher Cämmerer, und in kriegs-diensten. An 1706 ha= t er sich mit Maria Maximiliana, Christophre Johannis, Grafen von Althaus, tocht= er, und Julii Grafen von Traun und Abensperg wittib, vermählet.

Die Aulendorffische linie stifftete Graf Johann Georg von Königseck, Georg= ii, Freyherrn von Königseck, anderer sohn, von dem hernach. Er hatte 2 söhne, deren jüngerer Franciscus Antonius Domherr zu Salzburg und Augspurg worden; der älteste aber Antonius Eusebius, starb den 1. jun.= an. 1692. Er hatte 4 gemahlinnen, deren erste Dorothea Genoveva, Christopori Richardi, Freyherrn von Thun, tochter, an. 1668 verstarb; die andere, Anna Maria, Fürst Mainnards von Hohenzollern tochter, starb an. 1678; die dritte Maria Anna Catharina, Gräfin von Montfort, starb den 23 nov. an. 1686; die vierte Christiana Lucia, Graf Christiani von Hohenlohe tochter, s= tarb 1688. Sein einziger sohn Franciscus Maximilianus, Graf zu Königseck und Rotenfelß, Freyherr von Aulendorff, Herr zu Stauffen, Ebenweiler udn Wald, ward Kayserlicher Land-vogt in Schwaben, und würcklicher geheimer Rath. Seine gemahlin Maria Antonia, Sifridi Christophori, Grafen von Breune= r, tochter, hat ihm Carolum Ferdinandum den 7 may an. 1695, und Johannem Ernes= tum, den 19 aug. an. 1696 geboren. Speneri opus herald. I, 2 c. 48. Imhof. N.P.I= .7 c.7.Souversainen von Europa. Lünig spic.sccul. des Reichs-archivs t. 1= .

 

Königseck / (Hugo Graf von) Kayserlicher geheimer Rath, Cammer-Herr und Reichs-Hofrat= h. Sein Vater war Georg, Freyherr zu Königseck und Rotenfelß, die mutter Cunigunda, Jacobi, Truchsessen von Waldburg, tochter, von welcher er= an. 1595 geboren worden. Er legte sich mit ernst aufs studieren, wurde auch Präsident bey dem cammer-gericht zu Speyer. Als sich aber Churfür= st Fridrich von Pfalz als König von Böhmen der stadt Speyer bemä= ;chtigte, und er selbigen nicht für einen König erkennen wollte, kam er in grosse gefahr. Jedoch, als es sich mit selbigem änderte, kam er an des Kayser Ferdinandi II hof, und wurde zum Cammer-Herrn und Reichs-Hofrath gemacht, welche beyde stellen er auch unter Kayser Ferdinando III behalten,= und von selbigem in verschiedenen verschickungen, zumal in dem Schwäbischen cräyse, gebraucht worden. Jhm wurde ferner aufgetragen, die Kayserliche Prinzessin Cäciliam Renatam dem Könige Vladislav Sigismundo in Po= len zuzuführen. An. 1641 wohnte er dem Reichs-tage zu Regenspurg bey, in welchem jahr er auch zu einem ausschreibenden Directore des Gräflichen collegii in dem Schwäbischen cräyse worden ist, welches directori= um er 24 jahr geführt. Als Leopoldus an. 1658 die Kayserliche crone erlan= gte, befahl er ihm, die huldigung von einigen Reichs-städten im Schwäbischen cräyse einzunehmen. Durch seines vetters, Graf Johann Wilhelms, an. 1663 erfolgtem tod bekam er einen theil dessen verledigter la= nde, und legte seine residentz zu Immenstadt in der Grafschaft Rotenfelß a= n, woselbst er ein kloster für die Capuziner nebst einem hospital erbauen lassen. Er starb den 31. aug. an. 1666. Seine erste gemahlin war Charlotte Louise, Graf Carl Ludwigs zu Sultz, tochter, von welcher Johannes Eusebius,= Domherr zu Mayntz, Cölln, Lüttich und Straßburg, der an. 1661 gestorben; Ignatius Eusebius Franciscus, nebst einer tochter, Catharina Mar= ia, so Canonißin zu Deuren worden ist. Die dritte gemahlin war Anna Amali= a, des Rheingrafen Johannis tochter, von welcher er aber keine erben hinterlas= sen. Spen., Imhof.

 

Königseck / (Johann Georg Graf von) Kayserlicher gehemer Rath und Stadthalter der Grafschaft Tyrol. Seine eltern waren Georg, Freyherr zu Königseck, und Cunigunda, Jacobi, Truchsessen von Waldburg, tochter. Nachdem sein vater an. 1622 von einigen meuchelmördern umgebracht worden, wendete er sich zum studieren und reisen, begab sich hierauf in des Ertz-Hertzogs Ferdinandi Ca= roli von Oesterreich würckliche dienste, und wurde von selbigen zum Ober-Hofmeister und Land-Vogt in Schwaben verordnet. In dessen namen nahm er auch an. 1651 von den 4 Waldstädten die huldigung ein. Nachdem selbiger Ertz-Hertzog verstorben, und sein bruder ihm fuccediret, machte selbiger ih= n zu seinem obersten Ministre, zum Directore des geheimen Raths zu Inspruck, und= zum Ober-Cammer-Herrn. Er brauchte ihn auch, die beyraths-tractaten mit der Printzeßin Hedwig Augusta, Pfaltzgraf Christian Augusti tochter, zu vollziehen, und muste er als Gesandter den 3 jun. an. 1665 die copulation annehmen. Bey seiner rückkunft fand er den Ertz-Hertzog tödtlich kranck, davon er auch den 15 jun. verschieden. Als der Kayser Leopoldus die succession der Tyrolerischen landen erhielt, machte er ihn zum geheimen Raths.Präsidenten und Stadthalter der Grafschafft Tyrol, bestätig= te ihn auch in der landvogtey Schwaben, und hat ihm bey dem Könige Carolo= II von Spanien den Ritter-orden des göldenen vliesses aus, wiewol er vor dessen erhaltung im febr. an. 1666 mit tode abgieng. Er vermählte sich= mit Eleonora, Graf Caspars zu Hohenems tochter von welcher er Graf Antonium Eusebium, senen nachfolger in der Land-vogtey Schwaben, Franciscum Eusebium, Domherrn zu Salzburg, Mariam Elisabetham, Graf Johann Ludwigs zu Sultz, und Monicam, Graf Johannis von Trauchberg gemahlin, erzielet hat. Spener. Imhof= .

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T:Grosses vollständiges Universal Lexicon

A:Carl Günther Ludovici

J:1735

L:http://books.google.de/books?id=3Dt0shAQAAMAAJ&pg=3DPT253&= ;dq=3DImestadr&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3Dc73IT6q6CcLotQb38MShDg&v= ed=3D0CDoQuwUwAA#v=3Donepage&q=3DImestadr&f=3Dfalse

S:575-576

X:Imestadt, oder Imenstadt, Imenstatt, eine Stadt im Schwäbischen Creise im Algow nicht weit vom Schloße Rotenfels und der Iler im Bistum Costnitz 4 Stunden von Kempten gelegen, gehöret samt Rotenfels dem Grafen von Königsegg. Es ist jährlich ein stattlicher Vieh-Marckt sonderlich= von Pferden allda. Zeiller Reichs Geogr. VII. p. 937. Itinerar. Germ. p. 665. Topographia Sueuix p. 99 und dessen ANhange p. 56 Stumpf Schweitz. <= span lang=3DEN-US style=3D'font-size:10.0pt;mso-ansi-language:EN-US'>Chron. V.9.= p.52. Crufins Schwäb. Chron. Paralip. 19.p. 452.

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1737            Widerlegung

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http://books.google.de/b= ooks?id=3Dn-VEAAAAcAAJ&pg=3DPA219&dq=3Dimmenstatt&hl=3Dde&s= a=3DX&ei=3DkbjNT9uGE87usgbOn5iKCw&ved=3D0CG4QuwUwBw#v=3Donepage&= ;q=3Dimmenstatt&f=3Dfalse

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[Seite 86]

 

Lit. XX.

Copia Attstati

Von Statt-Ammann und Rath der

Statt Immenstatt / de dato 14. Augusti 1673.

 

Wir Statt-Ammann und Rath der Statt Immenstatt in der Graffschafft Rottenfels gelegen / bekennen offentlich / und thuen kundt Männiglichen hiemit / Demnach von dem Wohledlen und Gestrengen Herrn David von Andlern Hochfü= ;rstlich Kemptischen Stifft Rath und Cantzler / etc. durch Schreiben Ansuchung besch= ehen / von allhiesigem Rath / und Gerichts-Verwandten / oder anderen zweyen Ehrlichen Burgers-Männeren zu verordnen / welche die Weite oder Ferne = des Weegs von des Römisch Kayserlichen Reichs Statt Kempten aus / bis auf Sulzberg / durch ihr aigen gemeines Schritt gehen abmessen / erkundigen / u= nd Augenschein einnemmen mögen / hernach über deren Aydliche Relation und bescheene Bericht hin / Wohlermelt Ihro Gestreng Herrn Cantzler authentische Attestation zuertheilen / wir uns bleiben lassen wolten / daß nun hierauf die Ehrenhafft und vorgeachte Michael Gsell unser Rat= hs Verwandter / und Jakob Stadler des Gerichts sich dahin zugeben / dieses all= es obangeregter massen getreulich / und one Gefärdte zu verrichten / depu= irt worden / Sie beede sich auf dieses Ohr begeben / Augenschein / auch was in Sachen nothwendig eingenommen / folgendes heut dato wider vor uns erschinen= / und auf Aydlich bescheenes Anloben / bey ihren Ehren und Treuen folgende Relation einhellig / jedoch jeder absonderlich gethan / nämblichen sie beede obgedachte Michael Gsell / und Jakob Stadler Raths und Gerichts-Verwa= ndte / haben sich mit einander den 12. dises zu der Statt Kempten Metzger / oder Ihler Thor genannt / begeben / von dannen seyen sie nach Sulzberg in gewöhnlicher Strassen ihrer gemainer Schritt fortgangen / und deren ze= hen tausend ein hundert zwanzig und siben / sage 10127.abgezöhlet / auch annebens auff ihren bey sich habenden Sackührlen befunden / daß = die obvermelte zwey Ohrt ein gantze und ein halbe Stund starck von einander entlegen seyen.

 

Wann dann nun Kundschafft der Wahrheit niemand zu versagen; als haben wir obbena= nte Statt-Ammann und Rath auff gehabte Umfrag / und Erkantnus / mehr wohl vorge= melt Ihro Gestrengen Herrn Cantzleren gegenwärtige Attestation, wie solche = von Rechts wegen seyen solle / kan und mag / zu wahrem Urkund und Bekräfti= gung dessen unter unserem hiervor getruckten Statt Innsigel / jedoch demselben a= uch uns und unsern Nachkommenden ohne Schaden zugestelt / so geschehen zu Imens= tatt den 14:ten Aug. Anno 1673.

L.S.

Statt-Ammann und Rath daselbst.

 

 

[Seite 218]

Ad Articulum specialem 6.

Wahr / und Zeugen wolbekannt / daß nicht die Statt Kempten / sondern das Hoch-Fürstliche Stifft von dessen Stiffts-Statt an / bis auf die Immenstättische Gräntzen die Straß naher Immenstatt in die 3.Stund weit mache / und erhalte / und zwar an End und Orten / wo die Statt Kempten lincks und rechts Güter / Felder / und eigenthumliche Holz-Böden besitzet; Wo hingegen die Statt solche allein von dem Fischer-Thor biß zu dem Nagelstein nächst Haßlach / also k= aum eine ringe Viertel Stund weit reparirt / und von dar hereinwerts gegen dem Creutz-Gässlein das in ihren Feldern entpringende Wasser dem alten Herkommen gemäß versencket / und abweiset?

 

Respondit Tetis 13. Ja seye wahr / und Gezeügen wol bewußt / habe auch vor ungefehr 19. oder 20.Jahren soche selbsten reparirt.

Resp.Testis 14. Ja seye wahr.

Resp.Testis 15. Ja seye wahr / und Gezeügen wol bekannt.

Resp.Testis 16. Ja seye wahr.

Resp.Testis 17. Ja seye wahr.

 

Ad Articulum specialem 7= .

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[Seite 219]

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Ad Articulum specialem 1= 0.

Wahr / daß er hiebey ferner gesehen / wasmassen die Straß von Immens= tatt über Haßlach der Gräde nach in das Hoch-Fürstl. Stifft gehe / und so beschafte seye / daß / sofern man durch die Statt wollt= e / einen grossen / und beschwerlichen Umweg machen müßte?

Resp.Testis 13. Ja seye von Immenstatt. über Haßlach der grädeste / nächste / und beste Weg in das Hoch-Fürstliche Stifft Kempten / u= nd müßte ein beschwerlicher grosser Umweg gemacht werden / sofern m= an durch die Statt alldahin fahren wollte.

Resp.Testis 14. Ja seye wahr.

Resp.Testis 15. Ja seye wahr / und männiglich wol bekannt.

Resp.Testis 16. Ja seye wahr.

Resp.Testis 17. Ja seye nit anderst.

 

 

Ad Articulum specialem 11.

Wahr / daß Zeug occasione dises Augenscheins gerner mit Augen gesehen / und erfahren / welcher massen die Straß durch das Creutz-Gässlein eb= enso weit / und practicable, als andere in diser bergächtigen Revier befindliche Land-Strassen / wie dann eben dise Straß zwischen Immenst= att und Kempten schier durchgehends enger und unwegsamer / als eben in- und bey= dem Creutz-Gässlein?

Resp.Testis 13. Ja Zeug finde es nit anderst.

Resp.Testis 14. Ja seye wahr.

Resp.Testis 15. Ja es befinde sich nit anderst.

Resp.Testis 16. Ja seye wahr/ und deme also.

Resp.Testis 17. Ja seye wahr.

 

Ad Articulum specialem 12.

Wahr / daß ihme Gezeügen / nach gehaltenem Augenschein / der von seit= en des Hoch-Fürstlichen Stiffts sowol / als auch von der  Statt bey Höchstpreyßli= chem Reichs-Hofrath producirte Grund-Risse / das Creutz-Gässlein / und Immenstatter-Strassen betreffend / in originali vorgelegt worden / und er d= abey befunden habe / daß der Statt Kemptische Riß ganz verdrehet / u= nd verkehret / hingegen der Stifftische der wahren / und eigentlichen Situation durchgehends conform seye?

Resp.Testis 13. Ja seye wahr / und mit Steinbrechen / legen und abführen biß= hero nit ein Jauchert Bodens ruinirt worden.

Resp.Testis 14. Ja seye wahr.

Resp.Testis 15. Ja seye nit gar ein Jauchert Bodens ruinirt.

Resp.Testis 16. Ja seye wahr/ Zeug glaube nit / daß es ein Jauchert außmach= e / was dermahlen ruinirt ist.

Resp.Testis 17. Ja was mit Steinen überlegt / und außgebrochen / betrage in allem nit ein Jauchert.

 

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T: Schwäbische Chronick: Worinnen zu finden ist, was sich von Erschaffung= der …

A: Martin Crusius,Johann= Jacob Moser

J: 1738

L: http://books.google.de/books?id=3DZzZPAAAAcAAJ&pg=3DPA792&lpg=3DPA7= 92&dq=3Dhaugenfels&source=3Dbl&ots=3DMbDeZrYOaE&sig=3DSB8w4= aRtJLU_GSUWKSQ2eWT7ZPA&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DHLEFUKTwIeiF4gT4o6GR= CQ&ved=3D0CEAQuwUwAA#v=3Donepage&q=3Dhaugenfels&f=3Dfalse<= /o:p>

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S: 792

 

Cap. 10.

 

Cunradinus der letzte aus dem Geschlecht derer von Hohenstauffen wird gebohren. Von de= nen Grafen von Montfort, und Hartmann, dem Bischoff von Augspurg. Die Graffscha= fft Dillingen wird dem Bisthum Augspurg auff ewig überlassen. Zu Chur ist Heinrich Bischoff. Vom Schloß und Städtlein Herrenberg. Kön= ig Conrad stirbt. Manfeld, Fürst von Tarento, geht sehr gottloß mit seinem Herrn Stieff-Bruder um. Von Mechtilde, der Gräfin von Würtenberg. Zu Kempten ist Abbt Ulrich Nerlinger.

 

Im Jahr 1252. erblickte nach Aventins Bericht, Cunradinus das Liecht dieser We= lt, der Letzte und zumahlen höchst unglückliche Herzog in Schwaben, w= ie sich zu seiner Zeit geben wird. Es meldet nehmlich Aventin folgendes: Im Septemb. des 1251. Jahrs und Apulien seine Gemahlin zu Landshut geseegneten Leibs, welche auch das Jahr darauff und zwar den 25. Mertzen eines Printzen, Nahmens Conrad (die Italiäner heissen ihn nur Conradinum,) genaß= : Er aber brachte sein Vor-Elterliches Königreich wieder unter seine Bottmäßigkeit, gieng darinnen mit Tod ab und hinterließ ei= nen unmannbaren Printzen, so nur 2. Jahr und 6. Monath alt war, und von seiner = Frau Mutter Elisabetz bey ihren Herrn Brüdern zu Landshut aufferzigen und unterrichtet wurde. t In diesem Jahr wird von einer so grossen Sonnen-Finst= ernuß um den Nachmittag geschrieben, daß man die Sternen am Himmel gesehen habe. Zu Verona, Padua, Vicenza, und überhaupt in der gantzen Marck so= lle Ezelin grausam gehaußt haben. Antonius meldet von offtmahligen Zü= ;gen und Siegen derer Florentiner gegen die Gibellinen. t In diesem Jahr lebte Rudolph, der Graf von Montfort, des Grafen Hartmanns von Grünningen Eydäm. Von denen Grafen von Montfort schrebt Laz in seinem 8ten Buch v= on denen Zügen der Völcker sehr weitläuffig, und sollen sie auch die Grafen von Rotfahn (von dem Rothen Fahnen in ihrem Wappen,) ingleichem = die Pfaltz Grafen in Hoch-Rhätien, nicht weniger die Grafen von Rothenfels, Lintzgöw, und Feldkirch, endlich aber auch die Grafen von Pfannenberg geheissen haben.

 

Von dem ersten unter ihnen, Namens Roderich, den Scribent meines Erachtens unge= fehr zu dem 860. Jahr Christi rechnet, erstattet er diesen Bericht; Roderich, Pfaltz-Graf in Hoch-Rhätien wurde von Ludwig dem II.König in Teutschland und Franckreich manch schönen Schlosses in Rhätien beraubet, und begab sich an das Ufer des Boden Immenstadt, und Bucz. Worzu seine Nachkömmlinge noch andere Oerter brachten, als Rotenfels, Haugenfels, Liebnow, Summeraw, Stouffen und Blaichach.

 

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T: Die Durchläuchtige Welt, Oder: Kurtzgefaßte Genealogische, Historische und …

A: Theodor Berger

J: 1739

L: http://books.google.de/books?id=3DYZlAAAAAcAAJ&pg=3DPA592&dq=3Dimme= nstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D7e8KUMKFJYy3hAf2x6noCQ&ved=3D0CF= YQuwUwAzg8#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt&f=3Dfalse

 

S: 592

 

Grafen zu Montfort.

Gräfliche Güter.

Sind Monfort mit seiner Zubehör, im Rheinthal gelegen.

Bregentz ist eine alte Grafschafft in Schwaben, so nach Abgang selbiger Grafen an di= eses Hauß komen.

Argen, Tettnagen und Immenstadt sind mit Gelde erkaufft. Die Herrschafft Pfannenbe= rg in Steyermarck, so Graf Hugo mit seiner Gemahlin Margaretha überkommen= .

 

 

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T: Le grand dictionaire historique ou Le mêlange curieux l'histoire sacrée et …<= o:p>

A: Louis Moreri

J: 1740

L: http://books.google.de/books?id=3DQUG_Imguu08C&pg=3DRA1-PA42&dq=3Di= mmenstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D7e8KUMKFJYy3hAf2x6noCQ&ved=3D= 0CEQQuwUwADg8#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt&f=3Dfalse

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S: 42<= /p>

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KONIGS-ECK, famille considérable de Comtes de l'Empire en Allemagne, a séance &am= p; voix à la Diète de l'Empire. On prétend qu'elle est is= sue de Cunon, l'un des Courtisans des anciens Guelphes, que près d'Altor= f en Souabe il bâtit en 650 un château , auquel il donna le nom de Cunonis-egg, d'où est venu le mot de Konigs-Eck. Ce Cunon laissa tro= is fils, 1. 2. Wintbold I & Henri qui furent tuez dans la bataille qui se donna en 715 entre Charles Martel & Rainfroy, Maire du Palais du Roi Ch= ilpéricII; & 3. Marquard I, qui fuit.

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Marquard I, fils de Cuno= n, mourut en 720 dans le combat que Charlemagne livra aux Bavarois. 11 laissa = un fils nommé Jean qui fuit.

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Jean , fils de Marquard = I, eut pour fils Ecbord I, qui florissoit vers l'an 801. Dans la fuite la généalogie fut un peu embrouillée. Vers l'an u70 vivoi= ent trois frères dont le troisième appellé Jean eut trois fils, 1. Bertholde; 2. Everard qui fuit; & 3. Rodolpbe, Abbé de Kemptcn, vers l'an 1208.

 =

Everard, fils de Jean, e= ut trois fils, 1. Frédéric, qui vers l'an 1229 alla en Espagne, & se mit en tel crédit auprès de Jacques, Roi d'Aragon, q= u'il lui fit épouser une Princesse de Cardone, de laquelle est issu Jacqu= es de Konigs-Eck qui a fondé la branche de Scutellis; 2. Bertholde qui = fuit; & 3. Adam qui assista en 1235 au Carrouzel de Wirtzbourg.

 =

Bertholde , fils à'Everard , Seigneur de Konigs-Eck & de Frauenhoven, fut Conseil= ler impérial, & vivoit vers l'an 1250. 11 eut six fils, 1. Otbon; 2. Robert, Chevalier, dont il est fait mention en l'an 1278; 3. Ulrich I, mort vers l'an 1300; 4. Bertholde, Seigneur d'Aulendorf, qui se tint à la Cour de Savoye; 5. Everard II, qui = fuit; & 6. Bernard, qui se trouva en 1290 au Carrouzel de Schweinfurt.

 

Everard II, fils de Bertholde, fit présent de la Seigneurie de Frauendorf au= Monastère de Weingarten. Il eut trois fils, 1. Everard III, qui vivoit en 1396; 2. He= nri, Seigneur d'Appenweiler; & 3. Ulrich II, qui fuit. *

 

Ulrich II, fils à'Everard II, mourut en 1375, laissant cinq fils, 1. Bertho= lde, mort en 1370; 2. Gauthier^ Gouverneur du Duché de Souabe; 3. Everard= IV, qui eut quelques enfans qui moururent jeunes; 4. Anselme; & 5. Ulrich I= II, qui fuit.

 

Ulrich III eut cinq fils, 1. Ludelpbe. morteni4i8; 2. Benzo, mort en 1400; 3. Marquard, Grand-Maître de l'Ordre Teutonique, mort en 1440; 4. Jean I= V, Conseiller de l'Empereuí Sigisinond; & 5. Ulrich IV, qui fuit.

 

Ulrich IV mourut en 1444. II eut trois fils, 1. 2. Jean V, & Leutolde, dontl'un alla s'établir en Prusse, où il fonda la famille des Barons de Konigs-Eck; & 3. Ulrich V, qui fuit.

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Ulrich V continua la postérité en Allemagne & eut pour fils Marquard III, qui fuit.

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Marquard III mourut vers= l'an 1500, & laissa entre autres fils Jean VI, qui fuit.

 =

Jean VI eut quatre fils,= 1. Jean-Marquard, savant homme & Président de la Chambre d'Ensishei= m, mort fans héritiers en 1553; z. Jean-Jacques, mort en 1567; 3. Ulrich VI, Chanoine d'Ausbourg & de Constance; & 4. George II, qui fuit.

 

George II, Baron de Konigs-Eck & de Rotenfels, Seigneur d'Aulendorf & de Stauffen eut six fils, 1. Bertholde VI, mort fans laisser d'enfans; 2. Marquard, qui n'eut qu'un fils, nommé JeanGuillaume, qui n'eut qu'une fille, nommée Marie-Anne-Eustbie f mariée à Jean, Comt= e de Montfort; 3. 4. Jean-Jacques & Bertholde, tous deux Chanoines; 5. 6. Hugues &= amp; Jean-george, qui firent deux différentes branches, & qui auront chacun un ar* ticle à part.

 =

F H*

 

Hugues, Comte de Konigs-Eck, Seigneur de Rotenfels, né en 1595, fut Chambell= an del'Empereur, & fonda la branche de Rotenfels. 11 eut trois fils, 1. François; 2. JeatyEufébej & 3. Le'opold-guillaume qui fui= t.

 

Le'ofold-guii.laumiì a continué la postérité. II étoit Comte de Konigs-Eck & de Rotenfels, Seigneur d'Aulendorf & de Stauffen, Memb= re du Conseil Privé de l'Empereur, Sous-Chancelier de l'Einpire & Chevalier de l'Ordre de la Toison d'Or. 11 fut employé en plusieurs ambassades, & en 1675 il fut honoré par l'Empereur Léopold de la dignité de Comte Palatin de la Cour, il obtint = en même tems plusieurs prérogatives pour lui & pour ses Defcendans, & mourut le 25 février 1694. 11 épousa 1. Marie-Polyxéne, fille= de Je an- Guillaume, Seigneur de Scherffenberg, de laquelle il eut neuf enfans, &= amp; qui mourut le neuvième septembre 1683: 2. en 1684, Eléonore-Françoise, fille d'Alexis il, Comte de S. Martin, Marquis de Parelle, & Veuve du Comte de Desséna. Les enfans du premier lit, furent, 1. Hu

 

fues-François, né le septième mai 1660, Conseiller Privé des impereurs Léopold, Joseph & Charles VI, Evêque de Leitomerits, Plénipotentiaire de l'Empereur fur le Rhin à Cologne, êt Doyen du Chapitre de cette ville; 2. Sigismond-Guillaume, né le 26 février 1663, Conseiller Privé de l'Empereur, Présiden= t du Conseil Aulique & Chambellan, qui en 1691 fut envoyé vers le Roi= de Danemarc en qualité d'Ambassadeur extraordinaire de l'Euipereur, qui= en revint en 1697, & qui mourut en 1700, sans laisser d'enfans de Josépbitie, fille de Philippe-Adam, Comte de Solms; 3. Albert-Eufibe, qui fut d'abord Chanoine dans les Chapitres de Cologne & de Paderborn , reçut en présent de CbarlesFerdinand, Comte de Manderscheit-Gérolsheim, le Comté de Roussi dans le Duch&eacu= te; de Luxembourg, quitta ensuite l'état ecclésiastique & épousa le 31 octobre 1694» Claire-Philippine, fille de Salentin-Ernest, Comte de Manderscheit-Blankenheim, de laquelle il eut a) Charles-Ferdinand, né le premier octobre 1696, & marié av= ec Hélène-Hyacinthe de Boischot, dont il eut Frédéric. Auguste en 1722, & une fille en 1724; b) François; c) JoJ'épbe; d) Christian; e) Maximilien; &f) Eléonore; 4:- François-Antoine, né= le 16 mai 1672, Chevalier de Malte & Capitaine des Galères de cet Ordre; 5. Lot baire-Joseph, Comte de Konigs-Eck, né le 17 mai 1673, = qui fut d'abord Chanoine de Saltzbourg & de Passau, quitta enluite l'état ecclésiastique pour suivre le parti des armes, fut Chambellan, Conseiller Aulique, Lieutenant Général des troupes impériales en 1709, Gouverneur de Mantoue , & Plénipotent= iaire de l'Empereur pour le traitté de la Barrière, fut en 1715 envoyé en ambassade par l'Empereur à la Cour de France , où il demeura plusieurs années , & en l'an 1716 ép= ousa au mois de mars, la fille du Comte de la Motterie; 6. Cbarles-Fidéle, né le 22 mai 1675, Chambellan de l'Empereur, & Gouverneur de Luxembourg, qui épousa en I7°<5, Marie-Maximilienne, fille de Cbristopble-jean, Comte d'Althan & Veuve de Jules, Comte de Traun & d'Abensberg, de laquelle il eut une fille, nommée Cbarles-Eléonore-Françoife; 7. 8- 9. trois filles.=

 

Jean-george, fils de George II, Baron de Konigs-Eck, fonda la branche d'Aulendorf. II eut deux fils, 1. Antoine-euse'be , qui fuit; 2. François-Antoine, Chano= ine d'Ausbourg & de Saltzbourg.

 

Antoíke-euse'be, eut quatre femmes. La première étoit Dorothée-Geneviève, fille de Cbristopble-Ricbard, Baron de Th= aun, morte en 1668: la seconde, Anne-Marie, fille de Meinard, Prince de Hohenzolleren, morte en 1678: la troisième Marie-AnneCatherine, Comt= esse de Montfort, morte le 23 novembre 1686: la quatrième, Cbriftiane-Luc= ie, fille de Christian, Comte de Hohenlo, morte en 1688. II mourut en 1692, ne laissant qu'un fils, savoir, François-maximiuen qui suit.=

 

François- Maximilien, Comte de Konigs-Eck & de Rotenfels, Baron d'Aulendorf, Seig= neur de Stauffen, d'Ebenweiler & de Wald, Gouverneur de Souabe, & Membre= du Conseil Privé, épousa Marie-Antonia, fille de Siffroy-Cbristopblc, Comte de Breuner, de laquelle il eut, 1. Charles-Ferdinand, né le septième mai 1695 ; & 2. Jean-Ernest, Chanoine du Chapitre de Cologne, né le 19 août 16= 96. * Gr. Diíì. Univ. Holl. Spener, Opus Heraldkum, l. 2. c. 48- Imhof, N. P. I. 7. c. 7. Les Souverains de l'Europe. Lunîg, Archives = de l'Empire, en Allemand. Hubner, DiQionnaire Généalogique, en Allemand.

 

KONIGS-ECK (Hugues, Comte de) Membre du Conseil Privé del'Empereur, Chambellan & Conseiller Aulique, étoit fils de George II, & de Cunegond= e, fille de Jacques Truchscs de VValdbourg, & naquit en 1595. II fit de très-bonnes études, & devint Président de la Chamb= re de Spire. Dans le tems que Frédéric, Electeur Palatin, devenu= Roi de Bohême, se rendit maître de cette ville, le Président= qui ne vouloit pas le reconnoître pour Roi, se trouva dans une situation = fort dangereuse. Mais dès que les affaires eurent changé de face, = il vint á la Cour de l'Empereur Ferdinand II, qui le fit Chambellan &am= p; Conseiller Aulique. 11 exerça les deux mêmes charges fous l'Empereur Ferdinand III, qui l'employa en plusieurs ambassades, & fur = tout dans les affaires qui regardent le Cercle de Souabe. On lui donna la commis= sion de conduire en Pologne à Vladiflas-Sigismondla Princesse Cécile-Renée, fille de l'Empereur. En 1641.il se trouva &agra= ve; la Diète de Ratisbonne, & fut fait Directeur du Collège d= es Comtes dans le Cercle de Souabe. II exerça cette charge pendant 24 années. Lorsque l'Empereur Léopold fut couronné en 165= 8, ce Prince le nomma pour recevoir en son nom ['hommage des Villes Impériales du Cercle de Souabe. Après la mort du Comte Jean-Guillaume son cousin, arrivée en 1663 , il hérita d'une partie de ses biens, & vint résider à Immenstadt dans le Comté de Rotenfels, où il fit bâtir un Cloitre pour les Capucins .& un hôpital. II mourut le 31 août 1666. II épousa 1. Marie-Renée, fille de Jean-George, Prince de Hohenzolleren:

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1. Charktte-Louise, fill= e de Coar'.es-Loms, Comte de Saltz: 3; A:ms-A,ncíie, ulle du Rhingrave Je= an, de laquelle il n'eut poinc d'enfans. L)e la première il eut, 1. François, Chanoine du Chapitre de Cologne; 2. Leopold-Guillau;,.. , Sous-Chancelier de? l'Empire: de la seconde, 3. Jean-Eujebe, Chanoine des Chapitres de Mayence, de Cologne, de Liège & de Strasbourg, mort= en ióói; 4. Jgnace-Eujtbe-François; & 5. Catherine-Ma= rie * Chanoinesse de Duren. * Gr. Dict. Univ. Holi. Spener. linhof.<= /span>

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KONIGS-ECK (Jean. George, Comte de) Conseiller Privé & Gouverneur du Comté de Tirol, pére du précédent. En 1622, après la mort de son pére qui avoit été assassiné, il s'appliqua á l'étude, puis voyagea, & entra ensuite au service de Charles-Ferdinand, Archiduc d'Autriche, qui lui donna la charge de Grand-Maître d'Hôtel & de Gouverneur du Cercle de Souabe. 11 reçut au nom de ce Prince l'hommage des Villes Forêtié' res. Après la mort de l'Archiduc son frère qui lui succ&eacut= e;da , il fit Konigs-Eck son premier Ministre, Président du Conseil Privé, & Grand Chambellan. II l'employa aussi à la conclu= sion de son mariage avec la Princesse Hédwige-Auguste, fille de Christian= -Aw guste, Comte Palatin: ce qu'il lit le troisième juin 1665. A son ret= our il trouva l'Archiduc malade à l'extrémité, lequel mour= ut le 15 juin. L'Empereur Léopold, ayant recueilli la succession du Tir= ol, honora Konigs-Eck des charges de Président du Conseil Privé &= amp; de Gouverneur du Tirol, & le confirma dans son Gouvernement de Souabe. Charles II, Roi d'Espagne, le fit Chevalier de la Toison d'Or; mais il mour= ut en février 1666, avant que d'avoir reçu le collier de l'Ordre= . II avoit épousé Eléonore, fille de Gajpard, Comte de Mohenems, de laquelle il eut, 1. Antoine-Eujebe, qui lui succéda dan= s le Gouvernement de Souabe; 2. François-Eujebe, Chanoine du Chapitre de Saltzbourg; 4. Marie-Elizabetb, mariée à Jean-Louïs de Saltz; & 4. Monique, mariée á Jean, Comte de srauchburg. = * Gr. Dià. Univ. Holl. Spener. Imhof.

 

 

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T: Allgemeines hydrographisches Lexicon aller Ströme und Flüsse in O= ber- und …

A:

J: 1741

L: http://books.google.de/books?id=3Dnu4OAAAAQAAJ&pg=3DPA43&dq=3Dalpse= e&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DjSXqT-GeJNDU4QTiv7A0&ved=3D0CEYQuwUwA= Q#v=3Donepage&q=3Dalpsee&f=3Dfalse

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S: 43

 

Arg. ein mäßiger Fluß in Schwaben, hat einen gedoppelten Urspru= ng, und entstehen dessen beyde Aerme in der Grafschft Königseckrothenfels.= Und zwar was die obere Arg betrift, so rinnet sie aus einem grossen Brunnen bey Kaltshofen im rauhesten Gebürge heraus, wobey recht merkwürdig is= t, daß zugleich auch ein anderer Ausfluß dieses Brunnens gegen Mor= gen durch den Alpsee in die Iler und mit solcher in die Donau läuft; diese= Arg aber aus gemeldetem Brunnen

 

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T: Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ..., Band= 4

A: Jacob Christof Iselin,Johannes Buxtorf,Jakob Christoph Beck

 =

J: 1743

L: http://books.google.d= e/books?id=3D3a9DAAAAcAAJ&pg=3DPA537&dq=3Dgeh%C3%B6rt+samt+Rotenfel= s+dem+Grafe&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DSnTIT_SVBc7OsgblmOWnDg&ved= =3D0CEAQuwUwAA#v=3Donepage&q=3Dk%C3%B6nigseck&f=3Dfalse<= /span>

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S: 535

 

Königl, Künigl oder Chunigl, ein Gräfliches geschlecht in Tyrol, welches anfänglich den nahmen von Castellrutt geführet. Rudolphus I. von Castellrutt lebte an. 1018. und wird in dem fundations-briefe des klosters Sonnenburg als ein das jahr 1112. bekannt. Conradus I. und Gottschalck lebt= en an. 1179. Sie hinterliessen viel söhne, welche das geschlecht von Castellrutt fortgepflantzet, derjenige aber, dessen posterität noch je= tzo floriret, war Rudolphus I. von Ehrenburg, der an. 1234. im leben war. Seine söhne waren Christianus I. Arnoldus I. und Henricus, der in einem Late= inischen instrument an. 1260. Rex, und in einem Teutschen von an. 1269. Chunigh gene= nnet wird. Christianus I. von Ehrenburg zeugte Petrum, der ein vatter ward Otton= is, Jacobi, Christiani II. von Ehrenburg, Land-Richters in Chiens, so an. 1347. starb, verschiedene söhne hinterlassend, darunter Johannes von Chiens = als Dom-Herr und Dechant zu Brixen, an. 1398. gestorben, keiner von den andern = aber nachkommen hinterlassen; und Ludophi, Chonig genannt, so um das jahr 1360. = der 17. Großmeister des Teutschen ordens soll gewesen seyn; wiewol Venator ihn einen Sächsischen Edelmann nennet; das wapen auch nicht einerley i= st. Arnoldus I. von Ehrenburg, welches schloß diesem geschlechte von alte= rs gehöret, hat sich zum ersten König oder Lönigl wie auch Cuni= ch zu Chiens genennet. Er starb an 1288. Sein sohn Auto oder Otto II. Chonich = von Chiens, hinterließ an 1316. Arnoldum Chunich, einen vatter Stephani Chunigl, gleichwie unter dessen vielen kindern, Gadinus, der an. 1492. verstorben, sein geschlecht propagiret. Sein sohn Caspar Chunigl. Ritter, zeugte mit Barbbara Freyin von Wellsperg Bernardum II. Er wurde an. 1563. v= on dem Kayser in den Freyherrn-stand erhoben, und starb an. 1567. Von seiner gemahlin Elisabeth von Weltz hatte er Johannerm Casparum, so an. 1559. gebohren, an 1584. sich mit Barbara, Christophori Freyherrn von Wolkenstein tochter, vermählet, und an. 1633. gestorben. Sein sohn Vitus war gebor= en an. 1594. wurde Ertz-Hertzogs Ferdinand Caris von Oesterreich oberster Cämmerer und geheimer Rath, und von ihm an. 1639. mit der Erb-Truchseß-würde in der Grafschaft Tyrol beschencket. Mit sein= er gemahlin Kunigunda Elisabeth, Georgii Grafen von Königseck tochter, ze= ugte er Johannem Georgium, so an. 1628. gebohren. Er wurde Kayserl. würckli= cher geheimer Rath und Landeshauptmann der Grafschfft Tyrol, und von dem Kayser Leopoldo in den Grafen-stand erhoben. Von seiner gemahlin Maria Anna, Augus= ti Bitzdum von Eckstätten tochter, sind ihm geboren worden Anna Elisabeth= an. 1657. Carolus Josephus an. 1658. so jung verstorben; ferner Georgius Sebastianus, Kayserlicher geheimer Rath und Cämmerer, Landes-Hauptmann= und Ober-Jägermeister in der Grafschafft Tyrol, der mit seiner gemahlin, e= iner Gräfin von Mollion aus Lothringen, Leopoldum, Kaysers Caroli VI. Cämmerer, und Mariam Annam, Kayserl. Hof-Dame, gezeuget; Caspar Ignati= us, Bischoff und Fürst zu Brixen; Claudia, so mit Leopoldo Matthia, Landgr= afen von Leuchtenberg, Fürsten von Lamberg, an. 1690. vermählet, und a= n. 1710. den 5. dec. durch den tod von ihm genommen worden, und Johann Bernhar= d Graf Künigl. Freiherr zu Ehrenburg und Warth, Herr zu Campan, Kayserlicher = Graf Königl, bekam beym Kayser Carolo VI. den Cammer-Herrn-schlüssel. Brandis ehren-kräntzlein. P.II.p.68.Bucel.Germ.P.II.Venator,vom Teutsch.Ritter-orden, p.99.

 

 

 

S: 536

 

Königseck, ist eine vornehme Reichs-Gräfliche familie in Teutschland, welche auf = der Schwäbischen Grafen-banck sitz und stimme hat. Den anfang führet = man von einem Cunone her, welcher einer von der alten Guelphen Hof-bedienten gewesen, und ohnfern dem Schwäbischen stecken Altorff an. 650. ein schloß erbauet, welches er nach seinem nahmen Chunonis-egg oder Königseck nennete. Dieser hinterließ 3. söhne, deren die 2. älteste, Wintholdus I. und Henricus, an 725. in Caroli Martelli schlac= ht wider Reginstedum umkamen; der dritte aber, Marquardus I. Kam in dem kriege um, welchen der Kayser Carolus M. wider die Bayern führte. Dessen sohn war Johannes I. der Erhardum I. hinterließ, welcher um das jahr 801. lebt= e. Nach diesem ist das stamm-register etwas ungewiß, indem man nur unterweilen etliche bemerckt findet, als Beatum und Seyfridum, welche um das jahr 930. lebten, Jacobus von Königseck hat an. 1019. dem turnier zu T= rier beygewohnet; Wilhelmus dem zu Zürich an. 1165.; Beatus II. Ernestus und Johannes lebten um das jahr 1170. und scheinet daher, daß sie brü= ;der gewesen seyn. Dieses letztern söhne waren Bertholdus, Eberhardus und Rudolphus, Abt von Kempten, um das jahr 1208. Eberhardus hinterließ 3. söhne; der älteste, Fredericus, gieng um das jahr 1229. in Spanie= n, kam auch daselbst bey dem Könige Jacobo von Aragonien in solches anseh= en, daß er ihm eine Fürstin von Cardona zur gemahlin gab, aus welcher ehe Jacobus von Königseck entsprossen, welcher die vornehme Spanische familie de Scutellis oder Sentellis gestiftet hat. Der andere, Bertholdus, = Herr von Königseck und  Frauen= hofen, war Kayserlicher Rath, und lebte um  das jahr 1250. Der dritte, Adamus, wohnte an 1235. den turnier zu W&= uuml;rtzburg bey. Bertholdi söhne waren Otto und Rupertus, welcher um das jahr 1300. gestorben; Bertholdus von Königseck, Herr von Aulendorf, welcher an des Hertzogs von Schwaben Hof lebte; eberhardus II. welcher die Herrschafft Frauendorff dem kloster Weingarten schenckte; und Bernhardus, welcher an. 1= 296. dem turnier zu Schweinfurt beywohnte. Eberhardi II. söhne waren Eberha= rdus III. welcher an 1396. lebte, Ulricus IV. und Bertholdus IV. Von Ulrico IV. = an, welcher das geschlecht fortgesetzt, wird das stamm-register etwas richtiger. Derselbe hinterließ Johannem, der an. 1296. dem turnier zu Schweinfur= t beywohnte; Henricum, Herrn von Appenweiler, und Ulicum II. welcher 1375. verstorben. Dessen söhne waren Berholdus, der an. 1370. verstarb; Waltherus, Landv= ogt im Hertzogthum Schwaben; Eberhardus IV. welcher einige posterität hinterlassen, so aber bald wieder ausgestorben; Anselmus und Ulricus IV.  Dieses letzern söhne waren Ludophus, der an. 1418. verstorben; Benzo, der an. 1400. verstarb; Waltherus Marquardus, Hochmeister der Teutschen ordens in Preussen, der an. 1440. versorben; Johannes IV. Kaysers Sigismundi Rath, und Ulricus V. welcher das geschlecht fortsetzt, und an. 1444. verstorben ist. Seine söhne waren Johannes V. und Leutholdus, deren einer sich zu dem vetter in Preussen bege= ben, sich daselbst veste gesetzt, und die familie der Freyherrn von Königse= ck gestiftet hat; Ulricus VI. aber setzt das geschlecht in Teutschland fort, u= nd zeugte Marquardus III. der um das Jahr 1500 starb, und nebst andern Johanne= m X. hinterließ. Dessen söhne waren Marquardus I. ein gelehrter Herr = und Präsident des Cammer-Gerichte zu Ensisheim, welcher aber a. 1553. ohne erben verstarb; und Johannes Jacobus, welcher an. 1567. verstarb; und Ulric= um, Dom-Herrn zu Augspurg und Constantz, und Georgium II. Freyherrn von Königseck und Rotenfels. Herrn zu Aulendorf und Stauffen hinterlie&szl= ig;, nebst Bertholdo VI. der aber keine kinder hatte, und Marquardo, welcher Chur-Bayerischer geheimer Rath und Gouverneur zu Ingolstadt war, der an 162= 6. verstarb. Diese haben an. 1588. ein erb-statut und fideicommiss unter sich aufgerichtet, worinn sie einander versprochen, nichts von ihren güther= n zu veralieniren, und beständig bey der Catholischen religion zu bleiben, ingleichen verordnet, wie es mit ausstattung der personen weiblichen geschlechts, auch nach gäntzlichem absterben des männlichen stamm= s, in ihrer familie gehalten, und daß dieses statutum von jeder manns-pe= rson aus diesem geschlecht, so bald sie das 18. jahr zurück gelegt, beschwo= ren werden solle, worüber sie denn auch an. 1589. von dem Kayser Rudolpho = II. die confirmation erhalten. Marquards sohn war Johannes Wilhelmus I. welcher aber nur eine einzige tochter Mariam Annam Eusebiam, hinterließ, so an Graf Johannem von Montfort vermählt wurde; Georgius II. aber hinterließ Johannem Jacobum und Bertholdum, beyde Canonicos; Hugonem = und Johannem Georgium, welche 2. besondere linien gestiftet haben. Hugo, Graf v= on Königseck, (mit welchem prädicat und dessen dependentzien er, sei= ne agnaten und ihre descendenten von dem Kayser Ferdinando II. beehret worden,) Herr in Rotenfels, war an. 1595. geboren, wurde Kayserlicher Cammer-Herr und Rath, und stiftete die Rotenfelsische linie, con dem hernach. Seine sö= hne waren Franciscus, Johannes Eusebius und Leopoldus Wilhelmus, wovon dieser, = weil die anderen beyde geistliches standes waren,das geschlecht allein fortsetzt= e. Er war Graf zu Königseck und Rotenfels, Herr zu Aulendorf und Stauffen, würcklicher Kayserlicher geheimer Rath, Reichs-Vice-Cantzler und Ritter des güldenen Vliesses, wurde in verschiedenen Gesandtschafften gebrauc= ht, erhielt an. 1675. von dem Kayser Leopoldo die würde eines Kayserl. Hof-Pfaltz-Grafen und zugleich mit selbiger sehr herrliche freyheiten f&uum= l;r sich und seine descendenten, und starn den 15. febr. an. 1694. Seine erste gemahlin war Maria Polixena, Johannis Wilhelmi, Herrn von Scherffenberg, tochter, mit welcher er 9. kinder gezeuget, und als sie den 9. sept. an. 16= 83. gestorben, hat er sich in folgendem jahre an Eleonoram Franciscam, Alexii II Grafen von St.Martin, Marquis von Parcella tochter, des Grafen Dessena witt= ib, vermählet. Die kinder erster ehe sind nebst 3. töchtern, 6. söhne, als

1.) Hugo Franciscus, gebohren den 7. may an. 1660. Kaysers Leopoldi, Josephi und Caroli VI. geheimer Rath, Bischoff zu Leutmertz und Kayserlicher Plenipotentiarius am Nieder-Rhein zu Cöln, auch bey dem hohen Stifte daselbst Decanus.

2.) Sigismundus Wilhelmus, war gebohren den 26. febr. an. 1663. Kayserlicher geheimer Rath, oberster Reichs-Hof-Rath und Cämmerer, gieng an. 1691. = als Kayserlicher ausserordentlicher Envoyé nach Dänemarck, kam an. 1697. wieder zurück, und starb nach dem jahre 1700. ohne kinder von Josephina, Philippi Adami Grafen von Solms, tochter. Dieser, weil er keine erben hatte, überließ seinem bruder Alberto Eusebio, vermittelst eines darüber getroffenen vergleichs, an. 1708. die Königseckisch= en fideicommiss-güther.

3.) Albertus Eusebius, war anfänglich Dom-Herr zu Cöln und Paderborn, bekam hernach von Carolo Ferdinando, Grafen von Manderscheid-Geroldstein, d= ie Grafschafft Roussy im Hertzogthum Luxemburg und die Herrschafft Cronenburg geschenckt, ist gebohren den 4. jan. an. 1669. und hat sich den 31. octob. = an 1694. mit Clara Philippina, Salentini Ernesti, Grafen von Manderscheid-Blanckenheim tochter, vermählet, und verschiedene kinder = mit ihr gezeuget.

4.) Frantz Anton, gebohren den 16. may an. 1672. ward Maltheser-Ritter und Capi= tain von den galeeren in Maltha.

5.) Josephus Carolus, Graf von Königseck, geb. den 17. may an. 1673. war erstlich bey dem Papste Cameriere secreto participante, hernach Dom-Herr zu Salzburg und Passau, verließ aber diesen geistlichen stand, und begab sich in Kayserliche kriegs-dienste, wurde Cammer-Herr, Hof-Kriegs-Rath, und= an. 1709. als Kayserlicher General-Feld-Marschall-Lieutenant, Gouverneur zu Man= tua. Er war hernach Kayserlicher Bevollmächtigter bey den barriere-tractate= n in den Niederlanden, un an. 1715. den 28. aug. ernennte ihn der Kayser zu sein= em Botschffter an den Französichen Hof, woselbst er verschiedene jahre verblieben. An. 1716. im mertz vermählte er sich mit des Grafen de la = Moterie eines vornehmen geschlechts in den Niederlanden tochter, ward nachmals Gouverneur in Siebenbürgen, und umliegenden orten, und zu ende des 172= 5. jahrs trat er nach geschlossenem frieden zwischen dem Kayser und Spanien, d= ie ansehnliche Gesandtschafft nach Madrid an.

6.) Carolus, so den 22. may an. 1675. gebohren, ist Kayserlicher Cämmerer,= und in kriegs-diensten. An. 1706. hat er sich mit Maria Maximiliana, Christopho= ri Johannis, Grafen von Althan, tochter, und Julii Grafen von Traun und Abensp= erg wittib, vermählet.

t Von dieser linie lebte an. 1742. ALbertus Eusebius, und dessen kinder =

1.) Carolus Fernandus, Kayserl. würcklicher geheimer und Niederländis= cher Hof- und Staats-Rath, weldher sich den 3. april an. 1720. vermählet mit Helena Hiacyntha Valentia von Börschot, Graf Eugenii von Erps tochter,= und gezeuget, Mariam Josepham Theresiam, gebohren den 27. dec. an. 1724.

2.) Hugo Franciscus, der mit seiner gemahlin Maria Francisca, Graf Francisci Antonii von Hohenzollern-Sigmaringen tochter, Alberum Franciscum Josephum gezeuget, der den 19. mertz an. 1722. gebohren worden,

3.) Josephus Maria Sigismundus, war gebohren den 10. jul. an. 1700. und ward Dom-Herr zu Cöln und Straßburg.

4.) Maria Christina Josepha, geboren den 2. april an. 1703. Canonoßin zu Thoren.

5.) Anna Wilhelmina Maria, gebohren den 13. aug. an. 1704. ist im kloster.=

6.) Christianus Mauritius Eugenius Franciscus, gebohren den 21. nov. an. 1705. = des Teutschen ordens Ritter, Kayserl. Cämmerer und General-Feld-Marschall-Lieutenant.

7.) Maximilianus Philippus, gebohren den 13. may an. 1708. Dom-Herr zu Cöln und Straßburg.

8.) Maria Eleonora, gebohren den 4. jul. an. 1711. welche mit Johanne Jacobo, Grafen in Zeil, vermählet worden, Ferner Alberti Eusebii brüder; =

1.) Franciscus Antonius Josephus, Maltheser-ordens Commenthur, und Kayserl.

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S: 537

 

General-Lieutenant, Groß-Creutz und Groß-Prior, auch Statthalter in Böhmen.

2.) Lotharius Josephus Dominicus, Kayserl. General-Feld-Marschall etc. hat sich= den 5. mertz an. 1716. vermählet mit Maria Theresia Isidora de Lannoy, Graf Francici Hiacynthi de la Motterie tochter.

 

Die Aulendorffische linie stiftete Graf Johann Georg von Königseck, Georgi= i, Freiherrn von Königseck, anderer sohn von dem hernach. Er hatte zwey söhne, deren der jüngere, Franciscus Antonius, Dom-Herr zu Salzbu= rg und Augspurg worden; der älteste aber, Anonius Eusebius, starb den 1. = jun. an. 1692. Er hatte vier gemahlinnen, deren die erste Dorothea Genoveva, CHristophori Richardi, Freyherrn von Thun, tochter, an. 1668. verstarb; die andere, Anna Maria, Fürst Mainrads von Hohenzollern tochter, starb an. 1678. die dritte, Maria Anna Catharina, Gräfin von Montfort, starb dne= 23. nov. an. 1686. die vierte, Christina Lucia, Graf Christiani von Hohenlohe tochter, starb an. 1688. Sein einziger sohn Franciscus Maximilianus, Graf zu Königseck und Rotenfels, Freyherr von Aulendorff, Herr zu Stauffen, Ebenweiler und Wald, ward Kayserlicher Landvogt in Schwaben, und würcklicher geheimer Rath. Seine gemahlin Maria Antonia, Sifridi Chris= tophori, Grafen von Breuner, tochter, hat ihm Carolum Ferdinandum den 7. may an. 169= 5. und Johannem Ernestum, den 19. aug. an. 1696. gebohren, Speneri opus herald.  lib. II. c. 48. Imhof. N.P.lin.VII.c.7. Souverainen von Europa. Lunig.spic. secul.des Reichs-Archi= vs, vom I.

 

t Von dieser linie ist Carolus Seyfried Ferdinand bey Kayser Carl VI. würcklicher geheimer Rath, Cämmerer und Landvogt in Ober- und Nieder-Schwaben, auch Groß-Creutz des Ritter-ordens St.Georgii in Bay= ern worden, und hat sich an. 1719. vermählt mit Maria Friderica, Francisci Alberti von Oettingen-Spielberg tochter. Johann Ern. Antonius Eusebius ward Dom-Herr zu Cöln und Costnitz. Generalologisches Handbuch.<= /span>

 

Königseck, (Hugo Graf von) Kayserlicher geheimer Rath, Cammer-Herr und Reichs-Hof-Rath. Sein vatter war Georg, Freyherr zu Königseck und Rotenfels, die mutter Cunigunda, Jacobi, Truchsessen von Waldburg, tochter, von welcher er an. 15= 95. geboren worden. Er legte sich mit ernst aufs studieren, wurde auch Präsident bey dem Cammer-Gerichte zu Speyer. Als sich aber Churfü= rst Friedrich von Pfaltz als König von Böhmen der stadt Speyer bemächtigte, und er selbigen nicht für einen König erkennen wollte, kam er in grosse gefahr. Jedoch , als es sich mit selbigem änd= erte, kam er an des Kaysers Ferdinandi II. Hof, und wurde zum Cammer-Herrn und Reichs-Hof-Rath gemacht, welche beyde stellen er auch unter dem Kaystr Ferdinando III. behalten, und von selbigem in verschiedenen Verschickungen, zumal in dem Schwäbischen kreise gebraucht worden. Ihm wurde ferner aufgetragen, die Kayserliche Printzeßin Cäciliam Renatam dem Kon= ige Vladislav Sigismundo in Polen zuzuführen. An. 1641. wohnte er dem ReichS-tage zu Regenspurg bey, in welchem jahre er auch zu einem ausschreibenden Directore des Gräflichen Collegii in dem Schwäbis= chen kreise worden ist, welches Directorium er 24. jähr gefuhret. Als Leopo= ldus an. 1658. die Kayserliche Crone erlangte, befahl er ihm, die Huldigung von einigen Reichs-städten im Schwäbischen kreise einzunehmen. Durch = seines vetters, Graf Johann Wilhelms, an. 1663. erfolgten tod bekam er einen theil dessen verledigter lande, und legte seine residentz zu Immenstadt in der Grafschafft Rotenfels an, woselbst er ein kloster für die Capuciner ne= bst einem Hospital erbauen lassen. Er starb den 31. aug. an. 16S6. Seine erste gemahlin war Maria Renata , Fürst Johann Georg zu Hohenzollern tochter, von welcher Franciscus, Dom-Herr zu Cöln, und Leopold Wilhelm, Reichs-Vice-Cantzler. Die andere gemahlin war Charlotte Louise, Graf Carl Ludwigs zu Sultz tochter, von welcher Johannes Eusebius, Dom-Herr zn Mayntz, Cöln, Lüttich und Straßburg, der an. 1661. gestorben; Ignat= ius Eusebius Franciscus, nebst einer tochter, Catharina Maria, so Canoniß= tin zu Deuren worden ist. Die dritte gemahlin war Anna Amalia, des Rheingrafen Johannis tochter, von welcher er aber keine erben hinterlassen. Spen.Imhof.&c.

 

Königseck, (Johann Georg Graf von) Kayserlicher geheimer Rath und Statthalter der Grasschafft Tyrol. Seine eltern waren Georg, Freyherr zu Königseck , u= nd Cunigunda , Jacobi, Truchsessen von Waldburg, tochter. Nachdem sein vatter = an. 1622. von einigen Meuchelmördern umgebracht worden, wendete er sich zum studiren und reisen, begab sich hierauf in deS Ertz-Hertzogs Ferdinandi Car= oli von Oesterreich würckliche dienste, und wurde von selbigem zum Ober-Hofmeister und Landvogt in Schwaben verordnet. In dessen nahmen nahm er auch an. 1651. von den vier Waldstädten die Huldigung ein. Nachdem selbiger Ertz-Hertzog verstorben, und sein bruder ihm succediret, machte se= lbiger ihn zu seinem obersten Minister, zum Directore des geheimen Raths zu Jnspru= ck, und zum Ober-Cammer-Herrn. Er brauchte ihn auch, die heurathstractaten mit = der Printzeßin Hedwig Augusti, Pfaltzgraf Christian Augusti tochter, zu vollziehen, und muste er als Gesandter den 3. jun. an. 1665. die copulation annehmen. Bey seiner rückkunft fand er den Ertz-Hertzog tödtlich kranck, davon er auch den 15. jun. verschieden. Als der Kayser Leopoldus die succeßion der Tyrolischen lande erhielt, machte er ihn zum geheimen R= aths-Präsidenten und Statthalter der Grasschafft Tyrol, bestätigte ihn auch in der Landvogtey Schwaben, und bat ihm bey dem Könige Carolo II. von Spanien= den Ritter-orden des göldenen Vliesses aus, wiewol er vor dessen erhaltung= im febr. an. 1666. mit tode abgieng. Er vermählte sich mit Eleonora, Graf Caspars zu Hohenems tochter, von welcher er Graf Antonium Eusebium, seinen nachfolger in der Landvogtey Schwaden ; Francifcum Eusebium, Dom-Herrn zu Saltzburg; Mariam Elisabetham, Graf Johann Ludwigs zu Sultz, und Monicam, G= raf Johannis von Trauchburg gemahlin, erzeuget hat. Spener.Imhof.&c.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1746        &= nbsp;   Historisch-politisch-geographischer Atlas der ganzen Welt: oder grosses und ...

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http://books.google.de/books?id=3DxZlEAAAAcAAJ&pg=3DPT100&d= q=3Dimmenstadt+atlas&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3De6TNT42aLcTbtAbblYDtBg= &ved=3D0CEYQuwUwAQ#v=3Donepage&q&f=3Dfalse

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[Seite 276]

 

Imenstad, oder

Imenstadt,

Imenstat, und

Imenstatt, eine Stadt und schönes Schloß im Schwäbischen Kreise, siehe Imestadt.

Imestadt, oder Imenstade, Immenstade, und Imenstatt, eine Stadt und schönes Schloß im Schwäbischen Kreisse, im Algow, nicht weit vom Schlosse Rotenfels, und der Iller, im Bisthume Costnitz, 4 Stunden von Kempten geleg= en. Die dazugehörige  Herrsch= aft stößt an das Bisthum Augspurg, und gehöret sammt Rotenfels = dem Grafen von Königsegg. Es ist jährlich ein stattlicher Vieh-Markt, sonderlich von Pferden, allda. In dieser Gegend sind trefliche Korn-Felder = und ziemliche Weinberge zu finden. Unv.Lex. Denckw. Antiqu.des Rhein-Str. Volls= t. Geogr.Lex.

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T: Géographie... par Ant. Fréd. Busching

A: Anton Friedrich Büsching

J: 1771

L: http://books.google.de/books?id=3DYPTRwbRKr3oC&pg=3DPA1037&dq=3DRoc= enfels&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DYwANUIWPNsnftAbdluH3CA&ved=3D0CF= EQuwUwBTgK#v=3Donepage&q=3DRothenfels&f=3Dfalse

 

S: 681

 

X:

 

Von den Kreislanden der Grafen von Königsegg.

 

Die Grafen zu Königsegg und Rothenfels, Freyherren zu Aulendorf und Stauff= en theilen sich in die rothenfelsische und aulendorfische Linie, haben auf dem Reichstag im schwäbischen Grafen-Collegio nur 1 Stimme, beym schwäbischen Kreis aber hat jede Linie 1 Stimme.

 

1 Die gräfliche Linie zu Königsegg-Rothenfels besitzt

Die Grafschaft Rothenfels, nebst der Herrschaft Stauffen, darinnen das Bergschloß Rothenfels, der darunter liegende Marktflecken Immenstadt,= und das Bergschloß Stauffen zu bemerken sind.

2 Die gräfliche Linie Königsegg-Aulendorf besitzt=

1) Die Grafschaft Königsegg, deren Bergschloß gleichen Namens, das Stammhaus der gräfllichen Familie ist.

2) Die Freyherrschaft Aulendorf, in welcher Schloß und Marktflecken dies= es Namens auf einem Berg liegen.

 

 

 

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T: Vocabulaire fran&cced= il;ois ou Abrégé du dictionnaire de l'Academie françois ̷= 0;

A: Demonville ((Par&iacu= te;s))

J: 1771

L: http://books.google.de/books?id=3DNRuyx-UnV48C&pg=3DPA576&dq=3Dimme= nstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D1OUKUNqzOI-EhQfN5-2FCg&ved=3D0CG= QQuwUwBTgo#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt&f=3Dfalse

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S: 576

 

X:

 

Immenstadt, v. de Souabe, près de l'Iser

 

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T: Europäisches genealogisches Handbuch: In welchem die neuesten Nachrich= ten …

A: Christian Friedrich Jacobi,Gottlob Friedrich Krebel

J: 1774

L: http://books.google.de/books?id=3DfJdAAAAAcAAJ&pg=3DRA1-PA48&lpg=3D= RA1-PA48&dq=3Dimmcnstadt&source=3Dbl&ots=3DHMDeHFDMid&sig= =3DCECihgbPz2W_zm0whx8zxxdR4TA&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DF54yUKjfKdDD= swbPqoCwCA&ved=3D0CGcQuwUwBzgy#v=3Donepage&q&f=3Dfalse

S: 47

X:

des schwäbischen Collegii.

VII. Von den Grafen von Königseck

Sie theilen sich in die A) Rothenfelsische und B) Aulendorfische Linie,

von welchen der Rang nach dem Senio naturali geht.

 

A) Von der Linie zu Rothenfels

 

     | (11)-------|(1= 11)

(1)| (12)|(121)|(1211)

     |       |(12= 2)

     |       |(12= 3)

     |       |(12= 4)

     | (13)|

     | (14)

(2) |-------------|(21)

 

 

(1)

Albertus Eusebius, gebohr. 4. Jan. 1669, t Gem .Clara Philipp. Maria Felicitas, Sale= nt. Ernesti, Graf. zu Manderscheid-Blankenheim Tochter, Erbin der Herrschaften Cronenburg und Roussy, geb. 17. Sept. 1667, vermählt 31. Oct. 1694, t = 17 Aug. 1751

 

(11)

Carolus Ferdinandus, genannt Boischot, Graf von Erps, geb. 1 Nov. 1969, Kais.Kön.wirkl.geh.Rath, Hof-Cammer-Präsident und Ritter des gold= enen Vliesses, t 20 Dec. 1759. Gem. Hyacintha Valent. Theresia von Boischot, Eugenii, letzten Grafens von Erps, älteste Schwester und Erbin, verm. = 3 Apr. 1720=

 =

(111)<= /p>

Maria Josepha Theresia, = geb. 27 Dec. 1724, St.Cr.O.D.Gem. Johann. Carolus, Gr. von Zierotin, verm. 26 August 1744.

 

(12)

Franciscus Hugo, regier. Graf zu Rothenfels etc. geb. 2 Octob. 1698, Kais. K. wirkl. geheim. Rath, t 25 Jan. 1771. Gemahl. Maria Francisca, Francisci, Antonii, Grafens von Hohenzollern-Sigmaringen. Tochter, geb. 17 Jan. 1697, verm. 29 = Jun. 1720 t.

 

(121)

Josephus Lotharius, geb 7 Julii 1722, Kais. K. Cämmerer, t 7 Mart. 1761. Gem. M= aria Amallia, Car. Seyfriedi, Gr. von Königseck-Aulendorf Tochter, geb. 11 = Apr. 1729, verm. 2 Oct 1747.

 

(1211)

Franc. Fidelis Anton, geb. 19 Febr. 1750, jetztreg. Herr nach der am 19 Mart. 1772 erhalten. Venia aetatis, Kais. K. Cämmerer, Gem. Maria Cresc. Iosepha, Fr= anc. Ernesti, Graf.v.Truchseß-Zeyl-Wurzach T.g.25 Apr. 1752. verm. 26. Jun. 1771. Joseph Julius, geb 22 Apr.1751, Grenad. Hauptm. des Chur-Cöln. Infant. Reg.v.Kleist. Ernst Adrian, g. 10 Mart, 1754, Domic.zu Cöln u. Strasb. Mar.Jos.Ant.g.21 Spt.1755. Maxim Joseph. g. 1 Jan. 1757, Domic.zu Cöln u.Strasb. Aloysius Herm. Blasius, geb. 3 Feb. 1758, Domic. zu Cöln.

 

(122)

Maria Eleonora, gebohr. 20 Dec. 1728, Gem. Hermann. regier. Graf von Königseck-Aulendorf, verm. 17 Sept. 1750.

 

(123)

Maria Josepha, geb. 9 Jul. 1732, Stiftsdame zu Elten und zu St. Ursula in Cö= ln.

 

(124)

Christian Mavrit. Eugen Franc. Fidelis, geb. 31 Mart. 1734. Domh. zu Coln u. Domic zu Strasburg.

 

(13)

Christian Mavrit, Eugen, Franciscus, geb. 24 Nov. 1705, des deutschen Ord. Land-Commenthur der Balley Elsaß und Burgund, Kais. Kön. Gen. Feld-Marschall, und Obrister eines Infant. Regim.

 

(14)

Maximil. Friedericus, geb 13 May 1708, Churf. zu Cöln 6 Aprl 1761, Bischof zu Münster 16 Sept. 1762, f. Cöln.

 

(2)

Carolus Fidelis, (ein Bruder Alb.Eusebii,) gebohr. 22 May 1675, Kais. General-Feld-Marschall und Gouverneur zu Luxemburg, t im Januar 1731. Gem. Maria Maximiliana Eleonora, Christoph. Johannis. Grafen von Althan Tochter,= und Christophori Julii, Grafens von Traun Wittwe, vermählt 1706, t.

 

(21)

Maria Carolina geb. 15 Junii 1708, Fürstin-Aebtißin zu Buchau, erw. 13 Februar 1742, St. E.O.D.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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T: Lebensbeschreibungen zur Erweckung und Unterhaltung bürgerlicher Tugen= d, Band 1

A:

J: 1778

L: http://books.google.de/books?id=3DAd05AAAAcAAJ&pg=3DPA118&lpg=3DPA1= 18&dq=3DPeutinger+rotenfels&source=3Dbl&ots=3DYZGcsIp_gf&si= g=3DmrJG0afs-0p5WgLGq1aMt8uL5ls&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3Dz8M_UOKGB4e= HswaqkYGQAQ&ved=3D0CEAQuwUwAg#v=3Donepage&q=3DPeutinger%20rotenfels= &f=3Dfalse

 =

S: 118

 

Daher wird er auch öfters der Stadtkanzler genennet, und war in allen Dingen= ein Mann von sehr großem Gewichte. Selbst die Stelle eines Archivars und Registrators hatte Peutinger als Stadtschreiber mit zu versehen; und ohne Zweifel ist er der erste, welcher die alten Urkunden, Privilegien, Verträgt und Akten in einige Ordnung zu bringen suchte, da seine Handschrift noch auf manchen alten Involucris in deren Aufschrift gefunden wird. Zwar war deren Anzahl zu seiner Zeit noch nicht besonders groß.= Die alten Chroniken ertheilen u»is die Nachricht, in der Zerstörung = und AusPlünderung, welche unsere Stadt im Jahr 1088. von Herzog Welpho von Baiern erlitten, seyen auch alle ihre Freyheitsbriefe und andere Urkunden d= urch den Feind hinweg, und auf das Schloß Rothenfels gebracht worden. Dort sollen sie einige Jahrhunderte hindurch gleichsam vergraben, ohne daß jemand davon Wissenschaft gehabt hätte, gelegen seyn, bis man endlich = zu Peutingers Zeiten sie wiederum entdecket und ausgekundschaftet» Man g= ab sich nun alle Mühe, solche von Graf Wolfen von Montfort wiederum zu bekommen; unglücklicher Weise aber gieng wahrend der Unterterhandlung = das Schloß im Feuer auf, und damit der ganze Schatz auf ewig verlohren. Jndessen suchte Peutinger dasjenige zu erhalten, was da war, so viel und gut ihm seine übrigen Geschaffte Zeit dazu ließen, bis man zu besser= er Einrichtung des Archives besondere Anstalten machte, woran er ebenfalls nic= ht geringen Antheil nahm. °

 

 

 

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T: Deutsches Museum

A:

J: 1780

L: http://books.google.de/books?id=3DdXEEAAAAQAAJ&pg=3DPA389&dq=3Dimen= ftadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D6Q7RT5CuKofcsgbLhtTrDw&ved=3D0CGo= QuwUwBw#v=3Donepage&q=3Dimenftadt&f=3Dfalse

 

S: 389

 

X: In dem Königeeckischen fließt ein Bach aus dem Alpsee in dieses Wasser. Wäre in diesem lande ein Ludwig XIV, oder ein Friedrich Beherscher; oder hätte Karl der Grosse diese Gegend gkannt; so wä= r' es längst geschehen, daß man vom Rhein in die Donau schiffen könte. Denn aus eben diesem Alpsee, aus welchem bei Imenstadt der beme= rkte Bach in die Iler kommt, stießt ein anderes Wasser die Oberarg in den Bodensee.

 

 

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1794 Staats- und Addresshandbuch des schwäbischen Reichs-Kraises: auf d. Ja= hr ..

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http://books.google.de/books?id=3DLmIAAAAAcAAJ&pg=3DPA328&d= q=3Dimmenstadt+1792&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DnxvGT_rpAtO1hAeFsYizBQ&= amp;ved=3D0CGkQuwUwCA#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%201792&f=3Dfalse

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[Seite 328]

 

VIII. Königseggsche Graf- u. Herrschaften.

(s.vornen I.Teil. 1.Abschn nr. I. u. 2. Abschn. nr. III. VII. VIII. IX. u. XI.

* Die Grafen v. Königsegg teilen sich in die Rothenfelsische und Aulendorfische Linie, deren Rang das natürliche Alter bestimmt.

 

A. Königsegg-Rohenfels

Res. Immenstadt.

 

Graf. Franz. Fid. Rs Graf v. Königsegg u. zu Rothenfels, Frhr. v. Aulendorf = u. zu Stauffen. etc. Kais. Kön. wirkl. Kämmerer. u. des Rs. Grä= fl. Kollegiums in Schwaben Kondirektor geb. 19. Febr. 1750. sncced. in der Regi= erung nach erhaltener Volljährigkeit, 19. März 1772. Gemalin (2te) Mar. Jos. Luise. (Gräf. v. Truchsess-Zeil-Trauchburg) geb. 19. Okt. 1756. v= erm. 24. Jan. 1785.

Kinder. 1) Mar. Krescentie, geb. 30. Jan. 1786.

2) Joh. Nep. Gebhard, geb. 6. Jan. 1790.

3) Mar. Katharine Kresc. geb. 1. Apr. 1792.

Geschwister. 1) Jos. Julius Frz. Xav.Kais. Kön. Grenad.Hptmann des Neugebaur. Infant.Reg. geb. 21. Apr. 1751.

2) Ernst Adrian Jud. Thadd. Domherr zu Kölln u. Domicellar zu Strasburg, = geb. 10. März 1754.

3) Mar. Josephe, geb. 21. Sept. 1755. verm. 21. Nov. 1785 mit Leop. Thadd. Rs. Frhrn. v. Hornstein zu Reitterdingen, gewes. Direkt. der unmittelb. Rs. Rittersch. Kantone Hegau, Algau u. am Bodensee, Wittw. 8. Sept. 1792.

4) Max. Joseph, Domic. zu Kölln u. Strasburg, geb. 1. Jan. 1757.

5) Aloys Herrm. <= span style=3D'font-size:10.0pt'>Blasius, Kais. Kön. Hptmann beim Terzyschen Infant. Reg. geb. 3. Febr. 1758

Mutter. Mar. Amalie, (Gräf. v. Königsegg-Aulendorf) geb. 11. Apr. 1729. v= erm. 2. Okt. 1747. Wittw. 7. März 1761.

Vaters Geschwister. 1) Mar Eleon. geb. 20. Dec. 1728. verm. 17. Sept. 1750. Wittw. 1. = Okt. 1786.

2) Christ. Frz. Fid. Vicedechant zu Kölln u. Dom-Kämmerer zu Strasbu= rg, geb. 31. März 1734.

 

Oberamt.

Frz. Ant. v. Forster, J.U.Lt. erster Rat u. O.Amtmann, auch des Rs. Gräfl. Kollegiums Kondirekt. Gesanter beim Kraise.

Lor. Ant. Liebherr, J.C. Rat, Kanzleiverw. Oberwaisenvogt u. Landschftskassier.<= o:p>

Aloys v. Flacho, Rat, Leimedikus u. Landschafts-Phys.

Jo. Mich. Schäffer, Rat u. Rentmeister.

Frz. Christ. Ferd. Seyfried, J.C.O.Amtsrat, Hospital- u. milder Stiftungspfleger= .

Joh. Nep. Walk, Amtsschreiber.

Immenstadt. Xav. Hagspihl, Stadtammann.

Forstamt. Joh. Mich. Schäffer, Forstmeister, s. oben

Forstbetreuter, 1. der Grafsch. Rothenfels, u. 1. der Herrschaft Stauffen=

Geistlichkeit. R.N. Herbster, Hofkaplan u. Benificiat.

Vogteiamt der Herrschaft Stauffen Joach. Leonh. Mayer, J.C. Kanzleirat u. Vogteiverw.=

Frz. Jos. Herrmann, Amtsschreiber.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1796 The Gentleman's magazine, Band 80

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http://books.google.de/books?id=3DC8rPAAAAMAAJ&pg=3DPA787&d= q=3Djosepha+denzel&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DchfOT6LxLoTzsga93eWxCw&a= mp;ved=3D0CGUQuwUwCA#v=3Dsnippet&q=3Dimmenstatt&f=3Dfalse

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[Seite 1046]<= /span>

Gen. Froleig, descending= the Illier, occupied on the 17th Immenstatt an Kempen, and on the 19th advanced= to Isny

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T:Allgemeine Zeitung München

A:Johann Friedrich von Cotta

J:1799

L:http://books.google.de/books?id=3DlL9DAAAAcAAJ&pg=3DPA304&= ;dq=3DNeue+M%C3%BCnchner+Zeitung+immenstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei= =3De2fIT-SdI4nQsgbc-IG9Dg&ved=3D0CEQQuwUwAA#v=3Donepage&q=3DNeue%20= M%C3%BCnchner%20Zeitung%20immenstadt&f=3Dfalse

S:304(320)

X:Oestreich. Im VorArlbergischen ist nach Kemptener Nachrichten vom 10 März bereits= das erste Aufgebot des LandSturms zum Aufbruch beordert worden. Von den Vorfällen in Graubünden hatte man damals in dortiger Gegend noch keine näheren Berichte, ausser daß es nach Berichten von Reisend= en hieß, es sollen einige 100 Franzosen, die am 7 bei Feldkirch zu Gefan= genen gemacht worden wären, in Immenstadt angekommen seyen. 

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T: Augsburgische Ordinari Postzeitung von Staats-, gelehrten, historisch- u …

A:

J: 1802

L: http://books.google.de/books?id=3DKvZDAAAAcAAJ&pg=3DPT501&dq=3DJmme= nstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DufrtT57JK5T34QSy-ezODQ&ved=3D0CG= MQuwUwBTgU#v=3Donepage&q=3DJmmenstadt&f=3Dfalse

 =

S:

 

X:

 

Augsburg, den 24. May.

 

Verflossenen Samstag ist der Graf von Porzia, der sich seit einigen Jahren auf Reisen befand, und dessen Güter bey Udine im Venzianischen liegen, in einem A= lter von 24. Jahren hier verstorben.

Da es Gott, dem Allerhöchsten, gefallen, meinen liebsten Ehegemahl, Franz= von Forster, reichgräfl. Königsegg-Rothenfels'schen Rath und Oberamtm= ann in Linz, an einer Lungenentzündung unterm 29. April von diesem Zeitlic= hen in die Ewigkeit abzufordern, so kann ich nicht umhin diese für uns höchst traurige und schmerzvolle Nachricht unsern sämmtlichen Freunden und Gönnern, überzeugt von ihrer aufrichtigen Theilnahme= zu notifiziren, und mich sammt meiner ganzen Familie zu seiner Freundschaft und Gewogenheit zu empfehlen. Immenstadt den 12. Mai 1893.

Franziska von Forster, geborne von Resing, Wittwe.

 

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T: Das gelehrt Schwaben: order, Lexikon der jetzt lebenden schwäbischen …

A: Johann Jacob Gradmann=

J: 1802

L: http://books.google.de/books?id=3DrKIIAAAAQAAJ&pg=3DPA642&dq=3Djmme= nstadt+Kloster&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DeDcEUPiJHrLc4QSfrrzDCA&v= ed=3D0CD4QuwUwADgK#v=3Donepage&q=3Djmmenstadt%20Kloster&f=3Dfalse

 =

S: 642=

 =

X:

 =

(*) Stadelhofer, P. Bene= dict:

 =

Chorherr des Prämonstratenserordens im Kloster Roth (bey Memmingen,) und der Pfarrer auf der diesem Kloster gehörigen Pfarrey Kirchberg (vorher Pri= or des Klosters), geb. zu Immenstadt am 28 Ap. 1742.

 

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T: Der Bote aus Thüringen

A: Christian Gotthilf Salzmann

 

J: 1803

L: http://books.google.de/books?id=3DDGsHAAAAQAAJ&pg=3DRA1-PT212&dq=3D= immenstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DtkPPT4eWHtHIsgamhv2NCw&ved= =3D0CE0QuwUwAzgo#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt&f=3Dfalse

 

S: 404

 

X:

Schreiben aus Wien, vom 30. Nov. In dem am Sontag und Montag, in Gegenwart Sr. Majest= ät des Kaysers, gehaltenen Staatsrathe ist dem Benehmen nach über das mit Pfalz Bayern wegen der Herrschaft Immenstadt eingetretenne Verhältniß berathschlagt worden. Au´ßer den zu Immenstadt eingetretenen unangenehmen Verhältnissen zwischen Oesterrei= ch und Pfalzbayern, welche von letzterem Hofe veranlaßt worden sind, ind= em man gegen die österreichische Besitzergreifung der Herrschaft Immensta= dt, welches dasselbe durch Kaufrecht vom Grafen von Königsegg an sich gebr= acht hat, pfalzbayrisches Militär hat ausrücken lassen, sind gleiche unangenehme Verhältnisse wegen einiger Ortschaften in dem Theile des vormahligen Bisthums Eichstedt eingetreten, der an den Churfürsten von Pfalzbaiern als Entschädigung gefallen ist. Wegen dieser aggressorisch= en Handlung hat sich Oesterreich genöthiget gesehen. Gegenmittel zu ergreifen; und es ist ein Corps von 31 Batallons am Aufbruch beordert worde= n, welches theils aus Böhmen theils aus Ober-Oesterreich verrückt. D= ie aus Böhmen abgehende Abtheilung wird vom General Fürst Schwarzenb= erg befehligt, und die aus Ober-Oestereich abgehende Abtheilung kommandirt Gene= ral Fürst Lichtenstein. So ernsthaft auch jetzt diese Irrung zu seyn schei= nt, so glaube und fürchtet man doch nicht, daß weitere Feindseligkei= ten statt finden werden. Noch des findet sich der pfalzbayersche Gesandte hier,= und trift auch keine Anstalten, woraus man seinen baldigen Abgang schließ= en könnte.

 

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T: Intelligenzblatt von Salzburg

A:

J: 1803

L: http://books.google.de/books?id=3DUoxEAAAAcAAJ&pg=3DPT279&lpg=3DPT2= 79&dq=3Djmmenstatt&source=3Dbl&ots=3DY7rwb1_7vV&sig=3DTNV_-= uMYm-ouB8mLTNExA-RF7R0&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DxjYIUJ_GMsmI4gScpcDQ= BA&ved=3D0CF0QuwUwBA#v=3Donepage&q=3Djmmenstatt&f=3Dfalse<= /o:p>

 

S:

 

X:

In der Traube ... Den 24. Hr. Graf Max zu Königsegg, Domherr von Immensta= tt.

 

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T: Kritisch-diplomatische Beyträge zur Geschichte Tirols im ..., Band 1,Ausgabe 2

A: Joseph von Hormayr

J: 1803

L: http://books.google.de/books?id=3Dx2w_AAAAcAAJ&pg=3DRA1-PA123&dq=3D= immenstade&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DwlYJUIGwBYm7hAeixJ3qCQ&ved= =3D0CFkQuwUwBA#v=3Donepage&q=3Dimmenstade&f=3Dfalse

 =

S: 123=

 =

X:

 =

Ramuogin predium juxta Breitinwanc, et aliud apud Malles, et predium in venusta valle a quodam Bertolfo sibi

traditum, predium apud Immenstade, Steinipach, Buchse et Routie.

 

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T: Kurpfalzbaierische Münchner Staats-Zeitung

A:

J: 1803

L: http://books.google.de/books?id=3DACVEAAAAcAAJ&pg=3DPT397&dq=3Dimme= nstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DtkPPT4eWHtHIsgamhv2NCw&ved=3D0CG= YQuwUwBzgo#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt&f=3Dfalse

 

S: 1290

 

X:

Stuttgart, den 2ten Nov.

Berichte vom Bodensee vom 25sten Oct. sagen Von der Stadt Lindau, vermöge einer Uebereinkunft mit dem Fürsten von Brezenheim, so wie auch die Stadt Immenstadt, österreichisch. Der k. k. Hofkommissär ist bereits in Lindau angekommen, um im Rahmen des k. k. Hofes Besitz zu nehmen.

 

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T: Schwäbischer merkur ...: eine politische zeitung ..., Teil 2

A:

J: 1803

L: http://books.google.de/books?id=3De5ApAAAAYAAJ&pg=3DRA4-PT141&dq=3D= Jmmenstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DufrtT57JK5T34QSy-ezODQ&ved= =3D0CHMQuwUwCDgU#v=3Donepage&q=3DJmmenstadt&f=3Dfalse

 =

S:

 

X: Berichte vom BodenSee vom 25. Okt. sagen: Nun ist die Stadt Lindau, verm&ou= ml;g einer Uebereinkunft mit dem Grafen von Brezenheim, so wie auch die Stadt Im= menstadt, Oesterreichisch. Der K. K. Hofkommissär ist bereits in Lindau angekomm= en, um im Namen des K. K. Hohes Besitz zu nehmen.

 

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T: Statistische Nachrichten über die ehemaligen geistlichen Stifte Augsbu= rg …

A: Josef Elias von Seifried,Johann Christoph von Aretin

J: 1804

L: http://books.google.de/books?id=3DZV9BAAAAcAAJ&pg=3DPA125&lpg=3DPA1= 25&dq=3Dimmenstatt&source=3Dbl&ots=3DqgA1S4zov7&sig=3DX_Ptx= aLNHaxxruUx423n0ZHrKWQ&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DqPkbUK3aDYaF4gS-m4Co= BA&ved=3D0CEoQuwUwAA#v=3Donepage&q=3Dimmenstatt&f=3Dfalse<= /o:p>

 

S: 125

 

X:

 

XL. Stieffenhofen. 1 Dekan. 1 Kammerer. 2 Deputirte. -- 17 Pfarreien, als in "Ackams. Blaichach. Dieffenbach. Diepolz. Eckarts. Fischen. Hellengers= t. Immenstadt. Knottenried. Maiselstein. Missen. Mittelberg. Niedersonthofen.,= , -- 9 Kapläne, als in "Baad. Bichel. Fischen. Hirschegg. Immenstatt (= hat 2 Kapläne). Missen. Stiffenhofen.,, -- 4 Priester one Beneficien, als = in "Immenstatt (2). Seyfridsberg. Stiffenhofen.""

 

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http://books.google.de/books?id=3DUe1BAAAAcAAJ&pg=3DPA16&dq= =3DJmmenstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DjgvfT8ToEaT64QSF2KmFCg&ve= d=3D0CGcQuwUwBg#v=3Donepage&q&f=3Dtrue

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Wasserstraße

 

von

 

München nach Tyrol und an den Bodensee

 

könnte allein

 

bey fallendem Preise

 

dem

 

baierischen Getreide

 

einen

 

dauernden und vortheilhaften Absatz sichern, auch in Jahr und Tag vollendet seyn.

 

Dem denkenden Publikum zur Beherzigung gewidmet von Gr. v. Portia

 

Der wichtige Gegenstand dieser kleinen Schrift, wenn sie den erwünschten Beyfall verdient, dürfte die Errichtung eines ewig bewunderungswürdigen und Gemeinnützigen Monuments für den allgeliebten König Baierns Max I. als Gegenstück zu dem berühmten Denkmal des grossen baierischen Regenten und Churfürsten Max I. zur Folge haben.

 

Bekanntlich hat Hanns Reifenstul, ein Zimmermann, auf Befehl dieses Churfürsten die berühmte, in ihrer Art einzig bekannte Leitung der Salzsohle von Reichenhall bis Traunstein, 7 Stunden weit, über 2000 Fuß hohe B= erge so kühn als A 2 kunst-

 

hatte, und die dem Hrn. geheimen Rath von Wiebeking zu Ha?den gekommen sind, auch = ein Entwurf vorliege, wie von München nach Innsbruck auf dem Inn eine Wasserstrasse anzulegen wäre, um die Waarenfracht in's Tyroi und den Getreidhandel dahin wohlfeiler zu machen.

 

Ob dieser Entwurf nicht noch kühner, und auch für beyde Provinzen für jetzt und in die Zukunft gemeinnütziger sey, also vorzüglicher ausgeführt zu werden verdiene, als oben angefüh= rte Räumung des Strudels am Inn, mag das, Publikum beurtheilen — wird die Zeit entscheiden.

 

§. 2.

 

Unter diesen Vorschlägen dürfte auch einer, der die Leitung einer Wasserstrasse "von München in den Bodensee angiebt, die Aufmerksamkeit des Publikums mit obiger am Inn theilen, da eine solche Stra= sse noch nöthiger, mithin wenigstens zugleich herzustellen wäre, weil=

 

1) durch Ausführung dieser Idee der gesunkene Salzhandel am Bodensee neues Leben erhalten würde, und

 

2) baierisches Getreid durch die ohne Vergleich wohlfeilere Wasserfracht nach = der Schweiz viel leichter als bisher verwerthet werden könnte.<= /span>

 

3) Wer bürgt dafür, daß künftig nicht auch andere Lä= nder die Schweizer mit Frucht, wie es dermal der Fall mit dem Salze ist, zu vers= ehen sich bestreben, und mit ihnen Lieferungs-Kontrakte abschließen werden= ? *)

 

Man hat seit 1 1/2 Jahrzehenden wirklich solche Dinge erlebt, daß auch di= ese Vermuthung Niemand als ein leeres Hirngespinst verwerfen kann.

 

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*) Der Verfasser erinnert sich, daß von der Rheinpfalz starke Getreidlieferungen nach der Schweiz gemacht werden sind.<= /p>

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4) Baiern, das ohne wichtige Fabriken und Handelsverkehr, bisher nur als ein Ackerland betrachtet werden muß, würde demnach in dem Segen mehr= erer reicher Aerndten mehr seine Quaal als seinen Wohlstand finden.

 

§. 3.

 

Bey Besichtigung des Lokals der vorgeschlagenen Schiffahrt wird der Scharfblick= des Herrn von Wiebeking ihn nicht nur von der leichten Ausführbarkeit beyd= er Wasserstrassen, sondern auch davon überzeugen, daß, wenn verflossenes Jahr Hand angelegt worden wäre, solche bereits von München, auf dem Anger anfangend, den Mühlbach hinauf, dann zwisc= hen Giesing und Harlaching über die Isar, und vermittelst einer Kam-<= /o:p>

 

-------------------------------------------------------------<= /o:p>

*) Während des heurigen Sommers sind alle etwas feuchte Gründe recht ausgetrocknet, folglich versüßt, und alle wohl geackert worden: = es ist also 10 gegen 1 zu wetten, daß das Jahr 1808 gleichfalls sehr fruchtbringend wird.

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merschleuße in einen zu grabenden Kanal, welcher das Speisewasser zum Theil aus einem andern §. 5. zu beschreibenden Kanal erhielte, bis an Wohlfartshausen,= mit gänzlicher Vermeidung der Isar, und wahrscheinlich mit eben den Kosten schon bestände, welche der erst kürzlich vollendete Durchschnitt = der Donau bey Pfalheim erfordert hat. *)

 

Ohugefähr 4 1/2 Stunden von München fände sich der Scheidepunkt<= /span>

 

s) der Wasserstrasse in den Bodensee,

und,

b) der Schiffahrt nach Innsbruck. **)

 

§. 4.

 

Hätte Churfürst Maximilian I., welcher die Salzfabrikation möglichst zu befördern, und die Ausfuhr dieses reichen Handelszweiges wie immer zu erleichtern suchte, die Länder besessen, die durch den Preßburger Frieden an König Maximilian I. fielen, wer

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*) Augsburger Zeitung Nro. 122.

**) S. Uebersicht Nro. I. u.II.

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zweifelt je, daß dieser grosse Regent nicht auch eine solche Wasserstrasse dur= ch den wahrhaft berühmten Hanns Reifenstul hätte anlegen lassen? Sei= ne königliche Majestät von gleicher Sorgfalt, wie dieser Durchlauchtigste Vorfahrer, für Beförderung des Wohlstandes Ihrer Monarchie belebt, werden auch darauf Allerhöchst ihr Augenmerk heften,= und nach Befund der Sache allergnädigst befehlen, daß, mit Hindanset= zung aller Bauten, wenn deren Verzug nicht Gefahr drohet, mit diesem wahrhaft gemeinnützigen Werke ungesaumt angefangen werde.

 

Diese Wasserstrasse gienge demnach, wie gesagt, mit ganzlicher Vermeidung der, ni= cht wohl schiffbar zu machenden, Isar bey Wolsahrtshausen die Loisach aufwärts.

 

Da dieser Fluß aus dem Kochlsee mit Flößen befahren wird, so = ist

 

a) dessen Schiffbarmachung, weil nur hin und wieder die Untiefe ausgeräumt werden muß, gar keinem Anstande unterworfen; *) auch

 

b) nicht an seiner Verbindung mit dem Lech, ebenfalls vermittelst eines Kanals= von dem Einflüsse des Seilbachs 3/4 Stunden von Iffelsdorf bis Weilheim, d= ie Amper hinauf und durch den Jllachfluß oberhalb Raittenbuch zu zweifel= n.

 

c) Die Kommunikation mit der Jller geht längs der Vils hinauf, oberhalb Füssen, bis unter Pfronten, den Bach eine Stunde Weges aufwärts, = wo ein Kanal auf dem felsigten Grunde beginnt, der die Vils mit der Wertach, welche das Speisewasser dazu liefert, in Verbindung setzt. Aus diesem gehts= in den Stärzelbach bis eine Stunde oberhalb des Dorfes Wertach; und halb = an der Strasse

 

--------------------------------------------------------------=

*) Dieses Wasser in gerade Ufer, um die vielen Krümmungen zu heben, die öftere Ueberschwemmungen veranlassen, gefaßt, würde dann vi= ele Tagwerk Wiesen der Viehzucht überlassen.

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ist der zweyte Kanal, die Ostrach durchschneidend, den Berg unterhalb Kranzek im Achenbach eine Stunde lang zu ziehen, und man kömmt in die Jller. Das Speisewasser liefern beyde Bache durch die Retenüen (Anfhaltschleußen.) Endlich aus der Jller durch die Stilach öffn= ete sich die Schiffahrt in den ohngefahr 1 1/2 Stund lang und 1 Stund breiten Alpsee, aus welchem der Argfluß in den Bodensee strömt.

 

Dieser merkwürdige See, der auf einer Seite durch die Jller bey Ulm in die Do= nau, auf der andern durch den Arg in den Bodensee, also auch in den Rhein, fließt,

 

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*) Diese Verbindung des Rheins mit der Donau ist freylich nicht nach dem Sinne= der Verfaßser des so hoch angerühmten Kanals in Franken, der nach dem von Wiebeking'schen Ueberfchlage nicht mehr als 2 Mill. fl. kosten sollte (= a) Kleinigkeit in der treuherzigen Meynung, „es werde sich der Levanteha= ndel aus dem

 

3. Polizeyfama Nro. 49 und 95.

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entübriget uns der schon von Karl dem Grossen angenommenen Idee, die Altmühl durch die, Redniz mit dem Mayn, folglich auch mit dem Rhein zu verbinden. So nützlich die Ausführung dieses Vorschlages damal hätte Deutschland werden können, so verderblich wäre sie jetzt; sie wur= de aber dessen ungeachtet der Regierung neuerdings mit einem Aufwände von= 2 Millionen Gulden angepriesen.

 

Dieser See könnte auch, österreichischen oder französischen Fahrzeu= gen aus der Donau

 

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schwarzen Meere auf der Donau durch Deutschland nach Paris und Holland ziehen, und vorzüglich uns Baiern grosse Vortheile gewähren." Wenn aber = auch diese Chimare möglich wäre, (b) wurde dieser Kanal nicht für Baiern dermal, wenn nicht zugleich auch die andere Strasse, wovon eben die = Rede ist, hergestellt wird, höchst schädlich seyn, da der hollandische Handel über Frankfurt begünstiget, und der von Venedig durch Tyrol und Augsburg gehemmt würde. Eben diese Brochüre (der Kanal in Fra= nken etc.

 

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und dem Rheine zu einem schicklichen Haven dienen, wenn in Folge der Zeit beyde= Na-

 

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Erlangen bey I. I. Palm 1805 ) belehrt das Publikum S. 86. es existire schon durch d= ie Selz und die Schwarzach (wovon jene in die Altmühl, diese in die Redinz gehe, und beynde einen gemeinschaftlichen Ursprung im Moosweyher bey Neumar= kt haben) die von Karl dem Grossen i. J. 796 beabsichtigte Verbindung , welche damal vermuthlich in den undurchdringlichen Waldungen des Nordgaus verborge= n lag. Hr. von Wiebeking in Nro. 49, der Polizeyfama bemerkt, der von ihm vorgeschlagene Kanal bey Allersberg habe hinlänglich Wasser für d= ie frequenteste Schiffahrt. Georg Regnet sagt in seiner dießfallsigen Schrift, obbesagte Schwarzach aus dem Moosweiher sey noch wasserreicher, mi= thin erhielte der Moosweiher das Niveau beyder aus ihm fließenden Bäc= he, und werden diese mit demselben in kanalmäßigen Stand gesetzt, so gewänne man weit wohlfeiler auch in Franken besagte Verbindung, und würde überdieß noch eine schlecht bevölkerte Gegend me= hr beleben. Hat die §. 7. zu findende Berechnung ihre Richtigkeit, da&szl= ig;

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tionen zu einem freundschaftlichen Handelsverkehr sich vereinen sollten. Das klein= e,

 

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mit 7200 fl. ein Kanal von einer Stunde Weges gezogen werden kann, so kosten 42 Stunden von Kelheim bis Forchheim 302400 fl. in so fern wirklich auf dieser ganzen Strecke ein neuer Kanal gegraben werden müßte. Nun sagt in der Polizeyfama Hr.v. Wiebeking, die Altmühl von Kelheim bis Baierngri= es, wo die Schwarzach eintritt, sey beinahe ganz schiffbar, und die Brochü= re, der Kanal in Franken, spricht S. 88, die,Redniz serpentire nicht häufi= g, sey von Fürth bis Bamberg mehr als schiffbar, und von Forchheim aus la= ngst in schiffbaren Stande. Da also von Furth bis Baierngries 21 Stunden sind, d= ie am Meisten kosten würden, so erhellet hieraus beynahe eine mathematisc= he Gewißheit, daß einst der Kanal in Franken keine 2 Millionen , sondern nicht mehr als 302400 fl. fordern, und nur nach Herstellung obiger Wasserstrasse nützlich seyn würde.

 

b) Die Wienernegotianten sind wohl sehr kurzsichitig, den Handel über Tri= est auf der Axe, und nicht auf der Donau zu führen! —

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gewerbsame Städtchen Jmmenstadt an der Mündung dieses Sees würde sich trefflich zum Entrepôt schicken.

 

Diese Verbindung des Rheins mit der Donau ist in Ansehung Frankreichs darum vortheilhafter als der hochgepriesene Kanal jn Franken, weil über Hünningen den Rhein *) herauf eine weit kürzere Wasserstrasse als selbst über Marseille, zur berühmten Messe von Sinizaglia fü= hren würde, wo beynahe alle Nationen, auch Türken, zusammentreffen, und vorzüglich Baiern, wie vor alters durch Speditiön, nun selbst ihre Loderer-Waaren und Jndustrieerzeugnisse dahin verhandeln, und levantinische Produkte als Rückfracht nach Haus bringen könnten.

 

Und

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*) Dem Rheinfalle bey Schafhausen wird sehr wahrscheinlich bey jetzig politisc= her Lage von Europa leicht abgeholfen werden, besonders wenn diese baierische Wasserstrasse zu Stande kömmt.

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Und — wie sehr würde nicht die baierische Steinkohlen-Gesellschaft a= us dem Benschberg 1/4 Stund von der Loisach gelegen, auch andere Steinkohlen- Bergwerke durch diese Navigation gewinnen? Die vielen darauf verwendeten Kapitalien liegen dermal todt in dem Bergwerke, würden aber durch diese Wasserstrasse neues Leben und rege Thätigkeit erhalten, wenn die Gesellschaft ihre Steinkohlen zu Wasser *) nach Ulm auf der Jller

 

und

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*) Zur höhern Verwerthung der Steinkohlen ist in England durch den Herzog= von Bridegewater der merkwürdige Kanal von Worsley-Mill nach Liverpol, mit einer Aufopferung von 2 Millionen Pf. Sterling gegraben worden. Er fangt un= ter der Erde im Innersten der Steinkohlengruben an, und zwar am Fuße eines felsigten Berges, und in einer Tiefe von 40 bis 110 Schuh, unter der unglei= chen Oberfläche desselben. In den Berg ist zu diesem Ende ein grosses Gewölb eingehauen. Die erste Einfahrt in denselben betragt eine Lange = von 3000 Fuß, 6 1/2 Breite, und 7 1/2 Hohe, den

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und in die Gegend, wo Holz mangelt, und Torf gebrannt wird, wie auch in einige<= o:p>

 

Städte

 

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Stand des Wassers mitgerechnet, das 3 Fuß 4 Zoll tief ist. Man kann sich al= so in den Kähnen, mit welchen man diese unterirdische Schiffahrt anstelle= t, weder aufrecht halten, noch drehen, oder wenden. In einer weiter« Länge aber von 2250 Fuß erweitert sich die Fahrt auf 7 3/4 bis 10 Quadratfuß Breite. Die Kähne, deren man sich hierzu bedienet, si= nd 47 bis 50 Fuß lang, 4 1/2 breit; tragen 6 bis 8 Tonnen, und gehen mit solcher Ladung 2 Fuß 7 Zoll tief; ein Mann reicht hin, sie fügli= ch zu leiten und fortzuführen. Man braucht wohl 2 1/2 Stunde zur unterirdischen Fahrt, bis man wieder das Tageslicht erblickt. Bey der ersten Lange von 3000 Fuß sind in gewissen Entfernungen seitwärts Plätze in den Felsen gehauen, in welchen sich eines der einander degeg= nenden Fahrzeuge anlegt, damit das andere unbehindert vorbeyfahren kann. Am Borde eines jeden Fahrzeugs sind zu beyden Seiten Lichter angebracht, um sehen zu können. Won dem graben Kanal leiten beyderseits

 

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Städte der Schweiz, denen es gleichfalls an Holz fehlt, verführen könnte, wodurch denn

B 2 Baiern

 

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unterirdische Gänge nach den Kohlengruben. An einigen Stellen sind durch den Berg, u= nter welchem der Kanal liegt, senkrechte Oeffnungen gehauen , deren Tiefe 111 Fuß beträgt, um der freyen Luft Eingang zu verschaffen, oder im Nothfalle durch diese Oeffnungen Jemand herablassen zu können. Gleich anfänglich, wo der Kanal zu Worsley-Mill aus dem Kohlen-Bergwerke herauskömmt, stößt er queer auf einen Bach, bald nachher auf einen Fluß, an andern Orten aber an tiefe und breite Thäler, und über alle ist er vermittelst gewölbter Bogen geleitet worden. Vier englische Meilen von Worsley-Mill hat man ihn queer über den 130 Fu&sz= lig; breiten und schiffbaren Jrwell Fluß, und über das 600 Fuß breite Thal, durch welches der Fluß strömt, in gleichem Niveau m= it Worsley - Mill 40 Fuß hoch weggeführt. Es tragen ihn daselbst ge= wölbte Bogen, unter welchen Schiffe wegsegeln können. Hier ist der Kanal 18 Fuß breit, 3 1/2 tief. Man kann nebenher auf dem Gewölbe gehen, = und ein Schiff wird,wenn

 

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Baiern einen neuen wichtigen und bisher noch unbekannten Ausfuhrartikel gewinne.

 

§. 5.

 

Die andere Wasserstrasse von München im Inn bey Rosenheim, folglich nach Innsbruck, fienge, wie §. 3. gesagt wurde, bey dem Scheidungspunkte von dieser und der vorigen 4 1/2 Stund von München in dem Kanale an, der n= ach Wolfartshausen'führt. Aus diesem trieb sich dann die Schiffahrt links = in einen andern, bey Arget die Landstrasse durchschneidenden, Kanal, der das erforderliche Wasser aus dem Tegernsee erhalten müßte, und in gerader Linie eine Strecke von ohngefähr 4 Stunden weit, durch den Hühnerlochwald zwischen Grub und Obertilching in die Mangfall hinab. Da aber bey anhaltendem Regen das Wasser oft sehr an-

schwillt

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es, nicht segeln kann, auf diesem Wege von einem Pferd fortgezogen.<= /span>

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schwillt, auch wegen derauf dem linken Ufer angelegten mehrern grossen Mühlen der Strom ohne Ungeheuern Kostenaufwand nicht schiffbar gemacht werden kann, so wäre zur Sicherheit der Schiffahrt am zuträglichsten, den erforderlichen 40 Schuh breiten und 6 tiefen Kanal ohngefähr 7 Stunden lang, und durch das Puellacher Moor in den Inn zu führen, dadurch würde

 

1,) nicht nur die Gegend von Rosenhein, künftig von den grossen verheerend= en Überschwemmungen befreyt, sondern

 

2) dieser Moor auch trocken gelegt, und von benachbarten Tyroler Ansiedlern ur= ban gemacht werden.

 

§. 6.

 

Weil bis Hauptabsicht der beyden Wasserstrassen ist, die Ausfuhr des baierifchen Getreides nach der Schweiz und in das Tyrol zu erleichtern, so darf man nic= ht auf halbem Wege stehen bleiben, sondern, da bekanntlich italiänisches Getreid bis nach Brixen geführt wird, muß die Strasse bis an die= se Stadt reichen, damit auch das südliche Tyrol sein Getreide wohlfeiler = aus Baiern beziehen kann. Ueberdieß wird sich ein neuer Abnehmer des baierifchen Getreides in Brixen fleißig einfinden, nämlich der angränzende Oberkarntner.

 

Die Wasserbahn aus dem Inn über den Brenner nach Brixen fände keinen Anstand, indem ein 3/4 Stund langer Kanal, der auf dem Berge längs der Landstrasse durchgegraben wird, den Inn mit der Etfch verbindet; nur kä= ;m' es noch auf die Emtheilung der erforderlichen Kammerschleußen an, um<= o:p>

 

1) die Schiffahrt bequem auf dem wasserreichen, sich schlängelnden, von g= ar keinem Wasserfalle unterbrochenen und beynahe schiffbaren Sill 9 Stunden bi= s in den Inn hinunter zu leiten, und

 

2) auf der andern steileren Seite die 3 Stunden bis Sterzing von dem Brenner herunterstürzende Eysach, welche unter Bozen in die Etsch fällt, = auch durch erforderliche Schleusten bis an Brixen, wo sie die Rinz aufnimmt, ohngefähr 9 Stunden schiffbar zu machen.

 

An geschickten und thätigen Arbeitern fehlt es in Tyrol nicht.=

 

Bey dem so allgemein bewunderten Kanal von Lanquedoc sind 2,3, 4 bis 6 fache Kammerschleußen*) übereinander, auch hin

 

und

 

------------------------------------------------------------We*) Wer sich vielleicht von dergleichen Kammerschleußen keine Idee,machen kann, findet sie hier im Kleinen an den Schleußen im, Garten von Nywphenburg. Schade, daß die zu Schleißheim keine Thore hat, um= dem Torfe,, theilS zu Ziegel- und Branntwein-Brennereyen, theils auch zur Feuer= ung der Kasernen in München, die Schiffahrt zu öffnen, wodurch die jährliche Ersparnis von vielen 1000 Klaftern Holz vortheil-=

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und wieder ungeheure Wasserbehältnisse angebracht, um den Kanal bey zu trockner Witterung zu speisen. Er ist über 55 Brücken, Unter welc= hen so viele Bäche und Waldströme durchfließen, geleitet, drängt sich durch Felsen und Berge, durch die ihm die Betriebsamkeit d= er Menschen eine Bahn zu hauen wußte, und dieß alles, um den innern Handel Frankreichs vermittelst der Schiffart

 

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haft ins Ausland verwerthet werden könnte, da es ohnehin ein Augenmerk der Regierung ist, diesem erst beginnenden, und noch so wenig gekanntem Erwerbs- und Handelszweige höheren Werth zu geben. Der Schleißheimer Kana= l, mildem Schwabinger - Bache längs des englischen Gartens , und mit dem Mühlbache verbunden, und etwas tiefer gegraben, würde durch Verbindung der Amper mit der Ilm zwischen Eiterbach und Pfaffenhofen, eine = 17 Stunden weite Schiffahrt bis in die Donau eröffnen — ein Unternehmen, das durch 3 Militärabtheilungen in 136 Tagen vollendet we= rden könnte. §. 7.

 

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aus dem mittelländischen Meer in den Ozean zu befördern.

 

Um wie viel erwünschlicher wäre die so eben vorgeschlagene Wasserstr= asse für Baiern, da sie nicht nur allein den inländischen Handel beförderte, sondern auch die Verwerthung des Getreides, des beynahe einzigen Reichthums von Baiern, bezweckte, und über dieß bey wei= tem nicht mit so viel Schwierigkeit und Kosten verbunden wäre, weil hier k= eine sechsfache Schleusten nochwendig sind, weder an Wasser noch Bruchsteinen Ma= ngel ist. Es würde daher dieses grosse Werk in Vergleich des bey weitem überwiegenden augenscheinlichen Gewinnes weder kostspielig, noch in der Ausführung zu schwer seyn.

 

Italienische Schiffe kommen bis Solurn, ohngefähr 7 Stunden unter Bozen *) wird nun=

 

auch

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*) Das Grönninger Haffnergeschir, das die Tyroler mit soviel Mühe und bey einer so armseligen Lebensart am Fabrikations - Orte holen

 

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auch von hier bis Brixen — ein Weg von 9 Stunden — die Schiffahrt hergestellt, welche bisher des zu schnellen Laufes des Wassers, seiner Unti= efe, und der vielen Bergströme wegen rich im Gange war, so ist eine Wasserb= ahn bis Venedig eröffnet, — von Italien bis an den Bodensee — = und so würde der Ozean mit dem adriatischen Meere verbunden — welch = ein Monument für König Max I. von Baiern!!!

 

Wasser ist das Leben dieses Erdkörpers und dsS Vehikel alles Reichthums seiner Bewohner — aber auch ihrer Wissenschaften und Künste — auch ihrer steigenden Kultur die immer einen höhern Grad erklimmen wird, wie mehr man den verschiedenen Nationen ihre Berührung erleichtert und vervielfältiget:.

 

Was-

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von wo sie es bis nach Bozen und Roveredo verführen, würde wegen sein= es guten Materials auch in dem benachbarten Italien willkommen seyn, und dürfte durch diese Wasserstraffe ein sehr beträchtlicher Ausfuhrartikel für Baiern werden.

 

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Wasserstrassen befördern die Handlung, den innern Verkehr und Gewerb aller Art, da sie die Transportkosten gegen die Landfracht beynahe hundertfach vermindern, und werden von allen einsichtvollen Regierungen, die das allgemeine Wohl beziel= en, zu den wichtigsten Anstalten gerechnet.

 

§. 7.

 

Zu näherer Beleuchtung dieses Vorschlages werden die allenfalls erforderlichen Kosten

 

hier

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*) Le Zèle du gra= nd Colbert à des choses importantes, décida Louis XIV à f= aire exécuter le Canal de Languedoc, projeté et executé par Pierre Riquet de Bonrepos, de concert avec un Ingénieur royal. ̵= 2; Monumem comparable à tout ce que les Romains ont tenté de plus grand. Quand les grandes choses font ébauchées, il est facile à ceux qui les contemplent, de les imaginer plus parfaites et plus grandes. V. Encyclopédie, mot Canal. Auf diesem 6 Schuh tiefen Kanal wird aller Orten mit einem Pferde ei= ne Last von 1800 -  2000 Zentner fortgebracht.

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hier nach einer Approximations-Schätzung berechnet.

 

Im Donaumoor wurde die Klafter zu 30 Schuh oberer Breite, 14 auf den Grund, un= d 8 bis 9 Schuh Tiefe (hier braucht man nur eine Tiefe von 5 bis 6 Schuh) f&uum= l;r 2fl. 54 Kreuzer gegraben.

 

Nun rechnet man auf eine Stunde beyläufig 2400 Klafter; wir wollen zu unse= rm Kanal die Klafter zu 40 Schuh oberer Breite, 20 Schuh auf den Grund, und 5 = bis 6 Schuh tief annehmen, und hierfür z fl. bezahlen, so kostet eine Stun= de 7200 fl.

 

Es ergeben sich nun auf dieser Wasserbahn folgende Punkte,

 

1) von Giesing bis an Wolfartshaufen 6 Stund mit 43200 fl.

 

2) Von da bis in den Bodensee ohngefähr 36 Stund, mit einem Kostenbetrage=

 

von 259200 fl.

 

3) Der Kanal im Inn (§. 5.) von 11 Stunden, mit 79200 fl.

 

 

4) Die Bäche aus dem Tegernsee, und Staffelsee um die 2 Kanäle bis in die Mangfall und in das Jhenhauser Bächl zu speisen 70000 fl.

 

Im Donaumoor wurde für eine Klafter von 6 Schuh obrerer Breite, 2 —= 3 Tiefe, und 1 1/2 auf den Grund 18 Kreuzer bezahlt; nach diesem Anschlage kostete die Stunde 720 si. Nun rechnet man von Tegernsee bis Arget, auf der Strasse nach München, 6 St., und von Staffelsee bis am Friggerseehof 3 St., welche also kosten würden 6980 fl.

 

Ich rechne ferner für Brücken, um beyde Bäche von einem Berge auf den andern bis an besagten Kanal zu leiten den Rest

mit 63020 fl.

 

5) Die Entfernung aus dem Inn bis Briren beträgt 18 Stunden, und von hier= bis Solurn beyläufig 16 Stunden, und der Kostenaufwand auf diese 34 Stunde= n

 

2442OO fl.

 

in Summa 695800 fl.*)

 

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*) Um nicht zu fehlen; hat man diese ganze Wasserstrasse als nenen Kanal angesetzt.

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6) Kammerschleußen braucht man

a) von Giesing bis Wolfartshausen, einfache&n= bsp; 4.

 

b) Von diesem Punkte bis an den Bodensee, mit Einschluß der Aufhaltschleußen, beyläufig 10.

 

c) Von dem Scheidungspunkte aus dem Kanal a) bis an die Mangfall 2 doppelte also  4.

 

d) Am Inn vielleicht 1.

 

e) Oberhalb Matrai bis auf den Brennerberg, schwerlich mehr als  4.

 

f) Vom Brenner bis nach Brixen, weil die Eisach steiler als der Sill vom Berge herabstürzt 6.

 

g) Von dieser Stadt bis nach Solurn können vielleicht noch einige nö= thig seyn, höchstens 4.

 

In allem also 33.

 

Da es in den Gegenden, wo man dergleichen Schleusten bedarf, nicht an Bruchste= inen fehlt, so wird der Ansatz von 10/? fl. für jede Schleuße Niemand= zu gering scheinen ; sohin wäre der Betrag von allen

 

330000 fl.

 

Vermuthlich müßte der Kanal von Brixen bis Solurn der vielen Waldströme wegen, die sich in das Hauptwasser ergießen, und viel Schutt flö= zen, auf Brücken geleitet werden, um unter selben den Wildbachen und andern Wässern freyen Lauf zu lassen; da, für nun, und zu Vergütung jener Gründe oder Häuser, die ihrer Lage nach, sowohl in Baiern a= ls in Tyrol und Schwaben, dieser Wasserbahn geopfert werden müßten rechne man 400000 fl.

 

Zusammen 1425800 fl.

 

Wenn in einem Tage 6 Mann eine Klafter zu 40 Schuh obere Breite, 20 auf den Grund und b Tiefe graben, so bearbeiten 600 Mann in 24 Tagen eine Stunde Weges, folglich würde der Kanal von Giesing bis Wolfartshausen, eine Strecke = von 6 Stunden, längstens in 150 Tagen vollendet seyn.

 

Da man die Taggebühren für Chef, Inspektor, Wasserbaubeamten, dann d= ie Voiture-Kosten neben andern Ausgaben für diese 150 Tage nicht bestimmt ansetzen kann, so dürften sie praeter propter leicht nach dem Verhältniß des erst kürzlich vollendeten Durchschnitts der Donau angenommen werden, durch deren Bekanntmachung sich die Augsburger Zei= tung um das Publikum sehr verdient machen würde, da sie demselbeu doch von allen Wasserbaulichkeiten seit 2 Jahren interessante Nachrichten giebt, und erst kürzlich Nro. 169. von diesem Donaudurchschnitt erzählte, daß er 1113 1/3 Klafter Länge, in seiner stärksten Breite 15 Klafter, und in seiner Tiefe 8 bis 10 Schuh betrage: nach dieser Angabe aber verkürzt er den Lauf der Donau, nicht um 1/2 Stunde, sondern nur um 10= 33 1/3 Klafter.

 

§. 8.

 

Nach diesen Angaben ist der Kalkül leicht zu ziehen, daß, wenn vom Bodensee bis nach Bozen unter Leitung der hierzu nöthigen Ingenieurs*)= 15 Abtheilungen von 600 Mann Militär, deren jede zu einer

 

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Von den französischen Offiziers, die voriges Jahr, während ein Theil = der Armee in Baiern kantonirt war, bey dem Verfasser im Quartier lagen, hat er immer, so oft das Gespräch auf diesen Gegerstand fiel, gehört, da= ß in Frankreich auch jetzt noch, wie vorhin das in alle Departements vertheil= te Ingenieurs-Korps alle Wasserleitungen und Bauten, Brücken- Chausee- und Kanalanlagen , mit Benehmung der Civilstellen *) zu besorgen hat, und aus politisch- und ökonomischen Gründen daran auch während des Krieges beynahe so thätig gearbeitet wird, als sonst zur Friedenszeit,= um

 

1) dem Staate solche Arbeiten durch den regen Geist des allenthalben verteilten Militärs, das auch im Frieden nicht dem Müßigange überlassen, und zu seiner bessern Aushülfe

 

*) Dieß war auch einst in der Rheinpfalz vor 1770 eingeführt; wurde aber nachhin durch den Einfluß einer Jmmediatkommission, die dem Aera= rium sehr theuer zu stehen kam, wieder abgeändert.

 

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Kanallänge von mehrern Stunden, und zu Erbauung der Schleusten angewiesen ist,

 

v'er

 

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mit einer kleinen Zulage von dem Staate belohnt wird, geschwinder zu leisten; d= ann

 

2) um die Ingenieurs immer in praktischer Uebung zu erhalten/und damit junge L= eute ihre Talente entwickeln könmn. Dadurch bezweckt der Staat, daß Brucken und Wege einsichtvoll und solid gebaut, und die öftern, so kostspieligen Reparationen vermieden werden; weil sie alle,' wo immer möglich, vcn Nauh- oder Ziegelsteinen aufgeführt sind. So hat der Ingenieur bey dem Kanäle von St. Quentin, wo er an einem sichern Punkte einen Bach durchschneidet, eine so künstliche, freystehende Kreutz - Brücke aufgemauert, daß man ihr den Namen Sanspareil gab. Bey Gelegenheit folgende Anekdote zu einiger Beleuchtung des Brückenbauwes= ens in Baiern.

 

Den 16. July d. J. frühe war bey dem Mauthause von Zohling die Brücke über die Amper zum Theil abgetragen, um neue Endsbäume einzuziehe= n. Man erinnerte die Reisenden, unterhalb bey einer Mühle <= /p>

 

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verwendet werden, dieses grosse und gemeinnützige Werk, ein Riesen Monument, als Gegenstück zum berühmten Kanal von Languedoc -— worein unser allgeliebte König, Max Joseph I. mit unverlöschlichen Zügen =

 

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überzufahren. Ein Fuhrman aber mit seinem schwer beladenen Güterwagen protestirte dagegen, besah die alten Bäume, urtheilte sie für so gut , da&szl= ig; sie wohl noch einige Jahre dauern könnten, und nun wurden die Dielen '= von den bey der Arbeit angestellten 2 Zimmerleuten und dem behülflichen Fuhrmanne wieder Aufgelegt. Unterdessen erzahlte man, der an der Brücke wohnende Mauthner habe sonst nicht mit diese Brücke, sondern auch die Chaussee von Frevsing bis Maynburg zu besorgen gehabt; bey der neuen Organisation aber sey ein geeigneter Wegmeister 2ter Klasse mit 280 fl. jahrlicher Besoldung, und 2 fl. Diäten ausgestellt worden, und diesem = sey, wenn auch um einige Jahre zu früh, die Brücke für baufä= llig angegeben worden, um eine Gelegenheit zu 'our de baron aufzufinden, deren vielfaltige Wiederhohlung im ganzen Lande viele tausend Gulden jährlich betragen dürfte. -

 

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seine Unsterblichkeit gräbt, in einem Jahre vollendet seyn könnte. Und = wer würde die oberste Leitung dieses Unternehmens mit mehr Gewicht, Thatigkeit, Eifer und Freude am zweckmäßigsten führen, als BaiernS Kronprinz, Karl Ludwig, der auf seinen Reisen durch Frankreichs mittägige Provinzen das herrliche Monument gesehen hat, das allein groß genug ist, das Andenken Ludwigs XIV. zu verewigen? — Und besitzt nicht das k. b. Jngenieurekorps talentvolle Männer genug, denen die Ausführung dieses Vorschlages kein schweres Problem, wohl aber eine erwünschte Gelegenheit seyn würde, sich durch Kenntniß, Tha= tkraft und Diensteifer neuerdings auf das vortheilhafteste auszuzeichnen, und die = ihre vereinte Kräfte anstrengen würden, um in möglichst kurzer Ze= it ein so gemeinnütziges als ruhmvolles Werk herzustellen , das den Gewerbsfleiß im Allgemeinen unglaublich beleben, und selbst die Bevölkerung in diesen Gegenden beträchtlich vermehren müßte? — Wer kann wohl zweifeln, daß nicht das gesan= nme Militär kraftvoll mitwirken sollte, um seinem angebecheten Feldherrn, = der alles Ungemach' und die Gefahren des Krieges mit ihm theilte, neue Beweise seiner Liebe und seines Diensteifers durch allgemeine Kraftanstrengnng zur Herstellung eines MomunentS zu geben, durch das sich jede Hand verewiget, d= ie daran Theil nahm. Wenn man die Großthaten der für das Vaterland = und die gute Sache rühmlich Gefallenen der Nachwelt in Erz und Marmor überliefert dürfte nicht auch eine kolossale Steinmasse der Nachw= elt die Namen derjenigen aufbewahren, die sich durch dieses Unternehmen des Vaterlandes Dank, der Nachwelt Bewunderung und Ruhm erwarben? —<= /o:p>

 

Das hohe Ministerium, von des grossen Colberts Eifer für wichtige Unternehmungen (§. 6. Note) beseelt, wird in Erwägung ziehen, daß das Getreide der einzige Artikel ist, mit welchem nicht nur alle StaatSlasten gehoben, fondern auch alle andere Artikel , welche das Bedürfniß oder der Luxus

 

des

 

Städters von dem Auslande bezieht, saldirt werden müssen, und daher ohne Zeitverlust die geeignete Verfügung treffen, daß die beträchtlichen , für heuer dem Wasser - Brücken- und Strasse= nbau angewiesenen Summen, zu dem vorgesteckt höhern Zwecke verwender werden= , da selbst dieses grosse Opfer ein Beweis ist, wie, sehr man den entschiedenen Einfluß von solchen nützlichen Unternehmungen auf das öffentliche Wohl zu würdigen, gewiß aber, auch die zur Zeit noch entbehrliche Räumung des Strudels im Jnn, (§.1.) ' und die künstliche Brückenbankuude auf dem Lech hindanzusetzen weiß= ; *) es wird daher förderlichst befehlen:

 

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*) Der Augsburger Zeitungsschreiber scheint, nach seinem Blatte Nro. 164 zu urtheilen, nie in Baiern gewesen zu seyn / oder sein Correspondent ist,ein Olibrius erster Klasse, der für die vielen und sichtbaren Meisterstücke, der Hydraulik kein Aug hat. Es scheint nicht,

 

1) daß er die vielen grossen und kleinen Brücken im englischen Gart= en, noch jene die nach Bogenhausen führt,

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I. daß sogleich Steinbrüche an schicklichen Orten eröffnet wer= den: als

 

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2) nicht die steinerne Jsarbrücke,

 

3) oder das von grossen Quadersteinen gemauerte Jsargestade., oder Beschlächt, womit schon unter voriger Regierung angefangen von letzter= er fortgesetzt wurde, durch den eingetretenm Krieg aber wieder ingehalten werd= en mußte:

 

4) nicht die schöne und, künstliche Leitung der Isar in und auß= ;er München;

 

S) deßgleichen bey Landshut,

 

6) nicht minder den aus dem Schwabingerbache nach Schleißheim gefüh= rten Kanal, der unterhalb Dachau in die Amper fließt, und leicht mit der D= onau zu verbinden, (§. 6. Note) darum merkwürdig ist, weil vermittelst= der Nab und Saal, da, beyde im Fichtel-Gebirge ohnfern, von einander entspringe= n, und letzte in die Elbe fließt, eine leichte Navigation von Münch= en bis Hamburg sich öffnete; ,

 

7) den aus dem Würmsee nach Nymphenburg, welcher kunstvoll in dem Garten = mit Kammerschleusten versehen hin und wieder in mehrere Kanäle sich verthe= ilt, dann

 

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in Baiern.

a) Im Deisenhofer Walde.

b) Bey Hohenkirchen an der Mangfall,

c) Zu Raitenbuch.

 

In

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8) die in ihrer Art bisher in Europa einzige Salzwasserleitung von Traunstein = nach Reichenhall, nicht das merkwürdige Modelenkabinet in München, und dergleichen mehr jemal gesehen, oder mit Kennerblicke gewürdiget hat; = wie könnte er sonst ein so feines Compliment den baierischen Ingenieurs und Wasserbaukundigen machen, da er sagt: Die Hydrotechnik sey jetzt erst in Ba= iern aus ihrem Schlummer erwacht, und weit über ihre bisherige Grenzen, erweitert worden etc. Das Schmeichelhafte, so im darauf folgenden Blatt Nro. 169. gesagt ist, leitet das denkende Publikum nicht irre, sondern da es mit ihnen, mein Herr Quidam von der überaus grossen Nützlichkeit, aber auch von der Kostbarkeit der Wasser- und Landstrassen, auch ihrer Unterhalt= ung überzeugt ist, die durch Verheerungen des Wassers vorzüglich groß werden, und nur durch viele auch

 

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In Schwaben.

d) Oberhalb Pftonten.

e) Bey Kranzek-

------------------------------------------------------------ thätige Menschen geschwind erzielt werden muß, so ist gewiß auch sein Wunsch, daß wie vormals die römischen Legionen in Friedens-Zeiten an nützlichen Unternehmungen arbeiten, und wie itzt die Französischen Krieger in Dalmatien durch'neue Landstrassen die Stä= ;dte mit einander in Verbindung setzen, um den Verkehr mit benachbarten zu befördern, daß nach Frankreichs Beyspiel (§.8.Note) das königl. Militär und das Jngenieurskorps das Nasser - Brücken- und Chaussee-Bauwesen, mit Benehmung der administrativen Stellen, über sich hätte, so würde, mit Ersparung eines hohen Aufwandes, diese dienstwillige Fama verstummen müssen. Uebrigens wird in Hinsicht der hölzernen Brücken sich überhaupt auf die Note 2 §. I. bezogen. Dann könnten nicht die Mauthner und Posthalter, da sie ohnehin beynahe täglich auf den Strassen und letztere noch obendrein ansäßige Bürger sind, die Aufsicht für Ausbesserung de= r

 

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In Tyrol

f) zwischen Steinach. und Sterzing ,

 

um die zu den Schleusten nöthige Quadersteine, so lange es die Witterung = bis zu eintretender Kälte gestattet, vorzubereiten, damit sie ' den Winter hindurch auf den Schlitten wohlfeil und ohne grosse Mühe an Ort und St= elle gelangen können.

 

2. So sind auch die nöthigen Kalköfen in möglichster, Nähe= der zu erbauenden Schleußen, wo man ihrer bedarf, noch vor dem Winter zu erbauen, um auch die zum Kalkbrennen erforderlichen Steine auf Schlitten da= hin zu führen.

 

3. Das hierzu nöthige Holz wäre anzuweisen

 

g) im Deisenhofer Walde,

 

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Strassen besorgen? könnte der Konig mit den Kosten der jetzigen Strassenbau-Reg= ie nicht ein Korps Sappeurs, das noch mangelt, halten?

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b) im Hühnerloch, und so

 

c) auf der ganzen Strecke längs des zu ziehenden Kanals, um auch dieses im Nothfalle im Winter den Kalkofen auf Schlitten zu verschaffen. <= /span>

 

4. Ist das Terrän da zu niveliren, wo die Kanäle eröffnet werden sollen, nämlich:

 

I. in Baiern.

 

a) Von Giesing bis an den Einfluß des Ascholdings Mühlbachs in die Isar.

 

b) Von dem Einfluß des Seilbachs 3/4 Stund von Jsselsdorf in die Loisach durch den Filz oder Morast bis am Ostersee; von diesem Punkte durch den Gru= nd der Frigersee Bauern bis an den 1/4 Stund langen Morast, aus welchem das Jhenhauser Bichl entspringt, und 3/4 Stund unterhalb Weilheim sich in die A= mper ergießt. Dann vom Staffelsee um das Speiswasser für diesen Kanal= zu erhalten. *)

 

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*) Da diese zwey Filzen jetzt ganz ausgetrocknet sind, so dürften sie zu = mehr Beförderung

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c) Oberhalb Raitenbuch bey dem Abfalle des Wildsteiner Mühlwassers, um den Illach Fluß in den Weyher, der seinen Ausfluß im Mühkbächl von Raitenbuch in die Amper hat, zu leiten.<= /span>

 

d) Von dem TheilungSpunkte obigen Kanals a) bis in die Mangfall.

 

e) Von Tegernsee, um das Speisewasser für a) und f) bis Arget zu leiten.<= o:p>

 

f) Von dem Einfluß f) in die Mangfall bis am Inn.

 

2. In Schwaben.

 

g) Ohngefähr 3/4 Stund oberhalb Pfronten, um die Vils mit der Wertach zu verbinden.

 

h) Eine Stunde oberhalb des Dorfes Wertach, zur Vereinigung des Starzelbaches = mit dem Achenbachs, bey Kranzek, der sich in die Jller ergießt; von der

 

------------------------------------------------------------ dieses Vorschlages noch heuer ausgegraben werden, weil es mit Hälfte d= er Kosten geschehen kann.

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Jller bis in den Bodensee besteht ohnehin eine natürliche Wasserbahn.*)=

 

3. In Tyrol.

i) Auf dem Brenner, um den Sill und die

Eisach zu verbinden.

K) Um die Eintheilung der Kammerschleußen zu bestimmen=

 

1. bis unterhalb Steinach,

2. bis Sterzing.

 

I) Ist zwischen Sterzing und Solurn, von woaus die Schiffahrt bis Verona schon bestehet, festzusetzen, auf wie viel Brücken der Kanal zu leiten sey, = um den wilden Wässern unter demselben den nöthigen Lauf zu lassen, w= eil sie viel Schutt mitführen.

 

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*) Wo Bäche und Flüße schon ihren zweckmäßigen Lauf haben, braucht man sie nur in gerade Ufer zu bändigen, ihnen die gehörige Breite und Tiefe zu geben, und wo es nörhig ist, Aufhalt= - Schleußen anzulegen.

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Sind diese Anstände bis vor eintretendem Winter berichtiget, so könnte künftiges Frühjahr 1808 zu graben, dann die Kammerschleusten zu errichten gleich angefangen werden, und man würde bis Ende Septembers fertig seyn. *

 

Es versteht sich von selbst, daß die eineinschlägigen Landgerichte = und Rentamter in allen Stücken behülflich an die Hand gehen.

 

§. 10.

 

Stationen

 

für 15 Militärabtheilungen, jede zu 600 Arbeitern mit Ingenieurs zu diesem Kanal-Baue.

 

Die Richtung des Mühlbaches auf dem Anger vom sogenannten Neubau anfangend= bis in die Jsar wäre von München aus zu besorgen.

 

1te Station von Giesing bis an den Einfluß des Ascholdinger Mühlbach= s in die Isar hat 6 Stunden, und 3 einfache Kammermerschleußen. Die hierzu nöthigen Felsenstücke liefert die umliegende Gegend.

 

Die 2te in Wolsahrtshausen hat

 

a) den Durchschnitt der Erdzunge, auf der Röll genannt, ohngefahr 1/2 Stu= nd breit bis ans Fahrwasser der Loisach zu bewerkstelligen. S. Uebersicht.

 

b) Dann die Loisach herauf bis an den Einfluß des Seilbachs in dieselbe,= hin und wieder die mangelnde Tiefe von 6 Schuh zu geben, und diesen Fluß möglichst in gerade Ufer zu weisen.

 

c) Den Filz, oder Morast von diesem Bache, ohngefähr eine Stunde, bis an = den Oster-See zu durchgraben, und diesen vermittelst eines Damms von dem in denselben fließenden Bach aus den öbern Weyhern zu sondern.=

 

d) Einigeunbedeutende Anhöhen, etwa 1/4 St.lang, durchzugraben, bis an den Morast von 1/4 Stund, worin das Jhenhauser Bächl entspringt, und nach einem Laufe , von

2 1/2 Stund in die Amper 3/4 Stund unterhalb Weilheim fließt: Es wä= ;re mithin durch einen 4 Stund langen Kanal von 40 Schuh oberer, und 20 Schuh unterer Breite und 6 Schuh Tiefe, die Loisach mit der Amper verbunden. Sein Speisewasser erhält er theils von dem in e) bemerkten Bach, theils von= dem zu richtenden Bach aus dem Staffelsee, der durch eine 3 Stund lange Leitung herunterfließt. Die

 

3te von Weilheim hat

 

a) auf der linken Seite die erforderliche Wasserstrasse mit der Amper, gerade = so wie der Mühlbach von München aus der Isar eine bildet, 5 Stund la= ng, mit gehöriger Breite von 40 Schuh und 6 Tiefe zu ziehen, und bey Raitenbuch eine drey- oder vierfache Schleuße zu bauen.

 

b) Den Illach Fluß, der in den Lech mündet, unterhalb der Wildstein= er Mühle bis in den Weyher zu leiten, dessen Ausfluß in Mühlba= ch von Raitenbuch geht,

 

und

 

und somit wäre auch die Wasserstrasse von München bis an den Lech vollendet.

 

4te. Von Füßen fahrt man die Vils aufwärts, die in gerade Ufer gedämmt werden muß. Ohngefähr 5/4 Stund oberhalb Pfronten i= st ein Verbindungs - Kanal in die Werlach 2 1/2 Stund lang theils über kl= eine Brücken von einem Berge zum andern anzulegen, wozu die Wertach das Speisewasser liefert.

 

5te. Im Dorfe Wertach fängt die fünfte Station an, und erstreckt sich 5 1/2 Stund bis Jmmenstadt. Diese trift die Verbindung des Starzelbachs mit d= em Achenbache durch einen ohngefähr 5/4 Stund langen Kanal, der die Ostra= ch durchschneidet, und von dieser reichlich gespeiset wird. Diefe Station hat = die Jller und die Stillach kanalmäßig zu bearbeiten.

 

6te. Hat dem Argenfluß, aus dem Alpsee fließend, bis Wangen die gehörige Richtung und Tiefe zu geben.

 

 

 

7te. So auch von Wangen bis in den Bodensee.

 

8te Von dem Theilungspunke des Münchner Kanals nach Wohlfahrtshausen wird = der Kanal bis an die Mangfall 4 Stunden Wegs gegraben, und sind 2 doppelte Kamm= erschleußen zu errichten.

 

9te. Von Tegernsee bis Arget auf der Landstrasse nach München ist ein Bach über Brücken zu leiten, der obigen Kanal mit dem nöthigen Wa= sser versehen muß.

 

10te. Hat von der Mangfall an bis in den Inn auf der rechten Seite einen Kanal zu ziehen, welcher das hinlängliche Wasser von den perennen Bergflüs= sen erhalt.

 

11te. Hat vom Inn bey Innsbruck bis untern Brennberg den beynahe schiffbaren Sill schiffbar zu machen, wozu von Steinach bis auf den Brenner ohngefahr 2 bis 3 Schleußen erforderlich seyn dürften. Die

 

 

 

12te befaßt sich vom Brenner bis Srerzing vermittelst 5 — 6 Schleußen die Eisach auch schiffbar zu machen, folglich bis Brixen in kanalmäßigen Stand zu bringen.

 

13te Von Brixen, wo die Eisach die Rienz aufnimmt, und schiffbar ist, wegen ihre= s zu schnellen Laufes aber nicht befahren wird , deßgleichen bis unterhalb Bozen, wo sie in die Etfch fließt, und selbst diese bis Solurn wegen ihres zu ausgebreiteten und untiefen Bettes nicht zur Beschiffung tauget, m= uß die Kunst durch einen Kanal die Wasserstrasse so Herrichten, daß die mehrern mit vielem Schutt von den Bergen herabstürzenden Ströme s= ie nicht hindern können, mithin den Kanal auf Bögen, wie den von Languedoc (§.6.) und Worsley-Mill(§.4.) leiten, daher die Abtheilungen

 

14 und 15 Arbeit genug haben, um diesen Theil des Kanals bis Solurn bis Ende Septembers 1808 fahrbar herzustellen: denn werden nicht bey Zeiten solche Anstalten getroffen, wie wird es künftiges Jahr bey dermal schon vor d= er Aerndte gefallenen Preisen mit der Abrechnung des Fremden aus, sehen? *)

 

§. 11.

 

Mit einem Schäffel Weizen könnte der Unterthan 6 Steuern à 5 f= l. entrichten; mit 3 Schäffeln hat er zwey Dienstbothen bezahlt: wie wird= er aber bey jetziger Theuerung aller anderer Bedürfnisse, als: Eisen, Led= er, Kleidungsstücke, da die Schafwolle im Lande sich merklich vermindert, = wie in folgender Note bewiesen wird, seine häusliche Ausgaben bestreiten können? —

 

Mit einem Schaffe! könnte ein Frauenzimmer die Bewunderung einer ganzen Gesellschaft auf sich ziehen, wenn das Schäffel Weizen nicht minder gi= lt als ein Pariser Kopfputz zu 30 fi.

 

 

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*) Bekanntlich wurde in Deggendorf nach der Aerndte schon das heurige Korn um 8 fl. verkauft.

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Mt einem Schäffel könnten 10 Bouteillen Burgunder oder Champagner We= in verschafft werden.

 

66640 Schäffel Weißen à 30 fl. bezahlten jährlich 86377 Ta= ssen Kasse, nur à 4 kr. angesetzt, für eben soviel Individuen, deren jedes täglich seinen Kaffee trinkt: eine baare Summe von 2002400 fl.

 

Die Population des Königreichs wird auf 3086377 Seelen geschätzt; es = ist also gewiß ein sehr mäßiger Anschlag von Kaffeestrinkern, = da jetzt jeder Fuhrknecht, jede Taglöhnerin ihren Kaffee haben müssen die ehemal mit einer Milch' oder Bier-Suppe, *)

 

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*) Als zärtliche MÜtter bey Friedrich II. von Preußen gegen den hohen Jmpost auf Kaffee bittliche Vorstellungen einreichten, erhielten sie = zur Resolution.

 

Euer König ist mit Biersuppen erzogen wörden. "=

 

Friedrich, Rex.

 

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die kräftiger und nahrhafter ist, oder mit im Lande erzeugten Branntwein s= ich begnügten, und dabey wohlbefanden.

 

Es müssen ferner 111992 Schäffel Weizen à 30 fl. ausser Landes verkauft werden, um fremde Wollenfabrikate, Leinen - Zeug, und Cottonwaaren, nebst den fo vielen andern Bedürfnissen und kostbaren Luxus - Artikeln= mit baarer Münze zu bezahlen, und dazu gehören jährlich gemäß Berechnung 3359762 fl.

 

Das Land könnte aber selbst diefe so kostspielige fremde Industrie sich zueignen (da seit Einführung des netten Mautsystems viele hundert gemeinnütziger Handwerks - Familien in einen bedauernswürdigen Rückstand gekommen sind, *) wenn die Regierung

 

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*) Bemerkungen über den Einfluß deS alt und neuen Mauthsystems auf = den Gewerbsfleiß der gemeinnützigen Handmerke. München, 1806.

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x) die Schafzucht zu veredeln und emporzubringen suchte; *)<= /p>

 

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*)Zu Holzkirchen, Osternwarngau und Gmund, Landgerichts Miesbach läßt= es sich erfragen, daß seit 2 Jahren um 400 Stück Schafe wegen der aufgehobenen Brachweide weniger gehalten werden; eben so zählt man nun= um 500 Stück weniger in Pöll, Jffelsdorf und Sindldorf, Welheimer Landgerichts. Solche Falle werden sich in den Gebirggegenden noch mehrere finden, ohne der im Unterlande zu denken. Diesem so verderblich um sich greifenden Uebel dürfte leicht abgeholfen seyn, wenn der Brachbau, wie= in mehrern Orten Niederbaierns, namentlich zu Altdors bey Landshut, eingezäunt werden müßte, wodurch der Klee und alle andere Früchte von dem Weidvieh nicht beschädigt, folglich Schafe, Schwe= ine, Ganse auf den übrigen Brachfeldern doch immer gute Weide finden würden.

 

Der Wirth von Jhrldorf versicherte, daß er durch die eingestellte Weidenschaft an Schweinen allein jährlich mehr als 100 fl. verliere, o= hne zu erwähnen, daß er nun zu seiner Kleidung, und für die Dienstbothen die Wolle,

 

------------------------------------------------------------ 2) Den Flachsbau durch nordische« Saamen veredelte; *)

 

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*) Um beyde Zwecke zu erzielen, hat der Verfasser den zweyten May dieses Jahrs Vorschläge überreicht.

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die er sonst von eigenen Schafen gewann, selbst theuer kaufen müsse, welch= es auch der Fall mit den Federn ist , weil die eingestellte Weidenschaft auch = dem Orte nicht mehr gestattet, Gänse zu halten. Wo mehr Einheit unter den Gemeindsgliedern herrscht, besteht in diesen Gebirgsgegenden auch, wie zu Altdorf, wo nur 3 Felder, aber fruchtbar bebaut werden, die Weidenschaft: u= m so mehr dürfte sie im Gebirge durch Verordnungen begünstiget werden,= wo der Feldbau aus 6 aber magern Fluren besteht. Uebrigens verhält sich in der Agrikultur alles nach dem Lokale, und nur Stubenökonomen wollen al= lenthalben nach ihren irrigen Theorien die Stallfütterung aufdringen, und alles über einen Kamm scheeren. Der hierüber sich mehr belehren will, m= ag jene Schriften nachlesen, die für und wider die Brache geschrieben wor= den sind. Die Erfahrung lehret.

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3) Die Einfuhr der rohen Schafwolle durch Prämien beförderte; die Ausfuhr derselben aber, die jetzt nur 3 fl. bezahlet, mit 30 fl. belegte;

 

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daß in allen Ländern , vorzüglich in hohen Gebirgen , wo das Erdreich kaum den vierfachen Saamen erzeugt, die Viehzucht den Haupt-Nahrungszweig d= er Einwohner ausmacht, und das Erdreich nicht besser als durch die Weide benut= zt werden kann. Uebrigens kalkulirt der Landbewohner im Allgemeinen nach seiner Art so gut, wie jener, der jüngst auszifferte, daß zur Staatskas= se an Prozent weniger nach dem ungeraden Tarif von 2001 — 4001, als nach alter Sitte bey Mauth- Kanzlev- s. a. Taxen, Siegel etc. die vorgeschrieben= en runden Tarifen bezahlen, entrichtet wird; es herrscht folglich der Egoism d= urch alle Stände und Menschen. Würde der Bergbewohner von seinen Felde= rn so viel Getreide ärndten können , als der Dinkelboden gewähr= t, so wären alle magere Gegenden Baierns, zumal die Sandschichten um München, eben wie das Vilsthal von Viertelstunde zu Viertelstunde mit zahlreichen Dörfern bedeckt.

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4) Die rohe Cottoneinfuhr möglichst erleichterte; hingegen

 

5) alle fremde Fabrikate nach dem Beyspiel anderer Staaten gänzlich verböthe. Die Fränkischen, Schwäbischen ( wovon die AugSburg= er durch ihre so hoch emporgehobene Industrie in Cotton - Waaren ein anziehend= es Beyspiel geben) dann die oberpfälzifchen Tuch- und Zeugmacher, auch hin und wieder baierische, könnten immer mit fremden Fabrikanten das Gleichgewicht halten, und würden alle Waaren so fein, und auch wohlfei= ler dem Publikum liefern. Endlich

 

6) um den allenfalsigen Entgang an Mauthgefällen dem allerhöchsten Aersrium zu vergüten, dürfte man

 

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*)So entwickelte sich in Preßuen und Oesterreich der Handelsgeist, der in frühern Zeiten in England durch das Verboth des Einganges fremder Schi= ffe entstanden ist, und nun den Gipfel feiner Größe erreicht hat.

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a) nach Englands Beyspiel auf die Fruchtausfuhr Preise setzen, und<= /span>

 

b) nach dem Beyspiel Oesterreichs 50 Prz. auf fremden Wein, Kaffee, und andere Leckereyen schlagen.

 

c) Man könnte auch sehr wohl die so bedeutende Verminderung der Salzfracht auf dieser Wasserstrasse als eine Mauthentschädigung anrechnen, die si= ch gewiß auf jählich

 

300/m fl. belaufen dürfte, besonders dann, wenn der vorgeschlagene Wasserweg= aus dem Inn durch den Sim- und Chiemsee nach Traunstein und Reichenhall gebahnt, und hiezu das Zuchthaus nach Herren Chiemsee verlegt würde, um bey widrigen Winden die Verbrecher zu dem Salzschiffzuge zu verwenden.

 

Durch diese Verfügungen würde die Agrikultur, von der städtischen Industrie unterstützt, auch bey fallenden Fruchtpreisen alle Staatsbedürfnisse in so fern decken können, wenn die vorgeschlage= ne Wasserstrasse

 

bald hergestellt wird. Jene nach Venedig würde die Benützung des inl&a= uml;ndischen HolzreichthumS *) eben so vortheilhaft befördern, als ihn die ehemalige Unterpfalz auf dem Rheine nach Holland zu verwerthen wußte; eben so würde auch die Salzausfuhr auf der andern Strasse nach dem Bodensee zu unverkennbarem Gewinne des Aersriums begünstiget; **) und mit Recht würde dieser Kanal

 

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*) Der inlandischen Holzverschwendung, besonders von Seite des Fiskus, auf Brücken und Beschlächte, wäre am wirksamsten zu steuern, wen= n man nach und nach steinerne Brücken und Beschlachte baute, wie man schon d= amit an der Isar bey München den Anfang gemacht hat.

 

**) Aber nicht nur eigener Landesvortheil und Bedürfniß fordern zu dergleichen Unternehmungen auf, sondern auch das anziehende Beyspiel jener grossen Nation, die unter der Leitung des unsterblichen Schöpfers ihrer Wiedergeburt mit aller Kraftanstrengung an dem neuen Kanale von der Rhone n= ach Beaucaire arbeitet; und werfen wir von da einen Blick hinüber in jenes machtige Kaufmannsreich, so ist da

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als das Gegenstück zur berühmten Leitung der Salzsohle von Reichenhall nach Traunstein, die Max I. verewigt, auch König Max I. und Karl Ludwig weit über die Vergänglichkeit aller Denkmaler von Erz und Marmor = der spatesten Nachwelt in dankbarem Am denken erhalten. Tausende von Jahren rol= lten dahin in das Meer der Ewigkeit, und der Name eines ägyptischen Josephs besteht noch wie sein Kanal, wahrend die Zeit und der Mahometism, Feind all= er Künste und Industrie in Egypten und ganz Griechenland so viele kostbare Denkmäler zerstörte, selbst ganze Epochen der Geschichte wie das = Bild eines Traumes aus dem Gedächtniß verschwanden; tausende von Jahr= en sind verschwunden, und die Spuren der römischen Wasserleitungen zeugen noch von dein grossen Geiste ihrer Erbauer. Sie sind nicht mehr, diese gros= sen Geister, selbst das Volk, das sie beherrschten, ist nicht mehr, aber das Denkmal, das sie sich ge-

 

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die Rede von einem Kanal unter dem Meere, " den man in Schottland graben w= ill.

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setzt haben, trotzte den Verheerungen der Barbarn und der alles verschlingenden Z= eit, und ist noch; und so, wenn es auch einst keinen Baier mehr geben sollte, erhält sich der Nachwelt noch — Baierns guter König, Maximi= lian I.

 

Geschrieben im July i807.

 

 

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T: Neueste l?nder-und völkerkunde: Ein geographisches lesebuch für a= lle st?nde...

 

L: http://books.google.de/books?id=3D5fex-JjArKgC&pg=3DPA165&lpg=3DPA1= 65&dq=3DIllerkreis+Immenstadt&source=3Dbl&ots=3Dvhc865E7Jt&= sig=3D6Gh5SsHZPij5yRJfdlJEkazafro&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D_eIrUImQI= 4OE4gT98oDQCQ&ved=3D0CGQQuwUwBw#v=3Donepage&q=3DIllerkreis%20Immens= tadt&f=3Dtrue

 

S: 154

X:

 

Die Stadt Lindau, am nördlichen Ufer des Bodensees, auf drei Inseln erbaut= , zu welcher eine 300 Fuß lange Brücke führt, liegt in einer überaus reizenden G«gend, hat den Sitz des Landgerichts, 700 Häuser und 2.700 äußerst gewerbsame und thätige Einwoh= ner, welche sich mit Handel, Schiffahrt, Fischerei, Getraide- und Feldbau beschäftigen. Die Stadt ist befestigt und wegen dem Verkehr zwischen T= eutschland, Italien und der Schweiz, sehr lebhaft. Gemüse. Wein-, und Obstbau sind vortrefflich und diese Landschaft allein erzeugte im Jahre 1807 675 Fuder W= ein. Nickt weit davon liegt der Marktflecken Weiler mit dem Sitz des Landgerichts und 500 Einwohnern, welche Baumwollen-Spinnreien haben,  Strohatbeiten und Teller verfertig= en.

 

Die Märkte Simmer, Lindenberg und Dorbirn mit dem Landgerichte und 1000 Einwohnern, die starke Weberei, und Weinbau treiben, auch Holzarbeilen verfertigen und Speditionshandel haben.

 

In der Nähe und an der Iller liegen:

 

Der Markt Oberstorf mit 1,800 Einnohnern, mit Eisengruben und Hammerwerken.

 

Sondhofen, gleichfalls ein Markt, hat den Sitz des Landgerichts. Rentamts, ein Schloß. Spital und über 2000 Einwohner. die mit Leinen handeln, Eisenschmieden und Hammerwerke haben. Der Boden dieses Landgelichts ist mei= st gebirgig und undankbar. Der Flecken H i ndelang hat 1,900 Einwohner, eine Salzniederlage und ansehnliche Stutterei

 

Die Orte Altsäitten, Fishen und Rauchenzell. Der Markt Immenstadt mit dem Residenzschlosse Rothenfels, dem Sitze des Landgerichts und Rentamts, und 1= .200 Einwohnern, welche Leinwand-Handel treiben, starken Flachsbau und ansehnlic= he Holzungen haben. Die Hornvieh- und Pferdezucht ist ziemlich gut Davon s&uum= l;dl. liegt Staufen und die Schlösser Hohen staufen und nördlich Hohene= ck. Martinzell hat 870 Einwohner und Werdenstein ist ein Dorf mit einem Schloss= e.

 

Die Märkte Sulzberg mit einem zestrümmerten Schlosse und 1,450 Einwohnern: ferner Buchberg mit 1 320 Einwohnern. Hier ist eine bedeutende römiche Ruine in einer rauhen Gegend und nicht weit davon liegt Weiten= au, und unter Kempten die Märkte, Dietmannslied mit 1.200 Einwohnern und ansehnlichen Pferdemälkten. Grönenbach mit einem Schlosse, dem Si= tze des Landgerichts und Rentamts, 1,300 Einwohnern, und einer Kattunfohrik. Die Flecken Legau in einer sehr fruchtbaren Gegend mit 1,650 Einwohnern, und Al= tusried. Das Dorf Lautrach mit seinem ansehn» lichen SHlosse, zählt 400 Einwohner, die viel Holzhandel treiben.

 

 

 

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1819 Der Leinwandhandel, eine vorzügliche Quelle des vaterländischen Wohlstandes ... von Franz Müller

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http://books.google.de/books?id=3DpDBBAAAAcAAJ&pg=3DPA67&dq= =3Dimmenstadt+beleuchtung&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DXBbGT8KOEYWWhQe7l= -irBQ&ved=3D0CFoQuwUwAg#v=3Donepage&q=3Djmmenstadt&f=3Dfalse

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[Seite 103]

Der Gegenstand meiner Abhandlung ist fohin nicht allein wichtig für diesen oder jenen Bezirk, sondern für unser ganzes Vaterland, für ganz Deutschland. Zum Beweise hievon nur folgende Ansicht, auf That gegründ= et. In den Theilen des Landgerichts Immenstadt, Sonthofen und Kempten, wo die Leinwandweberei betrieben wird, wurden jährlich im Durchs schnitt 20.0= 00 Stücke verfertigt. Der Werth deK Stücks im bald niedrigsten Ansch= lage kann zu 18 fl. angenommen werden. Es ergibt sich fohin eine Summe von 360.0= 00. Dieses ist, wie gesagt, der bald niedrigste Preis der Waare im rohen Zustan= de, wie sie vom Weber kömmt.

 

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1820 Annalen der Physik

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http://books.google.de/books?id=3D2QYAAAAAMAAJ&pg=3DPA330&d= q=3Dimmenstadt+liebherr&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D8YLGT8qlA87EsgaPp6w= R&ved=3D0CEgQuwUwAQ#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%20liebherr&f=3Dt= rue

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[Seite 330]

 

X. Die Werkstätte von Reichenbach'scher eingetheilter Instrumente in Wien=

 

 

Jtierr ron Reiclicnbach, Konigl. Strasson - Briickenlind Wailerbau-Direktor, ist n= ach Wien abgereist, urn den mit Sr. K. K. Majestat am 4. Oktober 1818 geschloss= enen Vertrag zu vollziehen. Nach Inhalt dieses Vertrages uberlalst Hr. von Reichenbach dem polytechnischen Institute in Wien seine Theil - Maschine mit alien dazu gehorigen Vorbereitungs-Maschineii, leitet die erste Einrichtung dieser Werkstjitle, verfertigt die ersten IiiArumente in Wien, iiberlalst d= er Werkstatte in Wien selbst einige seiner geschicktesten Arbciter<= /span>

 

•) Die Rictitigkeit der folgenden, mir zum Abdrack in den Anna* ien zugekommen= en Notizen kann ich /.war nicht verbiirgen, vielmehr hbre ich aus glaubwurdiger Quelle, Hr. von Reichen* bach babe eine neue, unter seinen Augen nach dem Muster der seitiigen gearbeitete TheiU Maschine nach Wien verpflanzt, und s= ev also noch im Besitze seiner WorkstHtte, auch bediirfe / dat, was hier von d= er Erfindung seiner Theil- Methode gesagt Wird , der Berichtigung} — den= noch lialte ich diese Zeilen nicht zuriick, welche fiir alle intereflant find, d= ie ei raitMessungen mit eingetheilten Infirumenteu zu tlum liaben, nnd sich mit vollkommeiien„aus Mtincliner Werkstatten hervQrgeben« Werkzeugeq dazu zu versohen wmischen, Gilh.

 

und giebt die nothigen Hiilssmittel an die Hand, so dase zu erwarten ist, dass = aus dieser Anstalt zu Wicn dieselben ReichenbacliTchen Instrumente hervorgehen werden, wie bisher in Miinchen. Hr. von Reichenbach wird zu diesem Ende zwei Monate in Wien verweilen. Oeflerreich kommt aus diese Weise durch diesen Vertrag des Herrn von Reichenbach im Besitz des Geheimnifles, Mel's - Instrumente genau zu thcilen.

 

Herr Mechanikus Joseph Liebherr,' geboren zu Immenstadt, ehemals Associe des Her= rn von Reichenbach, ist der eigentliche Erfinder dieser Theil-Metbodn schon im Jahr i7g4> wozu seine damals dort gusubende Uhrmacherkunst die erste Veranlaffung gab; er verbeflerte diese Erfindung seitdem und brachte sie im Jahr 1802 dem Hrn. von Reichenbach in die Gesellschast mit. Es lasst lich vermuthen, dass Hr. Liebherr an dieserVerpflanzung nach Oesterreich auchAnt= heil habe. So viel ist indeflen gewiss, dass aus seiner Werkstatte auch sogenann= te Reichenbach'sche Instru* jnente mit wesentlichen Verbessernngen und von mehTFeven Arten hervorgehen.

 

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1821 Annalen der Physik

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http://books.google.de/books?id=3DAYMUAQAAMAAJ&pg=3DPA46&dq= =3DImmenstadt+maschine&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DIHbGT7DSO8fctAbp8bAQ= &ved=3D0CFMQuwUwBA#v=3Donepage&q=3DImmenstadt%20maschine&f=3Dtr= ue

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[Seite 33]

 

Berichtigung der von Hrn Mechanikus Jos.Liebherr in München abgegebenen Erklärung*), über die Erfindung meiner Kreiseintheilungs-Methode,= von Georg Ritter von Reichenbach, Kön. Bair. Director und Vorstand des Central- Straßen- und Wasserbau-Bureau, dann Oberst Berg- und Salinen= rath etc.

 

1. Unter allen bisher gegen mich erschienenen öffentlichen Angriffen, wel= che entweder direct oder indirect aus einer eben so bekannten als hinreichend gewürdigten Quellen flossen, und die ich nur hin und wieder einer Antw= ort würdigte, da nämlich, wo ich es für nöthig hielt, das irregeführte Publikum mit der wahren Gestalt der Sache bekannt zu mach= en, - ist mir noch keiner so auffallend, unbegreiflich und unerwartet gewesen, = als die oben erwähnte Erklärung des Hrn Mechanikus Liebherr, verm&oum= l;ge welcher er sich für den Erfinder meiner Kreis-Eintheilungs-Methode angiebt, die er im Jahre 1794 zu Immenstadt aufgefunden, und im Jahre 1802, nebst anderen Kenntnissen und Erfahrungen in die Gesellschaft mitgebracht zu haben vorgiebt.

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::= :::::::::::::::::::

T: Allgemeiner Anzeiger für Bayern: Mit bes. Beziehung auf Künste ..= ., Band 8

A:

J: 1822

L: http://books.google.de/books?id=3DaCBEAAAAcAAJ&pg=3DPA380&dq=3Djmen= stadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DjzX7T6yHMojl4QSssuDtBg&ved=3D0CEU= QuwUwADgK#v=3Donepage&q=3Djmmenstadt&f=3Dfalse

 

S: ix

 

Matrikel Nr. | Name und Stand der Mitglieder. | Wohnort | Kreis

 

72 | v.Hößlin, Balthasar. technischer Stadtbaurath. | Immenstadt | = - -

 

S: 387

 

74) Mahler Sebastian, Uhrmacher in Immenstadt. Eine Pendeluhr, 8 bis 10 Tage gehend, mit vereinfachten Vorrichtung des Schlag- und Repetirwerkes, welches ohne eigenes Gewicht, bloß Pendel in Bewegung gesetzt wird.

 

 

S: 389

 

. Mahler, Uhrmacher in Immenstadt.  74

 

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::= :::::::::::::::::::

T: Die katholisch kirchlichen Oberbehörden, Pfarreien, Benefiziate u R= 30;

A: M. Stromeyer

J: 1825

L: http://books.google.de/books?id=3DHOEAAAAAcAAJ&pg=3DPA288&dq=3Dimme= nstadt+schulhaus&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DcUn7T624JpDN4QTp6rHMBg&= ;ved=3D0CGAQuwUwBg#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%20schulhaus&f=3Dfalse=

 =

S: 88

 

Immenstadt, 670 S.

 

Pfarrei und Kaplaneipfründe.

D. Heiligenberg.

Filial Kirchberg 1/4 St. ein Schloß mit einer Kapelle ohne bestimmten Gottesdienst, und der Hof Helmsdorf 1/2 St. 29 S. Seelenzahl im Pfarrort 64= 1. Pfarrcompetenz circa 600 fl. welche nebst dem Ertrag eines Reebstücks = nur in Geld und Naturalfixum besteht. Competenz des Kaplanei« benefiziaten 328 fl. in Güterertrag, Geld und Weinfixum. Patron Sr. Königlichen Hoheit als Standesherr zu Salem.

 

S: 288

 

Immenstadt. 139 K.

 

P. ditto. D. Heitigenberg.

 

Comp. 180 fl. in Geld als Lehrer und Meßner. Das vor« handene Schulha= us ist gut beschaffen.

 

 

 

 

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T: Neuestes Conversations-Lexicon; oder, Allgemeine deutsche Real ..., Band 1<= o:p>

L: http://books.google.de/books?id=3Dk2K85ZUHZsAC&pg=3DRA1-PA90&lpg=3D= RA1-PA90&dq=3Dimmcnstadt&source=3Dbl&ots=3D1BCGE6RTaJ&sig= =3DMqnI-zoyR0H_OvhX-hMd8DWPhrs&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DE5QyUJijMIXW= sgbmwIDYDg&ved=3D0CE0QuwUwAjge#v=3Donepage&q=3Dimmcnstadt&f=3Df= alse

J: 1825

S: 90

X: Alpensee, Alpsee, See in Bayern, Oberdonaukr., in der Grafsch. Königseck-Rothenfels, hat seinen Abfluß, die Stillach, in die Il= ler, bey Immenstadt.

 

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Der

 

 

B o d e n s e e

 

 

mit seinen

 

 

Umgebungen

 

 

beschrieben

 

 

Vi-. Söltl,

 

 

f< Professor am alten Gymnassum und Doeenten der

Geschichte an der Universität zu München.

 

 

     Nürnberg, 1= 828. Verlag von Johann Adam Stein. Vorwort.

 

Vreimal machte ich von München aus in den Herbstmonaten die Reise an den Boden» see und nmwanderte sein Becken mit immer neuem Vergnügen,= das ich dadurch zu erhöhen suchte, daß ich mir aus alten Ge» schichtbüchern so viel es nur möglich war, die Geschichte jener ganzen Gegend deutlich zu machen strebte, und so bei dem Anblicke der schönen Gegenwart mich der Vergangenheit mit allen ihren Erscheinungen erinnerte, wie sie belebend oder hemmend auf die Kultur der Seeanwohner wirkten. Da fand ich zwar manche einzelne Angabe«, die sich aber unmöglich in Ein Ganzes bringen liessen, weil oft Jahrhunderte lang die Quellen schwiegen, oder einförmiges Stadt- und Landleben, wenn es sich einmal gegründet, wenig Denkwürdiges der Nachwelt hinter

 

ließ, und auch die einzelnen Theile nie Ein Ganzes bilden.

 

Die Beschreibung der Gegend selbst ist mehr nach dem Eindrucke, den sie auf mich gemacht, als in naturhistorischer Beziehung zu beurtheilen. Doch glaube ich alles, was ich auch in dieser Hinsicht angebe,, verbür< gen zu k&ou= ml;nnen, da ich meinen Ansichten und Wahrnehmungen nicht allein folgte, son< dern jener Gegend kundige Männer mit zu Ratde zog.

 

So wünsche ich denn, daß diese Beschreibung allen, die je an dem herrlichen See, wenn auch nur wenige Tage, verweilt, das Bild in ihre Seele= von dem zurückrufen möge, was sie lebendig mit Freude selbst . angeschaut. Zugleich glaube ich damit einen kleinen Beitrag zur Kulturgeschichte eines Theiles von Teutschland zu geben, der in den ersten Zeiten nicht unwichtig war, da sich von jener Gegend her über einen großen Theil Süddeutschlandes die Kultur verbreitete.=

 

Der Verfasser. Immenstadt.

 

Der Lech war hinter uns; vor uns nach Kempten hin breitete sich eine einförmige von Wäldern und Haiden durchschnittene Gegend aus, aber von Ferne her grüßten uns schon die Gebirge Voralbergs und Tyrol= s, und je näher wir kamen, desto interessanter ward die Umgebung, desto majestätischer erhoben sich die einzelnen Berge aus den Reihen. Wunderlieblich aber öffnet sich plötzlich die Ausficht, wenn man = von Kempten nach Immenstadt wandert und die Iller vom Walser Thale her ihren La= uf bilden sieht. 2a breitet sich rechts das Thal an die beiden Alpseen hin aus, links aber das freundliche Illerthal, dabei erblickt man im Vordergrunde den hohen Grünten und gerade vor sich das Hörn und den Stuiben. Die Dörfer und Flecken und das Stadtchen Jmmenstadt selbst ziehen den Blic= k, der lang in der Ferne an den Gebirgen umher schweifte, wieder an, und bald findet man sich in der angenehmen Gegend und unter den freundlichen Bewohne= rn heimisch. Seit vier Tagen weile ich hier und noch bin ich nicht Willens zu scheiden; denn Auge und Herz wird auf mannigfache Weise gefesselt.

 

Am ersten Tage wanderte ich in der nächste» Umgebung umher, bestieg= den Berg, auf dem die Ruinen der beiden Felsenschlösser Hugenburg und Königsegg, dieses alten Geschlechtes, noch sichtbar sind und weilte mit Wehmutb über den Trümmern einstiger Größe.- Zwar die Burgen sind gesunken, doch aus ihrem Schutte blüht nun im Thale ein üppiges Leben empor und so keimt aus der Zerstörung immer ein neu= es, schöneres Geschlecht und glücklich wer immer zu seiner Zeit und in seinen Verhältnissen zum Wohle der Menschheit beigetragen. Sein Andenk= en grünt noch fort, wenn auch der Marmor selbst schon längst zersplittert ist, der seine Asche bedeckt. — Die Steine der beiden Bu= rgen sind benützt worden, um das Gebäude für das kön. Gestütte aufzurichten, das nun weit in die Ferne schimmert, und neben = den graubemoosten Ruinen und den Fichten und Tannen einen eigenen Eindruck auf jeden Wanderer macht. Ich kletterte lange in dem alten Gemäuer umher u= nd freute mich sehr, als ich endlich einen Punkt fand, von dem ich das Thal ge= gen Stauffen zu und links das gegen Sonthoftn hin überblicken konnte. Der größere Alpsee lag rechts in stiller Größe im hellen Sonnenspiegel, über den kleineren, gerade unter der Burg, hatten die B= erge schon ihre Schatten gebreitet. Das Dorfchen Bühel mit einer Wallfahrtskirche, wohin alle Sonnabende eine Menge frommgläubiger Land= bewohner strömt, lag im sonnigen Glanze und frohe Stimmen von fern und nahe kündeten das freudige Leben an, das im Thale herrscht. Ich war glücklich im Anblicke dieses stillen genügsamen Lebens, das nur in Liedern seine Freude äussert und schweigend trägt, was das Leiden aufgebürdet.

 

Meine Wallfahrt.

 

  Mit Gesängen aus der Ferne Na= ht die gläubig fromme Schaar, Und geführt vom goldnen Sterne Eilt sie gläubig zum Altar: Hoffnung, Lieb' und Himmelsfrieden Ist dem Pilger d= ort beschieden.   Ja, ich hab= ' es tief empfunden. Lieb' und Hoffnung kam in's Herzj All mein Glück hatt'= ich gefunden Und mein Sinn war himmelwärts. Vor dem Blick des Hoffnungslos= en Blühten neu die süßen Rosen.   Wenn ich an den Purpurlippen= , Wenn ich an dem Auge hing. Konnt ich Lust und Freude nippen; Mich umschlang ein = Zauberring. Ach nun ist das Bild verschwunden Und mein Herz kann nicht gesunden. Gestern genoß ich einen der fröhlichsten Tage, die mir je geworden, als = wir gegen das Walser Thal *) hin wanderten. Rechts an der Iller

 

5) Wahrscheinlich ist hier Vallis Drusi zu suchen, wo er mit seinem Heere längere Zeit stand. zieht sich an den Höhen hin der Weg nach Tieffenbach, von fern ragen die Gebirge herüber, die sich jenseits in fahlen Felsenwänden, nur hie und da bekleidet, fortwinden. Mit jedem Tritte wird die Gegend beengter, ernster, und wunderbare Gestalten zeigen s= ich in der Bildung der Felsen, welche ein erfahrner Naturforscher lieblich ernst enträthselt und gern horcht man seinen Sagen, die er über allmähliche Gestaltung der Erde und ihre verschiedenen Umwälzungen mittheilt. Hier sieht man Berge wie abgeschnite tene Kegel, deren Theile ne= ben einander ruhen; mitten im Thale erhebt sich hier ein Fels und man kann an d= em größeren Gebirge oder Felsen die ganze Lage und Stellung nachwei= sen, »o er früher gestanden, bis er sich losgerissen. Am sonderbarsten erscheinen die Kalksteinberge, über welche sich in großen parallellaufenden Schichten die Flötzgebirge geworfen und dann darüber Buchen- und Eichenwälder auf dem

 

um von hier aus die Gezend zu erobern, und von diesem stammt der Name Allg&aum= l; «MallSchlamme emporwuchsen. Vor allen merkwürdig erschien mir die sogenannte Judenkirche und der Hirsch sprung.

 

Zwei senkrecht hochanstrebende Felsen stehen einander gegenüber und gehen d= ann in Gebirge aus, oder bilden vielmehr steil absinkend, das Ende von Gebirgen, wie etwa ein steiles Vor« gebirge in das Meer sich niedersenkt. Der R= aum zwischen den Felsen ist so groß, daß zwei Wä, gen neben einander durchfahren können. Man erzählt, daß einst hoch ob= en ein Hirsch von einer Spitze zur andern gesprungen sei. Andere aber behaupte= n, mit mehr Recht, es heiße der Platz eigentlich „zum Ursprunge&qu= ot; denn oben halb des Berges versinkt im grasigen Boden ein Bachlein, und kommt weit unten am Fuße desselben wieder zum Vorschein. In der Nähe i= st das Sturmanns loch, eine merkwürdige Höhle, die sich weit unter der E= rde zwischen Felsenwänden fortwindet und durch fernes Rauschen unterirdisc= he Gewässer ankündet.

 

Die Iudenkirche besteht aus einem herrlichen von der Natur gebildeten Felsenbog= en, hoch auf dem Berge, dicht im Gehölze, daher fi« nur Wenige zu fi= nden wissen. Der Bogen selbst ist mit Buchen bewachsen. Unten im Thale bildet si= ch durch den Zusammenfluß der Breitach, Stillach und Tretach (dritte Ach) die Iller und die Ansicht von den Höhen nach Kempten zu ist «underlieblich. Die allmählig aufsteigenden Erhöhungen an beiden Ufern, die Dörfer zwischen Birken, Buchen und Fruchtbäumen, unter denen sich Thalhofen, mit einem Schwefelbade, und Altstätten auszeichnen; die alten Bergschlösser, von denen einige noch wohlerhalt= en sind, und die Gebirge, auf welchen die Wolken ruhen: bilden eine Gegend, die keine Fantasie reihender zu mahlen vermag.

 

Als ich das Thal durchgewandert, kehrte ich «ach Sonthofen zurück, u= nd hier war es, wo ich ein wahres Volksfest sah. Tags vorher schon waren beina= he von allen Gegenden Teutschlands, vorzüglich aus der Schweiz und von Würtemberg, Handelsleute auf den Markt gekommen. Pferde und Rinder mit Schellen mischten sich bunt in den Zug der Menschen. Was aber früher n= ur einzeln erschien, das gewährte jetzt, da apf der großen Wiese na= ch Hindelang zu alles versammelt war, einen erfreulichen Anblick. Lang betrach= tete ich das Gewühl vom Kalwarienberge aus. Buden aller Art waren errichtet= ; um sie drängte sich und stand dann das Gewoge der Menschen; fernhin waren= die Rinder und stolz mischten sich darunter die jungen. Pferde. Gebrüll und Wiehern, das Rufen der Käufer und Verkäufer, der Gesang eines Bänkelsängers begleitet von den kreischenden Tönen einer Drehorgel; die manigfache Bekleidung der Fremden und Einheimischen, gewährten ganz das Bild von Goltzes Markt zu Plundersweilen und mit Vergnügen wogte ich selbst eine Weile im großen Gedränge da= hin, bis ich plötzlich mitten im Gewirre auf eine seltene Weise überra= scht ward. Rings im Kreise standen aufmerksam viele Zuseher, die dem Ausspruch d= es k. Landrichters horchten, der einen Streit entschied. Da bei Kauf und Verka= uf oft Betrug vorgeht und schnell alles wieder von bannen zieht, so ist augenblickliches Gericht und Urtheil,

 

wo es möglich ist, am besten. Meistentheils ver. gleichen sich die Parthe= ien, und lebhaft trat das Mittelalter mit seinen öffentlichen Gerichten ver meine Seele. Der Landrichter muß aber, da auf seine Persönlichke= it viel ankömmt, ein energischer, kräftiger Mann seyn, und dieß ist der gegenwärtige im vollen Masse.

 

Dieser Tag verschaffte mir auch einen herrlichen Kunstgenuß. Die beiden Eberhard, Professoren an der Akademie der bildenden Künste zu München, sind in der Gegend von Sonthofen, zu Hindelang, geboren und mehrere Verwandte und Freunde von ihnen besitzen Denkmäler ihres früheren künstlerischen Lebens. Diese besah ich und freute mich, darunter wahre Meisterwerke zu sehen. Vorzüglich sprach mich eine Gebu= rt Christi an, in Alabaster ganz ausgearbeitet. Mehrere Reliefs, eine das jüngste Gericht vorstellend nach Rubens Amazonenschlacht, wie mir schi= en; die vier Evangelisten und mehrere Seenen aus dem Leben Jesu verrathen ganz = den hohen Geist der Jünglinge, den sie jetzt als Männer bewährt haben.

 

Immenstadt.

 

Vtaune nicht, daß ich noch hier bin. Alte und neue Freunde ziehen ein Band um mich, das ich so bald nicht zerreissen konnte und mochte, und die Einladung= zu einem Gange auf eine benachbarte Alpe, wo ein Familienfest in Gottes schöner Natur sollte gefeiert werden, war zu reizend, als daß ich nicht folgen sollte. Wir verliessen gestern früh Morgens das Städtchen und gingen am Gestade des größeren Alpsees, nachd= em wir in dem schöngelegenen Bühel noch einige Zeit verweilt und sic= h an die Gesellschaft eine holde Jungfrau angeschlossen, fröhlich fort und gelangten durch das schöne Konstanzer Thal (auch Staufferthal genannt) nach Wiedemansdorf. Hier fanden wir den Eigenthümer der Alpe schon ber= eit mit uns die Reise anzutreten. Ein rüstiger, freundlicher Mann empfing = er uns alle mit der Herzlichkeit, die den Bewohnern dieser Gegend eigen ist. D= ie Sonne war unterdessen schon hoch heraufgegangen und wir begannen nun freudi= ges Muthes die Wanderung. Bunt gemischt, Städter und Städterinen, Landmädchen und Bauern, zogen wir sechszehn Personen aus dem Dorfe und legten binnen zwei Stunden, schäckernd und mitunter ernste Gesprä= che führend, den Weg zurück. Ich hatte schon einige Alpenhütten (Sennhütten) auf den Bergen um Tegernsee gesehen, aber schon der erste Anblick der Vorarlberg« und der Gränzgebirge gegen Tyrol zeigt e= ine schönere Umgebung, als dort. Terassenförmig erhebt sich anfangs d= as Gebirg, unterbrochen von Ebenen, auf denen Obstbäume herrlich gedeihen= und manigfach gruppirt auf den Matten, deren immer frisches Grün das Auge erquickt, sich zeigen. Wir gingen an mehreren Hütten vorbei, die in di= eser schönen Lage an Abhängen ruhen; allmählich wird dann das Geb= irge steiler, die Beklei dung ernster; dunkle Fichten rauschen dem Wandrer entge= gen und lange steigt er über Wurzeln und losgerissene Steine, bis er endli= ch auf die Spitze des Berges gelangt und freudig zurückblickt in das Thal= . Da stand ich nun einer der Ersten und sah mit Wohlgefallen die Pilgel in manch= en Krümmungen nachklettern und fröhlich grüßten wir uns a= lle, wie Kämpfer, die ein großes Ziel errungen. Freium blickte nuu jegliches Auge auf dieser Ebene. An die Schweizergebirge hin, die majestätisch ihr Haupt in die Wolken erhoben, schweifte zuerst der Bli= ck und ruhte dann in stiller Sehnsucht auf dem Bodensee, der wie ein lichter Streif in den großen Garten der Gegend gezogen schien. Dann nach Würtemberg hin bis an den Bussenberg und iu's Vaterland zurück bi= s an den hohen Peissenberg,' der uns wie ein alter Freund begrüßte. Wahrlich:

 

Wer sich noch nie des Lebens gefreut, wem die Erde nur Dornen Statt der Rosen gewährt; ist selbst die , Liebe verblüht:

 

Hieher komme, o komm' und schaue hinaus in die Ferne, Traun, du rufest entzüc= kt: herrlich und schön ist die Welt!

 

Wenn man lange die Gegend betrachtet, dl« Bildung der Berge und Thäler überblickt, so sieht man beinahe mit Staunen überall Wellen-, förmige Gestaltungen, die sich erheben und sen« ken, in Kurven s= ich aneinander schließen und obgleich hie und da zerschnitten und getrennt doch wieder wie ein großer unendlicher See erscheinen, dessen Wogen so eben auf ein allmächtiges Wort gehemmt und fest stehen, und leicht erk= ennt man die allmählige Bildung der Erde aus dem Wasser, das sich nach und = nach zurückgezogen. Von feuerspeienden erloschenen Bergen hat man in diesen Gegenden auch noch nicht die geringste Spur entdeckt. Die Felsenmassen sind Kalkgebirg«, an welche sich Thon und Mergel gelegt^=

 

Im Anblicke der schönen großen Natur ward manches ernst freundliche Wort über Welt und Menschen gesprochen; der Rückblick auf den b? schwerlichen, <>ur hie und da angenehmen Weg, der vom Thale heraufführte, brachte das Gesprach leicht auf das Leben mit seinen verschiedenen Perloden und die Meisten kamen darin überein, daß = das freudige Iünglingsleben gleich der Ebene an den Bergen hin mit seinen = Bliu ten und Früchten prange, aber doch den Geist

 

^ nicht fesseln könne, daß er immer auf halbem Wege des Erkennens = und Wirkens bleiben möchte. Beginnt auch die Bahn zum männlichen Alter rauh, und ist der Gipfel weniger schön bekleidet, es ist die Freude über den kräftig gekämpften Kampf und die Ruhe nach so manch= en Beschwerden ein herrlicher Kranz, der die greisen Schläfe

 

- schmückt. Darum wird auch kein Weiser zurücktreten wollen in die Jahre des Jünglings oder sich schämen seines Alters mit dem Kranze der Freuden und Leiden, die ihn bilden.

 

Die Mädchen hatten während unsers Gespräches Blumen gesucht und manche gefunden; einige Kränze wurden gewunden und ich erhielt auch ei= nen. Eine Blume davon will ich zum Andenken bewahren, es ist ein liebliches Alpenlöslein, das so spät noch auf einer schattigen Seite des Ber= ges geblüht und mir als glückliches Zeichen in den Kranz gewunden war= d. Die Gebenn glich an Unschuld und Schöne der Blume.

 

Nach langem Betrachten und Gespräche gingen wir in die Sennhütte, der Senne grüßte uns alle freundlich und hatte auf einem Tische Wein und, Bier, Butter, Brod und Käse aufgesetzt, von dem jeder nach Wohlgefallen wählte. Auf die Frage: warum hier nicht auch, wie in den Gebirgen um Salzburg:e. Senninen statt der Sennen wären, antwortete der Eigenthümer der Alpe scherzend: Sie bringen oft gar zu viel zurüc= k, so daß man vor solchem Segen sich hütet *). — Die Sennen s= ind wahre Naturmenschen. Ihre'Religionsbegriffe höchst unvollkom.

 

*) Die eigentliche Ursache ist die Vewirthschaftung der vorarlbergischen Alpen, verschieden «on denen gegen Salzburg hin, da.auf jenen mehr Käse, auf diesen mehr Butter erzeugt wird und diese Alpenwirlhschaften auch klein= er, daher «on Mägten leichter zu versehen sind.

 

wen, die Sprache äusserst verdorben und unverständlich, da sie oft Monatelang mit Niemanden reden, und kommen sie jung auf die Berg« (auf manchen bleiben sie sogar den halben Winter), so verlernen sie die Sprache beinahe ganz und gleichen Wilden. Als vor einigen Jahren ein solcher Jüngling zum Soldaten ausgehoben wurde, stellte ihn sein Vater Mit die= sen Worten vor: er ist immer unter dem Vieh aufgewachsen, und ist beinahe selbst eines geworden. Man mußte ihn wieder zurückschicken und die Philosophen, welche den Naturzustand des Menschen so sehr preisen, hät= ten in diesen Bergen Gelegenheit, ihn zu beobachten und dann selbst zu wäh= len. Uebrigens sind die Sennen gutmüthig, treu und redlich und ihre wenigen Religionsbegriffe bewahren sie mit strenger Gewissenhaftigkeit. Der vorige Senne zog Sonntags, sobald er vom Thale herauf läuten hörte, sein= en schönen Rock an, kniete sich an den Abhang des Berges und betete zur Kirche hingewandt.

 

Als wir Abends in das Thal niederftiegen, ' freuten wir uns alle des herrlich genossenen Tages. Morgen verlasse ich diese Gegend, aber das Andenken an die schönen Tage, die ich verlebt, wird nie verlöschen. —<= /o:p>

 

Drang.

 

   Immer weiter, immer weiter Drängt's mich ohne Rast und Ruh Und im Sturm durch Wald und Klüfte Schweif ich muthig immer zu.  &n= bsp; Denn ein Ziel will ich erringen. Ach ein schönes süsses Zi= el; Dort nur schweigst du Liebberauschet , > Herz, mein Herz und du mein Spiel.    Wenn ich i= hr am Busen ruhe. Wenn sie mich umschlmigen halt: Dann mag stürzen selbst der Himmel Und zertrümmern diese Welt. , Wenn ich nicht dieß Ziel erringe,  Herz, mein Herz, dann immerzu;  Dort im tiefen still= en Grabe  Winkt ja endlich auch d= ie Ruh. Vregenz.

 

^3s war früh Morgens, als ich Jmmenstadt verließ und vor Bühel vorbei durch das herrliche Thal an dem größeren Alpsee hin wande= rte. Die ersten Strahlen der Sonne flammten wie Freudeufeuer auf den Bergen, dic= hter Nebel lag über dem See und tiefe Stille herrschte in der ganzen Gegend. Als aber die Sonne höher emporstieg, und die dunklen Fichtenwälder von den Bergen herab, wie ein hoher erleuchteter Tempel, die Gegend überschauten, da kehrte allmählich Leben in die Natur, und die manigfach tönenden Schellen der Rinder an den Hö« hen unterbrachen zuerst die einsame Stille. Der Nebel rollte sich wie ein Schle= ier von dem See und zog sich an den Bergen hinauf, und bald

 

spiegelte die Sonne ihr Antlitz im ruhigen Wasser, und die einzelnen Hütten umher und die Dörfer glänzten wie bescheidene Blumen in dem großen Teppich der Natur. Dieser Anblick, die hohen Gebirge zu beiden Seiten, das Erwachen des Lebens, die stille Genügsamkeit, die überall durchschimmert, der ruhige See und der Sonne Hoheit — welche Gefü= ;hle drängen sich zu Einem großen Gedanken, zu Einer großen Empfindung zusammen! — Schweigend wanderte ich vorwärts, bis ich= des Thales Ende erreicht, und links Stauffen vor mir erblickte, geradehin aber einen ziemlich steilen Berg, den ich ersteigen mußte.

 

Die Strasse, obgleich keine eigentliche Post straffe, ist gut. Früher ging= en hier bedeutende Salzzüge nach der Schweiz und in's Würtembergisch= e; seit aber Baden und Würtemberg eigene Salzquellen entdeckt, hat der Ha= ndel beinahe ganz aufgehört, und nur die Viehmärkte zu Sonthofen und Stauffen beleben die Gegend, da viele Schweizer und Handelsleute aus de? angrenzenden Landern bedeutende Käufe machen.

 

Ich ließ dießmal Stauffen, dessen alte Burg beinahe ganz in Ruinen liegt, zur Linken und wnnderte fröhlichen Muthes fort. Der Berg war ba= ld erstiegen und nun öffnete sich vor meinen Blicken eine herrliche Landschaft, ähnlich jener, die ich auf dem Tennenberge überschaut; aber was mein Auge jetzt ganz allein fesselte, war ein ferner Gletscher, der wie ein Riese der Zeit mit golden schimmernder Krone aus den Schweizer-Land= en herüberblickte, als wollte er sich an den kleineren Bergen, seinen Kindern, und den schönen Ebenen des Schwabenlandes ergötzen. Als = ich ihn lange betrachtete, da war «s mir, als erblickte ich einen Kö= nig, der über viele Lande und Völker gebietet. An seinen Füssen sprudeln Quellen des Segens, um seine Brust schlingt sich ein schimmernder bunter Gürtel, darin Milde und Erbarmen und Ueberfluß gewebt sin= d; aber sein Antlitz ist hoch und hehr und die Sonne des Höchsten umstrah= lt seine Srone, unantastbar,' unvergänglich. Aber er freut fich'^seiner'Völler und wenn man den schönen Gedanken Humes: „wahrlich es ist ein gölte

 

liches Recht, recht zu herrschen" nie ganz gefühlt hat, so ergreift er a= uf dieser Höhe, wo man Völker und Städte »vie Perlen in e= in herrliches Gewand gewirkt erblickt, gewiß jedes Herz mit Gewalt und w= ie einen theuern Freund möchte man das Ganze liebend an's Herz drück= en und segnen. Hier dämmert auch ein Bild von dem, »as die Natur den Alten war, und Stollbergs Lied: „Süße, heilige Natur ̵= 2; laß mich geh'n auf deiner Spur" — erläutert sich selb= st.

 

In Weiler, das am Fuße des Berges liegt, ist der Sitz eines Landgerichte= s, übrigens ein unbedeutender Marktflecken; doch sind seine Einwohner alle sehr wohlhabend, ja man sagt, daß vor einigen Jahren ein Mann im Orte selbst gestorben, der durch Handel und Häuslichkeit über 100,000 = fl. hinterließ. Das ehemalige Post? Haus ist das beste Gasthaus.

 

Von Weiler wandte ich mich, da ich schon früher den Weg an den Bodensee über Scheidegg gemacht, links. Rechts erhob sich in all- , mählic= hen Hügelreihen der Pfannenberg, der endlich in eine hohe und, gegen den Bodenseezu, in eine steile Spitze ausläuft. Links über einem anfa= ngs unbedeutenden Bache, der aber durch Waldbäche bald anschwillt, erhebt = sich allmählig eine Reihe von Gebirgen die den sögenannten Bregenzer W= ald bilden. Einzelne Hütten schimmern zerstreut aus den Baumgruppen hervor, nur selten findet man ein eigentliches größeres Dorf. Die Einwoh= ner nähren sich größtentheils von Viehzucht, die ärmeren treiben mit Rebstöcken an den Bodensee hin Handel und gewinnen so ihren Lebens-Unterhalt; Genügsamkeit und froher Sinn herrscht überall.<= o:p>

 

Der Weg zieht sich immer längs dem Pfannenberge hin und erhebt sich mit ih= m; nach einer Stunde von Weiler übersieht man das eigentliche Bregenzer T= hal, das der Fluß gleichen Namens bildet und das einige sehr schöne Punkte hat. Im Frühlinge verursacht das anschwellende Wasser beträchtlichen Schaden. Um diese Zeit stößt man alsdann von= den Bergen vieles Holz an den Bodensee, was weiter verfahren wird.

 

Langen, das bedeutendste Dorf, durch welches man auf diesem Wege kommt, liegt sehr hoch. Von da zieht sich der Steig noch höher hinauf, bis man drauf dur= ch einen dichten Wald in eine schauerliche Tiefe (Tobel genannt) gelängt. Eine Sagmühle, zu deren beiden Seiten Gußbäche herabstürzen, die sich unter den großen Steinmassen'Zu verlieren scheinen, regt die Einbildungskraft wunderbar an. Steil und beschwerlich über Baumwurzeln und Steine geht der Weg wieder aufwärts, links d= as fürchterliche Thal, in dem die Bregenz dahinrauscht, rechts zieht sich stolz und waldbewachsen der Berg fort. Die Sonne schien heiß, ein bläulicher Dunst umhüllte die fernsten Bergspitzen, rascher eilet= der Fuß vorwärts, denn bald soll sich das Thal des Friedens öff= nen.

 

Durch des Waldes Dunkel eilet der Wandrer, Schmetterlinge umgaukeln sein Haupt Rankende Zweige wollen mit holdumfangendem

 

        =             &nb= sp; Arme Ihn fesseln.  Aber= er eilt versunken in süsse Träume, Und jeden Strahl, der durchs Laub fällt, Küßt er, und frei aufathmet die Brust.

 

Lichter schimmern die Blätter,

 

Der blaue Himmel winkt ihm entgegen.

 

Freudiger eilt er und tritt

 

An des Waldes Saum und befreit aus Fesseln

 

Steht er gebannt vom neuen Zauber

 

Und weiter nicht vermag er zu geh'n.

 

Staunend steht er.

 

Aber dann quillt mit den perlenden Thräne»,

 

Ueberselige Lust in sein Herz.

 

Und er athmet, und blickt umher und sieht «s

 

Tief und unendlich weit vor sich

 

Wogen: ein Meer himmlischer Freuden.

 

Fernher winkt mit schneeigen Scheitel

 

Der Schweizer Gebirg; durch die Wolken her

 

Hebt sich das Haupt und es schaut

 

Ueberselig herein in das herrliche Land.

 

  Aber mit Iubelgesang im Wogengebra= ufe Stürzet der Rhein mit heißem Verlangen Sich her, und schwelgt ein trunkener Jüngling Lang umarmend die Braut. Da breitet sich hin ein si= lber dunkelnder Schleier, Nachtigallen singen um ihn, Holderröthende Rosen kränzen sein Brautbett. Ietzo verlaßt er die bräutliche Kam= mer, Stolzer und männlicher wallt er und stürzt sich Mit Flammen der L= iebe Ueber der Felsen Gezack. Aber mit Sehnsucht im trunkenen Blick Schauet ihm = nach die liebliche Braut, Wie er hinwallt.   Sieh! ein liebliches Zwillings-Paar Kommt «us dem dunklen Gemach Freudig hervor. Blütenbekränzt, umsäuselt von Rosenduft, Leichtbeschwingt, w= ie der Schmetterling, Mit Lächeln um Mund und Wangen Wallet die Jungfrau;= Die Aehre und sanft einschlummernder Mohn Sprosst aus dem dunklen Haar Und glänzend schlingt sich der Gürtel Um den reizenden Busen: Aber an ihrer Seite Rascheren Schrittes, mit freudigem Auge, Schreitet der Jüngling

 

Rebenbekränzt,

 

Und sie folgen vereint in Liebe

 

Des Vaters Bahn, bis er auf immer

 

Sich senkt in des Oeeans Schooß.

 

Zu ihrer Wiege aber wallen

 

Volk und Völker, und freudiges Leben

 

Sproßet empor und winkt den Wallern

 

Zu ruh'n und zu genießen

 

Reines Herzens die Lust.

 

Am freudigen Rande des Meeres

 

Nippet Bregenz schon seit Langem,

 

Noch nicht schlürfte genug der Wonnen

 

Das freudige Konstanz, Mörsburg

 

Und das sonnige Arbon.

 

Leiser nah'n sich Roschach und Rheineck,

 

Füllend den Becher,

 

Aber schwelgend thronet die Meina«

 

Und das herrliche Lindau

 

Im Schooße der Freuden.

 

 

 

B

^ange stand ich auf dem Berge im Dahinschau'n versunken, bis ich erwachte und nun ruhiger die ganze große Wasserfläche und die Gebirge umher betrachtet? und dann den steile» Berg in manchen Krümmungen des Weges herniederstieg. Lindenbäume und Eichen zu beiden Seiten desselben gepflanzt geben angenehmen Schatten und bald empfingen mich die noch lieblicheren Gärten, welche auf der Nordost Seite der Stadt angelegt s= ind.

 

Das Gasthaus zum Adler, welches zugleich das Posthaus ist, und das zum Löw= en sind die besten. Jch ging ins erstere, ruhte einige Stunden aus, und da es = erst drei Uhr Nachmittags war, besuchte ich den Dekan der Stadt, um von ihm über die Merkwürdigkeiten der Gegend Mehreres zu erfahren. Sein Vorgänger, Weizenecker, arbeitete seit vielen Jahren an einer Geschich= te Vorarlbergs; das Manusript besitzt ein Freund des Verstorbenen, der es bald öffenb lich bekannt machen wird. Von Alterthümer« tonnte ich nichts erfahren; einige Statuen, die früher ausgegraben wurden, sind n= ach Wien gebracht. Unter ihnen soll sich die eines Men turius am besten erhalten haben. Die alte Römerstrasse zog sich am See hin und ist jetzt unter Garten l«d zum Theile selbst unter Sumpf verborgen; von Gebäuden= aus der Römerzeit hat man bisher noch nichts entdeckt.

 

Ich war von Langen her einen Fußweg den Berg herabgestiegen uud hatte den Gebhardsberg zu meiner Linken unbeachtet gelassen, da ich aber erfuhr, daß auf diesem die Trümmer der alten Burg der Grafen von Bregenz seien, wandelte ich gegen Abend zu ihm und die Mühe ward reichlich belohnt. Das Thor ist noch ganz gut erhalten, über demselben ist eine Madonna aus Sandstein und das Wappen der Grafen; gleich innerhalb des Thores wohnt der Küster, welcher jetzt das ganze Schloß, das der Stadt gehört, inne hat. Er führte mich in das obere Zimmer, öffnete die verschlossenen Fensterläden zu beiden Seiten und da stand ich nun,= und wußte nicht, nach welcher Seite mich zuerst zu wenden. Links, steiler Höhe, unter mir die Bregenz, jenseits eine große Fläche mit Dörfern und das herrliche Rheinthal mit Rebenhügeln, rechts Brege= nz, über das sich die Gebirge her zu schmiegen scheinen und geradehin die ungeheure Fläche des hellen Sees bis Hohentwiel hinab. Lange stand ich, wandte mich rechts und links und staunte immer vom Neuen. So eine Gegend mu= ß der Versucher dem Herrn gezeigt haben, als er ihm alle Reiche der Welt wies= und wollte, er solle niederfallen und anbeten! Ebenen und Hügel, Berge und Thäler, Schluchten, Gärten und Sumpf, Städte und Dörfer, See und Flüsse und sanfte Bäche in Ein Ganzes gewoben — = 222; Mutter Natur, wie groß und schön ist deiner Erfindungen Pracht!"

 

Wer an dieser Stelle nicht empfindet, was es heiße: ein Mensch zu sein un= d zu erkennen die Hoheit der menschlichen Würde, die übel diesem allem thront und sich doch so klein fühlt in diesem Ungeheuern Zaubergarten,= wie der erste Mensch, nachdem er von der verbotenen Frucht gepflückt ̵= 2; der hat noch nie gelebt und kaum mag etwas Größeres in ihm den schlummernden Funken der Gottheit noch wecken. Hier findet ein Jeder das große Buch der Natur offen vor sich, und mit großen Flammenzügen darein geschrieben und mit Freuden liest der Weise und prägt die Bilder tief in seine Seele, daß sie nach langen Jahren noch im hellen Lichte schimmern.

 

Das Kirchlein ist eine Wallfahrt zu Ehren Gebhards, aus dem Geschlechte der Gra= fen zu Bregenz, der in Konstanz Bischof ward und im Rufe der Heiligkeit starb *= ). Die Gemälde zeigen mehrere Seenen aus seinem Leben, auch ist in der Ki= rche noch der Plan des alten Schloße« zu sehen, wie es ehemals war. = Ausser der Wohnung des Küsters und diesem Kirchlein, das an=

 

*) Sein Leben steht bei kiltor. in Uimlii Lnron. Lonzlsnt.

 

der Stelle der ehemaligen Gesindewohnung steht, ist alles Ruine. Epheu hat sich= um die dicken Mauern geschlungen und nagt an den festen Massen, von denen schon viele in das Thal gestürzt. An der Nordost Seite ist ein kleiner Weihe= r, den die gemeine Sage für unergründlich hält und wohin zur Ze= it des dreißigjährigen Krieges die Bewohner ihre Schätze gewor= fen, die noch nicht gefunden sind. Auch sagt man, daß ein unterirdischer G= ang bis in die Stadt geführt habe; doch jenes, wie dieses ist Fabel und se= lbst Herkules mit seinen Gehülfen möchte durch den harten Felsen kaum einen Weg gebrochen haben.

 

Am 27- August wird das Fest des heil. Gebhard in der Kirche gefeiert, und es s= oll ein interessanter Anblick sein, die vielen tausend Pilger aus dem Bregenzer Walde, der Schweiz und von Schwaben her wallfahrten zu sehen. Der ganze Berg scheint zu leben; fromme Gesänge, Scherz und Spiel wechseln bunt miteinander ab, und Tausende bringen die heitere Nachtim Freien auf den Abhängen des Berges zu.

 

Nachdem ich die Ruinen durchwandert ohne irgend etwas Merkwürdiges zu finden, kehrte ich zum Eckfenster zurück und schwelgte noch lange an dem Dufte, der vom Thale emporstieg, bis ich endlich die letzten Strahlen der Sonne verglimmen sah und der goldene Duft über dem See allmählig erblaßte und in blauliche Nebel verging. —

 

Der Spaziergang unter den Pappeln am See nach Mehrerau hin ist sehr angenehm, Di« ganze Wasserfläche, bekränzt mit einem lieblichen Kranze von Weinbergen und Ortschaften, liegt vor deinem Blicke wie die Gärten= der Hesperiden ausgebreitet, und geheimnißvolle Stille über dem See deutet auf eine hohe Macht, die Land und Wogen beherrscht, und wer in dieser lieblichen Wiege zuerst die Mutter Natur angelächelt und wem sie hier = mit dem süssen Mutterkuße Lippen und Augen geöffnet, der kann n= ie mehr ihrer Liebe vergessen, und wo er auch weilen mag, wird ihm die Gö= ttin seiner Kindheit zulächeln. Die sanfte Angelika Kaufmann, welche in die= ser Gegend geboren ist, hat gewiß dieses Andenken immer begeistert und den zarten Schmelz über alle ihre Gemälde gehaucht, den wir bewundern. Noch habe ich Italien, das Land meiner immerwährenden Sehnsucht, nicht gesehen «nd doch glaube ich nicht, daß jene Gegenden erhabener = und milder zur Fantasie und dem Herzen sprechen, als diese. — Hier in der Beilage schreibe ich dir von der Beschaffenheit des Sees, wie er zur Zeit d= er Römer war und wie seine Umgebungen und sein Becken jetzt sich gebildet haben. Ich sammelte schon früher, so viel ich nur immer erfahren tonnt= e, und alles Wichtige, was ich jetzt darüber selbst beobachten oder von Andern erfahren kann, will ich dir mittheilen.

 

Zn den Quellen, die ich benützte gehören ausser einzelnen Angaben, d= ie ich in verschiedenen Chroniken zerstreut fand, vorzüglich: die Chronik= en von Tschudi und Stumpf, Crusius schwäbische Annalen, Münsters Kosmographie, Luoelini Nlineti« »nlilzu» «»or» et prot»nn; He^iclii l'«okuäi KK»eii»; ^Ve^elini tl,«8»uru8 «nti«juit= nwm Luevicnrulu; Hallers Versuch einer Geschichte der Schweiz unter den Römern; Haltmeyer Beschreibung von St. Gallen; Ioh. v. Müller Schweizergeschichte; Hartmann Versuch einer Beschreibung des Bodensees; das historisch-topographische Lexikon von der Schweiz von Füßli, und= das von Schwaben; Ebels Anleitung auf die nützlichste und genußvolls= te Weise die Schweiz zu bereisen; T^ble»« äe l» Fui&laq= uo;«e to^o^ski. yue (worin sich manche Unrichtigkeiten finden, z. B. 1'l.utre (i«l'e) äite Veren»« au M^nnu); IIdefons von Arr Geschichte des Kantons St. Gallen. In Pahls Hertha finden sich mehrere zerstreute Aufsätze über einzelne Städte am Bodensee; u. a. = m.

 

Erste Beilage.

 

Der Nodensee.

 

Hier, wo jetzt der Blick keinen Punkt findet, wo er im Wonnegefühl ruhen möchte, da fern und nahe immer neue schönere Ansichten sich öffnen und die ganze Umgebung wie ein Zaubergelände sich um den S= ee zu schlingen und ihn zu bekränzen scheint, hier war, als Kaiser Konsta= ns, des Konstantinus Sohn, eine Schaar zum Kampf« gegen die Lenzier ausschickte, an beiden Ufern finsterer Wald ausgebreitet und schwarze Sümpfe qualmten giftigen Dampf empor. Ammianu« aber schildert die Gegend mit diesen Worten:

 

„Zwischen den Krümmungen hoher Berge tritt der Rhein mit unermäßlicher Kraft durch die Schluchten hervor und wächst durch eigene Stärke — so, wie im steilen Sturze über die Katarakten der Nil herabstürzend sich ausbreitet. Schon bei seinem ersten Ursprunge könnte er wegen Wasserfülle beschifft werden, wenn er nicht gewal= tsam niederrauschte, statt ruhig zu fließen. Angewachsen untergräbt er die hohen Ufer und ergießt sich dann in einen runden wüsten See,= den der anwohnende Rhätier den Brigantinischen heißt, der i»o = und 60 Stadien lang und beinahe eben so breit ist,- unzugänglich wegen des qualwenden Waldgeheges, (wenn nicht jener alte nüchterne Muth der Römer einen weiten Weg gebahnt hätte,) da die Narbaren, die Lage = und. der unfreundliche Himmel widerstreben. Jn diesen See nun stürzt sich m= it Geräusch in schäumenden Wirbeln der Rhein, und indem er die unbew= egte dicke Wassermasse durchfließt, trennt er ihn gleichsam mit seiner überwiegenden Macht und tritt dann, wie ein Element, das im ewigen Zwiespalte mit dem andern begriffen ist, nnver. «ehrt und ohne Verlust mit derselben Wasser, »nasse, die er hineingoß, mit demselben Name» und derselben Kraft aus dem Sumpfe und ergießt sich dann «nvermischt in des Oeeans Schooß. Und dieß ist am meisten merkwürdig, daß weder d«r See durch den schnellen Lauf des Waffers bewegt wird, noch daß der Fluß durch den Schlamm dahin eilend gehemmt werden und mit der Mass« sich vermischen kann."

 

Hat Ammianus in dieser Beschreibung auch nicht vollen Glauben, so kann man doch jetzt noch aus den Sanbschichten und der ganzen Uferbil« düng am obern Theile des Sees deutlich erkennen, daß ehemals wirklich Schlamm= und Seegras und Flechten mit wenigem Wasser den Anblick rinrS düsteren Tum= pfeS gewährten, bis der Fleiß der Menschen nach und nach das Land umh= er urbar machte. Daß der eigentliche innere See nicht dieser zähen Masse an den Ufern hin glich, mußte Ammian wohl selbst wissen, da Tiberius mit mehreren Schiffen auf dem See fuhr und an den oberen Ufern landete. / Ueberblickt man von den Höhen um Bregenz den großen W= asserspiegel, so mag man seine Länge bis Bodmann auf acht Meilen schätzen, die größte Breite beträgt ohngefähr 5 — 6 Stunden. M= an theilt den See ab in den ober« und untern. Jener, Bregenzersee genann= t, von Bregenz bis Konstanz, dieser, Zeller see, von Konstanz bis Rudolfszell = *). Der Ueb erlin gersee ist eigentlich ein Busen des Sees von Mörsburg ge= gen Uberlingen hin. Dieser Theil des Sees heißt auch Bodmannsee, welcher = Name sich dann auf den ganzen See ausbreitete.

 

In alten Zeiten nannten ihn die Anwohner Vene tisch es Gewässer, und bein= ahe möchte man glauben, daß Veneter, ein Volksstamm, der aus Italien= kam und hier in den freien Bergen vor Römerverfolgung seine Heimat gründete, ihn so genannt, und daß spater ein Zweig dieses Volkes, der in Jtalien gedrückt und nngekannt fort« trieb, dem neu entstehenden Staate Venedig im «driatischen Meere den Namen gegeben *= *). Als die Römer von Augsburg her über Memmingen,<= /p>

 

 

*) Mit Recht wird dieser Srr als ein eigener angesehen und ich beschränke mich daher bei seiner Beschreibung bloß das Allgemeine anzugeben-

**) cf. Micaöi: l'Italia avanti il domino dei Romani. - Joh. v. Müller Schweizergesch

 

 

 

 

Wangen und Bregenz ihre Strasse führten, hieß er Bregenzersee von dem d= aran liegenden Orte. Woher er aber den Namen „Akronischer See, !«cu« Horonicus" *), erhalten, ist unbekannt, wenn nicht e= twa von der reißenden Arge, welche sich in ihn ergießt.^ Der Name (»oroni» cu8 vielleicht ^rzonieu«, oder abgeleitet von nc= er — arg ?) scheint dafür zu sprechen. Johannes v. Müller leit= et ihn aber aus dem Griechischen her («x?°v) und er bedeutet nach ihm den Unters«e mit seinen Hörnern und Krümmungen **). Stumpf scheint in seiner Schweizer Chronik der ersteren Meinung beizustimmen, da a= uf der kleinen Karte di« verschiedenen Namen des Sees angegeben sind und= der Akronische See in die Gegend der Arge ge

 

 

setzt wird. Venetischer See heißt bei ihm der Untersee *), wahrscheinlich v= on den alten Anwohnern.

 

/ Als die Franken über die Gegend herrschten und eine königliche Vi= lle am See erbaut ward, ward auch der See nach dem Schlosse Bodmann genannt, und dieß ist jetzt der gewöhnliche Name. Kostnitzersee heißt er von Konstanz und das kleine teutsche Meer, weil er in Teutschland der größte See ist.

 

Das Wasser ist süß und weich und wird überall zum Kochen gebrau= cht. Bergwasser schwellen den See oft zu einer solchen Höhe an, daß er übertritt und besonders bei seinem Ausflusse grossen Schaden verursach= t. Die größte Tiefe glaubte man ehmals zwischen Bregenz und Lindau = und bei Morsburg **). Die neuesten Untersuchuw

 

») Der Name „Venetu«" soll von dem bläulichen Wasser hergenommen sein. Stumpf. Jacob Spegeliu« in den Scholien zu Bartholi= ni Austliade. Bei Reuber p. <!8!».

 

"») Hartmnnn in seinem Versuche einer Beschreib bung des Bodensees nimmt das Er= ste an; Münster aber in seiner Äosmographie da»

 

gen, welche die f. würtembergische Regierung veranstaltet (Sommer 1826) geb= en folgende Resultate: die größte Tiefe des Sees befindet sich zwis= chen Fridrichshafen, Arbon und Romanshorn mit 964 W. Fuß; die größte Tiefe zwischen Mörsburg und Staad beträgt 573 Fuß, zwischen Lindau und Bregenz 225, zwischen Lindau und Mehrenau 201 Fuß. Somit verschwinden die ungeheuren Tiefen bei Mörsburg und Mehrenauj doch beträgt die Tiefe unmittelbar vor Mörsburg 122 Fuß. Eine merkwürdige Einfurchung befindet sich in dem See da, wo der Rhein einfließt, der hier in demselben ein Thal gebildet hat, das sich über eine Stunde weit in den See hineinzieht. Der Grund des Sees = ist, so weit er sich beobachten ließ, fast überall schlammig gefunden worden. Der Seespiegel liegt 1201 Pariser Fuß über der Meeresftäche; doch ist es wahrscheinlich, daß der See keine wagerechte, sondern eine abhängige Fläche habe, und also nicht überall

 

Zweite und, wie ich glaube, mit mehr Grund, da sich da« hohe Ufer bei Mörsburg plötzlich ganz steil senkt.

 

 

gleich hoch sei) (Ausgez. aus den würtemb. Jahrbüchern und mitgetheilt in der allgem. Zeitung 1827, N. Jul.).

 

^Selten gefriert er, nur wenige Jahre war die Kälte so groß, daß d= ie ungeheure Fläche tonnte mit Eis überzogen werden. Jm Jahre 1435 a= ber erblickte man Reiter und Wagen auf ihm, so auch 1573. Zum letztenmale gefro= r er 1695.)

 

Ein heiterer Himmel, der aber im Herbste wie mit einem sanften Schleier umzogen erscheint, liegt mit seinem Azur auf dem herrlichen Lande und der Widersche= in der ganzen Gegend und des Himmels im Wasser ist entzückend. Hier erhält Göthes Lied „der Fischer" seine ganze Bedeutung= , ja man möchte sich in dieses Meer der Freuden stürzen, um die Wonne = in vollen Zügen zu schlürfen, (der Winter ist mild, selten fällt bedeutende Kälte ein. Jm Jahre 1289 blühten, nach Stumpf, um Weihnachten die Bäume und Rosengebüsche, man trug Sträu&szli= g;e von Violen und Bathenien und lustig badeten die Knaben im See. Sein klares Wasser wird auch im Sturme nicht getrübt *)^

 

j Die Gegend erhebt sich zu beiden Seiten des Sees Terrassenartig und sehr bezeichnend nennt sie der Anwohner „Gelande", und wirklich bilden sie einen herrlichen Gartens in dem Obstbäume mit Rebenhügeln und einzelnen Wohnungen so mannigfaltig abwechseln, daß der Blick ohne Wa= hl und Ruhe umherschweift, weil ihn immer lieblichere Gegenstände begrüssen, bis er endlich in Einem Blicke die ganze Gegend gleichsam a= n sich drückt, wie die Braut seiner Jugend.

 

Die nachste Umgebung des Sees von Bregenz gegen Hohenems und das Rheinthal aufwärts bil. °en Berge aus Nagelflue, Mergel, und Sand, stein, die sich an die Kalkgebirge anschließen. Die aufgeschwemmte Masse von San= d, Thon und gerollten Steinen, die in Schichten abwechselnd liegen, ist ziemli= ch steil abgerissen und bildet gegen die

 

') Dieß sagt schon Münster und eigene Ersah, rung kann es einem jed= en bestättigen.

 

hohen Gebirge der Schweiz «in ansehnliches Nor, gebirge *).

 

Zweite Beilage.

 

Der Bodensee ward durch die Römer bekannt; diese sagen, daß Anfangs = die Rhätier, deren Stämme sich bis nach Oberitalien ausgebreitet, in = der Gegend um den See gewohnt haben **> Nach Strabo stießen an denselb= en Rhätier, Windele«hin, Bojer und Helvetier ***); den größereu Theil aber hatten die Windelechen und Helvetier nne; au= ch glänzten an denselben die verlassenen Länder der Bojer ****). Aber jetzt ist es nicht mehr möglich, die einzelnen Gegenden, die jede dies= er Nationen inne hatte, genau anzugeben; sie alle waren noch wild und roh und schweiften ungestraft umher, Raub und Mord in fremden Län

 

 

dern übend; als aber die Rhätier zu den Zeiten des Kaisers Augustus Schutzverwandte Völker Roms angriffen^ sandte dieser seine Stiefsö= ;hne Drusus und Tibenus aus, sie zu bezwingen. Nach hartem Kampfe unterlagen sie= der Macht der Römer *), vom See und vom Lande her zugleich angegriffen **)= .

 

Die Römer drangen nun weiter vor bis an dieDonau^ legten durch das eroberte Land Strafstn an, und es zog sich eine Hauptstrasse von Augsburg über Memmingen, Kempten und Wangen nach Bregenz um den Bodensee, wo mehrere Kast= elle errichtet waren ***). Aber man weiß nicht zuverlässig, wie sehr = sich das Land gehoben, da «nter den schlechten Kaisern, die im zerrüt= te, ten Römer-Reiche auf einander folgten, das Gewonnene bald nicht mehr geachtet wurde und verloren ging und unter den Stürmen der Völkerwanderung alle alten Anlagen zertrümmert wurden. Am grausam= sten und mächtigsten herrsch

 

ten um den Bodensee darauf die Sueven *) und Allemannen **). Diese brachen die = von den Römern errichteten Burgen bei Konstanz, obgleich sie in hieser Geg= end auch einmal entscheidend geschlagen wurden, und zerstörten Ramshorn, A= rbon und andere ***). Dann schweigt die Geschichte auf lange Zeit und zweifelhaft steht der Forscher am Grabe der alten Landes-Bewohner. Als man wieder die e= rste Nachricht von jenen Gegenden «rhält, scheint es, als würden= sie erst entdeckt, obgleich schon wieder Menschen in festen Wohnsitzen, ja selb= st Herzoge mit Grafen die Gegend inne haben und im Rheinthale aufwärts si= ch schon eine christliche Gemeinde findet ***»). Mönchen, die des Evangelium wegen in diese Gegend kamen, verdanken wir die ersten Nachrichte= n von des Landes Zustande nach der Völker«Wanderung f).

 

Nachdem die Franken Pallien erobert und auch die Allemannen von sich abhängig gemacht hatten, fielen die Länder am Vodensee in ihre Gewalt und Childerich, darf man anders Bueellin trauen, setzte über die Provinz am Bodensee und Helvetien die'Agilolfinger. So hätte also dieser Stamm ni= cht allein über Bayern geherrscht, wo er ursprünglich seinen Sitz hat= te. Unter Karl Martell verbanden sich die einzelnen Glieder des Agilolfinger-Geschlechtes, um sich von den Franken unabhängig zu mache= n; aber die Schlacht entschied für den Hausmaier, die Ueberwundenen mußten dessen Oberherrschaft dulden, und als nach langem Kampfe Thass= ilo ll. von Bayern in ein Kloster verbannt wird, verschwinden die Agilolfinger = aus der Geschichte, die Länder am Bodensee werden meist zu Allemannien gezählt, über welches ein Herzog, von den Franken abhängig, gesetzt war.

 

Wie sich dann im Mittelalter die Klöster hoben, und durch den frommen Sinn ihrer Be> wohner, oder durch Kauf und Schenkung vieles Gebiet erwarben, = wird bei St. Gallen gesagt, und in der Geschichte jenes Stiftes liegt zugleich d= ie der ganzen Umgegend, da der Hirtenstab weit umher reichte und in jener Zeit= der wilden Fehden der Edlen eine sichere Zufluchtsstätte gewährte. Na= chdem die verheerenden Züge der Ungarn, welche bis an den Bodensee kamen, vorüber waren, erhob sich bald die Kultur, in den Klöstern waltete friedlich und heimlich Kunst und Wissenschaft; die Verbindung mit Italien brachte hier vieles früher zur Reife, als im übrigen Teutschland = und hier erstanden zuerst, vorzüglich geweckt und genährt durch das Kaiser-Geschlecht der Hohenstaufen, die Minnesänger, wiefreuudliche Ro= sen aus dem Dornenstrauche der Zeit. Da sangen um den Bodensee Konrad der Schenk von Landegg, Konrad von Altstätten, Kraft von Toggenburg und der Marsc= hall vonRapperschwil"). Berühmt isi vorzüglich Walter von der Vog^lweid von St. Gallen, der besonders am Hofe Herzogs Leopold von Oesterr= eich wohl gelitten war.

 

*) Siehe die Manessische Sammlung.

 

 

teren nordwestliches Theile des Sees ist der Hegau — vielleicht Seegau.

 

Dritte Beilage.

 

Bregenz wird mit Recht für das Lri^antium (Lri^Äiiti») der Röm= er gehalten, welches im Illüerarium Antonius aufgeführt wird. Die Strasse ging von Augsburg über Memmingen, Kempten und Wangen hieher und zog sich um den Bodensee nach Arbon, Pfin und Windisch hin. Von Wangen bis Bregenz rechnete man 2/1000 Schritte, von Bregenz bis Arbon 20000» Von alten Gebaudsn hat man bisher noch nichts entdeckt; einige früher ausgegrabene Meilensteine sollen sich in Wien befinden. Der Weg von Lindau = her geht durch die sogenannte Klause, einen engen Paß zwischen dem See und den Felsen, die sich beinahe senkrecht vom Seeweg erheben. Dieser Paß ward ehemals für unbezwinglich gehalten, bis der Schweden Feldherr Wra= ngel zßlzß ihn eroberte. — Bregenz gehörte früher den Grafen gleichen Namens, dann den Grafen

 

von Montfort und hatte im Mittelalter da» Schicksal aller kleineren Städte, deren Herren öfter im Streite gegen einander lagen. 1079 eroberte Abt Ulrich lll. von St. Gallen di« Stadt und verbrannte sie.= Sie war meistentheils mit den schwäbischen Städten im Bunde und führte manchen Kampf gegen die Schweizer. Di« ganze Umgegend, das schöne Bregenzer Thal mit vielem Gebiete gehörte den mächtig= en Grafen von Toggenburg. Im Jahre iez2^ eroberte Graf Friedrich die Stadt dur= ch eines Weibes Verrätherei, wie Tschudi (ll. 156) erzählt. Dann kam= es zu Oestreich, später auf einige Jahre an Baiern, und steht jetzt wieder unter österreichischer Herrschaft. i Es ist der Sitz eines Landgericht= es, das unter dem Gubernium zu Insbruck steht. Die Stadt hat gegen 2000 Einwohn= er und besteht aus der eigentlichen Stadt, auch Burg genannt, und aus der Vorstadt. Diese ist weit größer und schöner gebaut und zieht sich längs dem See hin. In der Nähe sind Elsenhütten; bei; d= em Dörfchen Baumle ist die bedeutendste» )

 

Ohnweit Bregenz am See liegt das ehemalige Kloster Mehrerau, das Graf Ulrich von Rharien und Bregenz l09tz. erbaut und reichlich begabt.

 

Die Kirche wlirb« schon vor wrh»»»«n I«b«e«» abgetragen und das Klostergebäude, in einer schönen Lage aufgeführt, steht beinahe ganz leer. ES ist Eigenthum des Kaisers. In dieser Gegend soll St. Galt das Evangelium gelehrt habe». Vavon weiter unten.

 

Rorschach.

 

Gestern verließ ich Bregenz. Am Morgen lag ein dichter Nebel auf dem See, der sich bis an die Berge hinzog, und die ganze Gegend bedeckte, «as in Herbsttagen beinahe immer zu geschehen pflegt, und nur nach Regen oder Gewitter» ist die Luft ganz heiter. Es war schon zehn. Uhr, als ich über die Bregen; - Brücke fuhr, den» num rieth mir, bis Höchst nicht zu Fuße zu, wandern, weil der Weg ohne alle Abwechselung, der Gegend durch das sogenannte Ried sich hinziehe. Dieß= ; fand ich wirklich und überall sah ich deutliche Zeichen, daß dieses R= ied ehemals vom Rheine, überschwemmt und vielleicht der Sumpf war, von dem Ammi«, spricht. 2a er zu jener Zeit noch nicht genau untersucht war u= nd sich erst nach und nach zu festerer Masse bildete, so konnte

 

der Römer wohl glauben, der Rhein vermische sich nicht mit dem übrigen Wasser, das in seiner trägen unbeweglichen Ruhe zu beiden Seiten stehe. — An der Mündung der Bregenz liegt das Dorf Hard. Nahe bei Brege= nz hat der Fleiß der Anwohner das Land bedeutend verbessert,' und es wird Obst, Hanf und türkisches Korn, so wie Gemüsarten. mit Vortheil gebaut, aber je näher dem Rheine zu, desto mehr vermindert sich die Fruchtbarkeit, und gegen die Berge hin, im Rheinthale aufwärts, gibt es noch bedeutende Sümpfe, in welchen man große und gute Krebse, die schwarzer Farbe sind, fängt. Die Fussach ein bedeutender Bach, der besonders im Frühlinge hoch anschwillt und große Verwüstung= en in der Umgegend anrichtet, durchschneidet das Ried. Das Dorf, welches bei seiner nahen Mündung in den Rhein liegt, hat gleichen Namen und ist häufigen Ueberschwemmungen ausgesetzt. Wir ließen es rechts und kamen bald nach Höchst, wo man über den Rhein fährt.

 

Als ich den teutschen Strom zum erstenmal« sah, staunte ich über die Wassermasse, die sich mit wachsender Kraft daher wälzt und lange noch = im See Farbe und Bewegung erhält. Der erste Ort am Schweizerufer ist St. Margarethen, und wohl nie hat ein Dorf den bedeutenden Namen „Perle&q= uot; mehr verdient, als dieses. Einzeln, hinter Obstbäumen versteckt, wie S= itze friedlicher Bewohner aus der goldenen Zeit, schimmern die Wohnungen dem Wanderer gastfreundlich entgegen und hier trat das Bild des alten Teutschla= nds lebendig vor meinen Sinn. Einzeln standen ja auch damals die Wohnungen, umh= egt und eingefriedet, mehrere bildeten eine Markung mit den dazugehörigen Gütern und den Freien gehörte der freie Boden.<= /p>

 

Von St. Margarethen windet sich die Straff« zwischen Obstgärten und Weinbergen am Rheine hin, bis man nach dem schönen Städtchen Rhei= neck gelangt. Dieß ist der letzte Ort des herrlichen Rheinthales gegen dem Bodensee hin. Die ganze Gegend wird mit recht Paradies genannt. Von dem Ursprunge der Stadt ist wenig bekannt. Wahrscheinlich war es von St. Gallen erbaut und dahin gehörig, später machte der Bischof von Konstanz darauf Ansprüche; aber wie es öfters geschieht, daß der Dri= tte gewinnt, wenn zwei um eine Sache kämpfen, so auch hier. König Otto nahm 1293 die Stadt, welche der Abt von St. Gallen gegen das Bißthum Konstanz ansprach, und brachte sie an das Reich *). Bald, darauf kam sie au= die Grafen von Werdenberg, ward aber I39(j vom Herzoge Leopold von Oesterreich genommen **). Drauf schloß sie sich an die Eidgenossen und errang glücklich nach manchem harten Kampfe Freiheit und Antheil «n demVunde. Der Wein, dieser Gegend (Rheinthaler genannt) ist sehr gut, doch hält er sich »icht lange. Im Jahre 91g wurden hier die erste&raq= uo; Reben gepflanzt. Ueber der Stadt ist noch ein alter Thurm von einem ehemali= gen ZwingHerrenschlosse zu sehen: von ihm herab genießt «a», = eine herrliche Aussicht, so wie auch von dem, fogenauten „ steinernen. Tische" auf der Straße nach Rorschach zu. Das Dorf Thal

 

liegt in einer schönen Gegend zwischen zwei Ber< gen; man.erblickt es ger= ade unter sich auf den Ruinen der Burg zu Rheiueck.

 

Rheineck gegenüber liegt Grissau, ein Dorf in einer sumpfigen oft überschwemmten Gegend. Von hier aus ziebt sich eine Erdzunge in den Rh= ein, Rheinhorn genannt.

 

Noch angenehmer zieht sich der Weg nach Rorschach hin. Die Aussicht erweitert si= ch mit jedem Schritte über den See und das Thurgau; Vaumgruppen, einzelne Landsitze und Dörfer wechseln lieblich miteinander ab und gerne horcht= man den Liedern, welche von den Höhen herabschallen und von den Ufern zurücktönen. Zwischen Rheineck und Norschah gegen das Appenzeller= Land hin sind berühmte Scmdsteinbriiche; es werden jährlich eine Menge Steine den Rhein hinab geführt, und in der Umgegend selbst zu Brü= cken und Gebäuden verbrauchte

 

Rorschach ist ein schöner Flecke« mit einem gut«» Hafen. Der Wochenmarkt, welcher alle Donnerstage gehalten wird, ist sehr besucht undes wird hier beinahe das meiste Getraid für die Schweiz gekauft. Am See l= iegt ein Frauenkloster in angenehmer Lage und von der Stadt selbst etwas entfernt das Herrenkloster, welches bei seiner Erbauung großen Streit verursac= hte, von dem noch Erwähnung geschehen wird. Jetzt ist es unbewohnt. Das Jahr der Erbauung ist nicht bekannt, eben so wenig die erste Geschichte und der Einfluß, den St. Gallen anfangs hatte. Früher herrschten hier ei= gene Grafen, die aber nach und nach ihre Rechte an das Stift St. Gallen verkauft= en, so daß dieses in der Folge die ganze Herrschaft ausübte, bis sich die Einwohner lösten, was manchen harten Kampf galt, bis es gelang.

 

Hier und bei Arbon sah man noch vor einigen Jahrhunderten bei kleinem Wasser in = der Winterszeit Ruinen alter Gebäude im Gewässer *) und so ist es nic= ht unwahrscheinlich, daß der See auf der Schweizer Seite sein Bett erwei= tert und vertieft habe, so wie an der schwäbischen Seite, vorzüglich v= on Bregenz gegen Rheiueck hin, das

 

») Stumpf.

 

Ufer sich weiter in den Tee gezogen und der Sumpf sich mit Sand ausgefüllt = und Gestrauche angesetzt habe. Die Bergwasser, welche eine Menge Sand mit sich führen, trugen gewiß das Meiste dazu bei. Aus diesem lä&szl= ig;t sich auch erklären, warum man hier an der Schweizer-Seite von der alten Römer-Straße, die sich am See hin nach Pfin zog, keine Spur mehr entdecken kann, da sie das Wasser weggespült und sich darüber ergossen.

 

Das ganze Aufblühen und seine Größe verdankt Rorschach den Aebt= en von St. Gallen, die durch ihre Vaulust den Ort erweiterten und verschönerten *) und seine ganze Geschichte ist so innig mit der von St Gallen verwebt, daß sie mit derselben nothwendig in Einer Uebersicht targestellt werden muß.

 

Das herrliche Kornhaus am See, ganz von Quadern, ward vom Fürstabte Cölestin im Jahre 17l,ß erbaut; den Riß' dazu machte der Italiener

 

*) 8lumpt.

 

Nognato *). An der Nordwestseite des Ge» baudes ist die Wasserhöhe des S= ees von mehreren Jahren eingehauen, welche oft sehr beträchtlich ist. Welc= he Wassermasse muß von den Ver< gen herabströmen, damit das ganz« große Becken des Sees um fünf Schuh und oft noch darüber in seinem Wasserstande erhöht werde!

 

*) Ildefon« »on Arr Geschichte les Zauton« St. Gallen.<= /o:p>

 

St. Gallen.

 

Eh' ich aus der Stadt wandere, in der ich nun

 

schon drei Tage mit Vergnügen weile, will ich' dir noch schreiben und sagen, welche Freuden ich genoß.

 

Als ich Rorschach verließ, wanderte ich anfangs wieder die Heerstrasse, welche sich allmählig erhebt, so daß man mit jedem Schritte höher gelangt und unter sich, wenn man sich auf den See zuwendet, die vielen Obstgarten in einem herrlichen Gelände herangezogen erblickt. A= ber bald wendete ich mich links auf einem etwas beschwerlicheren, aber desto an= genehmeren Weg, an das hohe steil abhängende Ufer der Goldach, die links neben mi= r in der Tiefe brausend von den Bergen über Steine, herabtoste. Die Sonne w= ar schon

hoch heraufgegangen und verdünnte allmählich den goldenen Duftschleier, der über dem See schwebte, bis ihre Strahlen endlich ihn ganz durchdra= ngen und dem Zurückblickenden nun ein Feuermeer, das sich in vielen Farben auflöste, entgegenschimmerte. Oft wendete ich den Blick zurück, schweifte dann in die Fernen des Schwabenlandes, das mit seinen Ebenen und Hügeln mich zu begrüßen schien, ruhte dann über dem See mit meinen Gedanken und wünschte als Adler über demselben schweben und die Schätze in der Tiefe sehen zu können, dann rief mich plötzlich das Rauschen des Baches und das Schwanken der Fichten und dunklen Tannen, mit welchen das Ufer bewachsen ist, in die Nähe; doch = bald hing der Blick vom neuen an andern Gegenständen, schaute an die Berge hinauf und sah von Ferne durchs Gehölze her Wiesen mit schimmernder Leinwand überdeckt und so wußte Aug und Herz nicht, an wem fest = zu halten, bis ich endlich oben, wo sich der Weg seitwärts nach St. Gallen hinzieht und man die Aussicht auf den Se« zu verliert, noch einmal st= ill stand und in einem langen Blicke die ganze Gegend in mein Herz saugte, so daß sie ewigblühend mit allen ihren Schönheiten darin verse= nkt ist und ich mit jedem Augenblicke Bilder hervorrufen kann, welche eine trübe Gegenwart verscheuchen können.

 

Lange schon, ehe man in die Stadt selbst ge» - langt, deren Thürme aus alter Zeit man stolz hervorragen sieht, ziehen sich an der Strasse einzelne Häuser mit schönen Gärten in großen Zwischenräumen dahin; Bleichen wechseln dann mit Häusern und Gärten, bis man end= lich vor den Thoren der alten Stadt steht. Vor dem Thore, durch das man von Rors= chach her geht, ist ein großer, schöner Platz mit Pappeln und Linden bepflanzt und mit mehreren Brunnen; er dient zur Unterhaltung der Jugend, u= nd Abends lustwandeln hier die Einwohner. Die Stadt selbst liegt zwischen zwei Bergen zusammengedrängt, die Häuser sind nicht alle schön gebaut, selbst in manchen Hauptstrassen trifft man kleine schlechte von Hol= z. Vor allen ragt das ehmahlige Stift mit seinen Nebengebäuden und seiner Kirche hervor und schon der erste Anblick zeigt, daß in jenen Mauern = der Sitz der Herrschaft und der Kunst und Wissenschaft gewesen. Die Kirche ist = eine der schönsten und größten, die ich je gesehen und manches schöne Bild findet man darin. Was aber jeden mit Recht anzieht und festhält, ist die herrliche Bibliothek, welche in dem Klostergebä= ude aufgestellt ist. Herr von Arr, bekannt durch seine Geschichte des Kantons S= t. Gallen, ist Archivar und mit freundlicher Gefälligkeit zeigt er den Fremden die Schätze, die in den Sälen aufbewahrt sind. Der große Saal, in dem die Bücher aller Wissenschaften sind, gleicht einer Kirche und ist eigens zur Bibliothek bestimmt worden. Hier wird auch = eine Mumie aufbewahrt, von deren Obertheil man die Binden genommen, um zu wissen= ,, was denn eigentlich der Inhalt der Hülle sei. Ein schwarzer Kadaver, d= essen Fleisch ganz verhärtet ist, erscheint bis an die Schultern entblößt und zeigt in der Schädelform ganz die ögyptis= che Menschen - Rasse.

 

In einem kleineren Saale über der eigentlichen Bibliothek sind die kostba= ren Manuserivt« verwahrt. Schreibtafeln der Römer mit Papierrollen d= er Alten und Pergamentbüchern des Mittelalters finden sich hier zusammen,= und wer noch je Haß den Mönchen und Klöstern geschworen, der wi= rd hier gewiß mit ihnen einigermassen versöhnt, wenn er bedenkt, da= ß diese den Schatz der Norwelt in Wissenschaft und Kunst in ihren stillen Zel= len vor den Sturmen des barbarischen Zeitalters geschirmt und gepflegt haben. V= on den Klöstern aus traten sie dann, als die Welt sich menschlicher gesta= ltet und die Städte in ihren Mauern die Musen empfangen konnten, hervor und verbreiteten sich «berall hin.

 

Die Manuseripte dir alle anzugeben vermag ich nicht, wäre auch ein undankb= ares Geschäft. Es ist ein eigner Katalogus darüber verfaßt; mehr= ere Gelehrte.aus den entferntesten Gegenden Teutschlands arbeiten hier des Jahr= es über, sammeln und vergleichen. Im Klostergebäude befindet sich au= ch das Klerikal Seminar, dessen Vorstand H. von Arr ist; auch sind daselbst die Schulen des Gymusiums. Noch ist kein Lyeeum errichtet, daß auch die philosophischen Gegenstände gelesen würden; seitdem aber (152h) d= er Bischof von Chur zugleich Brschof von St. Gallen ist und sich ein halbes Ja= br hier aufhalten soll, geht die Sage, es würde die nöthige Unterstützung ein Lyeeum zu gestalten bald ausgemittelt werden.

 

Unter den Anstalten zeichnet sich in St. Gallen das Waisenhaus aus; es ist ein schönes Gebäude, reich begabt und herrlich eingerichtet. Die Einwohner der Stadt, die eigentlichen Hausbesitzer, sind wohlhabend, dagegen herrscht unter den Beisitzern oft große Armuth, die sich vorzügl= ich in den theuern Jahren 1816 und 1817 zeigte. Viele starben vor Hunger, da sie größten Theils von Sticken und Weben sich nähren, in guten Zeiten das reichlich Gewonnene wenig achten und schnell wieder in Putz und = oft gemächlichem Leben verzehren, zur Zeit der Theuerung aber wenig verdie= nen können und vom früheren Ueberfluße nichts zurückgelegt haben. — Die Aussicht vom Freudenberge über die Stadt nach dem Bodensee und der Herisau zu ist wunderlieblich.

 

Gestern sah ich endlich einmal auch die sogenannte schöne Brücke. Es war schon gegen Abend,

 

als ich aus der Stadt gegen die Herisau hin wanderte. Zu beiden Seiten zogen si= ch die schönbekleideten Berge hin, an denen Landhäuser und selbst ga= nze Dörfer wie hingemalt erschienen. Ueber eine Stunde ,mochte ich gegangen sein, schon senkte sich die Sonne, als ich zur Brücke gelangte. Zwar erfüllte ihr Anblick meine Erwartung nicht ganz, weil ich gar zu viel Rühmens davon gehört und ich schon sehr schöne.Brücken gesehen habe, doch ist sie immer ein würdiges Denkmal, das sich die Bürger St. (Ballens selbst gegründet. Sie verbindet zwei Berge und besteht aus zwei Jochen, aus schönen festen Steinen. In der Tiefe raus= cht die Sitter, ein wildes Bergwasser. Das Gelände von Eisen ist zierlich = doch fest gegossen. Unfern stand die alte Brücke, welche sehr schwer zu befahren war. Das Thal, durch welches sich die Sitter ergießt, ist wi= ld schön. Tannen, dazwischen einige Buchen und Eichen, heben sich aus den Schluchten empor. Ich blieb, bis die Sonne hinter den Bergen verschwunden w= ar und die Dämmerung eintrat, dann kehrte ich zurück. Die Strasse war noch voll Menschen und mit Freuden und stillem Entzücken hörte ic= h, da ich durch die Dörfer wanderte, beinahe in jedem Hause das Abendgebet vom Hausvater mit der ganzen Familie, die sich um ihn versammelt, beten. — An den höchsten Spitzen der Berge sah ich noch lange glimmendes Feuer, das sich endlich in ein liebliches Blau verlor und im zarten Schleierdufte erlosch.

 

Heute will ich noch einmal die Bibliothek besehen und morgen den Weg durch das Thurgau nach Konstanz antreten.

 

Der -Einsame.

 

   Einsam wall ich an dem Stran= de, Einsam durch den dunkeln Hain, Ach ich bin mit meiner Freude Und mit meinem Schmerz allein.     Aber süße Liebgest= alten Steigen aus der Flut empor» Alte Helden ziehn vorüber Und es naht der Nusen Chor. Süße Worte, traut und lieblich Lispelt mir ihr Purpur Mund, Und von ihren holden Märchen Wird das kranke Herz gesund.=

 

Und so wall ich einsam immer Durch die Flur und durch den Hain; Gern bin ich mit meiner Freude Und mit meinem Schmerz allein.

 

Vierte Beilage.

 

Die Geschichte St. Gallen«.

 

<lls Kolumban mit seinem eifrigen Schüler Gallus aus Irland fortzog, um bei heidnischen Völkern die beseligende Christus-Lehre zu predigen, kamen = sie nach England und von da nach Frankreich, wo sie vom Könige Sigebert freundlich aufgenommen wurden. Sie bau, .> darauf bei einer alten zerstörten Stadt, bei welcher warme Quellen sprudelten, ihre Zellen und lebten daselbst lange Zeit, bis sie von neuem Eifer anderwärts zu lehr= en entflammt, oder von der grausamen Brunehilde vertrieben, fortwanderten und = nach Austrasien zum Könige Theodebert gelangten, der ihnen gestattete zu lehren, wo sie wollten, und sie kamen durch die Gauen Teutschlands an den Fluß Limnat, dann an den Turieiner See und zur Stadt Tueeonia (Tuggen= ). Noch waren die Bewohner der Gegend dem Götzendienste ergeben, wild und grausam; die anspruchlose freundliche Lehre der Fremden gewann sie und Viele glaubten, bis «inst Gallus allzueifrig die heidnischen Opfergefäße zerschlug und in den See warf. - Da fielen die Einwo= hner über sie und nur mit Mühe" entrannen sie ihren Händen. = Sie gingen aufwärts und kamen nach Arbon, wo sie schon einen Diakon, Willi= mar, trafen. Auf ihre Frage, ob er nicht einen Ort zu ihrer Ansiedelung wüßte, nannte er ihnen die Gegend, wo noch die Ruinen einer alten Stadt emporragten und das Land mnher fruchtbar wäre. Es war Bregenz. A= uf einem Kahne gelangten sie glücklich an den bezeichneten Ort und da sie= die Gegend umher betrachteten, gefiel sie ihnen wohl. Sie fanden einen Tempel, = der einst schon dem Christengotte geweiht war, jetzt aber wieder durch heidnisc= he Gebräuche und Bilder entweiht wurde. Gallus, welcher der Sprache des V= olkes kundig war, begann zuerst

zu lehren, dießmal mit weniger ungestümmen Eifer. Allmahlig horchte= und glaubte das Volk; das einfache, friedliche Leben der Fremdlinge, ihre Beschäftigung mit Obstbaumzucht und Fischfang gewann ihnen bald die Zuneigung Aller und so lebten sie drei Jahre ungestört in ihren Zellen= .

 

Aber Manche, welche noch den alten Göttern anhingen, lästerten die Fro= mmen bei dem Herzoge Gunzo (um das Jahr 688), als fliehe vor der neuen Ansiedelu= ng das Wild und als würde die Jagd gestört. Darum befahl ihnen dieser fortzuwandern. Kolumban folgte und wandte sich nach Italien zu Agilolf, dem Longo, barden König; Gallus, der eben damals trank war, blieb zurü= ;ck, und ruft der alte Chronist hier aus: „O glückliche Krankheit, du= rch die wir Gesundheit der Seele erhalten haben!" so freut sich auch der späte Enkel noch dieses Tages, da der Lehrer blieb und mit der milden Lehre des Christenthums das Herz der Barbaren und die ganze Gegend gemildert wurde.

 

Gallus schiffte nach Arbon, genas dort unter der Pflege des Diakonus und hielt sich lange bei ihm auf. Da fragte er ihn eines Tages, ob er nicht bei seinem Vog= el- und Fischfange einen Ort entdeckt, der frisches angenehmes Wasser hätte und des Anbaues fähig wäre? der Diakon antwortete: Er kenne eine = Gegend voll frischen Wassers, hinauf in rauhe Berge, dazwischen ziehe sich ein Thal hin, in dem jetzt wilde Thiere hausen: Hirsche, Gemsen, Bären, Wö= lfe und Eber. Gallus suchte, fand und wählte die Gegend zu seinem Aufentha= lte. Alsobald wichen die Thiere zurück, die Gegend gewann unter der Hand der fleißigen Mönche allmählich freundliche Gestalt und, ohne d= aran ein Wunder zu finden, ist gewiß der menschlich, Geist und der Eifer d= er Mönche der Zauber, welcher die Ungeheuer in die Wälder zurüc= kgetrieben und rings umher freundliches Leben geschaffen hat. Bald reihten sich um Gal= lus Zelle andere; die Menschen kamen in Krankheiten zu ihnen als ihren Aerzten,= und da er endlich selbst der Tochter des Herzoges Gunzo die Gesundheit wieder g= ab, ward er in der ganzen Gegend

 

berühmt und fromme Dankbarkeit schenkte de« Mönche vieles Gebiet umher.<= o:p>

 

Nach langem Wirken befiel ihn zu Arbo», wo er am Feste des h. Michael noch gepredigt, eine Krankheit. Er konnte nicht mehr in seine Zelle zurückkehren und starb in den Armen Willimars. Ihnen geschah, wie Joha= nnes Müller sagt, wie den Halbgöttern und Helden der Griechen; diese hatten wilde Thiere, jene aber Barbaren bezähmt *).<= /p>

 

Nach seinem Tode dauerte die Anhänglichkeit des Volkes und der Edlen an die Mönche fort, und zu den Zeiten Pipins beschloß Waltram ein edler Mann, die Zellen in ein ordentliches Kloster zu verwandeln; er rief den fro= mmen Othma» und setzte ihn als ersten Abt ein, drauf übergab er das Kloster mit allem Eigenthume dem König« Pipin, daß fortan = nur der König darüber bestimmen könne. Dieser übertrug den Mönchen das Recht, künftig immer selbst de« Abt wählen=

 

?

 

*) Die ganze Erzäl'Iung nach: V/»!»friHi 2lr»bi

 

L°I仫t I. l.

 

zu dürfen *), und unmittelbar unter dem Könige zu stehen. Aber des Königs Befehl und Schutz retteten den herrlichen Othmar nicht vor den Verfolgungen der Grafen, welche die Güter des aufblühenden Kloste= rs mit Neid anblickten und davon für sich zu gewinnen trachteten. Othmar widerstand lange Nug und kräftig; da ward auch Bischof Sidonius von Konstanz gegen ihn gertttzt. Er ließ den Abt «ls schändlic= her Vergchungen beschuldigt, zu sich rufen, ferkelte ihn im Schloße Bodma= nn ein und ließ ihn dann auf eine Insel im Bodensee bringen, wo er bald starb.

 

Zur Zeit Ludwig des Frommen wurde unter dem Abte Hartmot die Kirche mit Schnitzarbeiten und Malereien verziert, und daß die Mönche sich neben dem Gebete und dem Anbaue des Landes auch den Studien widmeten, davon= zeugt t>as Bücherverzeichmß aus jener Zeit, welches sich auf fünfzig Handschriften belauft, die unter diesem Abte angeschafft wurde= n, was zu jener

 

 

Zeit gewiß bedeutend war. Noch sind davon einige Manuseripte vorhanden. Der Abt starb 88K *). Schon früh bildete sich in der Abtei eine Schule, in welcher die sieben freien Künste gelehrt wurden. Seoten und Angelsachs= en brachten die Liebe zu den Wissenschaften aus ihrer Heimat nach Teutschland.= Abt Grinnwald stiftete die Schulen und sie erhoben sich bald zu herrlichen Glan= ze, wie es nämlich zu jener Zeit möglich war. Die Jünglinge der Edlen des Landes nahmen Antheil an dem Unterrichte; viele blieben dann wohl selbst als Mönche in der Abtei. Wissenschaften und Künste wurden = wie zarte Pflanzen im Treibhaus gesiegt und gehütet. In den dunkeln Gängen, einsam und verkannt, blieben sie lange Zeit verborgen, sie war= en für die rauhe Welt des Kriegerthums und der LehenHerrschaft zu zart. A= ls aber von Osten her mildes Leben aufging und in Teutschland reiner thät= iger Eifer die harte Sitte, wie des Landes Boden gemildert hatte: da traten sie heraus und wurden

 

') lä»m.

 

nun wieder, was sie immer sind und waren, wenn anders die Menschen sie als solc= he erkennen: des Lebens schönste Genien.

 

Unter den Männern, welche sich in Mittelalter zu St. Gallen durch Gelehrsamk= eit auszeichneten, sind Iso, drei Notker, Tutilo und Rat.pert die vorzüglichsten. Sie lebten schon zur Zeit Karls des Dicken und einige = Zeit nach ihm. Der erste Notker, aus dem edlen Geschlechte der Freien von Ellgow= im Zürcher Gebiete, war stammelnd, wie der Chronist sagt, an der Sprache, nicht aber am Geiste. Er war sanft und mild, beschrieb das Leben Karl des Großen und übergab es Karl dem Dicken, bei welchem er viel galt.= Arr erzählt von ihm die Entstehung eines Liedes, das in der Folge beinahe = in allen Klöstern gesungen ward. Notker, immerdar der Natur innig ergeben= und überall Lieder dichtend und singend, ging bei dem jähen Abhange Martinstobel vorbei und dichtete sogleich den schönen Gesang: Meä= i« vn»! in inoi-te «umu»! Das Volk verstand die schöne Bedeutung nicht, und doch ward es bald allgemein bekannt. Da galt es denn a= ls Teufelslied, Zaubergesang und i» Kriege selbst als Schlachtgesang. Ja endlich mußte eine Synode zu Köln befehlen, daß Niemand oh= ne feines Bischofes Erlaubniß dieses Lied gegen Jemanden singen sollte *= ). Tutilo war lahm, beredt, malte zierlich und verfertigte Sai

 

 

ten und Pfeifen zum Spiele; dabei war er heiter und sehr zum Scherze geneigt.

 

Ratpert welcher den Ursprung der Abtei in einfacher Sprache beschrieben, war sein ganzes Leben hindurch Lehrer. Eine Menge Schuler gingen von diesen in andere Klöster aus. Der Tod dov drei Freunde fällt in das Ende des ncunt= en und den Anfang des zehnten Iahrhun, derts. Cleß in seiner Geschichte = von Wittenberg hat manches Schöne über diese Schule und ihre Män= ner gesammelt *).

 

Unter dem Abte Thieto zu den Zeiten Konrads l. römischen Königs brannte= die Abtei ab, doch bald erhob sie sich wieder und weit verbreitete sich ihr Ruf. Schenkungen dankbarer Schü

 

ler und angrcmzender Edlen machten sie reich. /

 

Verlaß uns nicht in de« Alters Schwache; Wenn unsere Kraft verschwunden. Verlaß uns nicht. Heiliger, barmherziger Erlöser Uetergib uns ni= cht dem bitteren Tod. «f. Arr. *) Sieh bei Vollast die Quellen, el. Arr; = IoHannes v. Müller.

 

Bald nach dem Niederaufbaue des Klosters ward ein anderer Notker berühmt. Er hieß der Meister, Wahler und Arzt. Er verfertigte mehrere Gemäld= e in die Kirche und in Bücher; am meisten aber war er berühmt wegen se= iner Arzneikunde. Jn seinem Alter wurde er blind, blieb aber immer von allen, se= lbst von Kaiser Otto l. geschätzt, an dessen Hof er öfter gerufen wurde *). Die Bemühung der Mönche von St. Gallen um die teutsche Sprache ist rühmlich von Manchen anerkannt. Kero verteutschte nicht nur einzel= ne Wörter, sondern selbst ganze Sätze **); Notker, dieses Namens der dritte, Labeo zugenannt, übersetzte den Psalter in die teutsche, oder = wie «r selbst sagt, in die barbarische Sprache. Er starb 1022 ***). So können wir in Wahrheit

 

 

sagen, daß die teutsche Sprache zuerst als Schriftsprache, nachdem der große Karl sich mit ihrer Bildung beschäftigt, in den Klöst= ern erzogen wurde. Sie war damals freilich noch arm und schwer; aber Welt und Freiheit hat sie jetzt groß gezogen, daß sie einem herrlichen B= aume voll süßer nahrhafter Früchte gleicht. Jn den Zellen der Mönche wuchs er wie in einem Treibhaus« empor und allmählig konnte er in das Freie kommen, als die Starrheit des Bodens gezähmt war und ihn die Wildheit des Landes und des Volkes nicht mehr verderben konnte. Welche Weichheit hätte jetzt die teutsche Sprache, wenn man auf dem betretenen Wege fortgeschritten und der rauhere Norden seine Doppelvokale n= icht hart in die Bildung der Wörter gemengt! Die Ueberbleibsel der Minnes&a= uml;nger sollen für meine Behaup« tung zeugen.

 

Es gab Viele im Kloster, die griechisch verstanden und deßwegen Lllinioi hießen *). Sie lernten diese Sprache aus dem Dositheus, der

 

') Arr.

 

noch im Manuskripte vorhanden ist, und später aus Aristarch, und Manche bra= chten es dahin, daß sie den Homer mit Freude lasen und selbst griechische V= erse machten. Unter den Schriftstellern, die erklärt wurden, liest man: Cie= ero, Virgil, Ovid, Horaz, Terenz, Persius und selbst Sophokles *).

 

Immer mehr stieg der Ruh« der Abtei, und hatten schon früher einige Klöster, wie.Tegernsee in Baieru **) ihre ersten Bewohner aus St, Gall= en genommen, so wurden diese jetzt noch vielmehr nach allen Theilen Teutschlan= ds berufen.

 

Wie sich zu den Zeiten der Frankenherrscher nm eine Kirche bald mehrere Hä= user reiheren und viele Familien in den Schutz des Heiligthumes, gerade so wie b= ei den Griechen, sich begaben, so geschah es auch bei St. Gallen. Bald

 

*) LllKed»rH.

 

**) Die Annalen von Tegernsee behaupten, daß ihre Mönche von St. Gal= len abstammen und die erste Einrichtung von daher kam; aber feine Cbronik von S= t. Gallen sagt über diese Anpflanzung «in Wort.

 

entstand ein Verein, es bildete sich eine Stadt, die dann mit Mauern und Thürmen umgeben ward, um dem schwärmenden Feinde, vorzüglich den Ungarn, = die auch bis hieher raubend gedrungen, zu widerstehen. So bildete sich innerhalb der Mauern eine Gesellschaft, die anfangs unter des Klosters Schutz und Gew= alt emporblühte *) und endlich Freiheit erlangte

 

Das Gebiet, auf dem sich Gallus niederließ, war Gemeingut, daher gab ihm König Sigebert, «ls er von Gunzo und dessen wiedergenesenen Toch= ter die Thaten des frommen Mannes uernommen, einiges Gebiet als Eigenthum. Die Edlen von Toggenburg, Urstein, Rosenberg, Oberberg, Schwanenberg und andere, welch« ihre Güter in der Umgegend hatten, bereicherten die Abtei= mit vielen Geschenken **). Dadurch ward der Neid rege und nur im Streite mochten die Mönche ihre Unabhängigkeit gegen Bischöfe, und ihre Güter gegen die Grafen behaupten. Der

 

Bischof von Konstanz unterwarf mit Hülfe eimger Grafen das Kloster seiner Aufsicht. Gezwungen gehorchten die Mönche eine Zeit lang und endeten d= en Streit endlich dadurch, daß sie alljährlich ein Pferd und eine U= nze Gold an den Bischof zu geben versprachen, ja sie opferten selbst mehrere Güter um die Unmittelbarkeit z» erhalten. Dieß geschah zwar während der Zeiten Ludwig des Kindes, der als Schirmherr des Klosters nicht entgegen streben konnte, wenn Grafen und Herzoge etwas beschloß«n, aber auch nach ihm dauerte der Kampf noch fort.

 

Markgraf Berthold, der dem Könige Heinrich zürnte, verwüstete das gan= ze Breisgau und entzog auch der Abtei St. Gallen ihre Einkünfte von den Gütern, welche sie daselbst hatte. Andere nahmen gern Theil »n solchem Raube und man kann es den friedlichen Mönchen nicht verargen w= enn sie ihr Eigenthum wieder erringen wollten und Gewalt mit Gewalt verdrängten. Abt Ulrich handelte nach der Sitte der Zeit, als er mit seinen Mannen auszog, die Burg Marchdorf einnahm und verbrannte, in Bregenz= den Edlen Marquard gefangen nahm und dann d« Stadt zerstörte, so auch Syburg und ander« Orte *). Mit Bedauern über diese Zeit weilt man bei solchen Seenen, wenn selbst Priester ganz im Geiste des Jahrhunderts und der halbrohen Kultur, statt Frieden zu lehren und zu üben, das Schwert= zum Morde und zur Rach« führten.

 

Als der Neid gegen das blühende Stift einmal erwacht war, bemühten si= ch bald Mehrere, dasselbe zu schwächen und von den Trümmern sich zu vergrößern. Doch klug vermieden die Nebte harten Zwist, bis endl= ich Rudolph von Habsburg auf den teutschen Thron gelangte. Dieser, früher = den Niedrigen und Bedrückten, da er noch Graf war, hold, trachtete nun nach Vergrößerung eigenen Glanzes und dachte, wie vortheilhaft die Erniedrigung der Abtei für die Grafschaft Kiburg werden könnte. B= ald fand er Gelegenheit dieß auszuführen. Als nach Bertholds, des Ed= len von Falkenstein, Tod (er hatte das

 

Kloster sehr reich hinterlassen) die Wählenden nicht einig wurden, erkoren die Partheien zwei Aebte, die sich einander bekriegten und so das Gut des Klost= ers minderten. Bald siel es immer tiefer und der Kaiser hörte dieß g= ern, ja ber Vogt von Ramschwang durfte den Bürgern St. Gallen«, als st« eine Reichssteuer nicht sogleich bezahlten, alle Leinwand, die an= der Steinach zur Bleiche lag, wegnehmen. Der Vogt Hatte Rudolph im Kampfe gegen= den Böhmentonig Otjokar gerettet: darum war er zu Allem tühn und nahm einst sieben Männern um geringer Dinge Willen Gut und Leben *).

 

Als endlich ein Graf aus dem Hause MoniArt, dessen Glanz Habsburg immer beneide= t, Abt in St. Gallen ward, und dieser einige Reichstrhen ansprach, welche der König zur Vergrößerung seines Hauses für sich wollte, wurde der Haß reger, als je. Päpstliche Legaten urtheib ten öfter über den ungerecht Beklagten, der stets unschuldig gefunden wurde, und als das Un

 

glück den Abt nicht beugte und jetzt erst manches Freundes Tugend an ihm sichtbar wurde, suchte Rudolph auf alle Art ihn zu demüthigen. Die Stadt Schwarzenbach handelte mit des Königs Wissen zuerst feindlich, indem s= ie die Heerden der Stadt Wyl wegtrieb. Alsobald zog der Abt den Seinigen zu Hi= lfe, den Wyl gehörte zum Stifte, er verbrannte Schwarzenbach und behauptete= Wyl lange Zeit gegen den Sturm der Gegner. Zu ihm hielten mehrere Grafen. Als a= ber diese vom Könige verfolgt auf eigene Rettung denken mußten, unterwarf sich der Abt. Rudolph forderte Iberg im Toggenburg als Sühne, der Abt verweigerte es als Vorsteher seines Klosters, deßwegen fiel e= r in die Reichsacht; Rudolph selbst kam nach St. Gallen, um einen Abt zu erkiese= n. Da entfloh Abt Wilhelm und irrte lang umher, bis er des Königes Tod du= rch sein« Freunde erfuhr. Dann kehrte er, freudig von dem Stifte und der Stadt empfangen, zurück. Den Bürgern wurden damals „ihre Le= hen und Schuldbriefe, Erb und Eigenthum, vaterländisches Gericht und persönliche Freiheit" zugesichert. Wyl, da« sich an den König gezwungen ergeben, brachte er zurück und erlangte vom Albre= cht, dem Sohne Rudolphs, Verzeihung. Bald darauf starb er im Jahre 1I00 *). Nach= ihm wechselten Aebte aus verschiedenen Häusern, die alle mehr oder minder = an den Zeitereignissen thätigen Antheil nahmen. Ludwig der Baier verpfändete die Stadt an Oesterreich, weil sie nie zu ihm gehalten; na= ch einigen Jahren kam sie aber wieder zum Reich **); sie blühete immer herrlicher empor und still gedieh unter dem geistlichen Stabe das bürgerliche Leben, das sich bald in Thaten zeigte, als der Schweizerbu= nd geschworen und die Kraft der Männer erprobt war. Oft mäßigt= en oder erschreckten die Bürger in kühner Rede den Zorn eines allzus= trengen Abtes, der wehr forderte, als sie bisher geleistet. Reich, um den oft Geld-Bedürftigen zu helfen, erwarben sie bald eine anständige Freiheit, und zahlten an den Abt und an das Reich nur wenig ***).

 

 

Sie standen mit dem Städtebund in Schwabe» in Verbindung und hatten = mit Nürnberg einen Vertrag wechselseitiger Zollfreiheit *).

 

Appenzell (der Name kommt von einer Zelle, die auf den Alpen erbaut wurde) von welchen der Zins der Güter und anderer Nutzen an das Stift zu St. Gallen gegeb= en ward, machte sich zuerst frei und schloß sich an den Bund der Schweiz= er, als Abt Kuno von Stauffen, vielleicht ohne sein Wissen einen allzuharten Vo= gt über die Landschaft gesetzt, der oft die Todten ausscharren ließ, um, nicht zufrieden mit dem Besttheil, den er von den Kindern des Verstorbe= nen erhalten mußte, auch das Kleid, mit dem kindliche Liebe die Todten bekleidet, zu rauben. Wie überall, schrieb man auch hier die Schuld dem Herrn zu, der den Vogt gesetzt, als geschähe mit seinem Willen Solches= und Aehnliches. Da kamen denn die Landleute zusammen, gaben sich Wort und Hand = zur Treue und mahnten den Abt, er möchte seine Amtmänner aus Landleut= en

 

wählen, die sie ihm vorschlagen würden. Der Abt that es nicht und als zu eben = der Zeit auch zwischen der Stadt und dem Stifte Mißhelligkeit entstand, schloß jene mit Appenzell einen Bund. Jetzt erschrack der Abt und verließ, als er vergebens gesucht die Verbündeten durch Hoffnung= zu täuschen, mit allen Priestern und Brüdern das Kloster und begab s= ich nach Wyl; nur Ein Mönch blieb zurück. Die Thore wurden verschloss= en, der Gottesdienst horte auf. Die Städte von Schwaben sollten den Zwist schlichten. Diese redeten für St. Gallen, das bei dem. Bunde der Städte bleiben sollte und in seinem gemeinen Wesen in manchen Dingen gebessert wurde; die Appenzeller sollten dem Bunde entsagen. Als sie die&sz= lig; hörten, beschlossen sie mit Gottes Hilft allein dem Abte zu stehen und= als wirklich darauf mehrere Städte ihre Mannen sandten, um die Lanoleutk wieder an das Stift zu bringen, schlugen diese „am Speicher" die Schaaren. Es geschah dieß im Jahre «03- Noch hoffte der Abt auf Qestrr- . reichs Hilfe: Herzog Friedrich erschien wirklich, mit ihm viel Volkes; aber die Bauern erschracken

 

nicht. Mit ihnen war Graf Rudolph von Werdenberg und auch jetzt schlugen sie ritterlich die Schlacht „am Stoß" und siegten. St. Gallen = war dann wieder mit ihnen, sie schloffen auf neun Jahre einen Bund gegenseitiger Vertheidigung wider alle Feinde, das Reich wurde »orbehalten und von = St. Gallen der Städtebund auf ein Jahr *). Endlich ward Appenzell von den Schweizern in den ewigen Bund aufgenommen. St. Gallen aber gewann nach Kunos Tode, als Heinrich von Gundelfingen Abt ward, Vieles; Heinrich selbst that Manches um die Stadt frei und stark zu machen, und im Jahre il,5^ errichtet= en endlich die Bürger für ewige Zeiten das Bündniß mit den Eidgenossen **).

 

In diesen Tagen des Kampfes aber und schon früher waren die Gelehrten im Stifte selten, ja bald schien die Liebe für Kunst und Wissenschaft ganz erstorben zu sein, und alte herrliche Schriften, welche die früheren Mönche mit Mühe zu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Oberdonau-Kreis des Königreichs Bayern historisch beschrieben Höc= k, 1829

 

...

[Seite 77]

 

XIII. Das Landgericht Immenstadt

 

§. 1. Lage.

Dieses Landgericht gränzt im N. und W. an Weiler, im N.O. an Kempten, im O. an Sonthofen, im S. an Tyrol.

 

§. 2. Größe.

Das Areal soll 8 1/2 Q M. betragen.

 

§. 3. Bevölkerung.

Auf diesem Raum lebten im J. 1822 11.818, mithin auf einer Q M. nur 1390 Einwoh= ner.

 

§. 4. Wohnplätze.

Es besteht aus 1 Stadt, 1 Marktstecken, 122 Dörfer und Weilern.

 

§. 5. Gewässer.

Ausser der Iller, Stillach, Argen und einer Menge kleiner Flüsse ist auch der Alpsee, 3/8 Q M. groß in diesem Bezirk befindlich.<= /p>

 

§. 6. Boden.

Ganz mit Gebirgen bedeckt und wenig kulturfähig.

 

§. 7. Naturprodukte.

Pferde, Rindvieh, welches nach Schweizerart in Sennereien erzogen wird, machen den Reichthum des Landes aus.

 

§. 8. Gewerbe.

Spinnerei' und Weberei, und ein kleiner Handel mit Vieh, Leinwand, Holz und Kohlen, au= ch tyroler Gütertransport.

 

§. 9. Einzelne Orte,

1) Immenstadt (Br. 47° 34' 4", L. 27° 52' 16") Stadt an der Stillach, mit einem Magistrat III. Kl., 1 Schlosse, Sitz des Landgerichts u= nd Rentamts, einem ehemaligen Kapuzinerkloster, 159 Häusern und 1000 Einwohnern, welche sich von LeinenWeberei und Salzfuhrwesen nähren. Sie war ehemals der Hauptort der Grafschaft Königseck Rotenfels, welche in= dem nahe liegenden Bergschloß Rotenfels ihre Residenz hatten.<= /span>

2) Staufen (79 H., 525 E.) ein Markt mit einem Schlosse.

3) Gunzesried (60 H., 312 E.) ein Dorf nach Seifriedsberg gepfarrt.=

4) Tiefenbach (73 H., 350 E.) ein Pfarrdorf.

5) Kalzhofen (32 H., 161 E.) ein Dorf mit 2 merkwürdigen Quellen, wovon d= ie eine nach der Argen und durch diese in den Bodensee und Rhein, die andere in den Alpsee, und mit dessen Wasser in die Iller und die Donau abfließt= .

...

 

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::= :::::::::::::::::::

T: Statistik des konigreiches Bayern in beziehung auf materielle bürgerli= che ...

 

A: Michael Jäck

 

L: http://books.google.de/books?id=3DHxSFIsJxsQAC&pg=3DPA128&dq=3Dimme= nstadt+gesetz&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DuYzGT9KzB4LQtAbF-KEQ&ved= =3D0CG8QuwUwCQ#v=3Donepage&q&f=3Dtrue

 

J: 1829

S: 55

19) Immenstadt, Landgericht.

In diesem Gerichte gilt das gemeine römische Recht.

 

S: 128

 

X: Landes - Ordnung der Herrschaft Staufen.

 

Diese Landes-Ordnung hat laut der vo>n k. Landgerichte Immenstadt am 14. Iänner 1825 ausgefertigten vidimirten Abschrift folgenden Eingang.

 

Wie es sowohl gegen den Insassen als fremden Unterthanen in allen ihren begehen= den Handlungen, Heiratheu, Kontrakten, Pakten, Schulden, Pfändungen, Erbtheilungen, Testamenten, und anderen letzten Willen, auch allen für= fallenden Rechts ? Gerichts - und obrigkeitlichen Sachen jederzeit soll gehalten werd= en.

 

Von dem hoch, und wohlgebohrnen Herrn Georg Freyherrn zu Königsegg und Aulendorf, Herren der Grafschaft Rothenfelö und Staufen, Kaiserlich Königlichen Majestät Nach wiederum erneuert, verbessert, und an vielen Orten gemehrt.

 

So geschehen zu Immcnstadt den 16ten May ein tausend sechs hundert und zwanzig= sten Iahres.

 

Der Schluß dieser Landes-Ordnung lautet:        =   Statuta. Es sollen auch alle Iahr die Statuta und MayenGeboth der Herrschaft Staufen fleißig verlesen, und ungehörigen Orten so vi= el den Vorst betrist, wie von Alters herkommen, ordentlich verkhündt, und angeschlagen werden.

 

Und dann uln alle Handlungen als Kauff, Tausch, eingeschlagene Zins - Schuldenauslosung, Uebergabcn, und was cö immer seyn mag, in Ihrer Gna= den Kanzleu ordentliche Brief aufzeucht werden.

 

Und dessen alles zur wahren Urkund haben anfangs hochwohlermeldete Ihre Gnaden diesen Lands - nnd Herrschaft« brauch mit eigen Händen unterschrieben, und Dcro 3eci»t Insigel hieran henkhen lassen.

 

So geschehen zu Immenstadt den letzten Monarstcg May, des laufenden ain tausend sechshundert am und zwan^ zigsten Iahrs.

 

Ioerg Freyherr von Khünigsekh.

 

Die Landes - Ordnuug selbst verbreitet sich über nachstehende 4n Gegenstände, 1) Wenn zwey sich zusammen heirathen, auch Haab und<= /o:p>

 

Guet zusammenbringen, wie es mit solchen gehalten werden solle i

 

2) Wenn ein Ehegemahl vor dem anderen, ehe Jahr und Tag vergangen, absterbe; w= ie es soll gehalten werden?

 

3) Wie es soll gehalten werden, wenn sie Kinder bei einander erzeugt?

 

4) Menn sich ein Mann zu einer Wittwe verheiratet?

 

5) Menn Hcrrschaftsleute sich zu Fremden vcrhcirathen wollcn?

 

6) Wenn Eheleute ohne Kinder absterben, wie es mit der Vcrlassenschaft zu halt= en?

 

7) Wenn Kinder vorhanden, wie dieselbe erben?

 

8) Wenn Kinder ledigen Standes sterben, so eigen angefallen Gut gehabt, wer alsdann erben solle?

 

9) Weiter, wie Geschwistrige erben sollen, in Sachen, so erblich an ihre Eltern kommen?

 

10) Wenn die Mutter gestorben, und der Vater sich in die andere Ehe vcrheirathe= t, oder da der Vater gestorben, und die Mutter sich in die andere Ehe begebe, = wie cö mit den Kindern erster Ehe in der Theilung soll gehalten werden; desgleichen onch mit den Nachtindcrn nach des Vaters, oder der Mutter Tode.=

 

11) So Vater und Mutter gestorben, Kinder verlassen, wann ein Kind stirbt, wer = und wie man erben soll?

 

12) wenn keine Geschwistrigcn vorhanden scyn, erbet das nächste Blut.=

 

13) In Auslösungen, wie Brüder die Schwestern verweisen und auslö= ;sen sollen?

 

14) Wenn Eheleute Guter verkaufen, wie es mit denselben soll<= /p>

 

gehalten werden gegen die Schwestern in Ausweisungen. 15») Wenn ein Bruder bey= der Auslösung die gelegene Stücke, eins oder mehr nicht behalten woll= te, wie es alsdann solle gehalten werden.

 

15) Wie die Zahlung in den Käufen geschehen soll?

 

17) Wenn einem ein Kauf anfallen thut, wie essoll gehal«

 

tcn werden? 13) Wald — Hubcr — Guter.

 

19) Wenn man Güter verleiht, und einer anfallen, oder ansprechen thüt= c?

 

20) Verliehene Grasnutzungen.

 

21) Das Egen oder Ackern betreffend

 

22) Wenn einer gcqen einen Anger oder Wiesen cgct, wie er sich soll verhalten?<= o:p>

 

2^) Welcher Acker an Helmen gelegen, was der und unter gegen ihm im Egen zu thnn befugt scyn soll?

 

9

 

24) Von Bau - Wegen. 35) Vom Häuser-Bauen.

 

26) D6rren-Bau betreffend.

 

27) Von Straßen und Gassen.

 

28) Wie es in Schulden, so angeliehen worden, zu halten?

 

29) Wie es in anderen Ansehen soll gehalten werden?

 

30) Von Hennen und Geflügel.

 

31) Pfändungen betreffend, was darin zu thuen.

 

32) Von Käufen und Verkäufen.

 

33) Fremde Käufe betreffend.

 

34) Von Tauschen.

 

35) Wenn Güter vertauschet, und Aufgabcu an Geld gegeben werden, wie e&oum= l; zu halten?

 

36) Auswärtige Erbfälle, wie man in solchen sich zu verhalten.

 

37) Bon Uebergeben.

 

38) Von Verschaffungen und Testamentiren.

 

39) Wenn man für Obrigkeit bittet, wie cö soll gehalten werden?<= /o:p>

 

40) Wenn man für Gericht und Recht bittet.

 

 

 

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Vemania, Itin.Ant. 237. 259.; Tab. Pent.; Vimania, Not.Imp.;St. in Vindelicien, auf = der Straße von Pannonien n. Gallien; j. Immenstadt n. Reich.

 

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Vemania, Itin.Ant. 237. 259.; Tab. Pent.; Vimania, Not.Imp.;St. in Vindelicien, auf = der Straße von Pannonien n. Gallien; j. Immenstadt n. Reich.

 

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T:Repertorium der Staats-Verwaltung des Königreichs Baiern: Sammlung ..., Band 16

A:Georg Ferdinand Döllinger

J:1831

L:http://books.google.de/books?id=3DidNAAAAAcAAJ&printsec=3Dfro= ntcover&hl=3Dde&source=3Dgbs_ge_summary_r&cad=3D0#v=3Dsnippet&a= mp;q=3Dimenstatt&f=3Dfalse

S:302

X:Forst- u. Jagdordng. d. Reichsherrsch. Königseck-Rothenfels und Herrschaft Stauffen vom J. 1778.

 

§. 22. In den Forsten und Forstherrlichkeit der Grafschaft Immenstatt und Herrschaft Stauffen, ist Jedermann verboten, unter keinem Vorwande Hirsch, Gemsen, Rehe, Wildschweine, Bären, Wölfe, Luchse, Fuchse, Hasen, = Biber, Oeter, Dachse; Marder; Iltis; Auer- und Spielhahnen, Hasel- und Schneehühner, Schnepfen, Enten und andere große und kleine Vögel etc., auf was immer für eine Art zu erlegen oder zu fangen,= und die jungen Beuten oder Eier auszunehmen, und zwar bei schwerer Strafe. Hase= n, welche beim Grasmähen erlegt werden, sind an die Jäger abzuliefer= n.

Ist besonders im Druck erschienen.

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1831 Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern, oder .= .. von Joseph Anton Eisenmann,Karl Friedrich Hohn

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http://books.google.de/books?id=3D-71AAAAAcAAJ&pg=3DPA240&d= q=3Dimmenstadt+1360&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DrIjGT5r8NcvNsgaBy4ER&am= p;ved=3D0CEoQuwUwAg#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt&f=3Dfalse=

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[Seite 854]

 

Immenstadt, Städtchen mit 159 H., 1000E., 1 Schlosse, den Sitzen des Ldg., Rentamt= s, 1 Postexpedition, 1 Salz-Oberfaktorei, 1 Oberzollamtes, 1 Forstamtes und 1 Pf= r. Amtes im Dek. Stiefenhofen, 1 kleinen Waisenhause, Spitale und Central-Capuzinerkloster, Waffen- und Nagelschmieden, Leinwandschaue, Handel mit Leinwand nach Italien, Frankreich, Amerika, Jahr- und Viehmärkten, zwischen Iller und dem Alpsee, am Fusse der Allgäuer Alpen, und an der Strasse nach Kempten und Lindau, 4 St. von Kempten. Der Ort war sonst die Residenz der regierenden Grafen von Königseck-Rothenfels, und, nachdem= die Grafschaft an Oesterreich verkauft worden, der Sitz eines Oberamtes.

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http://books.google.de/books?id=3Da0JBAAAAcAAJ&pg=3DPA46&dq= =3Dimmenstadt+strecken&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DZH_DT8b3J4TEswa4uuzj= Cg&ved=3D0CFwQuwUwBTgK#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%20strecken&f= =3Dfalse

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Das Bayerische Alpengebirge nebst angränzenden Theilen von Tirol und ...   1832

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[Seite 40]

 

Reise von Lindau nach Weiler und Jmmenstadt.

Von Lindau nach Weiler:

 

a) durch kaiserlich-österreichisches Gebiet 5 Stunden,<= /p>

b) aus bayerischem Boden .... 8 1/2 Stunden.

von Weiler nach Immenstadt . 7 Stunden.

 

Wir kehren nun vom Bodensee zurück, und wenden uns nach Osten, um die eigentliche Gebirgsreise Südbayerns zu beginnen. In dieser Richtung führen zwey Straßen zur ersten Station, dem Marktflecken Weiler.= Die eine kürzere setzet eine Stunde von Lindau hinweg über die Leibla= ch, passirt hierauf 2 1/4 Stunden lang die kaiserlich, vorarlbergischen Ortschaften: Herbranz, Leutenhofen, Ringsberg und Weienried, zieht dann über das bayerische Pfarrdorf Scheidegg nach Weiler, dem Sitze des gleichnamigen königl. Landgerichts fort. Die andere Straße ist e= in Theil derjenigen, welche oben schon für die Reise von Kempten nach Lin= dau beschrieben worden. Man nimmt den Rückweg über Niederstaufen (1 Post), Opfenbach (1 1/4 Stunde), und Heimenkirch (1 1/2 St.) bald nachher g= iebt die Straße einen Zweig südwärts ab, und erreicht mittelst dessen nach 2 Stunden ( von jenem Pfarrdorfe gerechnet) den genannten Fleck= en Weiler. Dieser Haupt des benannten Landgerichts zählet 406 Einwohner, deren Gewerbfleiß sich durch Baumwollspinnerey bemerkbar macht. Der g= anze Bezirk umfaßt 4 3/4 Quadratmeilen, nähret aber denoch ( nach Ang= abe der Volkslisten vom Jahre 1817) 14.766 Seelen, folglich auf der Quadratmeile 3096; eine reiche Bevölkerung, zumal in einer unebenen Gegend, wie die= se ist. Sie erklärt sich durch die Wahrnahme so vieler kleinen Hofgü= ter, womit sich die Zahl der Familien vergrößert hat; die gleichwohl = bey ihrer abgesonderten Lage in sogenannten Einöden, und hierdurch erzweck= ten Arrondirung der Gründe mittelst ungestörter Freyheit der Bewirtschaftung sich ungleich besser, als die Besitzer großer Höfedie Dorfsbewohner mit ihren, in ungeheuren Fluren zerstreuten, Fel= dstücken befinden.

 

Angenehme Ansichten biethet daher schon die Kultur auf und zwischen den Hügeln dieser Landschaft, wie auch das nahe bey Weiler sich eröffnende Thal d= er Rotach (Ach, fließendes Wasser), die aus der Gegend von Röthenba= ch herab kommt, und südlich mit der Bregenzer Ach sich vereinigt.

 

Von Weiler nach Immenstadt führet der Weg über das Kirchdorf Simmerbe= rg, eine Stunde weit nach Burghardshofen, wor er in den Bezirk des Landgerichts Immenstadt gelangt. Nach einer Strecke von 1 1/2 Stunden gehet ein Seitenweg von der Straße südwärts nach Staufen ab, einem Marktflecken, der am Fusse des Bergschlosses Staufen liegt. Dieses war der Sitz einer Herrschaft, die aus 3 Pfarreyen und 50 kleinen Dörfchen bestand, und später zur Grafschaft Königseck Rothenfels (dem gegenwartigen Landgericht Immenstadt) erworben worden.

 

In dieser Gegend von Staufen treten die Alpen so weit hervor, daß die Straße von nun an (2 1/2 Stunden weit) bis zum Alpsee in einem, von i= hnen gebildeten Thalgrunde (Konstanzer Thal genannt) dahin zieht. Zur linken (nördlichen) Seite strebet die Thaler-Höhe, 3895 Bayer.Fuß = hoch empor, setzet in langer Linie fort, und eröffnet schöne Prospekte über das vorliegende Hochland hinaus.

 

Zur Rechten des Thales im Süden erhebt sich über die Alpen der Gerenstein, als Glied des hohen Vorgebirgs, 5008 Bayer. Fuß über= das Meer; in dem südlich weiter zurückstehenden Vorderzuge das Rindalphorn, 6212 Bayer. Fuß hoch; an der südlichsten Spitze des Landgerichts aber der, zum Mittelzuge gehörige Hoheneifer mit 6678 Bay= er. Fuß Höhe, in dieser Gegend den Gränzstein bayerischer Gebir= ge bildend; indem das (8904 Bayer. Fuß hohe) Mädele, ein Glied des Hauptzuges, weiter zurück noch auf kaiserlichem Boden steht.

 

Der Alpsee (nur 7/8 einer Stunde lang, 1/4 breit) hat seinen Namen von diesen Alpen, welche ihn größern Theils umgeben, und ihm sein Wasser zubringen. Das meiste davon erhält er aus einer merkwürdigen Gege= nd, in welcher zwey Quellen bey dem Dorfe Kalzhofen sind, von deren einer das Wasser in den Rhein, von der andern in die Donau rinnet. In diesem Reviere steht ein Bauerhof, der von zwey Bächen umflossen ist; der eine zieht = nach dem Alpsee, und durch diesen nach der Iller, mit der er in die Donau fällt. Der andere ist ein Arm des Flusses Argen, der sich in den Boden= see und Rhein ergießt. Das Gebäude ist so gestellt, daß ü= ber Jedem Bache eine Dachrinne hervorraget. Das Wasser der einen Seite dieses Hauses läuft also durch die erftem Flüsse in das schwarze Meer, und jenes der andern Seite in die Nordsee.

 

Oestlich des Alpsees (1/4 Stunde entfernt) stand die Burg Rothenfels, vormals das Ha= upt der Grafschaft Königseck Rothenfels. Die hohe Lage ihres Ruins gewähret einen ermunternden Prospekt; und eine ähnliche Aussicht eröffnet (1 Stunde nördlich davon) der Ruin des Schlosses Werdenstein, das gleichfalls, wie Staufen, zur genannten Grafschaft erworben und ihr einverleibt worden. Südöstlich von Rothenfels trifft man wieder Leben und Gewerbs-Thätigkeit in einem artigen Städtchen an= .

Immenstadt ist es, unweit der Iller westlich entlegen, am Fuß der Allgauischen Alpen, 6 Stunden von Kempten entsernt. In seiner Mitte sieht das, ehemals gräfliche Residenzschloß, nun der Sitz des königl. Landgeri= chts Immenstadt. Die Einwohner (1872) zeichnen sich durch ihre Leinwand-Manufakt= ur, und den Handel mit diesem Produkte aus. Man findet hier ein kleines Waisenh= aus und ein Hospital. Seit 1650 bestand ein Kapuziner-Kloster daselbst. Der Bez= irk des Landgerichts umfaßt 8 1/2 Quadratmeilen mit 11.8oo Seelen in rund= er Summe, wovon auf eine derselben 1388 treffen; welche geringere Zahl die Geb= irge erklären. Uebrigens ist hier eine Poststation, und die Straße zi= eht sich südlich fort, setzet nach 1 3/4 Stunden über die Iller, und wendet sich dann nach Sonthofen.

 

Das Jllerthal.

 

Die Iller, einer der ansehnlichsten Flüsse im ehemaligen Schwabenlande, hat ihre Wiege in diesen Alpen des Allgaus, zwischen dem Walserthal, Kornach und der Alpe Rohrmoos, ungefähr 7 Stunden südlich von Jmmenstadt. Der Ursprung dieses Flusses bildet gleich bey seinem Entstehen einen schön= en Wasserfäll, der im Zw eng genannt wird. Die kleinen Wasser stürzen sich vom Gebirge tosend und schäumend herab, sammeln sich in ein Bassi= n, welches dieselben noch über einige Felsen ausgießet, und endlich= den Ursprung der Itter bildet. Diese erhält in ihrem Laufe bald vielen Zufluß durch kleine Wasserfäden, Quellen und Bäche, die in jenen schneeuud wasserreichen Gebirgen nicht selten sind, und scheidet die Landgerichte Jmmenstadt und Sonthofen von einander. Sie nimmt die Ostrach, einen Theil des Flusses Argen, der aus dem Alpsee kommt, die Abzugwasser der vielen Teiche im Bezirke von Kempten, die Aitrach, Ach, Weihung und viele andere kleine Flüsse auf, fällt zwischen Wiblingen und Ulm in die Donau, und macht diesen Fluß durch ihren Beytritt zum schiffbaren Str= om. Auf ihrem Zuge berührt sie die Stadt Kempten, und viele andere geringe= re Ortschaften; ist für Flöße schiffbar, und für de,n Holzhandel von großem Nutzen.

 

Mit diesem Vorgeschmack wird man um so lieber zu einer Wanderung im Thole der I= tter sich entschließen, und sie durch mannigfaltige Ansichten der Berge, d= er Einöden, Weiler und Dörfer, welche die Ufer dieses Flusscs belebe= n, vollkommen belohnt finden. Die linke Seite desselben abwärts gegen Nor= den lernet kennen, wer die schon angezeigten Ruinen der Burgen Rothenfels und Wertenstein besucht, und den Rückweg nach Jmmenstadt auf der Stra&szli= g;e nimmt, die viele Ortschaften verschiedener Größe durch und vorüber zieht.

 

In der Richtung nach Süden kommt man gleichfalls durch sehr bevölker= te Reviere. Hier erscheinen: Blcichach, ein Pfarrdorf mit 3oo Seelen; die Pfarrkirche Seyfriedsberg, die Dörfer und Pfarreyen: Gunzesried, Sigiswang, Ofterschwang, Fischen, Polsterlang, Oberdorf, Meiselstein und Tiefenbach,

 

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T: Handbuch der alten Geographie für Gymnasien und zum Selbsunterricht ..= ., Band 1

A: Friedrich Sickler

J: 1832

L: http://books.google.de/books?id=3D2LIBAAAAYAAJ&pg=3DPA226&dq=3Dvima= nia+immenstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3Dg57xT-jPHIqC4gTtqqC9DQ&v= ed=3D0CEIQ6AEwAQ#v=3Donepage&q=3Dvimania%20immenstadt&f=3Dfalse

 

S: 88

A. In den Danubius. 1) Ilargus (Iiier); entspr. über Vimania (das heutige Immenstadt) in den sogenannten Bregenzer Alpen und fliesst zwischen dem Lac= ns Biigantinus und dem Licus. Pedo Albinovnn. Eleg. ad Liviam v. 385; auch Har= ns, liera, Itargus und Hilara (?) genannt. Vergl. Zeiler Ilin. Germ, und Topogr.Pueciae. 2) Pïrdo, bei Paul. Diac, J^irulo n. Viiuia, bei Venan= tius Fortunat. 4. (Wertach, im heut. Schwaben); entspr. über Camjjodunum (Kempten), 3) Licus, bei Venant. Fortunat. Lycius, 6 Avxioç, bei Pto= l, 2, 12. (Lech); entspr. in den Bregen zer Alpen, fällt dem Lycostoma (Lechsend an der Donau) gegen über in den Danubius und geht durch das Gebiet der Licates. Eginhard in d. Reginon. Cont. ann. 955. nennt ihn Lichi= us und P. Diacon. Lech. 4) Aerius, bei Tacit. Hist. '3, 5. u. German. 28. Atvoç, bei Pt. 2, 12. Oenus, It. Ant. Enus, Tab. Pent. (Inn); entspr. über den Cernetani des Plin. (Zernetz) in den Rhaetischen Alpen, aus e= inem kleinen Bergsee, aus welchem Strabo 4, 207. seinen *Arr]6tvôç = in den Ister führt. Die Günz und Isar werden von keinem Alten genann= t.

 

 

 

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1834 Beiträge für Kunst und Alterthum im Oberdonau-Kreise von Johann Nepomuck Franz Anton von Raiser

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http://books.google.de/books?id=3DUHREAAAAcAAJ&pg=3DPA37&dq= =3Dimmenstadt+z%C3%B6rr&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DVSbHT8SjKsnjtQaUwpH= 3Dg&ved=3D0CE8QuwUwBA#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%20z%C3%B6rr&f= =3Dfalse

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[Seite 12]

Doktor Conrad Peutinger, dem die durch wissenschaftliche Bildung erworbene damals = noch seltene Würde eines „Dokiors beider Rechte" mehr Ehre, und allgemeine Achtung erwarb, als jene eines „kaiserlichen Raths" erhielt seine Bestallung als R.-St. Auqsburg'schcr „Stadt-Schreiber&q= uot; i. I. l496, (das Conversations-Lexiken überträgt ibm das Syndikat= in Augsburg schon i. I. 14()Z). Bei Ordnung des Archivs kundschaftete Conrad Peutinger aus, daß die bei dem Ueberfalle, und der Verwüstung der Stadt Augsburg durch Herzog Welf II. in der Fehde mit Bischof Bruno i.I. 10= 26 geraubten Urkunden in das Schloß Rochenfels (bei Immenstadt) gebracht worden senn sollten, während der Unterhandlung aus Rückgabe dieser Urkunden gieng aber dieses Schloß mit seinem ganzen Inhalte im Feuer = auf. ")

 

 

[Seite 37]

Endlich ist nach einer Mittheilung des k. Gerichts-Arztes Hrn. Dr. Zörr in Immenstadt ddo. 19. August 1833 der römische Ring mit dem Priap welche= r in den Burg-Ruinen von Rothenfels gefunden wurde, und der ehemals in der Schloß - Kapelle dieses abgebrochenen Stamm-Schlosses gestandene i. J. 1478 im gothischen Style verfertigte Altar, als ein Familien - Eigemhum und= als ein Erbe des vor ein paar Iahren in Jmmenstadt verstorbenen Onkels des Graf= en Max. v. Königsegg-Rothenfels, - von dem sich zu Boros-Sebes in Ungarn aufhaltenden Nepoten desselben dem Hrn. Grafen Ioh. Nep. v. Königsegg-Rothenfels an sich gezogen worden, und folglich sind diese Alterthümer itzt nach Ungarn ausgewandert.

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1834 Die Wappen der Städte und Märkte, dann der Marktberechtigten Orte= in Ober ... von Johann Nepomuck Franz Anton von Raiser

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http://books.google.de/books?id=3DcXREAAAAcAAJ&pg=3DPA100&d= q=3Dimmenstadt+montfort&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DoD_HT9_GAsv3sgaewND= nDg&ved=3D0CD8QuwUwADgK#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%20montfort&f= =3Dfalse

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[Seite 9]

IV. Städte IIIter Classe in alphabethischer Ordnung:

17.) Immenstadt, Hauptort der vorigen Gräflich Königsegg-Rothenfels'sc= hen dann schwäbisch-österreich. Reichs-Grafschaft Rothenfels, itzt Si= tz eines k. Landgerichts und Rentamtes enthält:  160 Hauser mit 275 Familien und 18= 08 Bewohner

[Seite 83]

6.) Immenstadt, dieses im Allgäu gelegene Städtchen deutet seine Fertilität durch ein Phantasie-Wappen unter dem Kopfe seines Genius, welcher einen Bienen-Korb trägt, mit einem Edel-Fische aus der Iller, = oder dem Alp-See im grünen Felde rechts, und mit einem grünen Hopfen-Zweige im weißen Felde links an.

[Seite 100]

Immenstadt, seinen Namen nicht von der Zucht der Bienen (=3D „Immen") sonder= n von der Präposition „Innen" führend, und in dem oben S. 28 Note 42 abgehandelten Alpgau gelegen, wurde erst ein bedeutenderer Ort als = die letzten Besitzer der Grafschaft Rothenfels, die Grafen v. KönigSeck-Rothenfels, von der von dem Grafen Hugo v. Montfort nach dem Schloß-Brande i. J. 1463, (in welchem auch die Urkunden zu Grunde giengen), wieder erbauten Burg Rothenfels, in das bequemer erbaute Schlo&sz= lig; zu Jmmenstadt zogen, daselbst Hof hielten und Ihre Beamtungen etablirten. A= uf der Burg Rothenfels haben im XIIten Jahrhundert die Ritter v, Schellenberg gehaußt, diese verkauften um dieselbe Zeit die damalige Herrschaft Rothenfels mit Zugehörde an die Grafen v. Montfort. Graf Hugo v. Montf= ort und Rothenfels hatte i. J. 1471, sub ddo. Gräz Montags nach Kreuz-Erfindung von Kaiser Friedrich III die durch 2 besondere Urkunden i. = J. 1473 zu Augsburg von dem Churfürsien Ernst von Sachsen, und Albrecht Markgrafen von Brandenburg bestättigte Erhebung seines Schlosses Rothenfels mit der zugehörigen Herrschaft und Marke zu einer Reichs-Graffchaft mit Regalien, hohen und niederen Gerichten, Herrlichkeite= n, Wildpännen, Forsten, Fischereien, Seen, Gewässern, Bergwerken, Zöllen und Geleiten, und namentlich mit dem Geleite über die Gauch (das s. g. Joch) bis an dem Bodensee, jedoch mit Vorbehalt der in dieser Re= ichs - Grafschaft gesessenen Reichsfreien Leute des s. g. „obern und unter» Sturzes" alS zu der damals an den Grafen Ulrich v. Montfo= rt verpfändet gewesenen Grafschaft Meglofs (Eglofs) gehörig, erhalte= n.  - In dem Reichs -Lehenbrief von K. Friedrich III für die Gebrüder Haug und Johann v, Montfort wurden= dem Orte Jmmenstadt die Rechte der Stadt Lindau verliehen, und hiedurch der Ort= zur Stadt erhoben, (Urk.).

— Weil 1.) der i, J. 1059 von

Heinrich IV dem Bischof Heinrich in Augsburg verliehene Wildpanns - Bezirk sich an d= er Wertach bei Thalhofen Ldgts Oberdorf an die Stift Kempten'fche alte Gränzmarke anschließend, Flußaufwärts bis Parenstein, dann in das Rottwasser, bis Schwarzenberg, Wachsenegg und Sulzberg, üb= er den Berg bis Moosbach, bis Käneis, von da bis zu einer Ueberfahrt (Hum= in- oder Umungesfurt) über die Jller, dann aufwärts in die Breitach (Lgts. Jmmenstadt), in die Alpe Jmmergund, in'S Gebirg Widerstein, in die A= lpen Vorder- und Hinter - Unschen, und bis Durach und Geisbach unterhalb Amiech lief, (Lorv l. c. f.  3, und W= egelin IV 490. dann v, Stichaners Orts-Erklärung in den Jllerkr. Int. Bl. v. = J. 1815, in Verbindung mit der Stift Kempten'fchen Ottonischen Gränzbesch= r. S. 237 biS 270);

- weil 2.) nach einer im bischöfl. Augsb Archive vorhandenen Urkunde v. = J, 1291 Kaiser Rudolf die Abtretung und Lehens-Austragung des Castrums Kellmünz mit Zugehörde, der Rechte und Besitzungen zu Kettershaus= en, Günz, Arletsried, der Schirmvogteilichen Rechte über die Besitzun= gen der Klöster St. Ulrich, St. Mang, und St Georg zu Isny, im Gebirge, und der PatronatS-Rechte zu Rettenberg, Akams (Macabus), und Agathazell von den Gebrüdern Ulrich und Marquard v, Schellenberg an das Bisthum Augsburg genehmiget hat;

- dann weil 3.) die Bulle deS Pabsts Urban III v. J. 1186 unter den Besitzung= en des Bisth. Augsburg auch Maiselstain (Maizelstain) nennt;

4.) das bifchöfl, Augsb. Lehen-Urbar v.J. 1420 - 1440 aber eine Menge bischöfl. Augsb Lehen im Gebirge verzeichnet (oben S. 39 u. 40); =

endlich 5.) weil der Kirchensatz in Jmmenstadt insbesondere zum Bisthnm Augsburg gehört hat, und erst 1373 an Walther v. Laubenberg, 1621 aber von Bisc= hof Heinrich V. in Augsburg an Gr Hugo v. Königsegg-Rothenfels käufli= ch überlassen worden ist, (Pl. Braun nach Dr. Zörr): So gewinnt die historische Sage einige Wahrscheinlichkeit, daß die Grafschaft Rothen= fels zum Theile aus Besitzungen des Hochstiftes Augsburg, und zum Theile aus Schirmvogtei Ambacht(After-Schirmvogtseise von den Welfen) gervorgegangen u= nd daß vor der bemerkten Grafschafts-Verleihung zwischen dem Hochstift u= nd den Grafen v. Montfort ein Güter-Tausch vorgegangen seyn soll, worüber jedoch die Urkunden mangeln. Daß Gr. Fidel v. Königsegg-Rothenfels diese Reichs-Grafschaft, welche Gr. Ulrich v. Montfort i. J. 1567 mit der Herrsch. Stauffen um 155,000 fl. an seinen Sche= ager Joh. Jak. Freihn. v. Königsegg verkauft hatte, mit den 1646 und 1786 hinzugekauften Ritter-Gütern, i. J. 1804 an Kaiser Franz II um fast 1 = 1/4 Million Gulden (1'404,125 fl., das Gefäll zu 3 Proz. in's Capital gele= gt, eischlüßig der fast 900,000 fl. betragenden Territorial-Schulden, dann gegen Immittirung in die ungarische Herrschaft Boros Sebes) erkauft, d= iese Acquisition aber des Jahrs darauf durch den Preßburger Frieden an di eKrone Bayern überlassen habe, ist bereits S. 31 bemerkt worden.<= /o:p>

 

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1835        &= nbsp;   Deutschland und seine Bewohner: ein Handbuch der Vaterlandskunde für ..., Band 2

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http://books.google.de/books?id=3D1loAAAAAcAAJ&pg=3DPA215&d= q=3DImmenstadt&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DKcHIT9uzH8TEsgbKzKC9Dg&v= ed=3D0CFwQuwUwBQ#v=3Donepage&q=3DImmenstadt&f=3Dfalse

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[Seite 215]

 

14. Landgerichtsbezirk Immenstadt.

Im Landgerichtsbezirk Immenstadt leben auf 2'/. ll Meilen 12.000 Einwohner.

Immenstadt, 5'/^ Meilen östlich von Lindau, am nördlichen Fuße der allg= auer Alpen, links von der Iller, rechts vom AlPste, kleine Stadt mit 160 Häusern, einem Schlosse und 1.000. Einwohnern. Waffen- und Nagelschmie= de, Leinwandhändler, besuchte Viehmärkte.

Staufen, 2 Meilen westlich von Immenstadt, 3'/< Meilen östlich von Lindau, Marktflecken mit »0 Häusern und 550 Einwohnern. In der Nähe= das Schloß Staufen, ^.,„ . ,,. ,,,, ,,;. ,. ),

 

[Seite 220]

28. Landgerichtsbezirk Sonthofen.

Der Lanbgerichtsbezirk Sonthofen hat auf l0 1/2 Q-Meilen 13.950 Einwohner. ' . = '

 

Sonthofen, 3 Meilen südlich von Kempten, an der Osterach, welche sich, unterhalb dieses Marktfleckens, in die Iller ergießt, mit einem schlösse, 125Häusefti,und,790,Eiuwohl!ern. Ueber die Iller und Osterach füh= ren Brücken. 'ImOktober wipd^hier ein besuchter Viehmarkt gehalten. Eisenh= ämmer.

Altstetten, südlich von Sonthofen. Pfarrdorf mit 84 Häusern und 400 Einwohner= n. - " 1, , '.,.>-,.'.'''

Burg-Rettenberg, Pfarrborf mit Marktgerechtigkeit, 28 Häusern llno 150 Einwohnern.=

Hin delang, '/.Meilen östlich von Sonthofen, an der Osterach/ Marktflecken= mit einem Schlosse, 114 Häusern und 1.000 Einwohnern.

Oberst dorf, anderthalb Meilen südlich von Sonthofen, Marktflecken mit 324 Häusern und 1,460 Einwohnern.

' Wertach, 2 Meilen südsüdöstlict» von Kempten, an der'Wertach, Psarrdorf mit 122 Häusern und 62» Einwohnern.<= /o:p>

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T: Deutsch-Lateinisches vergleichendes Wörterbuch der alten, mittleren und …

A: Georg Aenotheus Koch

J: 1835

L: http://books.google.de/books?id=3DYNYyAQAAIAAJ&pg=3DPA138&dq=3Dimme= nstadr&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D94XxT6C8M6bj4QTQ9czDDQ&ved=3D0CG= 0QuwUwCDgU#v=3Donepage&q=3Dimmenstadr&f=3Dfalse

 

S: 138

 

Immenstadt, St, Vemania, ae Vimania ae

 

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T: Augsburger Tagblatt

L: http://books.google.de/books?id=3DK6BDAAAAcAAJ&pg=3DPA1244&lpg=3DPA= 1244&dq=3Djmmenst%C3%A4dter&source=3Dbl&ots=3DHVO3la1l0B&si= g=3DpCAjG240Dz6Nn_MjWPtwF9Faw08&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DJqYFUJedDMO= J4gTXrpCXCQ&ved=3D0CEsQuwUwAg#v=3Donepage&q=3Djmmenst%C3%A4dter&= ;f=3Dfalse

J: 1836

S: 1244

X:

Anzeige und Empfehlung.

 

Da dem Unterzeichneten von einer königl.

Regierung die Conzession als fahrender

Immenstädter - Augsburger -

Both

gnädigst ertheilt wurde, so bringt er hie-

mit zur öffentlichen Kenntniß, daß er

jeden Donnerstag hier ankömmt und

Freitag Nachmittags wieder abgeht.

Sein Lgis ist in den drei Mohren. Da

er für schnelle und pünktliche Besorgung

aller ihm anvertrauten Güter und Gege-

stände jeder Art stets garantiert, so em-

pfiehlt er sich zu recht zahlreichen Auf-

trägen freundlichst.

Johann Michael Groß,

fahrender Immenstädter-Augsburger-

Both,

wohnt in den drei Mohren.

 

 

 

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T: Bayerisches Wörterbuch: Sammlung von Wörtern und Ausdrücken,= die in ..., Band 3

A: Johann Andreas Schmeller,Georg Carl Frommann,Otto Maußer

L: http://books.google.de/books?id=3DVRNRAAAAcAAJ&pg=3DPA60&lpg=3DPA60= &dq=3DJmmenfiadt&source=3Dbl&ots=3DIzBqDsj4Qr&sig=3D_GZYFwI= _HNCnvfSKpguNBlIM4R4&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D_r4XUJb4H5H24QSzuYHoDQ= &ved=3D0CEYQuwUwADgK#v=3Donepage&q=3DJmmenfiadt&f=3Dfalse<= /o:p>

J: 1836

S:59/60

X:

Der Raiff (Ra?f, pl. Rè?ff, Dim. Rè?ffl, s. Gramm. 140, zuweilen = des, dem etc. Raiffen)

...

c) Längenmaß in der Leinwand-Schauanstalt zu Immenstadt. (Geigers Topographie p. 66) Ein Stück Leinwand zum Raif tragen, damit der Raifer dessen Länge messe. (Das Raif?)

 

 

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T: Handbuch der Geographie, Band 1

A: W. F. Volger

J: 1836

L: http://books.google.de/books?id=3DbbxAAAAAcAAJ&pg=3DPA381&dq=3Dimme= nstadt+wachs&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3Dlm_PT8LzE4TDswbp4IT9Cg&ved= =3D0CD0QuwUwAA#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%20wachs&f=3Dfalse

S: 102

X:

Große Waldungen, besonders am Fuß der Allgauer Alpen bei Kempten und bei Roggenburg. Viehzucht ist im Gebirge höchst blühend, Ackerbau besonder« in den Donaugegenden, Bienenzucht bei Immcnstadt. Hopfen, Flachs, Taback, Obst werben viel gebauet, am Bodcnsec auch Wein.

Sonthofen an der Iller, 850 E

 

Immenstadt an der Stillach und dem Alpsee, 1080 E. Trümmer des Bergschlosses Rothenfels, ehemals den Grafen von Königseck gehörig. Starker Leinewandhandel und Spedition nach Tirol. Merkwürdige Wasserscheide im nahen Dorfe Kaltshofen, in welchem von einem Hause der Tropfenfall theils in das Rhein-, theils in das Donaugebiet rinnt.

 

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T: Neues elegantestes Conversations-Lexicon für Gebildete aus allen Ständen, Band 4

A: Oskar Ludwig Bernhard Wolff

L: http://books.google.de/books?id=3DbEMoAAAAYAAJ&pg=3DPA49&lpg=3DPA49= &dq=3Dimmenstadt+vimania&source=3Dbl&ots=3DpSw2zjjuMx&sig= =3DIUyvIFarE7gsXO8_BKQud0ZWWhs&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DQ0QxUJOWIoPm= 4QTduICABQ&ved=3D0CD8QuwUwAA#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%20vimania&a= mp;f=3Dfalse

 

S: 49

 

 

b) bei den Vinnonen: Brigantium (f.d), Castrum Tiberii (Lindau), der Waffenpla= tz des Tiberius; Bennonen-Hauptstadt (Wangen), Viona (Weingarten), Casiliaeum (Kisselegg), Aleimiennis (Aichstädt), Bibacum (Biberach);

 

c) bei den Estionen: Vimania (Immenstadt), Campodunum (Kempten), Celius Mons (Kelmünz), Phäniana (Finsingen), Benamanodurum (Weißenhorn), Gunria (Obergünz), Consuanta (Kensingen), Drusomagus (Druisheim), Pomo= na (Zusmarshausen), Uspii (Kloster Ursberg), Tarsdurum (Derendorf), Elumia (Feldkirch), Magia (Mayrnfeld), Euria (Chur), Lapidaria (Peiden), Eunus aur= eus (Conters), u. Tinnetium (Tinzen).

 

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Regierungsblatt für das Königreich Bayern

 

seite 407

 

Bezirke|Ueberschuss|Defizit|Vermögen|Schulden|Reines Vermögen|Ueberschuldung (fl,kr)

Immenstadt|--|181,17|81.701,00|1075,09|80.625,51|--

Sonthofen|1.120,02|--|68.103,39|12.533,50|55.569,49|--

Kempten|524,24|--|24.260,49|1210,30|23.050,19|--<= /p>

Füssen|--|2.067,05|36.298,30|25.038,48|11.259,42|--=

Lindau|306,02|--|1.660,00|1.980,50|--|320,50

Weiler|2.023,10|--|17.274,49|5.007,54|12.266,55|--

 

Brandschaden

Immenstadt, Landgericht / Niedersonthofen / Komel Schmidutz / 100 fl<= /p>

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138. Premier itinéraire de la route de Lugdunum ( Leyde)

 

à Argentoratum (Strasbourg) et à Vemania (Immenstadt).. 69<= /span>

 

* 138. Deuxième itinéraire de la route de Lugdunum (Leyde)=

 

à Argentoratum (Strasbourg) et à Vemania (Immenstadt).. 70<= /span>

 

* 139. Premier itinéraire de la route de Vemania (Immen

 

stadt) à Lugdunum (Leyde) 71

 

* 139. Deuxième itinéraire de la route de Vemania (Immen

 

stadt) à Lugdunum (Leyde) 72

 

 

 

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1840 Kunst- und Gewerbeblatt des Polytechnischen Vereins für das ..., Band = 26 von Polytechnischer Verein für das Königreich Bayern

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http://books.google.de/books?id=3DJ_9EAAAAcAAJ&pg=3DRA10-PA696&= amp;dq=3Dimmenstadt+liebherr&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3D8YLGT8qlA87Esg= aPp6wR&ved=3D0CE4QuwUwAg#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%20liebherr&= f=3Dfalse

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[Seite 696]

 

Ioseph Liebherr, geboren am Sylvesterabend 1767 zu Immenstadt im Allgäu, war = der Sohn eines Thurmuhrmachers. Nachdem er sich in München und Consta&laqu= o;; ausgebildet, arbeitete er einige Zeit selbststänbig in Immenstadt als Uhrmacher, und dann bei Hengeler in München. — Als im Iahre l30t= der franzssische Oberst Bonue Bayern topographisch aufnehmen sollte, suchte der berühmte damalige Artillerie-Hauptmann Reichenbach') es dahin zu bring= en, daß man die

 

') S. diese Zeilschrift S- 148. J. I840.

 

nöthigen Meßinstrumente nicht mehr von England beziehen dürfte, sondern in Bayern selbst verfertigen könnte. Dazu war ihm auch der Erbenediktiner= und Professor Schiegg, welcher später unter Utzschneider das Steuerkatasterwesen einrichtete, und seine besondere Gabe, geschickte Köpfe aufzufinden, mehrmals erprobte, in so ferne behülflich, als= er ihn mit Liebherr zusammenführte. Er hatte bei diesem auf einem Besuch einen Sertanten gesehen, den derselbe ohne besondere Anleitung gefertigt ha= tte; dieß und die schöne Ausführung des Instruments ließen= ihn an Liebherrs Brauchbarkeit nicht zweifeln. Reichendach verband sich wirklich mit Liebherr, und beide hinwieder wandten sich an Herrn v. Utzschneider, um= mit seiner Unterstüzung das Geschäft vergrössern zu können. Dieser verband sich nicht nur mit ihnen 1804 unter der Firma: Reichenbach, Utzschneider und Liebherr; sondern versah sie auch durch die Glasschmelze in Benediktbeuern, die er von Guinand errichten ließ, mit rohem Glas und= in der Person von Niggl mit einem guten Optiker zum Schleifen des Glases f&uum= l;r die wesentlich nöthigen Fernrohre. Niggls Stelle nahm später Frau= nhoser ein, dessen Verdienste um Kunst und Wissenschaft über unser Lob erhaben sind.

 

Welche großen Leistungen schon damals aus dem Institut hervorgiengen, und der Nutzen, den hieraus die Welt in intellektueller Hinsicht und Bayern durch d= en Tribut des Auslandes schöpften, ist zu bekannt, um hier viel darauf eingehen zu müssen, vorzüglich das Prineip der beweglichen Alhidadenkreise, durch die Theilung auf der trefflichen Tbeilmaschine vollendeter Brauchbarkeit versichert. Einen trüben Schatten wirft inde= ssen der unselige Streit darauf, den der Oberbergrath von Baader mit Hrn. v. Rei= chenbach begann, und worein auch jener Liebherr n gegen diesen verflocht. Sey es uns gegönnt, mit Folgendem darüber wegzugehen. — Wäre nich= t in dieser Sache bereits soviel veröffentlicht worden, und wäre nicht auch das Interesse der Wahrheit das wichtigste, so dürfte man schon gemäß nachfolgender Bemerkung nicht anstehen nach sicherer Erfah=

 

rung zu behaupten, daß die Einrichtung des von Liebherr erfundenen Räderschneidzeuges die Idee der neuen Kreistbeilungsmethode gegeben ha= be, daß die erste kleinere Theilungsmaschine von diesem und Reichenbach gemeinschaftlich gefertigt worden, wie auch Hr. von Utzschneider sie in Frauenhosers Biographie die Reichenvach: Liebherrsche nennt, daß dies= elbe bisher in Liebherrs Besitz gewesen ist, daß er dem Reißwerk dav= on Sicherheit gegen Stoß gab, und daß endlich viele Erfindungen und Verbesserungen an Meßinstrumenten damals und nachher von ihm herkamen, denn selten kam ein Instrument mit ungeändertem Bau aus seinen Händen. Es können nämlich Reichenbachs Verdienste, die in den Sternwarten Europas und auf den Wassersäulenmaschinen der bayerischen Salinen unvergänglich fußen, durch diese Angaben ebenso wenig gemindert werden, als in anderer Art Frauenhofers Ruhm, wenn man weiß, Liebherr habe ihm für die Verwirklichung des schönen Gedankens, d= er Verbindung parallaktischer Aufstellung mit einem Uhrwerk zu größ= ern Refraktoren, manche gute Winke gegeben. Und keineswegs gebührt Liebherr nur ein solcher Ruhm, wie ihn Bauer in Anspruch nehmen konnte, der, obgleich sonst nur Zimmermann, mit Geschick das Brunnwerk in Augsburg nach Reichenba= chs Angabe ausführte — dieser war ein anZgezeichnetes Werkzeug Reicheubachs, jener ungleich mehr. Traurig bleibt es immer, wenn so gro&szl= ig;e Geister sich über Etwas, in seiner letzten Beziehung so Nichtiges, erbittern bis zum leidenschttfclichem Kampfe. — Eine schlimme Folge dieses Streites war zunächst, daß Liebherr ums Iahr lgl4 von dem Institute schied, in dem er seither so thätig als nützlich gewirkt hatte, in welchem auch viele angehende Mechaniker, wir wollen unter ihnen n= ur Einen anführen, Traugott Ertel, jetziger Besitzer des mit gleichem Glück, wie unter Reichenbach fortblühenden mathematisch-mechanisc= hen Instituts, als seine Schüler ihre weitere Ausbildung von ihm empfienge= n. Er gründete nun vorerst eine eigne Werkstätte, und als Reichenbach sich von Utzschneider und Frauenhofer getrennt hatte, trat Liebherr mit Utzschneider und Werner in Verbindung, so daß v. Utz schneid er wie in allen seinen patriotischen Unternehmungen Chef und Triebfeder des Ganzen wa= r, Liebherr aber den technischen und Werner den kommerziellen Tyeil unter sich hatte. D= och löste sich unter manchen Hindernissen auch diese Verbindung ans, und nachdem Liebherr noch die Aufstellung des Frauenhoftrschen Refraktors f&uum= l;r Dorpat ausgeführt hatte, zog er l8ZZ nach Kempten, wo er sich S Iahre = lang mit Schrifrgiesserei beschäftigte.

 

Durch Umstände, wie sie öfters den Indnstrialism unserer Zeit begleiten, betroffen, konnte er jedoch nicht damit zum Ziele kommen, und nahm daher lg= Zg den Ruf als Prvfessor an die neuerrichtete polytechnische Centralschule in München an. Gewiß konnte in einer Beziehung diese Stelle nicht besser beseht werden, als durch den Mann, der so viele Erfahrung gemacht, s= ichM die wesentlichste theoretische Bildung durch Selbststudium verschafft hatte, stets die neuen populären Darstellungen seines Faches las, und noch im= mer originelle und schöne Gedanken in seinen Zeichnungen niederlegte, so daß sein Verlust wohl unersetzlich ist. Bis an sein Ende bekleidete er nun diese Stelle, konnte aber aus Mangel an Zöglingen bei der erst erstarkenden Einrichtung der Schule, seine Thätigkelt meist nur auf Verfertigung der Modelle und physikalischen Instrumente für den Gebrau= ch der Schule wenden, die indeß auch als ein schönes Zengniß seiner Kenntnisse dastehen. — So nimmt der edle Veteran bei allen, die ihn und seine Werke kennen, seinen Platz neben den Heroen in Verfertigung v= on Meßinstrumenten, einem Ra msden, Reichenbach undRepsold. Er besa&szli= g; Talentzur Mechanik im eigentlichsten Sinne, sonst nähme er unser Lob n= icht so in Anspruch; denn auch hier möchte das rlletor üt— wer's nicht ist, wird's nicht werden, gelten; ohne Talent, ja Genie, wird keinKünstler. An Denkmälern der Kunst, Liebherrs brauche ich nur = auf seine Buchdruekerpresse hinzuweisen, für die er vom polytechnischen Ve= rein die goldene Medaille erhielt, dann sein Uhrenräderschneidzeug, das jet= zt freilich durch bessere Vorrichtung ersetzt ist, sowie die Kniebebelpresse z= um Pressen von Oel,

 

Rübenzueker !e., die Angabe einer Münzjustirmaschine, und so manches andere wie ein Cohäsionsmesser, Storchenschnabel oder Pantograph, neue Regulirnng von Uhren, Theodoliten mit verbesserter Construetion, bordaische und Vertiealkr= eise auf verschiedenen Sternwarten und eine Art Universalinstrument mit Repetiti= on für Zenit und Azimnth. Ehrende Anerkennung war es für ihn, seit geraumer Zeit in den Ausschuß des polytechnischen Vereins gewähl= t zu senn, so wie er auch in das Comit^e für die letzte Industrie-Ausstellu= ng in München berufen ward. — Liebherr hatte sich zweimal verheirat= het, und aus der ersten Ehe eine nun verstorbene Tochter erhalten, die er dem Optikus Merz vermählte; aus der zweiten Ehe leben noch 2 Söhne un= d 4 Töchter, wovon eine Gattin des Mechanikus Mahl er ist, drr neben seinem Schwager Merz jetzt das optische Institut v. Utzschneider und Fraunhofer besitzt. Sein Bruder Benedikd Liebherr, sonst auch Uhrmacher und Mechaniker, hat in Landshut eine bedeutende WollspinnManufaktur. — Der Grundzug im Privatcharakter unsere? Verstorbenen war Genauigkeit, deren innersten Kern = aber Wohlwollen bildete, und daraus floß eine Offenheit der Rede, die kein= en Gegner scheute, aber alle Prahlerei mied. Obgleich sein Verdienst oft in den Schatten gestellt worden, gewährte er dennoch auch im Alter Allen sein= en nützlichen Rath. Wie bei seinem hohen Gönner, dem ebenfalls heuer verstorbenen Geheimrath von Utzschneider kam auch bei ihm der Dank der Zeitgenossen nicht in Verhältniß mit seinen Verdiensten — möge es ihnen drüben reichlich ergänzt werden. Beider Verdie= nste leuchten gewiß noch der Nachwelt als Vorbild, ja sie werden erst von = ihr ganz begriffen und benützt werden. Liebherr endete sein für die Mechanik und für die vaterländische Industrie so einflußrei= ches Leben am 8. Oktober I»4«.

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T: Taschenbuch für Reisende in die südbayerischen Hochlande: Ein tre= uer und …

A: Theodor Hartwig

J: 1840

L: http://books.google.de/books?id=3DmNFAAAAAcAAJ&pg=3DPA16&lpg=3DPA16= &dq=3Dimmenstadt+wagen&source=3Dbl&ots=3Dvt38K7x9Yt&sig=3Dy= XM9-r3JXPbcONJR9SoUiLLn7Ws&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3Dj38SUPuvB4rAswbb= 2IGADA&ved=3D0CEMQuwUwAA#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%20wagen&f= =3Dfalse

 

S: 16

 

X: Wem jedoch seine Zeit den Besuch von Sonthofen und des Illerthals nicht erlaubt, kann von Rettenberg den westlich fortlaufenden Weg wählen, der nach einer halben Stunde nach Maiselstein und nach einer Viertelstunde, bev= or das Dorf Rauhenzell erreicht wird, nördlich geht, über die Iller setzt, und in die Kemptner Poststraße mündet, auf der (von Maiselstein aus in einer Stunde) nach Süden sich wendend, die Poststat= ion Immernstadt erreicht wird.

 

Westlich von der Iller am Fuße der Alpen des Allgus gelegen erscheint dieses freundliche Städtchen, mit dem in seiner Mitte erbauten Schlosse, einst dem Residenzschloße der Grafen von Königseck-Rothenfels, jetzt d= er Sitz des Landgerichts, und zeigt viel Regsamkeit durch seine schwunghaft betriebene Leinwandfabrication und den Handel damit.

 

Das herrlich nach Süden gehende Illerthal von Immenstadt nach Sonthofen au= s zu besuchen, ist so genußbringend, daß Zeit und Aufwand sich hinreichend belohnt.

 

Die Fahrstraße von Oberstdorf nach Immenstadt zurück ist die kurz na= ch dem Verlassen des Orts links sich ziehende, auf der man Ruben wiederum zur rechten Hand behält, über Fischen und Sigishofen kommt, und bald darnach die aus Tyrol kommende, nördlich gehende Poststraße erreicht.

 

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T: Statistisches Handbuch für den Regierungs-Bezirk von Schwaben und Neub= urg …

A: Georg Friedrich Kramer

 

J: 1841

L: http://books.google.de/books?id=3DTbNBAAAAcAAJ&pg=3DPA106&dq=3Dgraf= schaft+rothenfels+karte&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DIKzMT-G0JPSB4ATOkEQ= &ved=3D0CGgQuwUwCA#v=3Donepage&q=3Dgrafschaft%20rothenfels%20karte&= amp;f=3Dfalse

 

S: 105

 

Landgerichts-Bezirk Jmmenftadt

 

Westlich von Sonthosen, im Hochgebirge gegen das Tyrol und den Bregenzer-Wald, liegt= der Landgerichts Bezirk Jmmen, stadt, längs dem Ufer der Jller; derselbe i= st ein rauhes Gebirgsland, das nur wenig Sommer»Getreide, aber viel Flach» und Holz liefert. Die herrlichen Wiesen und grasreichen Alpen begünstigen die Vieh» zucht, welche mit der erst in neuerer Zeit vermehrten Produktion des Käses, Käserey genannt, genügenden= und selbst reichen Lebensunterhalt bringt. — Der Handel mit Käs und Schmalz, und noch einige e« gros - Geschäfte mit der im Allg&aum= l;u gesponnenen und von der Markt-Geschau zu Jmmenstadt in Qualität und Maaß verisizirten Leinwand-Stücken, nähren viele Bewohner.<= o:p>

 

Die geographischen höchsten Punkte dieses Gebirgs-Landgerichts sind: der H= orn, der Hoheneiser, der Bestersels, der Schrat» tenkopfunddasRindalpenhorn;vonden kleinen Flüssen münden der Schwarzenbach oder die Blaichach und die Ach in die Jller; die Waißach und die Bolgen ach aber nehmen ihren Lauf nach Vorarlberg und in die Bregenzerach. Die obere, und die bei Missen entspringende untere Argen wend= en sich westlich in den Landgerichts-Bezirk Weiler und dann nach Würtembe= rg bis sie sich vereint bei Langenargen in den B o den see ergießen.

 

Romantisch schön ist der Alpen see, i Stunde nordwestlich von Jmmenstadt gelegen.=

 

Dieser Landgerichts-Bezirk grenzt westlich an das Landgericht Weiler und an das vorarlbergische Landgericht Jnnerbregenzerwald, südlich an Vorarlberg = und an das Tyrol, östlich an das Landgericht Sonthosen und nördlich an das Landgericht Weiler und an einen Theil des Landgerichts Kempten. Derselbe enthält 72 Kirchen und Kapellen, 2l89 Wohnhäuser, 2889 Familien u= nd 424«« Bewohner; er ist in 2« Steuer Distrikte und Steuer-= Gemeinden und in Landgemeinden und Pfarrbezirke abgetheilt.

 

Der ganze Landgerichts - Bezirk wurde im Jahr 18«4 durch österreichi= sche Kommissärs von dem Grafen Fidel von Königs eckRothensels mit der inkorporirten Herrschaft Stausen, und mit den schon in den Jahren 1646 und = 5786 von dem Freiherrn von Erolzheim, von den Faulern, und von den Freiherrn von Werden stein erkauften allodialen Ritter Herrschaften Bräunigs,

 

S: 106

 

Stein und Werdenstein um 1,4«4,!25fl., die Renten derselben zu 3 ins Kapital gelegt, theils durch Uebernahme der Territorial-Schulden, theils durch Ueberlassung der hungarischen Herrschaft Loros-Letie« für den Ka= iser Franz II. käuflich erworben, >

 

GrafHugo von Montfort erhielt vonKaiSrr Friedrich!!!, die von dem Bisthum Augsburg d= em Reich angetauschten Be» sitzungen als eine Reichsgrafschaft, und die Grafschafts - Marken mit Gerichten, Rechten und Regalien, Land und Leuten a= ls Reichs» Lehen, wozu die Kurfürsten 1473 und 1486 ihre Mit-Einwilligung ertheilten.

 

Ulrich Graf von Montfort verkaufte 1567 die Reichslehenbare Grafschaft Rothenfels = und die Herrschaft Stausen um 155,«««fl. an seinen Schwager Johann Jakob Freiherrn von Königseck insbesondere auch mit dem Geleitrechte über die Gauch auf- und abwärts bis an den Bodensee.= Die Beste Stausen mit Zugehörde, (die Herrschaft Staufen) hatte Herzog Leo= pold von Oester» reich schon im Jahr 1394 um 15«« Pfund Haller= an den Grafen Zllbrecht von Werdenberg verpfändet; sie kam dann ebenfalls= an das Montfort'sche Haus.

 

Durch den Preßburger Frieden vom 18«S sielen diese Besitzungen an die Krone Bayern.

 

Die Quelle in Niedersonthofen wurde niemals chemisch untersucht, und wird selbst von dem Landvolke kaum mehr benützt.

 

Dasselbe Verhältniß besteht auch bei der Quelle Rhein.<= /p>

 

Das Schwefelwasser in Tiesenbach enthält in 2« Maaß: SZ Gran salzsaures Kali, 26^ Cubikzoll Schwefelwasserstoff-Gas, 45 Cubikzoll freie Kohlensäure. Das dortige Kupfer-Wasser enthält in derselben Quantität Gran salzsaures Kali, 1I schwefelsaures Kali, 45 Cubikzoll f= reie Kohlensaure.

 

Man braucht namentlich erstgenannte Quelle bei Gichtbeschwerden und Hautausschlägen.

 

Dieser Ort hat seinen Namen nicht wie oft geglaubt wurde, von der Zucht der Bienen= (in Schwaben Jmmen genannt), sondern von der Präposition Innen, nemlich innerhalb der Alpen oder des Alpgaues gelegen.

 

Dieser Bezirk war, so weit die Geschichte reicht, zum AmtsLehen der Welfen und zum Theil dynastisch den Grafen von V öringenund Nellenburg gehörig; reiche Donationen in diesem Bezirke befassen aber die Bißthümer Constanz und Augsburg, dann die Klöster St. Gallen, Kempten, Jßn= y, St. Mang in Füssen, Allerheiligen in Schafhausen und andere mehr. Die Welsen schirmten dieses Kirchengut, und gaben die After-SchirmBogtey an Edle Ritter. Jm XII. Jahrhundert haußten die Ritter von Schellenberg als v= on den Hohenstaufen belehnte «ub-xlvoe»ti auf der vesten ehemaligen Welfenburg Rothensels, wohin Welf II. in den Jnvestitur-Kriegen auch die dem Bischof zu Augsburg geraubten ältesten Urkunden hatte verbergen lassen, welche zu Peutinger's Zeit, als sie die Grafen von Mpntfort ge, rade ertrad= iren wollten, durch einen zufälligen Brand mit dem Schlosse verloren gienge= n. Die Ritter von Schellenberg verkauften die Burg und Herrschaft Rothensels m= it Zugehörden an die Grafen von Montfort.

 

Jmmenstadt wurde erst ein bedeutenderer Ort, als die letzten Bes1tzer der Grafschaft Rothensels — die Grafen von Königseck-Rothensels — von der= von dem Grafen Hugo von Montfort nach dem ersten Schloß-Brande im Jahr 14= 63 wieder erbauten Burg Rothensels in das bequemer erbaute Schloß zu Jmmenstadt zogen.

 

Jn dem Reichs>Lehenbrief von Kaiser Friedrich III. für die Gebrüd= er von Montfort, wurden dem SM Jmmenstadt die Rechte einer Stadt verliehen, und hiedurch der Ort zur Stadt erhoben .

 

Die Steuer-Gemeinde Jmmenstadt enthalt 16« Wohnhäuser, S26 Familien,= und 1172 Bewohner; dafelbst ist ein restaurirtes Eapuziner-Kloster.<= /span>

 

Das Städtchen deutet seine lokale Fertilität durch ein PhantasieWappe= n, nemlich unter dem Kopfe seines Genius, welcher einen Bienenkorb trägt,= mit einem Edelfische aus der Jller, oder aus dem nahen Alpsee im grünen Fe= lde rechts, und mit einem grünen Hopfenzweige im weißen Felde links = an.

 

Markt

 

Dieser Markt und die Steuer Gemeinde Stausen mit 5«6 Häusern, 387 Famil= ien und 1446 Bewohnern, ist in dem alten Alpgau gelegen; er war wahrscheinlich = ein Bestandtheil jener großen Grafschaft im Albegau, welche der zu den Gr= afen von Vöhringen und Nellenburg gehörige Graf Hartmann von Landau und Grüningen mit der Burg Meglofs oder Eglofs im Jahr 1243 zu Cspus an Ka= iser Friedrich II. um den großen Kauf» schwing von 320« Mark Silber verkauf hat.

 

Jm Besitze der Beste Stausen mit Zugehörde folgten nach dem Abgange der Hohenstausen die Ritter von Schellenberg, und dann zu Anfang des XIVten Jah= rhunderts die Grafen von Montfort, welche 13N diese Herrschaft um 653 Mark Silber von= dem Ritter Marquard von Schellenberg erkauft hatten.

 

Graf Hugo von Montfort stiftete im Jahr 1328 zu Stausen ein Collegiat - Stift mit einem Präpvsitus und 6 Presbytern und dotirte dasselbe zu g Präbenden.

 

Jm Jahr 18«6 wurde dieses Stift aufgelöst, und wieder eine Lokal-Pfarrei errichtet.

 

Das Schloß Stausen lag auf einer Anhöhe neben derPfarr. Kirche zu Stausen mit weiter Aussicht. Jm Bauern-Kriege wurde dasselbe zerstört,= von dem Grafen Wolf von Montfort aber wieder erbaut. Auch nach einem zweiten Gr= ande 16n hat Graf Hugo von Königseck-Rothensels das Schloß wieder reparirm, einen Schloßflügel und eine 16,9 geweihte Kapelle hiezu erbauen lassen. Jn der letzten Zeit ist dieses zerfallene Schloß nur = noch als Jagdschloß benützt worden, bis dasselbe endlich im Jahr 18«7 gänzlich abgebrochen wurde.

 

Der Markt Stausen erhielt im Jahr 1837 ein neues horizontal - abgetheiltes Markt-Wappen, im obern blau und weiß abgetheilten Felde mit den verschlungenen lateinischen Buchstaben S V, im untern Felde steht auf einem grünen Hügel die Burgstelle des zerstörten Schlosses mit der angrenzenden Kirche des ehemaligen Collegiat. Stiftes dafelbst.<= /span>

 

 

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T: Handbuch für Reisende durch Südbayern, Tyrol, Vorarlberg, Salzburg und das …

A: Theodor Hartwig

J: 1842

L: http://books.google.de/books?id=3Dj3lOAAAAcAAJ&pg=3DPA17&lpg=3DPA17= &dq=3Dimmenstadt+bodensee&source=3Dbl&ots=3DP5jU2DsqHb&sig= =3DQW7X7PeqNTdvwoN_I597Sz240kM&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DeCMJULT0DKmB= 4gTZ-JjnCg&ved=3D0CGAQuwUwBQ#v=3Donepage&q=3Dimmenstadt%20bodensee&= amp;f=3Dfalse

 

S:

 

Wem jedoch seine Zeit den Besuch von Sonthofen und des lllerthals nicht erlaubt, kann von Bettenberg den westlich fortlaufenden Weg wählen, der nach ei= ner halben Stunde nach Maiselstein und nach einer Viertelstunde, bevor das Dorf Bauhenzell erreicht wird, nördlich geht, über die Iller setzt, un= d in die Kemptner Poststrasse mündet, auf der (von Maiselstein in einer Stu= nde) nach Süden sich wendend, die Poststation Immenstadt erreicht wird.

 

Westlich von der Iller am Fusse der Alpen des Allgaus gelegen erscheint dieses freundliche Städtchen, mit dem in seiner 1\litte erbauten Schlosse, ei= nst dem Residenzschlosse der Grafen von Königseck-Bothenfels, jetzt der Si= tz des Landgerichts, und zeigt viel Begsamkeit durch seine schwunghaft betrieb= ene Leinwandfabrikation und den Handel damit.

 

Das herrliche nach Süden gehende Illerthal von Immenstadt oder Sonthofen a= us zu besuchen, ist so genussbringend, dass Zeit und Aufwand sich hinreichend belohnt. Wir werden diese Parthie von Sonthofen aus angeben, von dem aus sie sogar zu Wagen gemacht werden kann. Zuerst erreicht man das ansehnliche Pfarrdorf Altstetten, dann Hinnang mit einer Burgruine, Schöllang, mit= der Aussicht auf die rechts an der Iller gelegene Burgruine Burgeck, Reiehenbae= b, wo ebenfalls rechts die Ruine Burg sich zeigt, am Fussc des Beichenbachs, Buben, unterhalb dem sich die drei Quellen der lller, die Trettaeh, Stillach und Breitach vereinigen, und endlich den Marktilecken Oberstorf, mit Eisenwerken und einer Ruine, nach ‘Osten den emporragenden Nebelhorn, nach Westen die Gauchenwand habend. Nur eine Viertelstunde von Oberstdorf e= ndet bei St. Loretto am Fusse des hohen Gebirges diese Thalstrasse und theilt si= ch in 2 südlich laufende Verbindungswege ins Rappenalpen- und ins Trettachthal, welches die9000 Fuss erreichenden Trettachspitz und Mädelergabl schliessen. Die Fahrstrasse von Oberstdorf nach Immenstadt zurück ist die kurz. nach dem Verlassen des Orts links sich ziehende, = auf der man Buben wiederum zur rechten Hand behält, über Fischen und = Sigishofen kommt, und bald darnach die aus Tyrol kommende, nördlich gehende Poststrasse erreicht. Viel lohnender ist jedoch der Fussweg, der von Oberst= dorf aus zuerst auf der, ins Vorarlbergische Mittelbergthal und zu dem in ihm gelegenen Bade führenden, Verbindungsstrasse fortgeht, aber nach einer halben Stunde davon nach Norden ablenkt, und nun eine Menge freundlicher Dörfer und Weiler, als Tiefenbach, Obermaiselstein, Polsterlang, Oftersehwang, berührt, endlich mit der so eben angegebenen, über Sigishofen kommenden Fahrstrasse zugleich in die Tyroler Poststrasse ausläuft und nun über Seyfriedsberg und Blaichach, auf der von Sonthofen nach Immenstadt ebenfalls führenden Strasse, letzteren Ort erreicht.

 

Immenstadt verlassend, und die westlich führende Strasse über Bichel einschlagend, ist in Kurzem der Alpsee erreicht, der i» Stunden lang = und z‘, Stunde breit ist und von dem nur eine Viertelstunde entfernt im O= sten die Ruine‘ der Burg Rothenfels und nördlich eine Stunde davon die des Schlosses Werdenstein liegen.

 

Längs des Alpsees fort und durch das sogenannte Constanzenthal zieht sich der Weg zwischen Bergen, nördlich der Thalerhöhe und dem Ochsenberg, südlich dem Schattenberg, der Eckalp und dem dahinter sich erhebenden Binderalpenhorn, in 2 Stunden nach Constanzen.

 

Interessant ist in dem 3 Stunden von Immenstadt liegenden Dorfe Kalzhofen ein Bauernhof, bei dem sich zwei Bäche befinden, deren einer nach dem Alpsee und durch diesen nach der Iller, und mit ihr in die Donau, der andere, ein=

 

Arm des Flusses Argen, nach dem Bodensee und dem Rhein Reisehandb. 3te Aufl. 2<= o:p>

 

 

 

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T: Kalender für katholische Christen: auf d. Jahr ..

A:

J: 1842

L: http://books.google.de/books?id=3Dd9k_AAAAcAAJ&pg=3DPT131&dq=3Djmme= nst%C3%A4dter+schloss&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3Dr5L1T42cKIbd4QSqtJjnB= g&ved=3D0CGoQuwUwCQ#v=3Donepage&q=3Djmmenst%C3%A4dter%20schloss&= ;f=3Dfalse

 

S: 117ff

 

IX.

 

Das Scljlofs Laubenberg

 

mit einzelnkn Bruchstücken aus der Geschichte der Stadt Jinmcnstlldt im Allgau.

 

 

s auf der Grenzmarke zwischen dem ehemaligen Königsegg-Rothenli Gebiete = und dem vormals vordcrösterreichischen Gerichte Weiler, end an das Vorarlbergische stehen die Ruinen des Schlosses Altnberg. In der Nähe = sind weder Dörfer noch Haüser; nach ;ieht sich eine Schlucht bin, in d= er weiter abwärts die Herrsteinbrüche von Ellhofen liegen. Wo die Ru= inen stehen, mag viel Laub holz gewesen seyn; setzt sieht man nicht mehr viel al= s lch, und man möchte fast meinen, es wäre dieß der berühmte = Ort, Hse und Hasen sich gute Nacht sagen.

 

Zenn man einmal auf der Eisenbahn von Jmmenstadt nach Lindau kann, wird diese al= te Burg gewiß wieder ein Ansehen bekommen; ,f einer weiten Strecke der B= ahn von Schönau bis gen Heimenwird sie zu sehen seyn. Auf dem ungeheuren, 1«0 Fuß hohen

 

ch, es sty nüktz." Das hat aber nur er gemeint, weil er selber «= ;tz war; seitdem geht jedoch dieser Spruch im ganzen Lande > angewendet auf jeden Ort, der anerkannt nichts nütze ist. i Knechtenhofen gehen wir d= em Alpsee zu. Wir lassen rchdorf rechts liegen, wo es die ersten Ansiedler der Gegend haben. Am Alpsee angekommen wenden wir uns rechts und f der Schattenseite fort. Hier treffen wir eine kleine Stunde

 

bekannten Wallfahrtsorte Bühl, ganz nahe am See, zwei sehr !auernhaüser, Hintersee genannt. Diese Haüser heißen so,

 

von Jmmenstadt aus hinterm Alpsee liegen, während der der Ostseite des Sees schlechtweg „am See" heißt. Von diesen

 

an bis Bübl war eS in frühern Zeiten etwas unsicher, bei der i gehen. Rechts war dichtes Gehölz und links ist noch hart an iße der See; und so war,s denn schon an und für sich etwas ch. Kinder meinten, der Bullemann mache hier seine Streifzüge, inder auf und fresse sie zum Th= eil, zum Theil werfe er sie in

 

Bühl und neben dem Jmmenstädter Horn gehen wir vorüber, . es von früher her kennen, und wenden uns gerade vorwärts mmenstadt. Dieß war zur Zeit, als die Laubenberger des zogen, noch ein Dorf, und= ist uns von seinem Kapnzinerkloster cn Reichsgrafen Königsegg-Rothenfcls z= um Theil auch schon von ekannt, zum Theil werden wir weiter unten noch davon hören, iben wir Jmmenstadt im Rücken, so haben wir, wenn wir nörd

 

Kempten hin uns wenden, Laubenberg - Stein im Gesichte, ncß jetzt noch eine ansehnliche Schloßruine auf einem Waldhügel,

 

von einer herrlichen Laubwaldung, der Buchenwald genannt. » Leute fagen, = es sey dieses Schloß in früherer Zeit durch eine» schen Gang = mit den Burgen Hugofels und Rothenfels ver« zewese». Diese zwei Bur= gen sind eine halbe Stunde westlich vo« rg gelegen gewesen, und sind jetzt ganz abgebrochen.Daß er Verbindungs-Gang je bestanden habe, ist durch= aus nicht nach, und ist insbesondere darum ganz unwahrscheinlich, weil Lau&laqu= o; g immer andere Besitzer hatte, als die genannten Burgen. DaS Eubenberg war n&= auml;mlich in frühern Zeiten ein bischöflich augss ^'ehen, und war schon am = Ende des zwölften oder doch im

 

deS dreizehnten Jahrhunderts den Herren von Laubenberg riehen überlassen worden.

 

c Herren von Laubenberg hatten diese Burg nicht allein zu ihrer tte währ= end ibres Lebens, sondern auch zum Ruheort für ihre ach ihrem Tode auserwählt. Sechs Laubenberger sind in einem ,e von etwas mehr als 200 Jahren, von 124! bis i««i m »rg bestattet worden. Dieser Umstand läßt uns darauf schliej schon von Anfang eine geweihte Stätte, eine Kapelle im Schlosse

 

 

te Glocke hat die fast gleiche Inschrift:

 

Dom!»; is«8 Jar hat Herr Hans Kaspar und Herr Hans Jvhan von aubenberg beyd Brüder >u Wogeck und Stein Ritter, hond die Gloggen zssen machen.&q= uot;

 

r eine dieser Brüder, Hans Johann, ist in derselben Kapelle Pfarrkirche = zu Stein begraben worden, wie nachstehende Inschrift aus Sandstein gefertigten Denkmal nachweiset:

 

151? am Bisten Tag des Monaz Merzen starb der edel «streng Hans Johan oon Laudenberg zum Laubenbergerftein und Wogeck Ritter, ein getreuer Hausvarer aller von Laudenberg, dcm Gott und uns allen barmherzig sevn well. Amen&quo= t;

 

ie Laubenberger waren, wie wir aus den angeführten Monumenen, zugleich He= rren von Wageck. Wageck war in den letzten Zei. Aufhebung der alten Stifte ein Sommerschloß der gefürsteten von Kempten. Es stand auf einer Anhöhe über einem großen , ungefähr zwei Stunden nördlich von Kempten. Jetzt ist die zründlich abgebrochen und an = der Stelle des großen Weihers sind ,e Saatfelder.

 

>m Jahre 1555 erbauten die Herren von Laubenberg jenseits der

 

auf einer kleinen Anhöhe das freundliche Schlößchen Rauhenund verlegten jetzt auch ihren Wohnsitz in dasselbe. Seit, dieser jt die schöne Burg Laubenberg unbewohnt. Die Folge dieser Ueber!,g war der allmählige Zerfall der Burg Laubenberg. Schon im

 

1629 hatte sie weder Fenster noch Thüren; Alles war ruinös, as Dach von Ziegeln war noch größtenteils erhalten. Im Anfange des siebenzeh= nten Jahrhunderts kamen diese Burgen ihren Besitzungen, nachdem die Laubenberger ausgestorben waren, : Hände der Herren Pappus von Trazberg. Diese Herr= en von Laubenberg hatten viele Besitzungen im ganzen

 

Allgau herum, und es gab eine Zeit, da selbst die nachmalige cnzstadt der Reichsgr= afen von KönigSegg - RothenfelS ihnen gehörte, lich vor dem Jahre 1260= , da Jmmenstadt noch lange nicht so groß

 

als es später geworden, gehörten mehrere Einwohner jenes Ortes, jetzt Jmmenstadt heißt und daS damals noch ein Dorf oder Flecken=

 

sammt ihren Feldern und Gründen nebst dem Alpsee und der Ach allen Fischen in diesen Wässern den Herren von Laubenberg. Im e iz6o traten Walther und Gaudenz von Laubenberg diese gungen an den Grafen Heinrich von Montfort ab,= und erhielten r einige Montfortsche Güter in Stein. Dafür kaufte Walt= her

 

Laubenberg am heiligen Abend zu Ostern des Jahres IZ7S vom l,of zu Augsburg das Vogtre= cht, den Kirchensatz und Widum der rrkirche zu Jmmendorf, daS jetzt Jmmenstadt heißt, mit allen Rechten

 

Nutzen, „so jährlich gelten soll acht Malter Haber." Für dieß s bezahlte Walther 1^0 Pfund Heller. Von dieser Zeit an waren Laubenberger die PatronatSherren der Pfarrkirche zu Jmmenstadt und ben es b= is zu ihrem Aussterben, wo dieses Recht wieder an die Höfe zu Augsburg zurücksiel.

 

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els und kümmerten sich wenig um Jmmenstadt. Auch die von Königsegg blieben noch bereits 70 Jahre in dieser ihrer

 

die Laubenberger die ihrige schon verlassen hatten und nach ell gezogen waren. = Erst im Anfange des siebenzehnten Jahrvon l604—1620) erbaute Freiherr Geor= g, der Sohn und

 

des Kaüsers dieser Besitzungen, das Schloß in Jmmenstadt, hlig die Residenz der Freiherren und spater auch der Grafen Oerselbe Freiherr Georg baute auch die Gottesackerkirche, eutende Stiftungen zum Siechenhause und z= ur Pfarrkirche, und

 

Ende, in einem Alter von 64 Jahren, von einem Bauern silbernen Kugel erschossen.<= o:p>

 

zwei Söhne dieses Georg, die sich jetzt in zwei Linien, nämlich ie RothenfelS und in die Linie Aulendorf, theilten, sind

 

1629 durch Kaiser Ferdinand II. in den Grafenstand erhoben Es ist dieß, wi= e es in der kaiserlichen Urkunde ausdrücklich -cn der ausgezeichneten Verdienste ihrer Vorfahrer geschehen. ,1 aber auch Beide selber wackere Leu= te; Graf Hugo, der

 

seines Vaters, hat das Kapuzinerkloster in Jmmenstadt ge,ie im Kalender von i«4» ausführlich beschrieben ist. r Graf Hugo hat dann auch die Burg Laudenberg und die n Güter und Gründe, insbesondere auch= die untere Zollit dem Zollrechte über die Jllcr durch Kauf an sich gebrach= t, n Erzherzoge Ferdinand Karl als Lehen angenommen und c Vollmacht erhalten, einzelne Güter und Gründe des Ange! Afterlehen an die Herren von Pappus auf Trazberg ,n dürfen. DaS ist geschehen im Jahre 1652. Sein S= ohn

 

Wilhelm erhielt durch einen Vergleich mit dein Hockstifte den Kirchensatz zu Jmmcns= tadc sammt dem Vogtrecht als Allo

 

so waren denn fortan die Grasen von Königsegg-RothenfelS atsherren von Jmmenstadt. Dieser Leopold Wilhelm war wie ein ausgezeichneter Fürst, = der neben vielem Gnten auch die e in Bühl und die zwei andern Kirchen gestiftet hat.

 

diesen Grafen hat Jmmenstadt gute Zeiten gehabt. Es war für das Wohl ihrer Unterthanen sehr besorgte Herrschaft. Diese indetcn nicht allein Kirchen und Stellen für Geistliche zur BeS geistigen Wohles ihrer Untergebenen, fondern auch Hauser , für Arme und für Waisen. Das Spital und das Waisennmenstadt sind Stiftungen der Grafen und ihrer Gemahlinnen, ieser Frömmigkeit und Nächstenliebe waren sie, wie alle Edlen n Zeit, ausgezeichnete Jagdliebhaber. Gab es Krieg im Lande

 

den Erbfeind der Christenheit, so waren sie die Ersten dabei, denjenigen, die d= en größten Ruhm ernteten. War Frieden im «ollten sie nicht ru= hig in ihren Burgen sitzen, sondern jagten

 

und in Waldern dem Wilde nach, das sie clS ihr auSschließthum ansahen. Auf dieses ihr ausschließliches Jagdrecht hielder außersten Strenge. Diese Strenge brachte manchen Unter

 

ZuchthauS, wenn sich,s nämlich einer herausnahm, daS Wild

 

chen. Am verderblichsten außerte sich der Einfluß des Landauf zwei Brüder des regierenden Grafen. Diese hätte er u Grunde gerichtet, wenn er noch länger geblieben wäre. Nach, ihn viel Unheil war angerichtet und das Land mit Schulden jaüft worden, merkte er, da&szli= g; man an ihm genug habe, daß ihn re die edle Gemahlin des regierenden Grafen weit weg wünsche, og er denn ab mit seiner ganzen Musikbande und mit einem eile seines Anhanges. Alles konnte er nicht mitnehmen, am sten das große Verderben, das er im Städtchen und am Hofe )em Lande angerichtet hatte. Die Schulden sind auch geblieben, bei Hof Betheiligten hatten jetzt Wohlleben gesehen und Wohlrnt, und wollten es fortsetzen, wie = es angefangen war. Sie cht daran, ob es das Gütle auch trage, oder woher = man zu M Aufwand Geld nehme, ohne zu stehlen. Sie dachten übernicht; sie lebten einen Tag wie alle Tage; hatten das Leben das Essen von Hof, d,rum brauchte es kein Denken. Ich , ob es wirklich wahr ist, daß sie meint= en, sie müßten jedesmal, n ein vernünftiger Gedanke einfalle, an den Reichshofrath nach eiben und fragen, ob sie diesen Gedanken auch denken dürften, e freilich noch mehr Unkosten verursacht, und wir müßten diese huldigen, wenn sie wenigstens diese Rücksicht gekannt hätten, dem Abzuge des Land-Komthurs dachte der Graf, dem immer des LändchenS am Herzen lag, ernstlich daran, wie er dem Aufwande ein = Ende machen und wieder aus den Schulden nen könne. Am allermeisten hatte die Küche gekostet. Der ithur hatte immer Mittags freie Tafel gegeben; der Regent ens und Abends freies Essen und Trinken. Da hielt sich Jeder« eingeladen, und wer nicht selber kam, ließ sich aus der Hofi, was er = eben gerne wollte. In dieser Weise konnte man es reiben. In der Küche sollte die Einschränkung den Anfang Nun gab man dem Grafen den Rath, er sollte seinen Leuten rssenS und Trinkens das Kostgeld geben; da komme er besser i = in der Küche waren Hofköche, und diese Hofköche wollten c bishe= r; und so kam es, daß die Hofleute das Kostgeld und s Essen erhielten; d= enn die gekochten Speisen mußte man ja >zu hätte man,S denn gekoc= ht? —

 

es mit dieser Art der Ersparung bereits schlechter ging alS man nicht sparte, = gab man dem Grafen den Rath, er möchte

 

l seiner Hofleute entlassen, da er Viele derselben gar nicht

 

Zarauf entgegnete der liebevolle Graf, „es sey wahr, er brauche nicht, aber = die Leute brauchen ihn." Er konnte sich in sei

 

«icht entschließen, diese Leute sich selber und ihrem Elende zu<= /span>

 

Schulden wurden noch außerordentlich vergrößert durch den ieg im Ja= hre 1796 und i«oo. Jetzt wurden die Pfarr. r der ganzen Landschaft zusammcnberufen. Sie sollten als nen Weg ausfindig machen, wie die Schulden= deS HofeS ge

 

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Arbeiten verrichteten, kamen ihnen sehr gemein vor. Sie standen ziesem gemeinen Volk= e, wie die Patrizier in Rom über den Plebestanden.

 

ls nun die Landleute auf einmal das Schicksal dieser Herrenleute Hände ge= legt sahen, waren sie gar nicht geneigt, zu ihrem Besten zu thun. Und über = der Eifersucht gegen diese Bevorzugten vcr

 

sie die schuldige Ehrerbietung gegen ihren liebevolle» Herrscher.

 

Dem Reichsgrafen ward nun von Oesterreich der Antrag gemacht,=

 

chte die Grafschaft Rothenfcls sammt Staufen und dem in der Zeit erworbenen Werthenstcin um ungarische Krongüter ver

 

n. Das geschah wirklich. Der Graf erhielt bedeutende VcsitzunUngarn und nach Bezahlung aller Schulden noch eine Summe

 

l26,6?7 Gulden, somit bereits dreimal so viel, als einst Freiherr=

 

n Jakob für die ganze Grafschaft an Ulrich von Montfort bezahlt Er bezog= die Güter in Ungarn selbst nicht mehr, sondern starb

 

Monat nach Ucbergabe seiner Stammgütcr an das Haus Oester<= /p>

 

ocn 10. September l«04.

 

Noch ehe zwei Jahre verstoßen, theilte der siegreiche Kaiser der osen das ehemalige Königscgg,sche Gebiet dem Hause Bayern zu. 'eute kannten sich nicht rcchr aus; sie meinten, sie seyen französisch den. Die fortwahre= nden Kriegsunruhen und die dadurch nothwencwordenen Abgaben machten das Volk arm. Als dann die Tiroler )ie Vorarlberger, die auch bayerisch geworden waren, s= ich empörten lach Jmmenstadt kamen, mußten die Jmmenstädter, sie mochten wolder nicht wollen, auch mithalten. Viele mahnten ab. Sie meinten, dauern mit ihren Heu - und Mistgabeln und Dreschflegeln sollten zu e bleibe= n, es wäre gescheiter. Andere meinten, man sollte doch eine zclerie^ (^gv»l«,.io) haben, sonst richte man nichts aus im Kriege, gen erklärte ein Bürger, er meine, es wäre „Gabelerie" genug die Landsturmer hütten ihm schon vier Fenster eingegabelt. In diese» gemeinfamen Nöthen des Krieges und des Aufstandes n die S= tadt - und Landbewohner einander näher gekommen. Die »er singen bald = an, um ihren Grundbesitz sich selber zu bekümmern ihn selber zn bearbeiten. Und darin haben sie sehr wohl gethan; in diesem Grundbesitz lag der größte Theil ihres Wohlstandes. Die bewohner verlegten sich unter der neuen Regierung mit neuem Eifer die Kultur ihres Bodens und haben ihn s= eit jener Zeit so verbessert, er weit mehr tragt, als er ehedem getragen. Bei d= em Allem gedachte besonders im Stadtchen noch gern der alten Zeiten, wo man Nachags im rothen Kamisol an die untere Zollbrücke, nächst der Bu= rg zenberg, zum Bier gegangen. Und wenn man von so einem alten uch den Kindern erzählte, so fügte man gewöhnlich bei: „Damals wir noch nicht bayerisch gewesen." Dieser Grund war ein so cillgcier für j= ede Veränderung, daß die Kinder meinten, sie dürfen ihn all anführen. — Als einmal ein kleines Schulkind sich wunderte, wie = doch gekommen, daß Christus, der Herr, nicht bloß in der Kirche, crn auch auf den Bergen und am See gepredigt habe, entgegnete=

 

 

 

 

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http://books.google.de/books?id=3DfJRBAAAAcAAJ&pg=3DPA199&d= q=3Dbahn+immenstadt+friedrichshafen&hl=3Dde&sa=3DX&ei=3DYHrDT4C= yDo7ntQbrkNDTCg&ved=3D0CEYQuwUwAQ#v=3Donepage&q=3Dbahn%20immenstadt= %20friedrichshafen&f=3Dfalse

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Verhandlungen der Kammer der Abgeordneten der Ständeversammlung des ... 1843

 

 

 

Eisenbahn zufliessen, und diese keineswegs dem Zuflusse so vieler gewerbreicher Orte,= wie über Memmingen, aufwiegen. 4) Als ein reiner Gewinn für die Eisenbahnen wäre ' sofort die Verladung aller Güter, die von Memmingen, Kempten und von da in das schwäbische Hochgebirge, so wie über Immenstadt und Sonthofen in das Tyrol versendet werden, anzusehen. Von Allem dem würde der Bahn nichts zugehen können, wenn dieselbe= in einer Entfernung von 10 — 11 Stunden von hier durch den Kempterwald g= egen Immenstadt hinziehen würde. 6) Bon Ulm über Memmingen und Kempten= und umgekehrt gehen jährlich

 

240,000 Zentner Handelsartikel aller Art, 100,000 „ Getreide, 8,000 „ G= yps, 8,000 „ Salz. Dieses Resultat würde niemals über Kaufbeuren= und Kempten zu erreichen seyn.

 

6) Zu berücksichtigen möchte auch der grosse BretterTransport von Kempten nach Ulm seyn. .

 

7) Die Eristenz von Memmingen, Mindelheim, und größtentheils auch v= on Kempten, beruht auf dem so bedeutenden Schrannenverkehr, in dessen Folge jährlich von Memmingen nach Kempten gegen 300,000 Zentner Getreide von hier nach

 

Lindau gehen.

 

Diese Markte bestehen aber größtentheils durch die Getreid-Zufuhren aus Oberbayern und aus den getreidreichen Gegenden von Weissenhorn und Lauingen= .

 

8) Würde nun die Eisenbahn von München über Augsburg und Kausbe= uren nach Lindau einerseits die Weizeufuhr aus Oberbayern aufnehmen, anderseits = aber aus dem Lauingischen und Weissenhorn'schen die Kern- und Roggenzufuhr nach = Ulm zur Benützung der dortigen Bahn nach Friedrichshafen geleitet, so würden sich die Märkte von Mindelheim, Weissenhorn, Mem